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don't drink and drive
weiter Richtung Sukhothai Erst morgens um 6 werden wir von lauter Musik geweckt. Das Kunststoffgefaessefachgeschaeft neben dem Hotel geht mit 2 Meter hohen Lautsprechertuermen auf dem Fussweg auf Kundenfang. Leider lassen unsere zahlreichen Karten offen, wie wir aus diesem Ort wieder herauskommen. Zu unserem Glueck entdecken wir vor dem oertlichen Polizeihauptquartier eine nicht unerhebliche Anzahl an Uniformierten. 10-12 der netten Herren nehmen sich unserer Sorgen an, nur leider zeigt fast jeder in eine andere Richtung. Englisch spricht hier niemand und so wird eine Skizze mit vielen thailaendischen Schriftzeichen fuer uns angefertigt. So viele Staatsdiener koennen nicht irren und wir schlagen den vorgeschlagenen Weg ein. Nach einer Stunde Fahrt stehen wir an der Autobahn, denn leider wurden wir nicht auf die direkte, kurze Verbindung ueber eine Nebenstrasse, sondern ueber die gut ausgeschilderte und wesentlich laengere vielbefahrene Hauptstrasse geschickt. Nach 20 anstrengenden und lauten Kilometern auf der A1 biegen wir ab und koennen fuer den Rest des Tages auf hauptsaechlich von Traktoren und anderem landwirtschaftlichen Geraet befahrenen Strasse, zwischen Zuckerrohr-, Bananen- und Reisplantagen , entspannen. Nach einem langen Tag auf dem Rad folgt unsere erste Nacht im Zelt. So eine ruhige Nacht haben wir, seit dem wir in Thailand sind , noch nicht gehabt. Sukhothai Zeitig um 6 bauen wir unser Zelt ab. Vor uns liegen ueber 100 km bis Sukothai. Waehrend unserer Fruehstueckspause an einer Tankstelle, telefonieren wir mit Sven, der spontan umdisponiert und seine Route aendert. Wir verabreden uns fuer den Abend in Sukhothai zum Essen. In Svens Gaestehaus (Lotus Village) gibt
es fuer uns kein bezahlbares Zimmer mehr. Und so machen wir uns nach
einem gemeinsamen kuehlen Bier
auf die Suche nach einer Unterkunft. Etwas abseits auf der anderen
Flussseite werden wir fuendig und beziehen im Phuaroon
Guesthouse (81/16 Khuhasuwan Rd. T.Thani Maung Sukhothai,
6400 Thailand, Tel.: Geburtstag Einen Tag vor Nikolaus schenken wir Steffis Rad einen neuen Fahrradstaender. Gleicher Staender, gleicher Laden, gleicher Preis, wir vor 4 Jahren schon einmal. Aber das groesste Ereignis folgt am Abend. Zusammen mit Sven besuchen wir die Feierlichkeiten anlaesslich des 80. Geburtstages des Koenigs im Historical Park. Die Ruinenstadt ist mit vielen Lichtern geschmueckt, es gibt Musik und viel zu essen, alle haben gelbe Shirts an (die Farbe des Koenigs). Zum Hoehepunkt des Abends schmuecken ein grosses Feuerwerk und viele Feuerballons den Nachthimmel. Normalerweise werden in Thailand Geburtstage im Abstand von 12 Jahren gross gefeiert (12, 24, 36, usw.). Da aber Lord Buddha im Alter von 80 Jahren erleuchtet wurde, war auch der 80. Geburtstag fuer Koenig Bhumibol etwas besonderes.
Nikolaus Wir haben all unsere Schuhe gewichst und vor die Tuer gestellt! Thai-Mietze Schuheputzen hat sich gelohnt! Seit gestern nachmittag haben wir eine kleine Thai-Mietze (Katze), die einen Grossteil ihrer Freizeit mit uns verbringt. Thai lernen? Unsere neue Katze weicht nach wie vor nicht von unserer Seite. Wenn sie nicht auf der Fussmatte vor unserem Bungalow geschlafen hat, dauert es meist nicht lange und sie gesellt sich zu uns, wenn wir beim Fruehstueck sind. Auch wenn wir nachmittags vom Essen oder der Arbeit im Internetcafe nach Hause kommen, sind wir nicht lange allein. In unseren
ersten Tagen in Sukhothai haben wir viel Zeit am Computer
und im Internet verbracht. Sehr arbeitsintensiv ist die Aufbereitung
der Fotos fuer keine-eile.de. Wie Ayutthaya ist Sukhothai fuer die meisten Touristen nur eine Durchgangsstation fuer 1-2 Naechte. Wer als Tourist ein paar Tage laenger hier ist, faellt auf. Der Mann aus dem Kiosk an der Ecke gruesst freundlich, wenn wir vorbeifahren, die Maedels im Restaurant wissen nach dem 3. Besuch, dass Steffi kein Eis zu ihrer Sprite moechte und Olaf lieber Cola trinkt. Die Obstfrau auf dem Markt sucht uns das groesste Paket geschaelte Pomelo heraus und der Zeitungsverkaeufer haelt seine letzte Ausgabe der “The Nation” fuer uns zurueck. Auch haben wir das Gefuehl, die Menschen werden uns gegenueber aufgeschlossener und suchen das Gespraech. Im Restaurant, in unserem Gaestehaus und im Kiosk versucht man uns taeglich neue Vokabeln beizubringen und ist erfreut und amuesiert ueber unsere wackeligen sprachlichen Gehversuche. Leider ist Thai fuer uns Europaer eine sehr fremde und schwere Sprache und selbst mit einem Woerterbuch hat man grosse Schwierigkeiten, die Woerter richtig auszusprechen. Neben den Tonhoehen, die Anfaenger wohl nie richtig treffen, muss man sich mit 44 unterschiedlichen Konsonaten und 32 Vokalen herumschlagen, die es zum grossen Teil in unserer Sprache gar nicht gibt. Zusaetzlich gibt es 5 Toene. Jede Silbe hat einen Ton, innerhalb mehrsilbiger Woerter folgen also oft unterschiedliche Toene aufeinander, nach der die Silbe ausgesprochen bzw. gesungen wird. So kann ein Wort je nach gesungener Tonhoehe mehrere Bedeutungen haben. Z. B. “sainom” heisst “mit Milch” oder auch “mit den Bruesten wackeln”, oder “mai” kann “neu” oder “nicht” heissen. Ein keiner Trost ist die einfache Grammatik, die nur wenig Regeln und keine Ausnahmen kennt. Die in den verschiedenen Landesteilen gesprochenen Dialekte machen die Verwirrung komplett (von der anderen Schrift wollen wir mal gar nicht reden…). Leider bleiben aufgrund dieser fast unueberwindlichen Sprachbarriere und den mangelnden Englischkenntnissen vieler Einwohner auf beiden Seiten viele Fragen offen. Hinzu kommt, dass der grosse kulturelle und religioese Unterschied zu uns Europaern viele Fragen aufwirft. Um uns einen Tempel anzuschauen fahren wir 10 km nordwaerts.Um dem Strassenlaerm
zu entfliehen entschliessen wir uns fuer den
Rueckweg auf dem Deich entlang des Flusses zu fahren. Dies geht so
lange gut, bis uns kurz vor Sukhothai ein mitten auf der Deichkrone
angelegte Gemuesegarten den Weg versperrt und man uns durch die Hoefe
und Gaerten der Nachbarn zurueck auf die Strasse winkt.
Sukhothai - Schulbus |
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