| Home | Travels | Links |
News | Guestbook |
| « « « | « Etappe 3 |
Etappe 4 |
Etappe 5 » | ![]() |
Pang Si Lathon und seine Bewohner
AUF DEM MARKT IN NAKHON
SAVAN Die Schmerzen in Steffis Wade sind unverändert stark, so dass Laufen weiterhin fast unmöglich ist. Weil eine Besserung nicht abzusehen ist und aus den geplanten zwei Nächten bei Harry bereits vier geworden sind, die Tochter schon zwei Nächte im "Wohnzimmer" schlafen muss, weil Barny ja auch noch da ist, ziehen wir es vor in das 80 km entfernte Nakhon Sawan umzuziehen. Da es uns am einfachsten erscheint fragen wir, ob uns jemand mit dem Pick Up des Nachbarn hinfahren kann. So brechen wir gegen 13 Uhr mit dem Sohn des Nachbarn und seiner Frau nach Nakhon Sawan auf. Wir haben lange überlegt, denn die Fahrt hierher wirft uns um eine gute Tagesetappe wieder zurück (80 km), aber im nächst großen in Fahrtrichtung gelegenen Ort (Kamphaeng Phet) wäre die medizinische Versorgung lange nicht so gut gewesen wie hier. Unser ungeplanter und länger als gewollter Zwischenstopp bei Harry und Boom in Pang Si Lathon, einer handvoll Häuser, die um ein Krankenhaus stehen, war trotz unserer körperlichen Gebrechen sehr schön. Auch, wenn wir wahrscheinlich als die "Farang kinok bai Chiang Mai djagkrayaan" (bescheuerter Westler fährt mit dem Fahrrad nach Chiang Mai) in die Dorfgeschichte eingehen. Hier trafen wir auf viele interessante Leute, wie zum Beispiel den No-Speak-Man, einen von Harrys Baugehilfen, der von Geburt an Taubstumm ist, dafür aber sehr gesprächig. Er hat nach Einbruch der Dunkelheit mit mystischem Gemurmel und Pusten versucht, Steffis Bein zu behandeln. Papa, den inoffiziellen Dorfvorsteher, der jeden Tag vorbeikam, um sich nach unserem Befinden zu erkundigen und über dessen Pick Up wir hin und wieder verfügen konnten. Boom, die in ihrer kleinen Küche in kürzester Zeit die leckersten Gerichte für uns zauberte. Die Loud-Speak-Lady, die uns immer daran erinnerte, dass wir nicht alleine sind und, und, und.... ![]() Nakhon Sawan ein richtiges Krankenhaus Massagen haben nichts gebracht, Tabletten und Salben aus dem "Kinderkrankenhaus" haben nichts gebracht, Woodoozauber vom No-Speak-Man hat nicht geholfen, Ruhigstellen nicht, Kühlen hilft nicht, unsere eigene Salbe (Voltaren) bringt keine Linderung. Steffis Wade schmerzt seit nunmehr fünf Tagen unverändert stark. Allerdings ist nichts geschwollen, nichts rot, grün oder blau, nichts krumm und eine mechanische Einwirkung von außen (zum Beispiel Umknicken) gab es nicht. Eine Überlastung vom Fahrradfahren können wir uns auch nicht vorstellen, da wir nach unserer Pause in Lat Yao nur eine gemütliche (63 km) ebene Strecke zu Harry gefahren sind. Deshalb wollen wir heute als erstes in ein richtiges Krankenhaus. Unser Hotelmanager organisiert für uns eine Fahrradrikscha. Auch hier haben wir wieder Glück, denn das Krankenhaus ist nur einen Steinwurf von unserem Hotel entfernt. ![]() Als man uns heran humpeln sieht, stürmen drei Angestellte mit einem Rollstuhl herbei und Steffi wird direkt ins Behandlungszimmer gerollt, während Olaf sich um die Formalitäten kümmert. Hier wird nicht albern gekichert und es gibt keine laute Radiomusik. Der Arzt ist eindeutig als solcher zu erkennen und sein höheres Alter wirkt beruhigend. Er spricht ein sehr gutes Englisch und setzt sich eingehend mit den Beschwerden auseinander. Ein Blutbild wird gemacht und zwei Röntgenaufnahmen der Wade. Schon nach kurzer Zeit stellt der Arzt seine Diagnose. Seiner Meinung nach ist der Wadenmuskel entzündet und er verordnet Tabletten, Salbe und eine Physiotherapie. Sein Angebot, drei Tage in der Klinik zu verbringen, lehnen wir ab. Der Service geht so weit, dass wir mit dem Krankenwagen zum Hotel zurückgebracht werden. Termine für die Therapie bekommen wir nicht, wir können selbst entscheiden, wann wir kommen wollen. Den Rest des Tages stellen wir gemeinsam Steffis Bein ruhig, essen, gehen ins Internetcafe (sind angenehm überrascht, denn unsere Seite wurde aktualisiert) und hängen ab (wir haben englisches Fernsehen). Nakhon Sawan Physiotherapie Zwei Mal am Tag geht Steffi ins Krankenhaus zur Physiotherapie, die aus Massagen und Wärmebehandlungen besteht. Die Zeit dazwischen schonen wir gemeinsam Steffis Bein. Den Gang ins Internetcafe haben wir auf Grund des Fernsehprogramms auf Morgen verschoben. Nakhon Sawan Mindestens drei Wochen! Heute waren wir erneut im Krankenhaus und haben uns noch einmal mit dem Arzt unterhalten. Seit nunmehr einer Woche schmerzt Steffis Wade und auch die drei Tage Physiotherapie im Krankenhaus und die Tabletten haben daran bisher wenig geändert. Die Schmerzen sind zwar etwas zurückgegangen, aber Laufen und Stehen fällt noch immer sehr schwer. Der Arzt führt die Schmerzen auf eine Überbelastung der Wadenmuskulatur zurück, die wohl durch das Radfahren entstanden ist, denn andere mögliche auslösende Faktoren hat es nicht gegeben. Wir können uns dies zwar nicht vorstellen, denn wir sind, seit wir hier sind, gar nicht viel gefahren (1000 km in ca. 7 Wochen mit vielen Pausen). Aber wir haben auch keine andere Erklärung. Und so lautet seine genaue Diagnose: Severe muscle strain left calfe! Und er macht uns auch keine großen Hoffnungen und verordnet mindestens drei Wochen Ruhe für das Bein. Und auch danach rät er erst mal von allzu großen Anstrengungen ab. Auch ein Verstechungsbesuch unsererseits ändert an seiner Diagnose nichts: Mindestens drei Wochen! (Da sind sie wieder, unsere drei Probleme) Falls also jemand einen guten Tipp hat oder mütterliche Ratschläge verteilen will, sind diese jederzeit willkommen. Auch über Sachspenden wie Rollstühle, Gehhilfen etc. würden wir uns freuen. Und auch Geldspenden nicht abgewiesen. Nachdem wir unser Mittagessen und den Schock vom Vormittag verdaut haben, fahren wir ins Internetcafe, um hier noch ein wenig tätig zu werden. Leider hat es nicht geklappt, unsere Fotos zu verschicken, da das Internetcafe über kein Kartenlesegerät verfügt. Zwar hat uns der Inhaber angeboten, unsere Fotos über seine Kamera herunter zu laden, aber heute ist er nicht da -Wir arbeiten daran. Nakhon Sawan Ab in den Sueden So langsam realisieren wir, dass wir hier erst mal festsitzen und unser Etappenziel Chiang Mai wohl dieses Jahr nicht erreichen können. Da wir sowieso zu Weihnachten auf Ko Phayam (nicht Ko Phangan) sein wollten, um dort die Feiertage und Sylvester am Meer zu verbringen, wollen wir versuchen, schon eher dorthin zu kommen. Aber wie? Da Steffi nicht Rad fahren kann, stellen die Räder und unser Gepäck ein Problem dar. Also werden wir versuchen hier einen sicheren Platz für unsere Räder und unser Gepäck zu finden, um dann selbst mit leichtem Gepäck verfrüht in die Ferien zu starten. Nakhon Sawan von Nakhon Sawan nach Pang Si Lathon Unsere Räder und unser Gepäck wollen wir versuchen bei Harry unterzubringen. Der weiß allerdings noch nichts von seinem Glück, da wir ihn telefonisch noch nicht erreichen konnten. Von Harry dann weiter nach Bangkok (alle Wege führen über Bangkok) ist kein Problem, da wir den Bus vor seiner Haustür anhalten können und wir nur mit leichtem Gepäck und ohne Räder sind. Schon schwieriger wird es, von Nakhon Sawan nach Pang Si Lathon zu gelangen, da es keine direkte Busverbindung gibt und wir auch nicht wissen, ob wir im Bus unser ganzes Gepäck und unsere Räder mitbekommen. So fahren wir mit dem Fahrrad zur Busstation und versuchen uns schlau zu fragen. Nach anfänglichen Verständigungsschwierigkeiten an sämtlichen Schaltern (die haben immer gedacht, wir wollen mit dem MotorBIKEtaxi fahren) findet sich dann doch jemand, der richtiges Englisch spricht. Aus dem einen werden fünf, die zwar unterschiedliche Routenvorschläge machen, sich aber einig sind, dass Fahrräder und Gepäck kein Problem darstellen. Nakhon Sawan eine recht gemütliche Stadt Ursprünglich wollten wir uns heute auf den Weg machen. Das haben wir dann aber verworfen. Hier ist es ruhiger als in Bangkok, wir haben eine Badewanne, heißes Wasser, TV und ein günstiges Internetcafe in der Nähe, wo wir auch den Großteil des heutigen Tages verbringen und versuchen Infos und eventuelle Leidensgenossen in Sachen Wadenschmerzen zu finden. Probleme vom Knie abwärts sind demnach eher bei Läufern anzutreffen, oft empfiehlt man denen dann um fit zu werden bzw. zu bleiben: Fahrradfahren. Die letzten Tage hat sich herausgestellt, dass Fahrradfahren weniger schmerzt als Laufen und man so natürlich auch schneller vorankommt. So gondeln wir noch ein bisschen durch die Stadt und über den Markt. Nakhon Sawan ist im Großen und Ganzen eine recht gemütliche Stadt fast ohne Tourismus, in der es einem an fast nichts fehlt. Aufgrund der mangelnden Touristen ist allerdings die Auswahl an Hotels und Gästehauss begrenzt. Es gibt einen schönen Markt und abends einen großen Nachtmarkt entlang des Flusses. Auch Freunde von westlichen Lebensmitteln kommen auf ihre Kosten und alles was an Fastfood Ketten Rang und Namen hat ist hier vertreten. Mitten in der Stadt gibt es einen großen See, umgeben von einem Park. Wir wollen dass mit dem Fahrradfahren heute nicht übertreiben und auch das Fernsehprogramm sitzt uns im Nacken. Bei Star Movies gibt es rund um die Uhr alte und neue, meist amerikanische Spielfilme ohne Werbeunterbrechung in englischer Sprache. Um 18 Uhr läuft heute "Der Club der toten Dichter". Außerdem müssen wir noch Sachen packen. nach Pang Si Lathon 70 km mit dem Bus und 20 km mit dem Rad nach Bangkok 300 km mit dem Bus Relativ zeitig beladen wir vor dem komplett versammelten staunenden Hotelpersonal unsere Fahrräder und machen uns auf den Weg zum Busbahnhof. Hier angekommen bleiben wir nicht lange allein. Schon nach kurzer Zeit haben wir 4-6 Helfer, die uns die Arbeit des Erkundigungeneinholens am Fahrkartenschalter abnehmen und uns zur richtigen Haltestelle bringen. Genauso schnell wie alle da waren, sind sie auch wieder weg. Doch als ein Bus vorfährt sind sie alle wieder da und es wird aufgeregt mit dem Busfahrer diskutiert und durcheinander gelaufen. Viele helfende Hände sind da, um unser ganzes Gepäck im Bus zu verstauen. Irgendjemand drückt uns einen Zettel mit dem Fahrpreis darauf in die Hand, nur Geld will keiner haben (kassiert wird später während der Fahrt). Zwei unserer helfenden Hände gehören einem No-Speak-Man (taubstumm), der sich, wie der Erste, auch als sehr gesprächig erweist und mit Händen und Füßen müssen wir ihm während der Fahrt die Funktion unseres Tachos und der Kettenschaltung erklären. Er ist begeistert. Auch als unsere Fahrt in Lat Yao am Busterminal vorerst endet, lassen Helfer nicht lange auf sich warten. Schnell haben wir (die) alles auf ein Songthaew umgeladen. Nach Pang Si Lathon gibt es keine direkte Verbindung und der Fahrer erklärt uns, dass er nur ca. 45 km in unsere Richtung fährt. Aber egal... Froh über die Fahrt im offenen Wagen geht es los. Unterwegs vor einem Fahrradladen steigt noch ein Chinese mit seinem neuen Fahrrad zu und stellt es neben unsere. Während der Fahrt inspiziert er unsere Räder und zieht Vergleiche. Schnell wird dem ehemals stolzen Fahrradbesitzer klar, dass er gerade Schrott gekauft hat...
auf dem Weg zu Harry und Boom Auch an der Endhaltestelle des Songthaews müssen wir unsere Räder nicht alleine abladen. Nach dem Mittagessen müssen wir die letzten 20 km aus eigener Kraft zurücklegen und Steffi macht auch hier die Erfahrung, dass Fahrradfahren besser geht als laufen. Bei Harry und Boom angekommen (ob die sich gefreut haben oder nicht, wissen wir nicht) sind schnell kalte Getränke serviert und wir legen unsere Krankengeschichte offen. Mit dem Deponieren unseres Gepäcks und der Räder gibt es keine Probleme und bis der nächste Bus nach Bangkok vorbeifährt, bleibt noch genug Zeit unser Gepäck umzupacken und mit den beiden ein wenig zu plaudern. Völlig unspektakulär geht unsere Fahrt von hier in einem angenehm klimatisierten Bus weiter und nach ungefähr 5,5 Stunden erreichen wir Bangkok. Kaum hier angekommen erwehren wir uns der aufdringlichen Taxi- und Tuk Tuk Fahrer und fragen uns zur richtigen Buslinie durch. Anders als bei unseren letzten Bangkok Aufenthalten, wollen wir dieses Mal nicht wieder in der Umgebung der Khao San Road (irgendwie ist es wie im Zoo hier) wohnen, sondern in der Sukhumvit. Doch nachdem wir zwei Stunden völlig entspannt und dennoch vergeblich auf den richtigen Bus gewartet haben, disponieren wir um und landen letztendlich nach langer Reise um 2 Uhr morgens in unserem altbekannten Hotel. Bangkok die Freakshow Etwas verschlafen realisieren wir morgens um elf bei unserem Frühstück vor Seven Eleven, dass die Bangkoker Khao San Road uns wieder hat und überlegen, ob wir uns erst Zöpfe flechten lassen oder uns besser um ein anderes Hotel kümmern, letztendlich gehen wir einen Kompromiss ein und verschwinden wieder im Bett. Erst gegen Nachmittag wagen wir es, um die Ecke zu gucken, gehen etwas essen und verschanzen uns in einem etwas abseits gelegenen Biergarten und genießen die Freakshow. Schön wieder einmal zu sehen, wie normal wir eigentlich sind in diesem Viertel, wo Mütter in Restaurants ihre Kinder säugen, Männer auf der Straße oben ohne tragen und viele aussehen als kämen sie gerade vom Strand oder direkt aus dem Meer. Doch vereinzelt trifft man auch hier auf vernünftige Leute. So stoßen wir in einer Nebenstraße, angelockt durch feinsten Psy-Trance, auf einen Thai mit roten Augen und einem VooV T-Shirt, der auf seinem Klapptisch versucht CDs an den Mann/die Frau zu bringen. Auch ein Oktober Mushroom liegt hier (leider nur zur Ansicht). Selbstverständlich nutzen wir diese einmalige Gelegenheit und nehmen uns eine halbe Stunde Zeit zum Lesen. Beruhigend zu erfahren, dass wir nichts verpassen, aber was war mit der Pary im Bremer Schlachthof (... Harold ... Jens)??? Auf dem Heimweg machen wir uns auf die Suche nach geeigneter Lektüre, die uns die harten fünf Wochen am Strand eventuell erträglich machen kann. Doch müssen wir feststellen, dass selbst gebrauchte, alte, abgegriffene Bücher für thailändische und auch für deutsche Verhältnisse verdammt teuer sind. Als wir auf dem Weg in unser Hotel den Radjadamneon Klang überqueren, lassen die vielen, mit Lichterketten geschmückten Bäume das nächste bevorstehende Großereignis in der Stadt erkennen. Am 5. Dezember wird seine Majestät König Bhumipol Adulyadey, Rama IX 75 Jahre alt. Wir machen uns Gedanken, ob wir vielleicht noch so lange in Bangkok bleiben, um uns unauffällig unter die Partygäste zu mischen. Bangkok Weekendmarket
Frühstück auf unserer
Bank Dieser Tag beginnt wie jeder Tag in Bangkok bei Seven Eleven - Kaffee und Überraschungskuchen kaufen und frühstücken auf "unserer" Bank direkt am Radjadamneon Klang (6 spurige Hauptstraße). Den Verkehrslärm hört man nach 5 Minuten gar nicht mehr. Im Anschluss machen wir uns mit dem Bus auf den Weg zum Weekendmarket. Schon die Anfahrt zum Markt war sehr spannend, denn wir konnten aus erster Reihe miterleben, wie unser Busfahrer mit einem anderen Bus ein Rennen durch die Stadt fuhr, so dass wohl einige potentielle Fahrgäste an den Haltestellen auf den nächsten Bus warten mussten. Dadurch waren wir um so eher am Ziel. Einen klaren Sieger konnten wir auch nicht ausmachen, weil sich unsere Wege trennten als wir rechts und der andere Bus links abgebogen sind. Wer ein Shoppingfreund ist, kann auf dem Weekendmarket tagelang durch die Gassen bummeln.
auf dem Weekendmarket Wer etwas ganz bestimmtes sucht, der wird es hier finden und wer nicht weiß, was er sucht, der findet noch viel mehr. Hier gibt es jede Menge Klamotten, alles zu essen und zu trinken, was für den Menschen genießbar ist, Kunsthandwerk, Antiquitäten, tote Tiere, lebendige Tiere, Indianerkopfschm uck, Steine in allen Farben, Formen und Größen, Hunde, Katzen, Fische, Vögel, Badelatschen (das wichtigste Kleidungsstück in Thailand, das zu jedem Anlass getragen wird), Bücher, neue und gebrauchte Zeitschriften in allen Sprachen, Taschen, Koffer, Rucksäcke, Möbel, Tierschädel, ... und um alles zu sehen benötigt man mehr als einen Tag. Auf jeden Fall ein Erlebnis, das man sich nicht entgehen lassen sollte. Erschöpft machen wir uns nach sechs Stunden wieder auf den Heimweg.
beim Buchkauf
geschmückte
Königsstraße Auf dem Radjadamneon Klang sind währenddessen die Vorbereitungen zum Geburtstagsfest weiter fortgeschritten. Man hat lkwweise gelbe Blumen heran gekarrt und eine Hundertschaft von Arbeitern ist damit beschäftigt, den gesamten Mittelstreifen zu bepflanzen und die Elektriker und solche, die es werden wollen, sind weiter damit beschäftigt die Bäume und die Häuser entlang der Straße komplett mit Lichterketten zu verhängen. -Die Spannung steigt! Bangkok I can't stop them Zuerst gehen wir heute morgen ins Internetcafe, um Reiseberichte zu tippen und unsere Fotos zu Kuwe zu schicken. Notgedrungener Weise mussten wir bis Bangkok darauf warten, da es auf dem Land mit der Technik nicht so weit her ist. Hier aber auch nicht, wie wir feststellen mussten. Im Internetcafe verfügt man über ein Kartenlesegerät und DSL, aber als wir unsere Fotos hochladen, kommt der gesamte Datentransfer auf allen anderen Rechnern fast zum erliegen und wir machen uns wahrlich keine Freunde. Reihenweise verlassen die anderen User das Cafe und der Besitzer entschuldigt sich bei jedem mit den Worten: "Sorry, they are uploading photos and I can't stop them." Eigentlich meint er aber uns und will wohl sagen: "Please, stop now!" Wir bleiben penetrant hartnäckig und sind ganz egoistisch, benötigen aber trotz DSL-Verbindung drei Stunden für 30 MB. Als wir das mittlerweile leere Internetcafe endlich verlassen, hören wir einen erleichterten Seufzer und ein Lächeln geht über das Gesicht des Besitzers. Jetzt bleibt nur zu hoffen, dass die Fotos auch gut bei QW angekommen sind. Der Rest des Tages ist frei. Wir decken uns mit einer neuen Flasche Moskitospray ein und schlemmen umher, sitzen nutzlos herum und betrachten die Freakshow, von der Olaf gar nicht genug bekommen kann - jetzt so einen kleinen Wilkens dabei haben zum kollektiven kritisieren der anwesenden Individuen. Der Verkehr III Busfahren in Bangkok Es gibt viele Möglichkeiten der Fortbewegung in Bangkok. Man kann sich von aufdringlichen Taxi- oder Tuk Tuk Fahrern überreden lassen mitzufahren, mit dem Skytrain fahren (relativ teuer), oder sich mit dem Motorradtaxi fahren lassen (was wohl am schnellsten ist). Doch nichts ist so abenteuerlich und so konkurrenzlos günstig wie eine Fahrt mit den öffentlichen Linienbussen. Nicht nur, dass es mehrere von einander abweichende Buspläne gibt, auch die Tatsache, dass die Busgesellschaften sich bei den Liniennummern nicht immer einig sind, macht die Sache spannend. Anfänger wie wir fallen schon mal darauf herein, dass z. B. Linie 11 auch mit Linie 511 bezeichnet sein kann. Die Busbesatzung besteht aus zwei Personen. Einer oder eine ist permanent damit beschäftigt, das riesen Gefährt möglichst rasant und sportlich durch den dichten Verkehr zu steuern und gelegentlich in der Nähe einer Haltestelle an den linken Fahrbahnrand zu fahren. Falls dies nicht gelingt, müssen die Fahrgäste schon mal auf der zweiten oder dritten Fahrspur ein- und aussteigen. Der zweite im Team ist für die "Ordnung" im Bus verantwortlich und hat darauf zu achten, dass jeder korrekt sein Beförderungsentgelt entrichtet. Permanent rennt er/sie mit einer Blechröhre voller Kleingeld klappernd im Bus auf und ab und bringt seine Fahrkarten an die neu zugestiegenen Fahrgäste. Eine weitere Aufgabe ist es, bei Beförderungsengpässen (Bus voll, Haltestelle auch) mit vollem Körpereinsatz in Aktion zu treten und mal so locker alle nach hinten durchzuschieben. So richtig voll ist so ein Bus eigentlich nie, höchstens mal ein bisschen eng (oder auch verdammt eng). Damit kommen wir zum unangenehmen Teil des Busfahrens: In einem übervollen Bus ohne Klimaanlage in der sengenden Sonne im Stau stehen. Dafür gibt es andere Highlights: Stundenlanges warten auf den Bus, ohne dass er kommt, inoffizielle Busrennen durch die Stadt ohne Rücksicht auf Verluste, ein- und aussteigen während der Bus noch rollt (viele Fahrer gehen an den Haltestellen nur kurz vom Gas, die Türen sind sowieso meist offen). Für Fortgeschrittene: Das ganze dann auf der zweiten oder dritten Fahrspur einer vielbefahrenen sechsspurigen Hauptstraße mit schwerem Gepäck. Und wehe dem, der nicht weiß, wann er aussteigen muss. Die Haltestellen sind - wenn überhaupt - nur in Thai beschriftet. Auch wenn das Buspersonal oft behilflich ist und an von Touristen stark frequentierten Haltestellen anfängt, unverständlichen Zeug zu rufen, tut man gut daran zu versuchen, seine Fahrtstrecke auf dem Stadtplan zu verfolgen. Bemerkenswert die Tatsache, dass es fast von überall nach überall eine Direktverbindung zu geben scheint, so dass zumindest wir noch nicht einmal irgendwo umsteigen mussten. Bangkok Spass mit Visa Teil 2 Und wieder geht ein aufregender Tag zu ende, leider ohne Fahrrad gefahren zu sein. Dafür sind wir mit dem Bus gefahren und mit dem Computer durch die Gegend gesurft. Die erste Fahrt ging mit dem Bus zum Immigration Office - bis hierhin keine Probleme. Dort den Pass kopiert, Antrag ausgefüllt, Passfoto aufgeklebt, alles zusammen mit 1000 Baht dekoriert, ab über den Tresen - auch noch ganz easy. Die Minuten vergehen, nichts passiert. Von unserem Sitzplatz beobachten wir eine Menschentraube, die sich hinter dem Schalter bildet. Es wird diskutiert. Irgendwie haben wir das Gefühl: Die reden über uns, denn gelegentlich gehen ihre Blicke in unsere Richtung. Trotzdem das Amt nicht so voll ist wie bei unserem ersten Besuch, zieht sich die Sache in die Länge, bis uns eine Dame dann doch an den Schalter bittet. Doch statt des erwarteten Stempels im Pass für weitere 15 Tage in Thailand, gibt es nur einen dicken roten Stempel auf unser Antragsformular, der uns sagt, dass wir uns im Zimmer 209 zu melden haben - wie aufregend. Im Zimmer 209 sitzt ein mächtiger, überaus gut genährter Beamter mit strengem Blick, der noch mehr kitschigen Silberschmuck und bunte Aufnäher an seinem Kostüm trägt als die Beamten an den Schaltern unten (alle tragen hier Uniformen). Nach Durchsicht unserer Pässe und Papiere fragt er: "So, what can I do for you?" Wir zucken synchron mit den Schultern und verweisen auf den Stempel mit seiner Zimmernummer. Wieder blättert er wichtig in unseren Papieren, dass die Silberdeko an seiner Uniform leise klimpert. Wir sehen seinen Goldzahn in der Sonne blitzen, als er uns erklärt, dass wir unser Visum, anders als beim ersten Mal, erst gegen Ende (5. Januar) noch einmal um 15 Tage verlängern können. Auch verbittertes Klagen unsererseits von wegen Fahrradfahrer, arm, nicht in Bangkok, nur langsam fortbewegen, etc. fruchten nicht. Leise blitzt sein Goldzahn im Wind, als er uns mit den Worten: "The next one, please", zu verstehen gibt, dass die Diskussion beendet ist. FAZIT zweiter Besuch im Immigration Office: Visum nicht verlängert, 1000 Baht zurück bekommen, eine drei Viertel Stunde "the worlds funniest animals" im TV im Warteraum gesehen, wieder etwas gelernt in Sachen Visabestimmungen und um eine Erfahrung reicher. Bangkok LONG LIVES THE KING Auf dem Rückweg zum Bus dann doch noch ein kleines Highlight: Wir entdecken ein Internetcafe, wo man die Stunde zum halben Preis wie in der Khao San kaufen kann. Wir bleiben dort hängen, schreiben viele E-Mails und versuchen, unsere Seite einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich zu machen, indem wir sie bei mehreren Linksammlungen und Suchmaschinen anmelden. Als wir uns im Dunkeln dann endlich auf den Weg zum Bus machen, wird uns erst das ganze Ausmaß des bevorstehenden Königsgeburtstages klar: Vor jedem mehr oder weniger großen Gebäude in der Stadt hat man große, größere und riesige Portraits des Königs aufgestellt, die jetzt in der Dunkelheit im gleißenden Licht riesiger Lichterketten um die Wette strahlen. Man versucht, sich gegenseitig zu übertreffen, was Größe und Schönheit betrifft. So werden ganze Häuser von oben bis unten mit Lichtern geschmückt und es strahlt in riesigen Leuchtbuchstaben: LONG LIVES THE KING von den Dächern.
Geburtstagsschmuck Und als wir mit dem Bus in den Radjadamneon Klang einbiegen, fahren wir durch ein wahres Lichtermeer. Man kann sich das vielleicht so vorstellen, als wären an der A1 zwischen Arsten und Bremer Kreuz alle Bäume links und rechts komplett mit Lichterketten verhängt und die Gebäude, angenommen es gäbe welche, wären auch mit einer Unzahl von Lichtern und Königsportraits dekoriert. Und selbst das automatische Verkehrsleitsystem würde in güldenen Lettern strahlen: LONG LIVES THE KING. Einziger Unterschied: die A1 ist nur 3/6 spurig, der Radjadamneon Klang hingegen 6/12 spurig und der Mittelstreifen, mittlerweile komplett in gelb bepflanzt und mit riesen Bildern dekoriert, ist ungefähr vier Mal so breit wie auf der A1. Eigentlich kann man das schwer beschreiben, man muss es selbst gesehen haben, es ist einfach beeindruckend. Bangkok ein riesiges Straßenfest Über die ersten zwei Drittel des Tages gibt es nicht viel zu erzählen. Erst gegen Abend wird es interessant. Nachdem die Dekorationsarbeiten (die Bangkok Post berichtet von 200.000 aufgehangenen Lampen, was wir für sehr untertrieben halten, wir haben hochgerechnet: Lampen pro Baum, Bäume pro hundert Meter, den Rest geschätzt und kommen auf mindestens 20 Mal so viel) am Radjadamneon Klang nun endlich abgeschlossen zu sein scheinen, kommt gegen Abend Leben in das Ganze. Der ganze Radjadamneon Klang ist ein riesiges Straßenfest. Auf den Bürgersteigen machen sich Essenstände und Getränkeverkäufer breit und dazwischen kann man so ziemlich alles kaufen, was man sich vorstellen kann. Fast alle hundert Meter spielen kleine Straßenbands. Unauffällig mischen wir uns unter das Volk und werden von den Menschenmassen mitgerissen in Richtung Wat Phra Kaeo. Auf dem Sanam Luang (großer Platz neben dem Wat) findet das Fest seinen Höhepunkt, und es scheint schon heute fast ganz Bangkok versammelt zu sein. Auf mehreren riesigen Bühnen gibt es Livemusik, Theater- und Tanzvorführungen. Da der eigentliche Geburtstag des Königs ja erst morgen ist, sind wir gespannt darauf, was dann noch passiert. Leider haben wir diesbezüglich weder im Reiseführer, im Internet noch in den englischsprachigen Tageszeitungen etwas darüber herausfinden können, und wenn man Einheimische fragt, legen die einem nur den morgendlichen Boxkampf im Lumpinistadium nahe. Bangkok 75. Geburtstag von Bhumipol Adulyadej Schon spät am Morgen um neun, als wir gerade beim Frühstück sitzen, wird der Radjadamneon Klang gesperrt und eine endlos lange Parade fahnengeschmückter Tuk Tuks knattert vorüber.
TUK TUK PARADE Wenig später - wir sitzen gerade bei der Lektüre der Bangkok Post -werden wir durch eine unheimliche Stille aufgeschreck t. Alle Fahrzeuge sind urplötzlich von der Straße verschwunden. Kein Stau, kein Krach, kein Gestank. Wir genießen die Ruhe, bis ein gelbes Auto, begleitet von einigen Motorrädern, vorbeifährt. Kurz danach bricht das Chaos wieder los - war das der König? Nachmittags suchen wir die Umgebung nach einem Internetcafe mit Kartenlesegerät ab. Wir haben irgendwie das Gefühl, in dem vom letzten Mal mit unseren Fotos nicht erwünscht zu sein, und wollen dort nicht auch noch die letzten Kunden vergraulen. Wir werden fündig: Internetcafe, Kartenlesegerät, wir senden Fotos, nichts bricht zusammen, keiner beschwert sich, alles super...
die große
Feier Abends machen wir uns dann auf den Weg zur Geburtstagsparty und mit uns strömen die Massen zum Sanam Luang. Nachdem wir uns hier einige Zeit durch die Menschenmassen gekämpft haben, finden wir einen Platz in bester Lage: An der Längsseite des Platzes, relativ weit vorne, etwas erhöht auf einem Podest. Von hier haben wir einen prima Überblick. Zuerst ist ein Großteil des Platzes vor der Haupttribüne noch abgesperrt und menschenleer, nur ein paar Hunde toben herum. Zum ständigen, uns leider unverständlichen Gequatsche zweier Moderatoren auf der Haupttribüne marschieren - mit relativ leiser Blasmusik, die im Redeschwall, der von der Hauptbühne herüber dringt, leider untergeht - verschiedene Gruppen jeweils gleich gekleideter Menschen ein. Einige tragen Uniformen, andere Sporttrikots, und ein Rudel Krankenschwestern war auch dabei. Vorweg tragen zwei Leute ein Transparent, leider in Thaischrift. Da die einmarschierenden Gruppen den freien Platz direkt vor der Bühne beziehen, versperren die Transparente leider den meisten anderen Gästen die Sicht nach vorne. Anschließend scheint vorne auf der Bühne viel zu passieren, aber aufgrund der Transparente können wir nichts sehen und aufgrund der Sprache nichts verstehen - Schade. Erschwerend kommt hinzu, dass man wohl technische Probleme mit dem Ton hat und einige Reden fast ganz untergehen. Als wohl alle Redner durch sind, stehen alle Leute auf zum Singen. Nach einer weiteren Rede von irgendwem, hat der Premierminister (stand in der Bangkok Post) für den König eine Kerze angezündet. Worauf so ziemlich alle Anwesenden auf dem Platz die zuvor an jeden verteilten Kerzen anzündeten, wir auch. Und so ergibt sich von unserem erhöhten Sitzplatz, nachdem fast alle anderen Lichter auf dem Platz gelöscht wurden, ein überwältigender Anblick auf ein Meer aus Kerzen. Wieder wird ein Lied angestimmt und 100.000e singen mit. Im Anschluss, wir haben uns schon gefragt, warum man einen kleinen Platz in der Mitte menschenleer gelassen hat, bricht in unserer unmittelbaren Nähe (30m) die Hölle los und ein Feuerwerk erhellt die Nacht. So nahe, dass wir die Köpfe einziehen und uns die Ohren zuhalten. Nach diesem "kleinen" Feuerwerk, gibt es noch ein richtiges Höhenfeuerwerk in einiger Entfernung, das mit Musikuntermalung noch schöner gewesen wäre und leider auch etwas untergeht, weil viele schon wieder den Platz verlassen. Unser erster königlicher Geburtstag war, auch wenn wir nicht viel vom Ablauf und den Reden verstanden haben, ein einmaliges Erlebnis. Trotz der riesigen Menschenmassen ging alles sehr diszipliniert über die Bühne, zumindest der offizielle Teil (was danach noch passiert ist, wissen wir nicht). Es wurde kaum gedrängelt und geschubst, wir sahen keine Schnapsleichen (im Gegenteil, es gab wenig Alkohol) und die Reden wurden nicht durch "Ausziehen"-Zwischenrufe gestört. Nach dem Feuerwerk geht die Show auf den anderen vier Bühnen los, und neben Theater- und Tanzvorführungen gibt es auch recht fetzige Musik für einen 75. Geburtstag. Rings um den Sanam Luang herrscht das absolute Chaos. Der Verkehr auf den Fußwegen und Straßen kommt fast völlig zum Erliegen. Wir verlaufen uns in dem Chaos auch noch, finden dann aber doch noch den richtigen Weg. Auf dem Weg durch die Khao San Road stellen wir wieder ein mal fest, wie lustig Menschen sein können, ohne es zu merken, essen etwas, warten den Regenschauer ab, gehen nach Hause und nehmen uns vor, ab morgen toleranter zu sein. Bangkok Hängemattenverkäufer
Feuerwerk Aus den geplanten vier Tagen, die wir in Bangkok verbringen wollten, ist - nicht zuletzt, weil wir beschlossen haben, mit dem König Geburtstag zu feiern - über eine Woche geworden. Die drei Tage/vier Nächte mehr haben sich zwar gelohnt, trotzdem freuen wir uns auf morgen: unseren Abreisetag. Ein kleiner Wehmutstropfen ist und bleibt die Tatsache, dass wir die Stadt dieses Mal nicht aus eigener Kraft verlassen werden, sondern mit mehreren PS unter uns und einem Chauffeur. Den heutigen Tag haben wir genutzt, um noch einige Besorgungen zu machen und den Rest unserer Fotos zu Kuwe zu schicken, damit wir wieder Platz für viele Strand- und Partyfotos haben. Heute Abend werden wir noch versuchen, den Hängemattenverkäufer zu erwischen und ihn unter den Einkaufspreis herunterzuhandeln. Bangkok - Ranong 800 km mit dem Bus Gestern haben wir das mit dem Tolerantsein noch geübt (bei all den fürchterlich schönen Menschen mit den topmodernen Zopffrisuren und all den anderen lustigen Leuten, fällt uns das in Bangkok noch sehr schwer...:-)) Ab heute sind wir nun endlich tolerant. Neben der ganzen Toleriererei sind wir mit dem Bus dann auch noch wo hingefahren - nach Ranong. Bis wir so in die Gänge kommen, ist es relativ spät, und so kommen wir erst um 20 nach 9 am Southern Busterminal mit dem Linienbus Nr. (5)11 an. Um 9 Uhr 30 sitzen wir im vollklimatisierten 1. Klasse VIP Bus mit Stewardess und Liegesitzen und wesentlich mehr Beinfreiheit als im Flieger. Im Fahrpreis inbegriffen sind Erfrischungsgetränke und Snacks an Bord sowie ein fürstliches Mittagessen. Entgegen den Behauptungen unseres Reiseführers ist es, zumindest in diesem Bus, nicht eisigkalt, und auch die Lautstärke des Fernsehers ist für das sensible europäische Ohr okay, was wohl daran liegt, dass dem Buspersonal erst gegen Ende des Films aufgefallen ist, dass der Ton aus war. Alles in allem gibt es von uns für diese Busfahrt vier von fünf möglichen Punkten. Bestplatzierung leider nicht möglich, da uns auf der Autobahn zwei andere Busse überholt haben *g*. So erreichen wir nach etwas über acht Stunden Fahrtzeit völlig entspannt und tolerant Ranong. Kaum wieder festen Boden unter den Füßen, bildet sich eine Menschentraube um uns, die auch an uns haftet, als wir uns auf die andere Seite des Busses bewegen, um unser Gepäck zu holen. Wir machen den Test und gehen fünf Meter nach rechts, die Menschentraube auch. Wir gehen sechs Meter nach vorne, alle anderen auch. Irgendwie haben wir das Gefühl, die sind wegen uns hier. In einem Moment der Unachtsamkeit werden wir überhäuft mit Prospekten und Visitenkarten von irgendwelchen Hotels. Wir bedanken uns freundlich und sagen, dass wir jetzt gehen und uns die alle gleich mal angucken werden. Als die merken, dass wir ernst machen und wirklich gehen wollen, werden die Angebote konkreter, die Preise fallen und wir bekommen noch eine Freifahrt mit dem Motorradtaxi von dem Hotel mit dem buntesten Prospekt. Wir tolerieren die freundliche Hartnäckigkeit und nehmen an. Im Hotel angekommen sind wir überrascht. Wir finden ein relativ großes Haus vor, mit riesigen Zimmern, Restaurant, Pool und Internetcafe. Leider etwas am Rande der Stadt, was aber durch die gute Anbindung durch öffentliche Verkehrsmittel wieder wett gemacht wird. Für den konkurrenzlos günstigen Preis von 216 Baht (ca. 10 DM) bekommen wir hier das bisher beste Preis-/ Leistungsverhältnis geboten. Das Zimmer (für hiesige Verhältnisse) sauber, fast schon übertrieben groß, auffallend ruhig, großer Fernseher, westernstyle WC, Pool, englischsprechendes sehr freundliches Personal, dickes Infopaket über Ranong und Umgebung mit Aktivitäten und genaue Visaverlängerungsanleitung liegt im Zimmer aus... Etwas misstrauisch finden wir selbst nach intensiver Suche bis spät in die Nacht keinen Haken an der Sache. Allmählich bekommen wir den Eindruck, dass die Schilder, die überall im Ort aufgestellt sind, tatsächlich ernst gemeint sind: RANONG PEOPLE ARE VERY FRIENDLY AND GOODWILL Ranong RANONG PEOPLE ARE VERY FRIENDLY AND GOODWILL Schon unser erster Eindruck von dieser Stadt deckt sich nicht mit dem, was unser Reiseführer uns mal wieder glauben machen wollte. So haben wir eigentlich nicht viel erwartet, wurden dadurch aber bislang in jeder Hinsicht positiv überrascht. Ob nun unser günstiges sauberes Hotel oder die auch in englisch beschrifteten Sammeltaxis, was wir bisher noch nirgends gesehen haben (das erleichtert es dem Farang, mit ihnen zu fahren). Auch mit den vielen westlichen Touristen haben wir nicht gerechnet, aber vielleicht berichten ja andere Reiseführer positiver über den Ort. Unser erster Rundgang durch den Ort bestätigt unseren ersten Eindruck. Ob nun die weniger als in anderen Orten aufdringlichen Motorradtaxifahrer oder die harmloser als anderswo nervenden Fährticketverkäufer und Bungalowvermieter. Ob das die Wirkung der Schilder ist: RANONG PEOPLE ARE VERY FRIENDLY AND GOODWILL Ranong Urlaub von Keine-Eile Dies ist voraussichtlich das letzte Mal, dass wir uns in diesem Jahr melden. Trotz der im Allgemeinen guten Vernetzung des Landes, werden wir wohl auf Ko Phayam keinen Zugriff auf das Internet haben. Laut Reiseführer soll es dort nicht einmal rund um die Uhr Strom geben. Wir lassen uns überraschen. Und so verabschieden wir uns jetzt in den Urlaub von Keine-Eile und
wünschen unserer Familie, unseren Freunden und allen anderen Lesern ein
schönes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch in das Jahr 2003!
Hoffentlich stoßt Ihr auf uns mal an, wir werden wohl keinen Sekt bekommen, aber dafür eine hoffentlich schöne Party. Wir werden uns spätestens Anfang Januar (so ab dem 5.) in alter frische zurückmelden. Ranong -- Ko Phayam Reisen in Thailand
endlose
Weite Mittags schultern wir unsere Rucksäcke und fahren mit dem Sammeltaxi zum Hafen. Hier angekommen ist erst mal warten angesagt, denn das nächste Boot fährt in zwei Stunden. Beim Sitzen und Warten zeigt sich wieder ein mal, dass man sich beim Reisen in Thailand eigentlich um nicht viel kümmern muss. Erst kommt jemand und fragt, wo man hin will. Wenig später kommt dann jemand mit der passenden Fahrkarte und zwischendurch kommen immer mal wieder Leute, die einem Visitenkarten in die Hand drücken. Jeder hat garantiert die billigsten und die schönsten Bungalowanlagen im Angebot. Als wir dann noch versuchen bei der Fahrkartenverkäuferin einen Tausender kleinzubekommen und diese nicht wechseln kann, dauert es nicht lange bis uns aus einem Geschäft ein junger Mann mit einem Bündel Kleingeld herüberwinkt. Als es dann endlich losgeht und wir zwischen einer Menge Baumaterial und Lebensmitteln auf dem kleinen Boot einen Platz gefunden haben, wundern wir uns noch über einen Thai, der ganz begeistert von unserem Ortlieb-Packsack ist, obwohl dieser sehr sperrig und sehr schlecht zu tragen ist. Nachdem wir den schützenden Hafen verlassen haben und alle anderen Passagiere versuchen ihr Gepäck vor den hereinspritzenden Fluten in Sicherheit zu bringen, wissen wir warum und können uns zumindest in der Hinsicht über unsere wasserdichten Packsäcke freuen. Doch auch wir atmen auf, als wir nach zwei Stunden aufregender Überfahrt klatschnass den Hafen von Ko Phayam erreichen. Allerdings müssen wir noch bei relativ heftigen Wellengang über zwei andere Boote balancieren und dann über eine rostige, völlig verbogene Leiter die Pier erklimmen und unser Gepäck dort hinauf befördern, bevor wir wieder festen Boden unter den Füßen haben. Von hier geht es mit dem Motorradtaxi über eine schmale Betonpiste Richtung Strand, wo wir uns einen Bungalow suchen. Hier ist es traumhaft ruhig und fast einsam und unser Urlaub kann beginnen... Ko Phayam Insel in der Andamanensee Nachdem wir nun ca. 4 Wochen Urlaub hinter uns gebracht haben, sind wir nun völlig entspannt und erholt zurück in der Zivilisation... Um nun keinen mit intimen Details unseres Aufenthaltes hier zu langweilen, gibt es nur mal so die Fakten und die Highlights der letzten vier Wochen...
STRAND!!! Ko Phayam ist eine ca. 4 x 6 km große Insel vor der Westküste von Südthailand, kurz vor der burmesischen Grenze, ca. 90 Bootsminuten von Ranong entfernt. Es gibt keine Autos, einige Motorräder und einige Betonpisten, die den Hafen und die zwei größeren Buchten miteinander verbinden. Wir haben an der Ao Yai Bay gewohnt, genau nach Westen mit super Sonnenuntergang... An dieser ca. 2 km langen Bucht gibt es fünf (bald wohl sechs) kleine Bungalowanlagen mit jeweils 7-15 kleinen Hütten, die sich in dem gleich an den Strand grenzenden Wald verstecken. In der kleinsten und zugleich einzigen Bungalowanlage, die noch unter thailändischer Führung ist, haben wir einen gigantischgroßennagelneuen Bungalow mitallemschickimickifü rfastumsonst gefunden und sind hier seit dem Tage unserer Ankunft, ca. 20 Meter vom Strand entfernt, abends meist so gegen 10, mit dem Rauschen der Brandung im Ohr schlafen gegangen. Strom gibt es jeden Abend von 18 bis 22 Uhr, Samstags auch mal bis 11! In der ersten Woche waren wir noch fast die einzigen Gäste, was sich aber schon bald geändert hat und ab Weihnachten mussten die Neuankömmlinge dann mit einem Zelt vorlieb nehmen. Trotzdem war es in der Bucht nie so richtig voll und man hatte ein Großteil des Strandes immer fast für sich alleine.
die
Hütte
der
Supermarkt
das
Restaurant
die Familie
das Restaurant von näher
dran ;)
das
Bücherregal Aufgrund fehlender Freizeitangebote und Sehenswürdigkeiten, beschränkt sich das Leben hier auf das Wesentliche. Und so verbringen wir unsere Zeit auf der Insel meist mit Lesen, Essen und Schlafen, nur kurz unterbrochen durch einen Strandspaziergang oder ein Bad im Meer. Weihnachten ist unter diesen Umständen irgendwie so an uns vorbeigezogen und war plötzlich wieder vorbei, bevor man überhaupt gemerkt hat, dass es angefangen hat, da es an allem fehlte, was zu einem zünftigen Weihnachtsfest dazugehört. So haben wir dann auch den ersten Feiertag genutzt, um kurz auf das Festland zu fahren, um durch eine Ausreise nach Burma und eine Wiedereinreise nach Thailand weitere 60 Tage Aufenthalt für Thailand in den Pass gestempelt zu bekommen. Das alles war schon wieder ganz schön spannend, aber davon eventuell an späterer Stelle mehr. Tja, und dann war da noch Silvester... Nach Weihnachten tauchten die ersten Gerüchte auf, dass unsere Party wohl gar nicht stattfinden wird. Am letzten Tag des Jahres gab es dann zwar eine kleine Party am Strand (200-250 Leute), aber die starke Präsenz der Staatsmacht hat dafür gesorgt, dass keiner zuviel Spaß hatte. Somit ging dann auch Silvester mehr oder weniger ereignislos vorbei. Ko Phayam - Ranong die Zivilisation hat uns wieder 6 Uhr 30 wecken, 7 Uhr Frühstück, 7 Uhr 30 rauf auf das Moped und rüber zum Hafen und um 8 Uhr Abfahrt mit dem Boot nach Ranong. Ab 10 Uhr hat die Zivilisation uns wieder. Wir haben in Ranong in unserem alten Hotel ein Zimmer bezogen und verbringen den Rest des Tages hauptsächlich im Internetcafe. Myanmar (Burma) Spaß mit Visa Teil III Damit uns über Weihnachten nicht die Sonne auf den Kopf fällt, haben wir uns zum heiligen Fest was ganz besonderes ausgedacht und sind, um ein weiteres 60 Tage Bleiberecht (Visa) zu bekommen, mal kurz nach Burma gefahren. Das muss man so machen, denn ohne auszureisen kann man nicht einreisen. Ohne in Thailand einzureisen, können wir nicht unser zweites 60 Tage Visum bekommen. Soviel zur kleinen Visakunde. Also sind wir mit der Frühfähre nach Ranong gefahren und dann auf direktem Wege zum Immigration Office gegangen. Hier muss man sich per Stempel bestätigen lassen, dass man das Land verlassen hat (Ausreisestempel). Danach sollte man dann zusehen, dass man das Land auch wirklich verlässt. Auf Grund der geographischen Nähe zu Burma, bietet es sich an, hier hin zu fahren. Dazu braucht man, da es keine Straßenverbindung gibt, ein Boot. Wir haben keins, wissen aber, dass es am Hafen Boote gibt. Also geht es zurück zur Pier. Und als hätten wir einen Ausreisestempel auf der Stirn, dauert es nicht lange und wir können uns der "Schlepper" nicht mehr erwehren, die sich an uns heranmachen und uns nach Burma bringen wollen. Nach überaus zähen Preisverhandlungen werden wir uns einig, zahlen 300 Baht und eine Tüte Kekse. Man führt uns durch eine dunkle Hafengasse in ein schmieriges Restaurant. Urplötzlich herrscht Totenstille und als wir das Lokal mit unserem Führer durch die Hintertür wieder verlassen, spüren wir wie zahlreiche Augenpaare auf unseren Rücken brennen und uns durch die Dunkelheit verfolgen. Nun finden wir uns im Zwielicht einer großen Halle, die zum Wasser hin offen ist, wieder. Es riecht übelst nach Fisch und in den dunklen Ecken sind finstere Gestalten damit beschäftigt Fischernetze zu stricken. Die Ruhe wird nur gelegentlich durch den Ruf der gemeinen Hauskatze unterbrochen. Instinktiv sehen wir uns nach eventuellen Fluchtmöglichkeiten um, doch anscheinend will man uns noch ein wenig zappeln lassen. Am Anleger werden wir anscheinend schon erwartet. Ein Tier von einem Mann mit einem Bootshaken in den Händen mustert uns von oben bis unten und macht sich an den im Wasser dümpelnden Holzbooten zu schaffen. Eine der zwielichtigen Gestalten, die überall in den Ecken sitzen, wird zum Käpt'n ernannt, bekommt letzte Anweisungen und zusammen gehen wir an Bord eines sportlichen Holzbootes. Wie sich dann später herausstellt, sieht das Boot so sportlich aus, weil es tiefergelegt ist. Noch später soll sich zeigen, dass es gar nicht tiefer gelegt ist, sondern nur voll Wasser ist. Dem Kenner und Befürworter von lauten und qualmenden Zweitaktmotoren unter uns, zeigt sich sofort, dass unsere Antriebsmaschine sich in einem bedauernswerten Zustand befindet. Das gute Stück von der Größe eines Rasenmähermotors klötert und klingelt wie ein Beutel Kleingeld und aus sämtlichen Dichtungen tropft das Öl. Und so stechen wir vergnügt und voller Zuversicht nach anfänglichen Startschwierigkeiten des Motors in Richtung Burma in See. Unsere Fahrt nimmt nach wenigen Minuten vor einem auf hohen Pfeilern gebauten Schuppen gegenüber ein jähes Ende. Schnell erkennen wir, dass dies noch nicht die burmesische Einreise, sondern nur die Tankstelle ist. Über ein Tau bunkern wir Treibstoff. Schon nach fast kurzer Zeit stottert unser Motor wieder und unser Käpt'n grinst uns völlig verschwitzt mit der Reisleine in der Hand an und tätschelt liebevoll das gute Stück. Schwungvoll durchpflügen wir das Knäuel aus wartenden Booten und schippern neuen Abenteuern entgegen. Unser Bootsführer gibt alles, der Motor auch. Wir suchen Schutz vor der hereinspritzenden Gischt. Trotzdem überholen uns alle anderen Boote. Na gut, wir sind zwar nicht die schnellsten, aber mit Abstand die lautesten und so chic sportlich tief wie wir liegt auch kein anderer im Wasser. Plötzlich herrscht Stille. Entspannt legen wir uns zurück, genießen die Ruhe zwischen Thailand und Burma und beobachten interessiert die heraufziehenden Regenwolken. Unser Bootführer ist irgendwie gar nicht so entspannt. Nach einem kritischen Blick in den Tank, fängt er wieder an zu schwitzen und macht sich nervös am Motor zu schaffen. Freundlich lächelt er uns zu, holt einen großen Hammer aus seiner Werkzeugkiste und deutet auf das Getriebe. Durch sanftes bearbeiten sämtlicher beweglichen Teile gelingt es ihm, den Klemmer zu beseitigen und so ist, nach dem üblichen Kampf mit der Reisleine, die Luft schon bald erfüllt vom sanften Klötern unseres Antriebaggregates und der Qualm lässt erkennen, dass im inneren des Motors wieder eine Verbrennung statt findet. So starten wir, im mittlerweile einsetzenden Regen und stets guter Dinge, einen weiteren Versuch Burma doch noch zu erreichen. Nach 30 Minuten Fahrtzeit tauchen wir schwungvoll ein in die Ansammlung von Booten, die vor der Einreisebaracke von Burma liegen und kündigen unser Kommen durch einen lauten Rumms an, als wir gegen den Anleger krachen. Die gerammten Bootsführer sind begeistert und es sieht so aus, als hätte unser Käpt'n gerade neue Freunde gefunden. In der Amtsstube fällt uns als erstes auf, dass auch die Burmesen ein Faible für Uniformen haben. Sogar noch mehr als die Thailänder. Um die Uniformen zu schonen, hat man sie fein säuberlich auf Bügeln in die Ecke gehängt und nutzt hier sein ganz privates Unterhemd zur Arbeit. Die Formalitäten sind schnell erledigt und für 300 Baht (15 DM) gibt es hier einen schicken Stempel. Wir versuchen zu erklären, dass wir eigentlich nur mal kurz vorbeigucken wollten, und auch gerne noch einen Ausreisestempel hätten. Doch wir erfahren, dass wir in der falschen Behörde sind und man schickt uns zu den Kollegen von der Ausreise. Also besteigen wir wieder unsere Jacht und stechen erneut in See. Während sich die Einreisehütte am Rande einer kleinen Insel befindet, müssen wir, um einen Ausreisestempel zu bekommen, noch bis zum Festland weiter fahren. Im Einzimmerbürohaus der burmesischen Ausreisestempler werden wir freundlich empfangen und man versucht uns mit ein paar Bonbons zu einem längeren Aufenthalt zu überreden. Dankend lehnen wir ab und verlassen mit einer handvoll Bonbons und zwei Ausreisestempeln das Büro. Am Hafen angekommen sehen wir zwar unser Boot, aber nicht den Käpt'n, so dass uns noch Zeit für ein Schwätzchen mit der burmesischen Jugend bleibt. Die meisten hier sind als Fremdenführer groß im Geschäft und man würde uns gerne um eine paar Baht erleichtern und uns die Stadt zeigen. Als der kleinste von allen auch noch auf Deutsch bis Drei zählen kann, werden wir fast schwach, doch da taucht unvermittelt unser Käpt'n mit einer 1,5 ltr. Pepsiflasche voll Öl wieder auf. Nach Beendigung der Wartungsarbeiten und Kontrolle sämtlicher Füllstände an unserem Motor macht sich unser Käpt'n höchstpersönlich daran, das Wasserölgemisch aus dem Rumpf des Bootes zu entfernen. Nun endlich können wir wieder Kurs auf Thailand nehmen. Etwas müde aber dennoch entspannt, können wir nach insgesamt betrachtet relativ ruhiger Rückfahrt, glücklich wieder in Thailand einreisen. Erst mal nur physisch, um dann offiziell und auch richtig da zu sein, muss man dann noch kurz auf das Amt, Antrag ausfüllen, auf den Stempel warten, fertig. Weil wir anschließend noch ein bisschen Zeit über haben, beeilen wir uns noch ein bisschen und hasten im Laufschritt zur letzten Fähre nach Ko Phayam, die wir schließlich entgegen unseren Erwartungen doch noch erreichen. Ranong - Bangkok - Pang Si Lathon an jeder Milchkanne Um uns langsam wieder an das "Stadtleben" zu gewöhnen und noch ein paar Besorgungen zu machen, verbringen wir einen vollen Tag\2 Nächte in Ranong. Am Mittwoch, den 08.01. fahren wir mit dem Bus nach Bangkok. Wir sparen uns reich und fahren nicht mit dem VIP Bus sondern mit dem normalen AC Bus, sparen 2 DM 50, halten an jeder Milchkanne und als wir nach fast 12 Stunden endlich Bangkok erreichen tun uns alle Knochen weh. Vom Bus aus sehen wir zwei vollbepackte Radler auf dem Weg in den Süden und auch in unserem Hotel in Ranong kommen am Tag unserer Abreise 2x2 Radfahrer an. Als wir uns in Bangkok auf Zimmersuche machen, sehen wir auf der Straße schon wieder 2 bepackte Radler und auch in dem Gästehaus, in dem wir schließlich wohnen, kann man in einer Nische westliche Fahrradtechnik bewundern. Einen Tag verbringen wir in Bangkok und am Freitag machen wir uns auf den Weg zu unseren Rädern. Da wir erst sehr spät bei Harry ankommen und es sich nicht lohnt, noch los zu fahren, verbringen wir die Nacht in Pang Si Lathon (bei Harry und Boom). Harry hat dieses Mal Besuch von zwei Freunden aus der Schweiz und trotzdem die beiden uns versichern, dass wir die gleiche Sprache sprechen, verstehen wir kein Wort, wenn die beiden sich unterhalten. |
![]() |
![]() | ![]() | ![]() |