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aus dem Buch von Gerhard Schönauer Aussteigen - aber wie? Die Befürworter des Fortschritts wissen immer eine endlose Liste unserer Errungenschaften aufzuzählen, »wie wir's so herrlich weit gebracht« haben. Rad und Wagen, Pflug und Mähdrescher, Radio und Auto. Medikamente, Geld und Buchdruckerei. All das hat seine Vorteile. Vieles macht regelrecht Freude. Verwunderlich nur, daß wir nach Jahrtausenden fortgesetzter Verbesserungen zwar ein hochkompliziertes, üppiges, ja überladenes, keineswegs aber ein zufriedenes oder gar glückliches Leben führen. Wir verbessern andauernd und leiden trotzdem immer mehr. Warum eigentlich haben die so begrüßten vermeintlichen Verbesserungen das Leben insgesamt doch nicht schöner und lebenswerter gemacht? Weil die allermeisten Fortschritte nur ein schlechter Tausch sind. Jede Verbesserung bringt - als unliebsames Beiwerk - Nachteile mit sich. Der Vorteil beeindruckt uns sofort. Die Nachteile sind meistens verschleiert und folgen viel später. Wir haben ein Auto; allerlei Vorteile freuen uns sofort. Aber daß wir davon nervös werden, der Körper verkümmert, daß uns Kontaktmöglichkeiten entgehen, daß wir die Luft vergiften und daß wir schließlich im Durchschnitt bis zu vier Stunden täglich dafür aufwenden (wie Ivan Illich für den Durchschnittsamerikaner ermittelt hat, nämlich Autofahrt, Pflege und Arbeitszeit für die Kosten zusammengenommen), das fällt uns kaum auf. Das ist der ständige Aderlaß, dem wir dabei zum Opfer fallen. Wir erhöhen den Landertrag durch Kunstdünger und Schädlingsbekämpfungsmittel. Daß wir aber dabei nützliche Lebewesen töten, Humus zerstören, den Wasserhaushalt des Bodens verändern und auf lange Sicht den Boden auslaugen und unfruchtbar machen und uns durch Gift in der Nahrung und im Trinkwasser Krankheiten holen, diese schleichenden Nachteile berühren uns erst viel später. » den ganzen Bericht lesen |
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