Mit dem Fahrrad unterwegs durch Bulgarien

✍️ Toni´s Reisebericht von einer Fahrradtour durch Bulgarien

Überlegst du, irgendwann mal eine nicht ganz so typische Radtour zu machen? Falls ja, könnte Bulgarien der richtige Ort dafür sein. Mit etwas anstrengenden, dafür aber auch sehr abwechslungsreichen Etappen, präsentierte sich das Land meinem Freund und mir.

Wir entschlossen uns dazu, unsere Komfortzone zu verlassen und öfters im Freien zu übernachten. Welche Erfahrungen wir machten, wo wir entlangfuhren und ein abschließendes Fazit kannst du in diesem Artikel lesen.

🇧🇬 Fahrradtour Bulgarien:
Anreise mit dem Flugzeug

Da wir das schon öfter gemacht hatten, reisten wir auch diesmal mit dem Flugzeug zur Fahrradtour an.

Die Fahrradmitnahme lässt sich problemlos bei fast jeder Airline im Voraus anmelden und ist auch so unkompliziert. Es fiel natürlich eine Extragebühr an, die wir aber gerne bereit waren, zu bezahlen.

Außerdem wussten wir diesmal ja, dass die Kilometer, die wir zurücklegen würden, ohnehin genug sein würden. Im Juni ging es also los und wir flogen etwa zweieinhalb Stunden von Berlin nach Sofia. Die Entscheidung fiel auf diesen Monat, weil es tagsüber noch nicht zu heiß ist. Zudem wird es in der Nacht aber auch nicht zu kalt zum Zelten.

Unser Gepäck bestand hauptsächlich aus typischen Campingutensilien wie Isomatte, Zelt und Schlafsack. Zusätzlich hatten wir unsere Radtaschen mit der nötigen Ausrüstung sowie unsere Wechselkleidung dabei. Zur besseren Navigation nahmen noch wir ein GPS-Gerät mit.

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🇧🇬 Fahrradtour Bulgarien:
Ankunft in Sofia

Fahrradtour Bulgarien: Sofia

In Sofia angekommen sahen wir uns etwas die Stadt an und mieteten dann spontan ein Zimmer für eine Nacht.

Wir schliefen im 🔗 Peter Pan Hostel – schließlich wollten wir fit und ausgeruht in unsere Tour starten. Deshalb dachten wir uns, wir investieren in ein Bett.

🇧🇬 Fahrradtour Bulgarien:
Gorni Okol am Iskar Stausee

Am nächsten Morgen radelten wir etwa 45 km nach Gorni Okol am Iskar-Stausee. Auf diesem Abschnitt waren unsere „Akkus“ ausreichend aufgeladen, weshalb wir gut vorankamen. In der schönen Umgebung des Sees waren wir bereit für die erste Nacht im Zelt, die angenehmer war, als vermutet.

Wir kamen mit einer netten älteren Einwohnerin des Ortes ins Gespräch, die uns fragte, wohin es denn gehen soll. Als wir antworteten, dass unser Ziel in Varna liegt, war sie schon etwas überrascht über unser ambitioniertes Vorhaben. Sie wünschte uns dennoch viel Glück und mit diesem Motivationsschub ging es weiter Richtung Mariza.

🇧🇬 Fahrradtour Bulgarien:
Rila Gebirge, Beli Iskar, Borovets, Mariza

Fahrradtour Bulgarien: Rila

Wir fuhren ein Stück durch das Rila-Gebirge und über Beli Iskar und Borovets nach Mariza, das waren knappe 48 km.

Das Wetter spielte auch an diesem Tag mit und so konnten wir wieder unser Zelt aufschlagen. Die wirklich ländliche Gegend bietet nicht so viele Möglichkeiten, einzukaufen oder essen zu gehen.

Trotzdem fanden wir ein kleines Café, in dem wir zu Abend aßen. Wir unterhielten uns dort mit zwei sehr herzlichen Gästen, die uns kurzerhand einluden, bei ihnen im Garten zu zelten. Denitsa und Boris hätten uns gerne angeboten, bei ihnen im Haus zu übernachten, doch dazu reichte der Platz nicht aus.

Wir waren dennoch überwältigt von so viel Gastfreundschaft, die sie fremden Menschen gegenüber aufbrachten. Nach einem kleinen Frühstück, das sie uns am nächsten Morgen brachten, konnte es weitergehen.

🇧🇬 Fahrradtour Bulgarien:
Pasardschik und Plovdiv

Es folgte eine etwas längere Etappe mit ungefähr 60 km nach Padardschik. Wir fühlten uns ausgeruht und fähig, eine größere Distanz zurückzulegen. Etwas außerhalb der Stadt campten wir auf beim Eco Camping Batak am Ufer des Stausees, der sehr idyllisch gelegen ist. Dort konnten wir auch die Sanitäranlagen nutzen.

Ob der längeren Strecke am Tag zuvor gingen wir es nach einer etwas unruhigen Nacht mit wieder etwas gemächlicher an. Das Wetter war zum Glück in Ordnung, sodass wir uns darum keine Sorgen machen mussten. Wir fuhren dann dennoch etwa 66 km zu unserem nächsten Ziel: nach Plovdiv.

Fahrradtour Bulgarien: Plovdiv

In der Stadt ließen wir es uns nicht nehmen, das antike Stadion aus der Zeit der Römer zu besichtigen. Außerdem übernachteten wir relativ günstig im 🔗 Funky Monkey Hostel, weil wir noch Rückenschmerzen von der vorherigen Nacht hatten.

Wir blieben ziemlich spontan noch eine zweite Nacht, um uns etwas zu erholen.

🇧🇬 Fahrradtour Bulgarien:
Byala Reka, Harmanli, Rodopi, Elhovo

Fahrradtour Bulgarien: Rodopi
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Von Plovdiv aus fuhren wir anschließend rund 48 km durch viele kleine Dörfer bis nach Byala Reka. Auch dort schlugen wir dann wieder unser Zelt auf. Am nächsten Morgen war Harmanli das 62 km entfernte Ziel, wobei wir einen Stopp in Rodopi einlegten. Wir genossen die herrliche Natur.

In Harmanli beschlossen wir kurzerhand, im 🔗 Hotel Olympia zu übernachten, wo wir noch einige Bahnen im Pool schwammen. Ab und an brauchten wir zwischendurch einfach ein richtiges Bett nach den anstrengenden Touren.

Gut ausgeruht stand uns mit über 70 km die bisher längste Etappe unserer Tour von Harmanli nach Elhovo bevor. Mit ein paar Pausen in netten Cafés schafften wir das locker. Nach einer kürzeren Campingnacht und einem Frühstück machten wir uns wieder auf den Weg.

🇧🇬 Fahrradtour Bulgarien:
Sredets, Burgas, Byala, Varna

Fahrradtour Bulgarien: Varna

Von Elhovo nach Sredets fuhren wir etwa 65 km. Dort angekommen fanden wir einen relativ ruhigen Zeltplatz, wo wir dann einfach übernachteten. Am nächsten Tag war es endlich soweit. Ein Ziel, auf das wir uns schon lange gefreut hatten, stand auf dem Plan.

Da die Strecke nach Burgas mit 30 km nicht allzu lang war, freuten wir uns, etwas Sightseeing unterbringen zu können. Wir machten einen ausgiebigen Spaziergang durch den Meeresgarten und besichtigten die Kirche Mariä Himmelfahrt.

Übernachtet haben wir auf dem Campingplatz Aheloy Lozana – einen Zeltplatz haben wir kurzfristig bekommen, da er nicht vollständig ausgelastet war. Unsere letzten Tage in Bulgarien brachen an und wir radelten nach Byala, das waren ungefähr 77 km.

Um uns für die letzte Etappe noch einmal so richtig ausruhen zu können, schliefen wir in einer Unterkunft. Das Prostor Guest House ist sehr einfach, aber günstig. Nach einer angenehmen Nacht in einem richtigen Bett freuten wir uns auf unser letztes Ziel: Varna.

Bis dorthin legten wir 53 km zurück und gingen als erstes in ein Restaurant, um unsere Ankunft zu feiern. Zum Abschluss unserer Reise gönnten wir uns noch eine Nacht im 🔗 Hotel Classic in Meeresnähe. Nach dem Frühstück hatten wir noch einen halben Tag Zeit.

Deshalb haben wir beschlossen, noch ein bisschen im Meer zu baden und uns das Marinemuseum anzusehen. Danach traten wir auch schon etwas müde, aber glücklich unseren Rückflug nach Deutschland an.

🇧🇬 Fahrradtour Bulgarien: Fazit

Insgesamt fanden wir unsere Fahrt durch Bulgarien wirklich spannend. Es war im wahrsten Sinne des Wortes ein Auf und Ab. Die Höhenmeter, die wir zurücklegten, sind nämlich nicht zu unterschätzen. Darüber sollte man sich vorher im Klaren sein.

Bist du in einer guten körperlichen Verfassung oder machst du öfter solche Touren, sollte das kein Problem darstellen. Was uns etwas überraschte, war, dass es nicht viele explizite bzw. als solche gekennzeichneten Radwege gibt. Wir fuhren nicht selten auf Wegen, die wir uns eigentlich anders vorgestellt hatten.

Wir bereuen die Tour auf keinen Fall, wobei wir zugeben müssen, dass wir einen erneuten Trip sorgfältiger planen würden. Trotzdem war die Landschaft wunderschön und es hat sich ausgezahlt. Wir haben immer wieder Pausen eingelegt, um die Natur zu genießen.

Die Idee, von einem zum anderen Flughafen mit dem Rad zu fahren, befanden wir jedenfalls für gut. Im Zelt schliefen wir dann doch nicht so oft, wie zuerst geplant. Falls du nun auch Lust bekommen hast, Bulgarien einmal auf andere Weise zu entdecken, können wir das nur empfehlen!

✍️ Über den Autor

🔗 Travelicia.de
// mehr reisen // Abenteuer erleben // von überall arbeiten

Hallo, mein Name ist Toni.

Seit vielen Jahren ist es mit vergönnt, ortsunabhängig zu arbeiten und als
digitaler Nomade an den schönsten und aufregendsten Orten der Welt zu leben.

Vor einigen Jahren habe ich studiert, um später nach einer längeren Berufstätigkeit das Reisen für mich zu entdecken.

Seitdem habe ich meine Leidenschaft zum Beruf gemacht. Es gefällt mir, individuell und nachhaltig zu reisen, dabei Abenteuer zu erleben und sportlichen Aktivitäten nachzugehen!

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