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Aus dem Buch von Axel Braig und Ulrich Renz
Die Kunst weniger zu arbeiten


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Von allen Rollen, den Interessen, den Welten, die uns im Leben möglich sind, bleibt allzu oft nichts übrig als der Beruf und das sogenannte Fortkommen.

Die Karriere und die mit ihr einhergehende Aufbesserung von Status und Einkommen erscheinen uns irgendwann als das eigentliche Ziel des Lebens, das wir verfolgen, bis es uns eines Tages das Leben ersetzt, unmerklich meistens und oft gegen unsere erklärte Absichten.

In der Jugend sehen wir uns unser Leben anders an, und die Zukunft erscheint uns noch voller Möglichkeiten. Wir haben Zugang zu der ganzen Breite unserer Stimmungen, Gefühle und Interessen,
Und doch ahnen wir schon, dass wir nicht alle Träume verwirklichen werden.

Vielleicht liegt deshalb über der Jugend diese seltsame Mischung aus Aufbruchstimmung und Abschiedschmerz. Wir suchen unsere Rolle in der Welt und stellen große Fragen an das Leben: Sind wir zum Künstler geboren? Können wir die Welt verändern?

Wie bekommen wir die vielen Interessen unter einen Hut?

Der Beruf, für den man sich dann entscheidet, meist mehr aus Pragmatismus denn aus Überzeugung, liefert die scheinbaren Antworten - zumindest aber bedeutet er das Ende des Fragens.
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Man stellt fest, dass ein steigender Lebensstandart nicht unbedingt einen Zuwachs an Lebensqualität mit sich bringt. So enden die Träume von der Selbstverwirklichung in schöner Regelmäßigkeit im selbst organisierten Freiheitsentzug.

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Die Kunst weniger zu arbeiten


Kurzbeschreibung

Es scheint nichts Wichtigeres im Leben zu geben als Erfolg und Karriere. Jeden Tag hetzen wir in unsere Firmen und Büros: Wir wollen ja vorwärtskommen, drehen uns aber nur immer schneller im Hamsterrad. Gibt es denn keinen schöneren Platz auf Erden als einen Drehstuhl an einem Schreibtisch?