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Autark leben im  Wohmobil

Autark Leben im Wohnmobil

Autark leben – was bedeutet das eigentlich?

Autark leben bedeutet vor allem unabhängig leben.

Alles was du verbrauchst oder gebrauchst hast du zuvor selbst erzeugt oder hergestellt. Du bist nicht abhängig von Hilfe von Außen.

  • Vielen Dank an Nima für die Inspiration zu diesem Artikel!

Autark leben im Wohnmobil

Autark leben im Wohnmobil bedeutet für mich, dass ich unabhängig bin von Infrastruktur wie Campingplätzen, oder Wohnmobilstellplätzen.

Dass ich so lange wie möglich – am besten immer – ohne diese Plätze auskomme.

Autark leben in Form von Selbstversorgung – und alle Lebensmittel im Wohnmobil selbst anbauen – ist wohl nicht möglich. Doch du kannst deinen eigenen Strom produzieren und – je nachdem wo du unterwegs bist – könntest du dir manchmal Wasser und manche Lebensmittel aus der Natur holen.

Was brauchst du zum Leben?

Wie kannst du es schaffen, mit dem Wohnmobil so lange wie möglich autark/unabhängig zu sein?

Am wichtigsten sind Trinkwasser und Lebensmittel. Manchmal Wärme. Auf Strom könntest du am ehesten komplett verzichten.

Autark Leben im Wohnmobil

– das brauchst du

Zunächst brauchst du natürlich ein Wohnmobil. Es sollte bestimmte Kriterien erfüllen, die dir später helfen möglichst lange damit autark leben zu können.

1. Möglichst viel Zuladung

Damit du große Tanks für Diesel, Wasser und Gas einbauen kannst und viele Lebensmittel, zusätzliche Wasserkanister und vielleicht auch ein Motorrad mitnehmen kannst.

2. Viel Stauraum

Damit du alle Lebensmittel- und Wasservorräte gut verstauen kannst und noch Platz hast – für ein Fahrrad, die Angelausrüstung und den Generator.

3. Großer Wassertank

Je mehr Wasser du dabei hast, je länger bist du autark.

4. Große Dachfläche

Damit du dort ausreichend Solarmodule befestigen kannst.

 

Lies hier wie du das Wohnmobil findest, das zu dir passt.

Willst du das Wohnmobil selbst bauen, um alle deine Wünsche zu berücksichtigen, dann lies dieses geniale Buch: Wohnmobile selbst ausbauen und optimieren: 1000 Tipps und Tricks für alle Wohnmobil-Selbstausbauer und Wohnmobil-Optimierer*

 

autark leben

Autark leben im Wohnmobil: Wasser

Wasser ist lebenswichtig. Trinkwasser ist der größte limitierende Faktor beim autark Leben im Wohnmobil. Wir haben immer jede Menge Mineralwasser aus dem Supermarkt an Bord und nehmen das Wasser aus dem Tank nur zum Kochen und Waschen. Mit einem stets sauberen Tank und einem Wasserfilter könntest du allerdings auch das Wasser aus dem Tank trinken.

Viel Wasser einpacken

Der Wassertank im Wohnmobil fasst eine bestimmte Anzahl Liter. Daran ist nichts zu drehen. Du kannst dir höchstens zusätzliche Kanister* ins Wohnmobil stellen.

Mache dir Gedanken darüber, wie das Wasser möglichst lange haltbar bleibt*, wenn du einen sehr großen Wassertank hast und ob du dir eine Filteranlage* in den Tank einbaust. Außerdem muss der Tank regelmäßig gereinigt* werden.

Wenn der Wassertank leer ist, heißt es nachfüllen – auf dem Wohnmobilstellplatz oder einem Campingplatz. Natürlich kannst du auch versuchen irgendwo anders den Tank wieder zu befüllen. Manche fahren dafür zum Beispiel Friedhöfe oder Restaurants an. In Portugal und Spanien gibt es öffentliche Waschplätze, Brunnen oder Quellen. Dafür ist es nicht schlecht Wasserkanister oder Wassersäcke* dabei zu haben, denn nicht überall kannst du mit dem Wohnmobil direkt parken und einen Schlauch zum Befüllen des Tanks nutzen.

Wasser sparen

Für´s Spülen und Wäsche waschen kannst du auch Regenwasser sammeln, oder Wasser aus einem See oder Bach nehmen. Denke dran, umweltverträgliche Seife* zu benutzen und nicht direkt im See oder Bach zu waschen.

Auch für Trinkwasser ist es möglich sich in der Natur zu bedienen. Wasser gibt es fast überall. Quellen und schnell fließende Gewässer führen Wasser, das man prinzipiell auch trinken kann. Wenn du ganz sicher gehen willst, musst du das Wasser entkeimen. Das geht durch abkochen, Chlor*, UV-Bestrahlung* oder mit einem Keramik Wasserfilter*.

Besorge dir ein Outdoor Handbuch*, wenn du dazu weitere Informationen brauchst.

Und du kannst Wasser sparen. Je weniger du verbrauchst, je länger kommst du mit dem Wasser hin.

Sehr viel Wasser verbrauchst du beim Duschen. Also dusche nicht mehr. Ich wasche mich mit dem guten alten Waschlappen – das habe ich von meiner Oma gelernt. So verbrauchst du nur ganz wenig Wasser und auch viel weniger Gas, denn du brauchst auch nur eine viel kleinere Menge Wasser warm machen – wenn überhaupt. Meine Haare wasche ich auch nicht unter der Dusche, sondern mit einer Schlüssel und einem Becher.

Beim Kochen kann man Wasser mit etwas Überlegung mehrmals verwenden oder später noch zum Abwaschen nehmen.

 

autark leben

Autark leben im Wohnmobil: Gas

Gas brauchst du im Wohnmobil zum Kochen und zum Heizen.

Wir haben eine 12 V Truma-Gasheizung*. Es gibt auch Gasheizungen, die ganz ohne Strom warme Luft machen.

Beim Heizen geht das meiste Gas drauf. Im Winter in Deutschland verbrauchen wir im Schnitt eine 12 kg Gasflaschenfüllung pro Woche. Je wärmer, je weniger Gas brauchen wir – logisch.

Um nicht jedes Mal los zu müssen, wenn das Gas leer ist, gibt es verschiedene Möglichkeiten:

1. Viel Gas einpacken

Im Wohnmobil darfst du nur 2×16 kg Gasflaschen benutzen. Abhilfe schafft ein Gastank. Da geht mehr Gas rein.

2. Auf Gas verzichten

Du könntest zum Beispiel auch mit Diesel heizen und kochen. So verlagerst du das “Problem” allerdings nur. Denn auch Diesel ist irgendwann alle. Oder du kochst draußen auf dem Lagerfeuer oder Outdoorkocher* und heizt mit einem Holzofen oder mit Kerzen.

3. Gas sparen

Richtig viel Gas würden wir sparen, hätten wir zusätzlich zur Gasheizung einen Holzofen. Haben wir aber leider nicht (aus Platzgründen).

Gas sparen kannst du also nur, wenn du gar nicht, oder nur wenig heizt, und/oder einen Holzofen zum Heizen benutzt.

Holz liegt fast überall herum – gehört oft aber auch jemandem. Da ich keinen Holzofen habe, kann ich nicht beurteilen, ob man nur mit dem Holz, das man so einsammeln kann, über die Runden kommt (auch im Winter). Hast du damit Erfahrung? Dann schreibe doch einen Kommentar!

 

Autark leben im Wohnmobil

Autark leben im Wohnmobil: Strom

Strom kann man leider nicht in Tüten kaufen. Daher muss sich da jeder was einfallen lassen.

1. Auf Strom verzichten

Klar kannst du ganz auf Strom verzichten: Kerzen statt Lampen, Holzofen statt Heizung und die Lebensmittel irgendwo anders als im Kühlschrank einigermaßen kühl lagern und auf das Notebook verzichten.

2. Viel Strom einpacken

Wenn du das aber aus verständlichen Gründen nicht möchtest, besorge dir eine Solaranlage, Batterien und eventuell noch einen Generator für den Notfall. Gut ist auch, wenn du während der Fahrt die Bordbatterie laden kannst.

Wir haben 580 Watt Solarmodule* auf dem Dach montiert, 360 AH Banner Engerie Batterien* und einen Solarladeregler von Steca 30 A*. Als Backup haben wir einen Generator* dabei.

Den Sommer über und im Winter im Süden fahren wir mit diesem Konzept gut. Im Winter in Deutschland scheint die Sonne allerdings nie lange genug, um die Batterien wieder voll zu laden. Den Generator müssten wir mehrere Stunden täglich laufen lassen, um die Lücke zu schließen und Generatorstrom ist teuer und es ist auch ziemlich nervig den ganzen Abend neben einem laufenden Generator zu sitzen. Daher fahren wir im Winter in Deutschland doch hin und wieder auf einen Stellplatz mit Stromanschluss.

Am besten ermittelst du deinen persönlichen Strombedarf und richtest die Größe der Solaranlage danach aus.

3. Strom sparen

Achte darauf, dir möglichst stromsparende Geräte anzuschaffen. Hauptverbraucher sind Kühlschrank, Heizung (wenn die denn Strom braucht) und das Notebook.

  • Du kannst dir abends Kerzen anzünden, statt das Licht anzuschalten. LED Lampen einbauen, oder eine Stirnlampe* benutzen, die mit Batterien funktioniert (die kann man immerhin in Tüten kaufen)
  • Kühlschrank aus
  • Eine Heizung nutzen, die keinen Strom braucht, oder gleich einen Ofen
  • Manuelle Wasserpumpe* statt elektrischer
  • Dell Latidude* (30 Watt) statt Mac Book Pro (60 Watt)
  • Geräte aufladen, wenn die Sonne scheint und abends den Akku nutzen
  • Lesen statt surfen

Kühlschrank

Ein Thema für sich ist der Kühlschrank. Die einen brauchen Gas zum Kühlen, die anderen Strom. Ich habe keine Ahnung, was ein Absorberkühlschrank an Gas benötigt, um seinen Dienst zu verrichten, denn wir haben einen Kompressorkühlschrank*, den wir mit der Solaranlage betreiben.

Ist der Strom knapp, machen wir den Kühlschrank aus. Es gibt andere Möglichkeiten zur Kühlung von Lebensmittel. Zum Beispiel in einem Fluss, in einem Topf mit einem nassen Tuch darüber (Verdunstungskälte), oder in einer Kühlgrube. Oft reicht es aus, die Lebensmittel in einer Kiste unter das Wohnmobil in den Schatten zu stellen.

 

Autark leben im Wohmobil

Autark leben im Wohnmobil: Lebensmittel

So einzukaufen, dass wir möglichst lange mit den Vorräten hinkommen, mussten wir erst mal üben. Zum Glück haben wir Fahrräder oder das Motorrad dabei und fahren damit zum nächsten Markt – wir sehen das mit dem autark leben also recht entspannt.

Du kannst aber auch lange haltbare Lebensmittel einkaufen und dich zum Beispiel von Nudeln mit Tomatensauce ernähren. Geht auch. Letztendlich läuft es darauf hinaus, dass du nicht beim Bäcker Brot kaufst, sondern Mehl – und dir das Brot dann eben selbst backst.

Lange lagern lassen sich zum Beispiel:

  • Getrocknete Lebensmittel, wie Dörrobst, Hülsenfrüchte, Kartoffelbrei und Nudeln
  • Alle Konservendosen und Gläser, Marmelade
  • Mehl, Zucker, Salz, Haferflocken, Reis, Trockenhefe, Gewürze
  • Alle haltbar gemachten Lebensmittel, wie H-Sahne, H-Milch…

Daraus kann man schon ne Menge kochen.

Wenn du gerne frische Lebensmittel essen möchtest, ist langes lagern schwierig.

Aber was ist, wenn kein Markt in der Nähe ist, wo du mal eben mit dem Fahrrad einkaufen könntest?

Nahrung findest du auch in der Natur.

Am Meer könntest du angeln gehen, oder Muscheln sammeln. Pilze, Kräuter, Salat, Beeren und wildes Gemüse findest du im Wald und auf Wiesen. Und wer weiß, was noch so alles. Ist also eine frische Ergänzung zur Konservenküche.

Hier noch ein paar Buchtipps

Unsere essbaren Wildpflanzen*

150 Wildkräuter und Bäume unserer Heimat sicher bestimmen rund ums Jahr. Mit Fotos und Zeichnungen.

Pflanzliche Notnahrung*

Dieser Ratgeber vermittelt dem botanischen Laien ein System, das es ihm ermöglicht, sich im Notfall ohne Bestimmungsbuch in unterschiedlichen klimatischen Zonen sicher von Pflanzen zu ernähren.

Trinkwasserversorgung Extremsituationen*

Trekkingreisender, Freizeitwanderer oder Survivalist, mit Hilfe der anschaulichen Erklärungen ist jeder in der Lage, trinkbares Wasser zu erkennen und gegebenenfalls aufzubereiten.

Outdoor Praxis*

Outdoor-Ratgeber – Ausrüstung, Verhalten, Gefahren, Survival

*Affiliate Links: Bestellst du eines der empfohlenen Produkte, erhalte ich eine Provision vom Händler. Dich kostet das nix mehr.

Und du?

Was bedeutet autark leben im Wohnmobil für dich?

Hast du Wasser-, Gas- und Stromspartipps?

Wo tankst du Wasser und woher kommt dein Strom?

Kennst du ein tolles Buch oder einen Blog zum Thema Wildnisküche?

Oder möchtest noch etwas ergänzen, anmerken, verbessern?

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About Steffi

Mein Name ist Steffi. Zusammen mit meinem Mann Olaf und unserer Hündin Lucy wohne ich in einem ausgebauten LKW mal hier mal da – meistens dort. Bevor ich zum „Leben auf Rädern“ kam, bin ich mit dem Fahrrad gereist. Davor lebte ich in einem Haus, hatte einen ganz normalen Job bei einer Bank  - der ganz normale Wahnsinn... Schnell habe ich festgestellt, dass das nicht alles sein kann. 2002 nahm ich ein Jahr Auszeit und bin so auf den Geschmack gekommen. Seit 2007 bin ich wieder unterwegs und mein Leben hat sich komplett geändert. Folge mir:

36 comments

  1. Viele nützliche Tipps! Wir haben bisher nur mal eine kurze Zeit im Auto gewohnt. Spanien-Portugal-Trip.

    Doch beim nächsten mal holen wir uns die Infos von deiner Seite. 😉

    Liebste Grüße

    Jojo und Jezz

  2. Moin Steffi, interessanter Beitrag! Unser Bus steht noch roh vor der Tür und ich plane eine Umkehr Osmoseanlage einzubauen, um Trinkwasser herzustellen. Hast Du schon mal was davon gehört oder kennst Du jemanden, der Erfahrung damit gemacht hat?
    Habt ihr im Bus eigentlich einen Spannungswandler für 220 V? Laptop und Stabmixer sind zwei Geräte, die wir auch unterwegs nicht missen möchten. Und eine Energiequelle hast Du auch noch gar nicht erwähnt, nämlich den Diesel, ohne den wird ja kein Home mobil!

    • Hallo Martin!

      Nein, mit Umkehrosmose kenne ich mich gar nicht aus. Aber schau vielleicht mal hier: http://matsch-und-piste.de/eine-saubere-sache-trinkwasser-aufbereitung-auf-reisen/

      Ja, wir haben eine Spannungswandler für 220V und betreiben damit den Akkuschrauber, den Stabmixer, manchmal den Staubsauger und früher auch das Ladegerät vom Fotoapparat. Für das Notebook haben wir ein 12V Netzteil. Ist sparsamer.

      Stimmt, Diesel habe ich nicht erwähnt. Wohl weil ich bei Autark eher ans lange stehen denke und nicht ans Fahren… Wer allerdings außerhalb Europas abseits unterwegs sein will und es weit zur nächsten Tanke hat – wichtiges Thema. Wir haben leider nur einen kleinen Tank und kommen mit einer Füllung so 600-700 km weit. Man könnte aber was größeres drunterbauen.

      Was hast du für einen Bus?

      • Ich habe einen LT 35 von 1998, knapp 7 m und gerade so Stehhöhe.
        Es war ein Einsatzleitwagen, bei dem ich das Inventar ausser den Sitzen und dem Tisch entfernt habe. Eine Bordbatterie und 220 V Anschluss ist noch da, ebenso eine Dieselstandheizung, eine Dach-Klimaanlage, die noch rausfliegt (jemand Interesse?) und eine weitere Heizung mit Heizkörpern in Bodennähe im Fahrgastraum, die, wie es scheint, mit dem Kühlwasser vom Motor betrieben wird.
        Wir haben drei kleine Kinder, deswegen wird es spartanisch mit großem Bett, einer kleinen Küche, und Esstisch, der zum Kinder Bett umgebaut werden kann. Im Sommer wollen wir nach England, unser erstes Abenteuer…
        Der Stabmixer ist auch bei uns das wichtigste und auch leistungsstärkste Gerät mit 700-850 Watt. Wie ist denn euer Spannungswandler ausgelegt?

  3. evtl. auch wiki „inkluse“. und auch „asketisch leben – evangelische kirche im hr, pdf“ gefällt mir als denkanstoß.

  4. @ „Falls du dir auch gerade überlegst welches Reisemobil für dich in Frage kommt, könntest du dir den Gastartikel von Henning durchlesen: Wie du das Wohnmobil findest, das zu dir passt.“…

    könnte man evtl. noch sagen, dass, „zumindest rein buddistisch gedacht“, womöglich noch die möglichkeit bestünde, sich dem wohnnmobil anzupassen, das man bereits hätte, rsp. die erwartungen zu verändern. also nur „kleinigkeitentuning“ oder farbwechsel mit der zeit. vieles eben auch gewöhnung.

    trafen neulich bei tarifa unten frei am „kifferstrand“ (genau da, kein dings) zwei junge männer aus göttingen, ca. 19 j., mit einem fiat ducato von 1989, den hatten die für nur 1.000 @ bekommen, und waren „ommm!“ sogar ohne wagenheber und ersatzrad die 2.700 km bis darunter gefahren. und ging gut. und war kein bruch das ducato-dings, sondern gut gekauft. (leider der rahmen etwas krumm, das aber bei dem preis und alter egal – tüv hatte es ja fürs geld) dann nur alle flüssigkeiten gewechselt, motor, getriebe, kühler, lenkung usw. und los.

    und wurden zur abrundung der sache erst vor ein paaren jahren drauf gebracht, was der begriff „säuenheiliger“ eigentlich bedeutete. evtl. „simon stylitis, pic“ googeln. vermutlich sah der sogar gerne völlig autark von seiner erhöhten warte auf alle anderen herunter *g*? nein, er war kein narziß, er wollte nur näher am himmel sein!

    wie gesagt, vom autarken mobil hin zur ortsfesten autarkie bis auf die säiule wären dann aber vermutlich noch zwei weitere schritte – man muß sie nicht gehen! http://tinyurl.com/j7x7waa

    viele grüße an euch also!

    p.s.: auf youtube vor 3 wochen oder so erst noch gesehen, dass der umbau der wohnmobile auf „kompost-toilette“ da in echt „ein totaler hype zu sein scheint“, „alle welt macht das scheins neuerdings so“, „eimer, streu auf boden rein, schäufelchen dazu, noch was drüber, fertig!“ (ok, die us-rentner natürlich nicht, aber viele junge.)

  5. was Peter am 25. Januar 2016 at 17:00 geschrieben hat sicher richtig. quasi fast schon mit die essenz könnte man meinen, habe seid vielen jahren die „yacht“ aboniiert, weil mich auch die vielen berichte der weltumsegeler interessieren. und die machen es überall auf der welt und an den fernsten stränden und wirklich einsamsten inseln im tiefsten pazifik grad genauso. diesel für die hilfsmaschine volltanken – und dann nur segeln, so hält der dieselvorrat fast ewig. und spiritus dazu.

    wobei für mich klar ist, so total autark geht eh nicht, man müsste dazu ja quasi das „biosphere 2-experiment“ wiederholen – und auch das war zu unvollständig gedacht von anfang an (wiki). am ende zöge eben sogar verwitternder stein oder beton sauerstoff aus der autarken umgebung, „autark ist halt nicht inert“, etwas falsch ausgedrückt.

    und auch „nur segeln“ wäre am ende extrem teuer: a. kostete es ja wie immer den entgangenen gewinn auf die eigene arbeitskraft (es gibt tätigkeiten für geld, die auch spaß machen!) und b. wenn ich 40.000 meilen um die welt segelte und dabei auch nur einen billigen segelsatz von 4.000 € verschlisse, wären schon alleine das immer noch 10 cent/sm (!) – sogar der wind ist teuer! (also einbaum *g*.)

    guter tip könnte evtll. noch sein, langfristig hin- und wieder mal nach gebrauchtreifen zu schauen, statt neuen. unser reifenhändler um die ecke z.b. hebt immer gute gebrauchte auf, weil die schausteller auf ihren wagen auch immer NUR gebrauchte fahren (!) – und hat sich herumgesprochen, die kommen zu ihm!

    an ölwechselen würde ich nicht sparen lohnt nicht, das kostet, was es kostet. wobei auch da der onlinemarkt stark ins preiswerte gedreht hat, schaut man bei ebay oder so gleich nach 20 oder 50 liter gebinden. und für ältere diesel reicht mineralisch. (wobei sich, beim pkw ists bewiesen, sowohl leichtlauföle wie leicht laufende reifen rechnen! beides zusammen bei auch nur 1l weniger auf 100 km machte eben 400-500 € auf 40.000 km – ggfls. nicht zu verachten.)

    und viele jüngere, die aus anderen kulturkreisen sind, also nicht deutsch, die sparten schon mal die krankenversicherung, ließen die mal testweise für ein jahr ganz weg. das könnten auch 2000 euro im jahr sein. und viele zigeuner haben überhaupt keine KV, die betteln sich gffls. in der notaufnahme durch, warten, bis es so schlimm wäre (!), „machen dann so bei bedarf einen auf mitleid“, könnte man manchmal meinen.

    und die hardcore-fraeks vermieten unterwegs auch schon mal ihre frauen, als bedienung oder so – und gehen selber anschaffen auf dem feld oder beim bauern. ggfls. helfen, traktor zu reparieren.

    • Hallo perfekt57!

      Vielen Dank für deine Tipps.
      Stimmt, das Energiekonzept kann man sicher noch optimieren. Ich denke, da muss jeder so seinen Weg finden. Auch bei der Definition von „autark“ in Bezugs aufs Leben im Wohnmobil- hat jeder so seine Vorstellungen.

      Danke auch für die Spartipps. Wobei es um´s Sparen jetzt ja nicht so ging. Neureifen haben wir tatsächlich noch nie gekauft. Meistens waren es Reifen aus alten BW-Beständen, die ja irgendwann aussortiert werden. Über den Sinn und Unsinn von Ölwechseln habe ich schon viel gelesen und keine Meinung dazu. Wir machen brav regelmäßig Ölwechsel mit 15W40. An einer Krankenversicherung würde ich nicht sparen wollen – vielleicht bin ich dazu schon zu alt 😉 Und mich selbst vermieten? Ich weiß nicht.

      🙂

      • klar doch, immer willkommen, es ging mir ja, wie sicherlich verständlich wurde, vor allem darum, etwas zu noch mehr vielfalt beizutragen (ohne das die hier gefehlt hätte). der eine so, der andere so eben – ud ging mir schon verschiedentlich so, dass ich beim ersten lesen von etwas von anderen gedacht habe „DAS machst du aber sicher nie und irgendwann später dann überhaupt erst gemerkt habe, dass ich da evtl. mal einen versuch machen könnte, und der wäre dann auch noch positiv gewesen.

        von daher: hoher rollwiderstand und hoher spritverbrauch nerven mich mit der zeit immer mehr.

        da ich ja bei bitburg lebe und eh nur 40 km bis echternach habe, fuhren wir für ausflüge schon immer richtung westen luxemburg, frankreich, belgien, einfach, weil „nicht-deutschland“ halt so schön abwechslungsreich ist, und wir auf dem rückweg in echternach immer so schön wieder preiswert volltanken konnten.

        z.b. von uns aus bis nach estartit, spanien sind, weitgehnd mautfrei an clermont-ferrand vorbei und über millau ca. 1.200 km, auf direktem wege über lyon wären es 100km weniger. und die 1.200km, bis auf ein paar euro mautfrei eben, mit 5l diesel/100 zu 90 cent/l machte schon mal bis an die costa brava nur 54 euro – und ich gestehe, das macht mir spaß, sportlich gesehen. mit einem benziner, der 8 liter braucht direkt und mit maut gefahren kann ich auch 160-180 euro ausgeben, das dann aber vergleichsweise eher unlustig, wenn man schon mal für 60 oder 65 gefahren wäre. man ist ja deswegen nicht arm, sondern nur sparsam.

  6. Was mir in eurem Artikel speziell zum Thema heizen gefehlt hat, ist das Thema Isolierung.
    Habt ihr da ein paar Tipps?

    • Hallo Franzi!

      Danke für den Hinweis. Die Isolierung spielt beim Heizen eine große Rolle!

      Wir haben mit Torcelen (auch X-trem Isolator genannt) isoliert. Ich glaube 4 cm an den Wänden und am Dach etwas weniger (wir haben ja nur eine geringe Stehhöhe).

      🙂

  7. Moin zusammen,

    schöner Bericht mit vielen Tipps. Aber warum Gas? Zum Heizen bevorzuge ich eine Diesel-Standheizung (Webasto). Keine Wartung/TÜV erfoderlich und der leidige Flaschenwechsel entfällt. dazu auch noch sicherer und völlig unabhängig.

    Zum Kochen empfehle ich einen mobilen Schiffs-Kombüsenkocher auf Spiritus-Basis. Meiner hat 2 Kochstellen und darunter sind jeweils große feste Behälter für gewöhnlichen Haushalsspiritus montiert. Im Sommer kann dieses Gesamtpaket auch draußen seine Dienste leisten, einfach perfekt.

    Gruß
    Peter

    • Hallo Peter!

      Warum Gas hat bei uns einen ganz banalen Grund. Als wir den Laster kauften waren die Truma Gasheizung und der Gasherd mit dabei. Der Kühlschrank übrigens auch. Das haben wir dann alles einfach so gelassen. Vorallem eine neue Heizung ist ja schon ein großer Kostenpunkt. Und sie funktioniert immer noch gut.

      Danke für deine Tipps.

      🙂

  8. Sehr interessanter Artikel! Großen Respekt..

  9. Hallo !
    Toller beitrag !

    Ich wollte euch nur noch einen Tipp bezüglich der Kosten und energieefizientesten heizung geben , die mir bekannt ist !

    Das wäre eine Heizmodul aus alten Keramikblumentöpfen , einer langen Stahlschraube , mehreren Stahlränderscheiben und Kerzen um das ganze aufzuheizen .
    Kann man extrem kostengünstig selber Basteln und heizt einen ganzen Raum problemlos auf .
    Am Besten baut man einen kleinen Stahlkasten mit gelöcherter Deckplatte herum der Speichert die Hitze noch einmal zusätzlich .

    hier ein link mit bildern :
    https://www.facebook.com/greenrenaissance/photos/a.210721328945659.58322.120085081342618/1044521158899001/?type=3&pnref=story

    Funktioniert im Bus sicher wunderbar und man braucht keinen Abzug für Rauch und nur ein Paar Kerzen die an ja shon für wenige cent bekommt.
    lg

    Geza

  10. Hallo Steffi,

    vielen Dank für Deinen Beitrag. Das klingt sehr spannend für uns, da wir in 2 Wochen ebenfalls die herkömmliche Wohnung verlassen und ins Wohnmobil ziehen werden. Das autarke Leben streben wir noch nicht an, aber bisher haben wie bis zu vier Tage ohne Versorgung geschafft. Größte Limitierung war die Toilettenkassette, da werden wir wohl mal nachrüsten. Ansonsten vielen Dank für Deine Tipps, die werden wir uns unterwegs nochmal zu Gemüte führen 🙂

    Alles Liebe,
    Robs

    • Hallo Robs!

      Danke für deine Worte. Ist ja auch kein Wettbewerb – das autarke Leben. Aber immer gut zu wissen, wie man noch ein paar Tage rausholen kann, denn manchmal will man ja einfach nicht mehr weg 🙂

      🙂

  11. Steffi,

    vielen Dank für diesen intressanten Beitrag. Danke für die Buchtipps- wir haben einige Wild-Bücher doch die kannten wir noch nicht!

    Seit Jahren reisen wir mit unseren Wohnwagen- stehen meist „wild“, seit knapp einem Jahr leben wir vollständig darin.

    Da wir uns für Aussenstehende speziel ernähren (Rohkost küsst Paleo)- dh. viel Frischkost, kaum haltbare und industrielle Waren -bedeutet das eine gewisse Organisation. Doch es geht. Der Erdkühlschrank ist auch unsere Lösung- da wir gar keinen Kühlschrank besitzen.

    In Bulgarien gab es soviele Muscheln am Schwarzen Meer, dass wir oft welche absammeln konnten. Wildkräuter werden überall gesammelt und verarbeitet. Da Bob Jäger ist, auf dem Land und zu Wasser- ist eine reichliche
    Vielfalt in unserem täglichen Essen.
    Hier in Griechenland sammelten wir gerade Eicheln, die wir zu Cafe verarbeitet haben.

    Noch haben wir keinen Strom im Wohnwagen, das Wasser nehmen wir in Kanistern mit. Sonst stehen wir meistens an Flüssen oder anderen Gewässern. Da Geschirr wird mit Molke und Essig gespühlt. Wenn Wasser knapp wird kochen wir ein paar Liter ab. Bob ist ein König in Erdlochlfeuerstellen- Holz sparend und das Wasser wird schnell heiss.

    Wir selbst waschen uns selbst mit einer speziellen Erde- die mit etwas Wasser angerührt wird, sie ist Rückfettend ideal für jede Haut und jedes Haar und die Natur wird geschohnt.

    Unsere ganz „wilden“ Zeiten sind im Moment etwas auf Eis. Mit Kind stehen wir meist nur noch eine Woche „wild“- dann geht uns der Vorrat zur Neige und Ella sehnt sich nach anderen Kindern. Dann wird eine „wilde“ Woche abgelöst von ein -zwei Wochen helpx in einer Gemeinschaft.

    Beste Grüße,

    Diana

    • Hallo Diana!

      Vielen Dank für deinen Ergänzungen. Darüber würde ich sehr gerne noch mehr erfahren, denn anscheinend geht Selbstversorgung unterwegs ja doch noch besser, als ich dachte. Ich melde mich noch mal per Mail bei dir.

      🙂

  12. Hallo Steffi,

    ähm bei 580Wp ist der 30A Steca Regler aber zu klein. Meine 570Wp bringen 35-45A Ladestrom. Statt einem Dell Rechner geht auch ein Lenovo ThinkPad 8-12 Watt Verbrauch bei Office und Internet oder das Surface von Microsoft, das braucht noch weniger Strom. Natürlich sollten Computer direkt an einem 12V „Netzteil“ laufen und nicht über einen 230V Umformer, das spart auch nochmal deutlich Strom.

    Grüße Andre

    • Hallo Andre!

      Ja, das stimmt. Der Steca Regler ist eigentlich zu klein. Bei hohen Ladeströmen (im Sommer) können wir ein Solarmodul „abschalten“. Im Winter ist der Ladestrom nie so hoch. Wir haben also quasi ein Modul als „Winterreserve“.

      Danke auch für die weiteren Stromspartipps 🙂

  13. Liebe Steffi,

    ich habe immer einen Spirituskocher dabei. Natürlich auch Spiritus. Das ist zwar nur was für draußen aber spart ne Menge Gas.
    Was Waschen bzw Seife betrifft, so kann man auch Efeublätter oder Kastanien benutzen. Die darin enthaltenen Saponine erzielen sehr gute Ergebnisse.

    LG
    Martin

    • Hallo Martin!

      Spiritus bekommt man auch überall. Wir haben einen Benzinkocher für Draußen und versuchen immer Reinbenzin zu bekommen, da der Kocher sonst so schnell verrust, aber das ist gar nicht so einfach.

      Danke für den Wasch-Tipp. Das probiere ich mal aus.

      🙂

  14. Hallo Steffi,
    spontan fällt mir “ Gas sparen beim Kochen “ ein: Reis kochen, ich mach es so:
    Reis in den Topf, doppelte Menge kaltes Wasser dazu. Kurz aufkochen, Gas aus, umrühren und auf ein Brett o.ä.
    zugedeckt ins Bett stellen.

    Viele Grüße Ferdi

  15. Ich finde die Vorstellung genial autakr im Wohnmobil zu leben! So eine Reise durch Australien wäre genial. Ich könnte mir vorstellen eine Einrichtung zu bauen, mit der man das Kondenswasser der Nacht auffängt und so noch ein bisschen mehr unabhängig ist! Toller und inspirierender Artikel!

    Liebe Grüße,
    Martin

    • Hallo Martin!

      Trinkwasser sammeln durch das Auffangen von Kondenswasser wird in dem o. g. Outdoor Handbuch ebenfalls als eine Möglichkeit beschrieben. Ist halt die Frage, wie viel man so zusammen bekommt.

      🙂

  16. Hi Steffi,
    schöner Bericht. Wir haben in unserem Bus ähnliche Konzepte, um unterwegs möglichst lange autark stehen zu können. Die Sache mit der Wasserentkeimung finde ich etwas problematisch, weil sich die Bakterienstämme natürlich auch im Tank bilden können, bzw. in den Leitungen wenn relativ wenig Wasserdurchsatz praktiziert wird. Je nach Auslegung und Ausführung der Tanks halte ich eine Bevorratung für ca. 2 Wochen ohne Chemieeinsatz oder zusätzlicher Entkeimung für sinnvoll. Weiteres Thema ist in diesem Zusammenhang natürlich auch die Entsorgung, welche selbst bei getrennten Tanks für Grau- und Schwarzwasser in dafür ausgelegte Einläufe erfolgen sollte und keinesfalls in die Natur.
    Wir planen momentan unseren Wohnbus 2.0 (steht schon in unserer Halle), welcher mit Blick auf unser angestrebtes mobiles Leben die Endlösung darstellen soll. Wir möchten mit diesem Bus genau den umgekehrten Weg im Bezug auf das Energiekonzept gehen und alles über Strom (also komplett erneuerbar) laufen lassen, so dass wir auf Gas und Benzin bzw. Diesel zum Heizen, Kühlen, Kochen etc. ganz verzichten können.

    • Hallo Christian!

      Vielen Dank für deine Ergänzungen. Trinkwasser, dass man draußen in der Natur sammelt und entkeimt, muss man dann ja nicht unbedingt in den Tank füllen.

      Natürlich sollte man, wenn man Wasser in der Natur entsorgen möchte auf Chemie (Seife) verzichten. Wie Martin oben schon schreibt, gibt es da ja auch bessere Lösungen.

      Und eine Trenn/Komposttoilette benutzen, statt der üblichen Chemievarianten. Oh, der Punkt fehlt im Artikel… das Theme muss ich wohl noch ergänzen.

      Komplett auf Strom zu setzen ist natürlich super. Aber zunächst auch teuer. Da bin ich mal auf dein Konzept gespannt. Berichtest du darüber`?

      🙂

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