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Welt in Angst Michael Crichton Michael Crichtons Thriller
beginnt wie eine Amour fou. In einem Pariser
Restaurant lernt Jonathan Marshall, Physikdoktorand an einem Labor für
Wellenmechanik, die Halbvietnamesin Marisa kennen. Er zeigt ihr sein
Labor, und sie nimmt ihn zu einem Glas Wein mit nach Hause. Alles sieht
nach dem Anfang einer Affäre aus. Doch plötzlich stürmen drei Männer
die Wohnung. Marisa kann sie vertreiben, doch Marshafühlt sich
plötzlich miserabel. Marisa schlägt vor, ihn nach Hause zu fahren,
während er auf dem Weg plötzlich am ganzen Körper gelähmt ist. Marisa
packt ihn, schleppt ihn zum Wasser -- und stößt den Hilflosen in die
Fluten. Später verschwinden in Marshalls Labor alle Daten, nachdem
Unbekannte die Zahlenkolonnen zu Wellenentwicklungen „an eine
unbekannte Stelle irgendwo in Frankreich“ gesendet haben. Die Eingangsgeschichte mit dem offenbar in verbrecherischer Absicht geplanten Rendezvous erzählt Crichton zu durchsichtig, als das die mörderische Wendung richtig überraschen könnte. Was aber danach kommt, raubt einem schier den Atem. Denn die Aktion steht in direkter Verbindung mit einer militanten Umweltschutzorganisation, die ganz Kalifornien unter einen riesigen Tsunami begraben will. Das Geld bekommen die Ökoterroristen von der scheinbar harmlosen Organisation NERF, die von dem Millionenerben und Lebemann George Morton finanziell unterstützt wird. Morten glaubt, mit seinen Spenden ein gutes Werk zu tun: bis er der Verschwörung auf die Schliche kommt und nun in die Pflicht genommen wird, das ungeheuerliche Vorhaben der Extremisten zu verhindern. | Autorenportrait Michael Crichton wuchs in Roslyn, New York, auf. Er studierte am Harvard College (Abschluss, Bachelor of Arts B.A., 1964) und an der Harvard Medical School (Abschluss M.D., Doctor of Medicine, 1969). Nachfolgend war er als Dozent am Salk Institute for Biological Studies in La Jolla, Kalifornien tätig. 1988 war er Gastautor am Massachusetts Institute of Technology. Crichton begann schon als Student unter dem Pseudonym John Lange, eine Anspielung auf seine Körpergröße von 2,06 Meter, erste Romane zu veröffentlichen. ,Ein weiteres Pseudonym ist Jeffery Hudson. Er verfasste 26 Romane und 11 Drehbücher. Viele seiner Bücher wurden auch als Filme Kassenschlager, allen voran Jurassic Park. Als Regisseur hat er selbst mit Westworld, Coma und Runaway kleine Klassiker des Genres gedreht. 1990 erwarb Warner Bros. im Auftrag von Steven Spielberg die Rechte an einem Drehbuch, in dem Crichton bereits 1974 Erfahrungen aus seiner ärztlichen Tätigkeit verarbeitet hatte. Daraus wurde mit Emergency Room - Die Notaufnahme eine der erfolgreichsten Fernsehserien überhaupt. Im Jahr 1999 gründete er das Computerspiel-Entwicklungsstudio Timeline Studios, um seine eigenen Spiele-Ideen zu verwirklichen. Aufgrund mangelnden Erfolgs des einzigen veröffentlichten Spiels, des Adventures Timeline (eine Umsetzung seines gleichnamigen Romans) wurde das Unternehmen jedoch bereits 2001 wieder geschlossen. 2002 wurde eine in China neu entdeckte Dinosaurierspezies zu Ehren Crichtons Crichtonsaurus getauft. Begründet wurde dies mit der Popularität, die die Dinosaurier durch Crichtons Roman Jurassic Park und den entsprechenden Film erlangt haben. 2004 kam sein umstrittener Roman Welt in Angst heraus. In ihm geht es um Ökoterroristen, die, um die Welt in Angst vor dem Klimawandel zu halten, ein künstliches Seebeben auslösen wollen. Der Roman kritisiert die nach Meinung des Autors ideologisierte Wissenschaft. Crichton hielt die Thesen vom weltweiten Klimawandel für falsch. Wenn es überhaupt eine Erwärmung gebe, dann sei sie Teil eines natürlichen Zyklus, da sich die Erde seit der letzten Eiszeit erwärme. Umweltschützer warfen ihm Missverständnis von Fakten und Fehlinformationen und die Leugnung der anthropogenen Ursachen der Klimaerwärmung vor. Auch die Aktualität des Themas durch das sich kurz nach Erscheinen des Romans ereignende Seebeben in Südasien trug zur Aufmerksamkeit bei. Obwohl ein fiktionales Werk, wurde ihm von der ölindustrienahen „American Association of Petrol Geologists“ ein Journalismuspreis verliehen. Crichton war fünf Mal verheiratet, vier Mal geschieden und Vater einer Tochter. Der Autor erlag am 4. November 2008 im Alter von 66 Jahren in Los Angeles einem Krebsleiden (Kehlkopfkrebs). » weitere Bücher des Autors |
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