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Phrao Der Weg nach Phrao ist wohl einer der schoensten seit wir hier sind. Steffi
Hans und sein neuer Freund lecker Limo
So vergeht die Zeit wie im Fluge und recht spaet am Tag empfaengt uns Phrao, eine kleine Kleinstadt inmitten eines weiten Tals, eingeschlossen von Bergen, die bis zu 1.600 Meter hoch sind.
Die Zimmersuche jedoch gestaltet sich schwierig. Das erste Hotel im Ort ist eine der finstersten Absteigen, die wir je gesehen haben. Als wir einem vielversprechenden Wegweiser 7 km weit nach ausserhalb folgen, empfaengt und ein Deutscher abweisend und unfreundlich und zeigt sich wenig hilfsbereit - “Doi Farang Bungalow”: no-go Area fuer Radfahrer! Doch als wir uns fuers Zelten noch einen gebratenen Reis zum Mitnehmen bestellen, erzaehlt uns die Koechin mit Master Degree in perfektem Englisch von einer weiteren Bungalowanlage am Ort. Bei “83 Bungalow” werden wir freundlich empfangen. Zusammen mit Hans beziehen wir ein geraeumiges Vierbettzimmer. Als wir gegen 20 Uhr nach dem Duschen zum Einkaufen und Essen in den Ort fahren, werden dort gerade die Buergersteige hochgeklappt. Silvesterparty ade! Wieder daheim jedoch laedt uns die ganze Familie von 83 Bungalow zum geselligen Silvesterzusammensein ein. Es gibt - wie in Thailand ueblich - jede Menge zu essen und zu trinken und gegen Mitternacht brennen wir gemeinsam ein Feuerwerk ab und lassen wieder mal ein paar Heissluftballons (Kum Loy) in den Himmel steigen. So wird Silvester dann doch noch ein lustiger Abend. Bevor wir schlafen gehen kommen wir nicht umhin eine Einladung zum Familienausflug am Neujahrstag annehmen zu muessen. Happy New Year auf Thai-Art Fuer thailaendische Verhaeltnisse unerwartet puenktlich steht die ganze fuenfkoepfige Familie mit zwei Allradjeeps bereit zum Ausflug. Die Kofferraeume sind bis unters Dach mit Essen und Trinken gefuellt. Erstes Etappenziel: Der Tempel. Hier werden Spenden in Form von Naturalien und Umschlaegen (vermutlicher Inhalt: Geld) fuers Kloster abgegeben. Im Gegenzug gibt es vom Moench den Segen fuer das neue Jahr. Zweites Etappenziel: Freund von unserem Fahrer Oy einladen und Nahrungsvorraete aufstocken. Das eigentliche Ziel
fuer diesen Tag ist nicht so leicht
zu
erreichen. Ueber holprige und steile Pisten, inklusive
Flussdurchfahrten, fahren wir durch endlose Waelder 1.500 Meter hoch
auf den Gipfel des “Doi Molan”.
Die mit Abstand aufregendste und anstrengenste Autofahrt unseres bisherigen Lebens! Jeder Knochen im Leib tut uns weh. Belohnt werden wir mit angenehmen Temperaturen und einer traumhaften Aussicht auf das Tal um Phrao und natuerlich mit jeder Menge Essen und Trinken. Anschliessend geht es
weiter ueber noch steilere und
schlechtere
Pisten zu einem weiteren Aussichtspunkt. Kurzer Stopp, kleiner Imbiss,
grosser Schluck Wisky - dann beginnt der Abstieg.
Bergab ist noch langsamer und anstrengender als bergauf. Und so kommt es dann auch, dass nach kurzer Zeit die Bremsen an einem unserer Fahrzeuge ueberhitzen und sich spaeter sogar ganz festsetzen. Aus Sicherheitsgruenden und um das Gewicht zu reduzieren fahren wir jetzt zu siebt in einem Jeep weiter den Hang herunter. Der Rueckweg ist noch interessanter als der Hinweg, denn statt durch dichten Wald fahren wir nun hauptsaechlich entlang enger Taeler und kleiner Baeche. Einige der hier lebenden Bergvoelker (Hilltribes, wie Akha und Lisu) haben den letzten Winkel urbar gemacht. Sie haben Terassen fuer den Reisanbau angelegt und es gibt Orangen- und Bananenplantagen. Spaeter machen wir einen Zwischenstopp in einem kleinen Dorf. Hier leben noch ca. 70 Akha zusammen in ihrer Dorfgemeinschaft. Waehrend wir einen kleinen Imbiss uns einen kleinen Wiskey zu uns nehmen, tauchen immer mehr der Einwohner in unserer Naehe auf. Schnell kommen unsere Gastgeber mit ihnen ins Gespraech und zeigen sich recht grosszuegig. Es gibt Bier fuer die Maenner und Suessigkeiten fuer die Kinder des Dorfes. Schnell werden einige Plastikstuehle herbeigeholt.Ehe wir uns versehen hat man eine typische Tracht der Akha herbeigeholt und Steffi wird von zwei Frauen des Dorfes zur Freude aller Zuschauer aufgehuebscht und mal etwas anders eingekleidet: Ein kiloschwerer Kopfschmuck mit viel Silber und eingearbeiteter schwarzer Peruecke, eine bunte Weste mit Muschel- und Muenzenguertel, ein schwarzer Wickelrock und traditionell gemusterte Beinstulpen. Hans und Olaf kommen etwas besser davon, denn anscheinend tragen Akha-Maenner nur bunte Westen. Das groesste Vergnuegen haben unsere Gastgeber und wir haben das Gefuehl, dass sie sich den Spass haben etwas kosten lassen. Wieder im Bungalow angekommen verabschieden wir uns von Hans, der zusammen mit Ole und Od auf dem Pickup nach Chiang Mai zurueckfaehrt. Er hat am Vorabend die Erfahrung gemacht, dass gasbetriebene Durchlauferhitzer neben warmen Wasser auch heisse Luft abgeben und man besser keine Bekleidung darauf ablegt. Nun braucht er neue Radhosen, Shorts und T-Shirt. Wir beschliessen den Abend mit einem Essem mit den zurueckgebliebenen. Es hat uns sehr gut gefallen in 83 Bungalow. Wir waren ueberwaeltigt von der Gastfreundschaft und Grosszuegigkeit mit der wir aufgenommen wurden. |
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