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Die Geschichte

Es war ein wunderschöner Sommermorgen. Die Schmetterlinge tanzten über den Blüten und die Sonne spielte mit Ihnen. Ein kleines Mädchen kam über die Wiese gerannt und erfreute sich an den Tieren und Blumen, als plötzlich...

eine Veränderung in ihre Augen trat. Dieser Baum stand gestern noch nicht auf dieser, ihr doch sehr vertrauten Wiese. Und was für ein Baum! Eine Eiche, dachte sie sich. Wie alt mag sie wohl sein, überlegte das kleine Mädchen. Wenn ihre ganze Familie, die aus ihrer Mutter, ihrem Vater und 2 frechen Brüdern bestand, sich an die Hand nehmen würden, so könnten sie nicht einen Kreis um diesen Baum herum bilden. Und was hing an einem dicken ausladenen Ast? Eine Schaukel. die hin und her pendelt, als wenn eben noch jemand auf ihr gesessen hätte.................

Sie ging langsam und vorsichtig einmal um den Baum herum, um zu sehen, ob sich nicht vielleicht jemand dahinter versteckte. Aber es war niemand da. Also rief sie einmal laut: “Hallo, wo bist Du, Du Schaukler. Ich würde auch gerne einmal auf Deiner Schaukel sitzen und schaukeln...Hallo... ."

Aber niemand antwortete ihr. Ihr war nicht ganz wohl dabei sich einfach so, ohne jemanden zu fragen, auf die Schaukel zu setzen, denn mit ihren Brüdern bekam sie immer eine Menge Ärger, wenn sie einfach mit deren Spielsachen spielte. Also zögerte sie sehr lange und schaute sich mehrere Male um, ob auch wirklich niemand in der Nähe war. Als sie ganz sicher war setzte sie sich vorsichtig auf die Schaukel. Die hing sehr hoch und sie hatte einige Mühe hinaufzusteigen...

Doch als sie es endlich geschafft hatte und schaukelte, war es wie Brausebonbonsessen. Es kribbelte ihr im Magen und sie war ausgelassen und fröhlich. Nachdem sie eine ganze Weile geschaukelt hatte und sie eine Pause machen wollte hielt sie langsam an. Beim herunterkrabbeln von der Schaukel machte sie eine Entdeckung. Sie sah etwas komisches am Baumstamm, daß Ihr vorhin, als sie den Baum umrundet hatte gar nicht aufgefallen war. Der Baum hatte auf der einen Seite einen kleinen offenen Spalt, eine Ritze, es sah fast aus wie ein Türblatt. Sie erkundete die Stelle sehr genau und erkannte eine Klinke. Langsam öffnete sie die Baum-Tür....

Hinter der Tür war eine Treppe die scheinbar unendlich Tief ins Erdreich ragte. Überall an den Wänden waren Spinnenweben und es roch nach Moder. Es war feucht und stickig. Dampf stieg von untenauf und es trat ihr Schweiß auf die Stirn. Sie hatte angst. Ihre Brüder hatten ihr oft von Golems und Kobolden erzählt, die im Inneren der Erde leben und kleine Kinder ab und zu zum Frühstück essen sollen. Sie zitterte. Da es mittlerweile Zeit wurde fürs Abendbrot, lief sie nach Hause - in der Nacht ließ der Gedanke an den Baum und seine Tür sie nicht Schlafen, und sie beschloss am nächsten Tag mit einer Lampe wieder zum Baum zurück zu kehren. Obwohl sie bei dem Gedanken daran wieder zitterte und den Geruch von Moder in der Nase hatte. Aber der Baum zog sie irgendwie an. Sie schlief nicht sehr gut, wältze sich im Schlaf hin und her und träumte von Kobolten, die um ein Feuer herumtanzten und sangen.

Das machte ihr noch mehr angst. Trotzdem konnte sie sich nicht gegen den Gedanken wehren wieder in den Baum gehen zu wollten. Ihre Neugier schien größer zu sein als ihre Angst. Nach dem Aufstehen überlegte sie, ob sie ihren Brüdern davon erzählten sollte und sie sie bitten sollte, mitzukommen. Aber den Gedanken daran verwarf sie schnell wieder. Sie hatte keine Lust mit ihren beiden blöden Brüdern den ganzen Tag zu verbringen. Außerdem würden sie ihr sowieso nicht glauben und eine große Hilfe wären sie ihr eh nicht. Nach dem Frühstück packte sie ein paar Sachen zusammen. Etwas zu essen, ein Taschentuch, ein kleines Seil, eine Flasche Wasser, ihre Haarbürste und natürlich nahm sie auch ihren Teddy Trevor mit, ohne den sie das Haus nie verließ. Er sollte sie beschützen, falls etwas geschehen würde.

Sie sagte ihrer Mutter, sie würde in den wald gehen, um dort Beeren zu sammeln, damit sie später einen Kuchen backen könnten. Die Mutter freute sich über ihre eifrige Tochter und gab ihr noch einen kleinen Korb mit und ein Tuch, wo sie die Beeren hineinlegen könnte. Dann machte sie sich auf den Weg. Vielmehr rannte sie los, da sie es mittlerweile gar nicht mehr aushalten konnte, trotz der Angst. Etwas schien sie förmlich anzuziehen. Der Baum war nach wie vor da. Sie nahm ihren ganzen Mut zusammen, machte ihre Lampe an, und lief die ersten zwei Stufen herab...

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