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Tipps vom Surfnomaden: Mit dem Camper zum Surfen nach Portugal

Tipps vom Surfnomaden: Mit dem Camper zum Surfen nach Portugal

//Interview// Julian Siewert hat Anfang 2015 sein Boardbag gepackt und seinen festen Job in Deutschland aufgegeben. Nun ist Surfen sein Leben!

Tipps vom Surfnomaden: Mit dem Camper zum Surfen nach Portugal
Surfnomade Julian

Julian surft seit fast 20 Jahren und hat so schon unzählige Surfreiseziele erkundet.

Über seine Surfabenteuer und über das Leben als Surfnomade berichtet er auf seinem Blog.

Dabei geht es nicht nur um die besten Surfdestinationen. Sondern ebenso um die Surf-Work-Ballance – darüber hat Julian bereits im Interview Work. Travel. Surf. berichtet.

Julian, du hast einen Surfguide über Portugal geschrieben.

Warum kennst du dich mit dem Thema aus?

Ja genau, neben meiner eigentlichen Tätigkeit als Surfblogger habe ich kürzlich den Surfguide Portugal geschrieben, der sich speziell an die Bedürfnisse deutscher Surfer richtet.

Was mich dafür qualifiziert? Ich surfe inzwischen seit 20 Jahren und Portugal ist eine meiner liebsten Surfdestinationen. Die vielen erstklassigen Surfspots zwischen Moledo und Sagres haben es mir angetan und gerade im Herbst gibt es europaweit kaum etwas Besseres.

Auch weil ich fließend Portugiesisch spreche und in Portugal viele Freunde habe, zieht es mich jedes Jahr aufs Neue an den wunderschönen Südwestzipfel Europas, den ich inzwischen so gut wie meine eigene Westentasche kenne.

Tipps vom Surfnomaden: Mit dem Camper zum Surfen nach Portugal

Die Kombination aus Roadtrip mit Camper und surfen klingt traumhaft.

Was ist das reizvolle daran?

Ja das ist eine traumhafte Sache – einfach einsteigen, losfahren und mit offener Heckklappe und Meeresrauschen direkt am Surfspot übernachten – besser geht´s einfach nicht!

Diese einzigartige Mischung aus Roadtrip und Surfurlaub schenkt mir immer wieder ein unbeschwertes Gefühl von Freiheit. Dazu gesellt sich dann noch die Freude darüber, wie wenig man eigentlich braucht, um glücklich zu sein.

Und das Beste ist: In Portugal kann man fast überall wild campen und ungestört mit Blick aufs Meer übernachten. Daher ist ein Roadtrip mit Surfboard und Camper für mich die mit Abstand beste Möglichkeit, um ein so vielseitiges Reiseland wie Portugal auf eigene Faust zu erkunden.

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Surfer in Vale Figueiras

Warum zieht es dich auf deinen Surftrips immer wieder nach Portugal?

Was ist dort so besonders?

In Portugal finde ich als Surfer das ganze Jahr über Surfbedingungen vor, die europaweit einfach einmalig sind. Die über 1.000 km lange Atlantikküste bietet zu jeder Jahreszeit gute Wellen und auch die Temperaturen spielen mit, selbst im Winter lässt es sich im Süden des Landes mit dem richtigen Neoprenanzug noch gut im Wasser aushalten.

Auch die Kombi aus Surfen und Roadtrip funktioniert in Portugal wie gesagt sehr gut. Zwar gibt es auch in Spanien und Frankreich schöne Stehplätze in der Nähe von guten Surfspots – so ungezwungen und frei wie in Portugal ist das Wildcampen am Meer in diesen Ländern aber nicht.

Hinzu kommen die günstigen Lebensunterhaltskosten, die wunderschönen Nationalparks und die dünn besiedelte Küste, die meine ausgedehnten Surfurlaube nach Portugal immer wieder so besonders machen.

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Ponta Ruvia

Hast du einen Routenvorschlag für einen Surftrip durch Portugal?

Die Reiseroute für Surfer ist eigentlich glasklar – einfach immer am Meer entlang!

Etwas kniffliger wird es bei den Übernachtungsplätzen, die natürlich immer möglichst nah an den Wellen sein sollen. Einige meiner Lieblingsplätze zum Wildcampen und Surfen verrate ich in diesem Blogbeitrag über meinen letzten Roadtrip nach Portugal.

Genauere Informationen mit allen Details und Geo-Koordinaten der Stehplätze verrate ich dann im Surfguide Portugal.

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Beliche

Wo übernachtest du auf so einem Surftrip?

Ich persönlich übernachte wie gesagt immer im Campervan direkt am Surfspot.

Es gibt aber auch jede Menge Campingplätze in Surfspotnähe, die sich für Surftraveller mit dem Wunsch nach einer warmen Dusche anbieten.

Und wer es noch ein bisschen luxuriöser haben will, der findet in den zahlreichen Portugal Surfcamps oder auch in den vielen günstigen AirBnB-Unterkünften relativ unkompliziert das passende Dach überm Kopf.

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Fischmarkt in Sagres

Was gibt es bei dir unterwegs zu essen?

Das tolle am Surfen ist ja – egal was du kochst, es schmeckt immer doppelt so gut wie im „normalen“ Leben!

Viel Bewegung an der frischen Luft macht hungrig und über einen frango assado (Grillhähnchen) direkt am Strand geht schon mal gar nichts. Keine Ahnung woran es liegt, aber ein auf dem Grill zubereitetes Hähnchen schmeckt in Portugal einfach immer unbeschreiblich gut. Außerdem findest du in nahezu jeder kleineren Ortschaft in Küstennähe einen Fischmarkt, wo die verschiedensten Fischarten und Meeresfrüchte günstig und vor allem super frisch zu haben sind.

Und wer es mit dem selbst kochen nicht so hat, findet in den etlichen Fischrestaurants preiswertes Seafood. Die portugiesische Küche ist nämlich sehr vielfältig und preiswert. In den diversen auf Fischgerichte und Meeresfrüchte spezialisierten Marisqueiras bekommst du viel für dein Geld. Auch die Qualität stimmt fast immer und die Mengen sind so, dass kein Surfer hungrig den Heimweg antreten muss.

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Brandung an den Klippen von Amoreira

Was hören Surfnomaden für Musik?

Hast du einem Vorschlag für eine Surftrip-Playlist?

So unterschiedlich die Wellen, so vielseitig ist auch der Musikgeschmack von Surfnomaden.

Da kann ich also nur für mich selbst sprechen: Auf einem Surftrip durch Portugal darf eine Prise Fado nicht fehlen. Auch die aus Weilheim stammende Band Lali Puna hat einige portugiesische Songs, die ich gerne höre.

Damit es nicht zu melancholisch wird, darf aber auch eine gute Portion World Music nicht fehlen.

Und weil ich für zwei Jahre in Brasilien gelebt habe, sorgen auch Samba, Forró und Pagode in meinem Bulli für gute Stimmung.

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Praia Barranco

Gibt es ein besonderes Erlebnis von einem Surftrip in Portugal, das du gerne mit mir teilen möchtest?

Ein spezielles Erlebnis habe ich gerade nicht parat.

Das Besondere an Portugal sind für mich aber die hippieartigen Kommunen, die sich im Sommer in den temporären Wagenburgen der versteckten Strandbuchten bilden und die kauzigsten Persönlichkeiten aus der ganzen Welt anziehen.

Sich mit ihnen für ein paar Stunden oder Tage zu verbünden und die Schönheit des Lebens zu zelebrieren, ist mir immer wieder eine große Freude. Und natürlich sind da noch die vielen einzigartigen Momente in den Wellen, die aber wahrscheinlich viel zu kitschig klingen würden, wenn ich sie hier in Worte fasse. Das lass ich also mal lieber bleiben 😉

Abends am Lagerfeuer? Morgens in die Wellen?

Wie kann ich mir den typischen “Surftrip-Tag” vorstellen?

Der Klassiker im Surfurlaub ist ja – surf, eat, sleep, repeat.

Klar muss man auch ab und zu für neuen Proviant sorgen oder mit dem Camper an die Zapfsäule fahren, davon mal abgesehen ist es aber das einfache und minimalistische Vanlife, das einen Surftrip in Portugal so magisch werden lässt.

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Julian mit Surfbuddies am Vale Figueiras

Bist du als Surfer an den Spots eher alleine?

Oder triffst du dort auf Gleichgesinnte?

Gibt es eine Surftrip-Community?

Ich fahre eigentlich immer mit meinen Surfbuddies in mehreren Campervans nach Portugal.

Wenn man Lust hat auf Gesellschaft, ist es aber auch als alleinreisender Surfer kein Problem, relativ schnell Anschluss zu finden. Die meisten Surftraveller sind aufgeschlossene Menschen und wenn man für einige Tage an demselben Ort verbringt, bildet sich schnell eine lustige Community.

Schließlich teilen wir alle dieselbe Leidenschaft!

Wie bereitest du dich auf einen Surftrip nach Portugal vor?

Surfen ist ein körperlich anspruchsvoller Sport. Die physische Vorbereitung startet daher schon mehrere Monate vor dem eigentlichen Surftrip.

Um auf dem Surfboard eine gute Figur zu machen, ist ein ganzheitliches Surf Workout unverzichtbar. Neben kräftigenden Fitnessübungen sind dabei auch Elemente aus dem Yoga sehr wichtig, die für die nötige Flexibilität und Dehnung sorgen.

Wer zum allerersten Mal zum Surfen nach Portugal fährt, sollte außerdem schon eine ungefähre Vorstellung davon haben, welche Wellen zum eigenen Surfniveau passen und welche Surfregion sich dafür anbietet. Der Surfguide Portugal ist dafür eine gute Vorbereitung.

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Ponta Ruvia

Kann ich auch als Surf-Anfänger einen Surftrip als “Free Surfer” machen?

Du meinst damit wohl, sich als blutiger Surfanfänger auch ohne Begleitung eines Surfcoaches in die Wellen zu stürzen?

An ruhigen Sommertagen mit kleinen Wellen und wenig Wind mag das noch gut gehen. Sobald es aber etwas rauer wird, würde ich mich als Surfanfänger aber definitiv nicht alleine aufs offene Meer wagen. Dafür ist die Kraft der Wellen einfach zu groß und die Strömungen zu unberechenbar.

Wer vorher noch nie auf einem Surfboard stand und zum ersten Mal in Portugal surfen geht, sollte seinen Surfurlaub daher in jedem Fall in einem Portugal Surfcamp verbringen.

Packliste: Was sollte ich auf den Surftrip mitnehmen?

Fast alle surfrelevanten Dinge, die du in Deutschland bekommst, kannst du dir auch noch vor Ort in Portugal besorgen.

Es macht aber Sinn, sich vor der Abreise einen guten Sunblocker zu holen. Die Preise für gute Sonnencreme sind in Portugal nämlich deutlich höher als hierzulande.

Weitere praktische Surfgadgets, die du für einen Surftrip in Portugal gut gebrauchen kannst, findest du in meiner Packliste Surfurlaub. Dort bekommst du auch noch spezielle Tipps, welche Ressourcen für einen Roadtrip besonders nützlich sind.

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Spot Check am Vale Figueiras

Wo muss ich unbedingt hin?

Welches sind deine Lieblings-Surfspots in Portugal?

Meine Lieblingsregion, um in Portugal surfen zu gehen ist definitiv die Algarve.

Dort habe ich über die Jahre hinweg viele wunderschöne Surf- und Übernachtungsplätze ausgekundschaftet, die sich ohne Ortskenntnis allerdings nicht immer ganz so einfach finden lassen.

Zu meinen Lieblingsplätzen mit guten Wellen gehören beispielsweise die Strandbuchten von Ponta Ruiva und Praia de Vale Figueira. Aber auch der Praia do Barranco ist ein wunderschönes Fleckchen Erde, an dem im Herbst und Winter auch öfter mal eine schöne Welle läuft.

Warum sollte ich den Surfguide für meinen Surftrip nach Portugal kaufen?

Meine Begeisterung für das Surfreiseziel Portugal wollte ich immer schon mit anderen teilen und im Surfguide Portugal ist mir das nun endlich gelungen. Ich möchte damit allen surfbegeisterten Portugal-Reisenden helfen, sich schnell und übersichtlich zu informieren und die typischen (Anfänger-) Fehler zu vermeiden.

Im Surfguide Portugal verrate ich die schönsten Strandbuchten sowohl für Surfanfänger als auch für Intermediates und fortgeschrittene Surfer. Durch die Angabe von Geokoordinaten lassen sich selbst die etwas versteckt gelegenen Surfspots ohne Probleme finden. Auch wer wissen möchte, welcher Monat zum Surfen am besten geeignet ist, findet im Surfguide Portugal die passenden Antworten.

Für die blutigen Surfanfänger stelle ich in dem Guide zudem diverse Surfschulen und Surfcamps vor, die ich persönlich getestet und für gut befunden habe. Als zusätzlichen Bonus bekommst du mit dem Kauf des Surfguide Portugal eine Liste mit Gutscheincodes, die dir für den Aufenthalt in einem Surfcamp oder für die Camper-Miete einen exklusiven Preisnachlass garantieren.

 

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Über Steffi

Mein Name ist Steffi. Zusammen mit meinem Mann Olaf und unserer Hündin Lucy wohne ich in einem ausgebauten LKW mal hier mal da – meistens dort. Bevor ich zum „Leben auf Rädern“ kam, bin ich mit dem Fahrrad gereist. Davor lebte ich in einem Haus, hatte einen ganz normalen Job bei einer Bank  - der ganz normale Wahnsinn... Schnell habe ich festgestellt, dass das nicht alles sein kann. 2002 nahm ich ein Jahr Auszeit und bin so auf den Geschmack gekommen. Seit 2007 bin ich wieder unterwegs und mein Leben hat sich komplett geändert. Folge mir via Feedly und Bloglovin´

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