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Ratgeber Wohnmobil kaufen

Wie du das Wohnmobil findest, das zu dir passt

Alles was du wissen musst: Henning Schünke hilft dir bei der Auswahl des richtigen Wohnmobils. Er sagt dir, was du vor dem Kauf beachten und bedenken solltest.

 

Gastautor Henning Schünke

Du möchtest auch endlich ein Wohnmobil kaufen?

Aber du kannst dich nicht entscheiden, es gibt ja so viele Hersteller, Aufbauformen und Grundrissvarianten?

Dieser Artikel soll eine kleine Hilfestellung geben.

 

Die eigenen Bedürfnisse

Zunächst solltest du deine eigenen Wünsche und Vorstellungen konkretisieren. Dazu hier ein paar Fragen, auf die jeder Leser wahrscheinlich andere Antworten finden wird:

Wie viele Personen fahren mit?

  • Welcher Führerschein ist vorhanden? Auch eventuelle Beifahrer nicht vergessen, schließlich hat jeder, der ab dem 1.1.1999 einen PKW-Führerschein gemacht hat, nur noch die Erlaubnis, damit Fahrzeuge bis 3,5 Tonnen zu bewegen.
  • Welche Reiseziele sind geplant? Ist zum Beispiel auch Wintercamping geplant? Wer das vorhat, braucht ein anderes Mobil, als jemand, der der Sonne hinterherfährt.
  • Willst du eher Städtereisen machen oder zieht es dich mit Sack und Pack hinaus in die Natur?
  • Was muss sonst noch mit? Vom Klappfahrrad über Surfbretter bis zum Quad kannst du alles mitnehmen. Nur wahrscheinlich nicht auf einmal…
  • Gibt es Haustiere? Falls ein Vierbeiner zur Familie gehört, sollte auch dessen Platzbedarf nicht vergessen werden.
  • Wie lange willst du unterwegs sein? Soll das Wohnmobil vielleicht sogar die Wohnung ersetzen?

Sicherlich gibt es noch mehr Fragen, die du dir stellen kannst. Sei dir aber immer bewusst, dass jedes Wohnmobil ein Kompromiss ist. Wenn du zum Beispiel ein kompaktes, wendiges Mobil für Städtereisen suchst, dass auch noch groß genug ist für eine fünfköpfige Familie, dann grenzt das an die Quadratur des Kreises.

Die Grenzen der mobilen Freiheit

In diesem Abschnitt soll es nicht um Parkverbote und sonstige Vorschriften gehen, sondern um die technischen Grenzen, denen die Fahrzeuge unterliegen. Die wichtigste dabei ist das zulässige Gesamtgewicht.

Die Problematik der 3,5-Tonnen-Grenze wurde ja schon bei der Frage nach den vorhandenen Führerscheinen der Mitfahrer gestreift. Durch den EU-Führerschein mit der Klasse B, die nur noch zum Führen von Fahrzeugen bis 3,5 Tonnen berechtigt, hat sich die Problematik verschärft und wird sich weiter verschärfen, wenn die Jahrgänge mit diesem Führerschein zum Wohnmobilkauf drängen.

Zuladung

Die Hersteller ringen ständig mit der Zuladung. Das wird deutlich bei der Angabe der Masse im fahrbereiten Zustand. Diese ist nach § 42 Abs. 3 StVZO (Straßenverkehrszulassungsordnung) genau festgelegt. Demnach müssen zum Beispiel der Kraftstofftank zu 90% und alle Frischwassertanks zu 100% gefüllt sein. Auch sollen alle zum Betrieb des Fahrzeugs notwendigen Ausrüstungsteile mit gewogen werden, also Ersatzrad, Werkzeug, Wagenheber und Feuerlöscher. Ein Norm-Fahrer kommt mit 75kg noch dazu.

Bei vielen der Hochglanzprospekte wird aber, wenn überhaupt, nur ganz verschämt angegeben, dass bei der Ermittlung einer Zuladung von sagenhaften 400kg die Frischwassertanks nur zu 20% gefüllt waren und im Tank gerade noch genug Diesel war, um zur Waage zu fahren.

Angaben zur Masse im fahrbereiten Zustand und zur Zuladung solltest du immer sehr genau überprüfen. Am besten hilft es, selbst mit dem Wunschmobil auf eine Waage zu fahren.

Um abschätzen zu können, wie viel Zuladung benötigt wird, hilft es natürlich, alles zu wiegen, was man gerne dabei hätte. Es gibt aber auch die DIN EN 1646-2, welche dafür eine pauschale Berechnungsformel angibt. Die verbleibende Zuladung wird ja in der Regel aufgefüllt mit den Mitreisenden und deren persönlicher Ausrüstung.

Dafür bietet die oben genannte Norm diese Formel:

  • Masse der persönlichen Ausrüstung = 10kg x N + 10kg x L

N steht dabei für die Anzahl der Personen und L für die Länge des Fahrzeugs in Metern.

Bei einem der üblichen Wohnmobilangebote ergeben sich folgende Zahlen:

Zulässiges Gesamtgewicht: 3.500kg
Masse im fahrbereiten Zustand: 3.200kg (dabei ist zu klären, wieweit die Tanks bei der Ermittlung dieses Gewichts tatsächlich gefüllt waren)
Länge: 6,80m, also Faktor L = 6,8
Zugelassen für vier Personen, also Faktor N = 4
Zuladung: 300kg

Wer sich ein wenig bei Wohnmobilhändlern umsieht, wird schnell merken, dass dieses fiktive Mobil gar nicht so weit von der Realität entfernt ist.

Nach der obigen Formel ergibt sich für das Gepäck der Reisenden

4 x 10kg + 6,8m x 10kg = 108kg

Dabei ist aber, außer dem Fahrer, noch kein weiterer Urlauber eingestiegen.

Man nimmt pro Person 75 kg an. Das mag bei leicht übergewichtigen Eltern mit zwei kleinen Kindern auch passen. Nachdem Papa im Auto sitzt und alles eingeladen wurde, hat das Mobil noch 192 kg Zuladung. Drei Personen zu je 75kg wiegen aber schon mal 225kg. Das wären 33kg zuviel, bei 3.500kg Gesamtgewicht knapp ein Prozent Überladung. Soll jetzt noch eine Markise ans Auto, eine Satellitenschüssel aufs Dach und vier Fahrräder an den Heckträger, müsste mindestens einer der Reisenden zu Hause bleiben.

Zusätzlich wird die mobile Freiheit durch die Kapazität der mitzunehmenden Vorräte an Wasser und Gas begrenzt, die neben Volumen auch die knappe Zuladung beanspruchen. Die mögliche Zuladung ist also bei allen Mobilen, allen Aufbauformen und allen Grundrissen ein wichtiger Faktor, den du berücksichtigen musst.

Auch andere menschliche Bedürfnisse gilt es im Wohnmobil zu befriedigen. Dafür sind von den Herstellern Kassettentoiletten oder solche mit Festtanks eingebaut worden. Die Kassetten haben ein Volumen von 17 bis maximal 20 Litern und können bei mehreren Reisenden, die im Mobil die Toilette benutzen, schon nach einem Tag voll sein. Abhilfe schafft da ein fest eingebauter Fäkalientank, welcher oft nur bei teureren Oberklassemobilen zu finden ist oder die Mitnahme einer zusätzlichen Kassette, welche aber auch wieder etwas wiegt, vor allem, wenn sie voll ist.

Ein paar Grundsätze

Auch das hier Gesagte gilt für alle Aufbauformen und Grundrisse und beschreibt aus der Erfahrung gewonnene Anforderungen, die das Wunschmobil erfüllen sollte, um praxistauglich zu sein.

  • Immer ein Sitzplatz mehr, als Leute mitfahren: Das vermeidet Gedrängel und schafft vielleicht auch den nötigen Rückzugsraum für einzelne, besonders an verregneten Tagen, die alle gemeinsam im Mobil verbringen.
  • 20 Liter Wasser pro Person und Tag: Will jeder Mitreisende jeden Tag duschen, sollte man noch 10 Liter mehr einplanen. Auch dann sind alle zu sparsamem Umgang mit Wasser anzuhalten. Bei laufendem Wasserhahn Zähne putzen, wie man es vielleicht im Haus gewöhnt war, geht jetzt nicht mehr.
  • Um 30kg/PS machen Spaß, ab 40kg/PS wird es zäh: Dieser Grundsatz ist vor allem für die wichtig, denen viel an dem zweiten Teil des Wortes Wohnmobil gelegen ist, an der Mobilität. Als Vergleichsgröße ziehe ich hier das Leistungsgewicht heran, also das allgegenwärtige Gesamtgewicht geteilt durch die Motorleistung. Kommt dabei ein Wert von um die 30kg/PS heraus, wirst du an Autobahnsteigungen meistens ein Tempo von um die 90 km/h einhalten können. Natürlich kommt man auch mit einem Leistungsgewicht von 50kg/PS überall hin, nur eben etwas langsamer. Das Leistungsgewicht macht unterschiedliche Aufbauten und Motorisierungen besser vergleichbar.
  • Der Antrieb sollte auf der Achse sein, die das meiste Gewicht trägt: Diesen Grundsatz einzuhalten wird dir am Markt nicht leicht gemacht. Die große Mehrheit aller Wohnmobile rollt auf dem Fiat Ducato daher und der hat nun einmal Frontantrieb. Dabei liegt das Gewicht des Aufbaus zum größten Teil auf der Hinterachse. Deshalb wird, zum Beispiel auf einer nassen Wiese, ein Wohnmobil mit Frontantrieb eher zu durchdrehenden Rädern neigen, als eines mit Heckantrieb, wobei man sich natürlich auch mit Heckantrieb so richtig festfahren kann. Mobile mit Allradantrieb kommen da immer noch ein gutes Stück weiter. Die sind aber selten, teuer und der Allradantrieb muss immer mitgeschleppt und vom Motor in Bewegung gehalten werden, auch wenn er gar nicht gebraucht wird, was zusätzlichen Treibstoff kostet. Wenn du als Ziele die Wüsten dieser Erde oder eine Fernreise planst, ist ein Allradmobil die richtige Wahl.

Verschiedene Aufbauformen

Alkoven

Das klassische Wohnmobil, dessen charakteristische Form auch Eingang in die Beschilderung gefunden hat, ist sicher das Alkovenmobil.

Wohnmobil Kaufen Ratgeber: Alkoven Wohnmobile
Hier ein großes Alkovenmobil der Firma Phoenix.

 

Vorteile Alkoven

Der Alkoven bietet in der Regel ein großes Doppelbett mit einer lichten Höhe von 60cm und mehr über der Matratze. Zwei Schlafplätze sind damit also schon ohne Umbauen gesichert. Allerdings können die Betten meistens nur über eine Leiter erklommen werden. Für Familien mit Kindern kann der Alkoven eine gute Schlaf- und Spielhöhle für die lieben Kleinen sein, man sollte nur an eine Absturzsicherung denken.

Viele Alkovenmobile haben auch den Vorteil, dass man das schlecht isolierte Fahrerhaus mit einer festen Wand und einer Tür zum Wohnraum hin abschotten kann. So bleibt im Winter die Kälte und im Sommer die Hitze draußen.

Wer allein oder zu zweit reist und sich mit der Kletterei in den Alkoven anfreunden kann, der ist mit einem Grundriss mit Hecksitzgruppe gut bedient. Da hat man hinten genug Platz zum Sitzen, auch mit Besuch, oder das Eignerpaar kann es sich zum Lesen oder Fernsehen hinten mit ausgetreckten Beinen bequem machen. Im mittleren Bereich ist dann genug Platz für eine geräumige Küche und ein Bad mit sinnvollen Abmessungen.

Familien mit mehr als zwei Kindern werden am ehesten unter Alkovenmobilen Grundrisse mit genügend Sitz- und Schlafplätzen finden.

Nachteile Alkoven

Natürlich sollen auch die Nachteile eines Alkovens nicht verschwiegen werden.

Das Fahrzeug wird immer recht hoch sein, unterhalb von 3,20m Höhe wird wenig zu machen sein.

Der Alkoven ist für den Fahrer nur schlecht einzusehen und du kannst leicht damit bei engen Ortsdurchfahrten an Regenrinnen oder Balkonen hängen bleiben.

Durch die zerklüftete Front ergibt sich ein höherer Luftwiderstand und damit ein erhöhter Kraftstoffverbrauch gegenüber vergleichbaren Mobilen mit anderen Aufbauformen.

Ältere Alkovenmobile haben oft ein Fenster in der Alkovenfront. Dieses wird, weil es immer dem Fahrtwind ausgesetzt ist, schnell undicht und kann teure Reparaturen nach sich ziehen.

Empfehlung: Ein Alkovenmobil eignet sich für Familien mit Kindern und für alle, die zu jeder Jahreszeit viel Zeit in und mit dem Mobil verbringen wollen. Günstige Alkovenmobile sind neu ab etwa 40.000 Euro zu haben.

Integrierte Wohnmobile

Von der Fachpresse werden sie gerne als die Königsklasse bezeichnet: Integrierte.

 

Wohnmobil Kaufen Ratgeber: Integrierte Wohnmobile
Hier als Beispiel ein Flair von Niesmann und Bischoff.

 

Vorteile Integrierte

Auffälligstes äußeres Merkmal ist der Wegfall des Originalfahrerhauses, wie es bei allen anderen Aufbauformen erhalten bleibt. Das bietet natürlich eine Optik aus einem Guss und durch die große Frontscheibe eine gute Aussicht. Diese Aussicht und das Raumgefühl ist es denn auch, was am meisten von Fahrern eines Integrierten gelobt wird. Dazu kommt die etwas windschnittigere Form, welche gegenüber vergleichbaren Alkovenmobilen zu einer Kraftstoffersparnis führen kann.

Integriert bedeutet auch, dass die Sitze des Fahrerhauses drehbar sind und damit zum Wohnraum gehören. Daraus ergibt sich für die große Masse der Integrierten ein Grundriss mit Sitzgruppe vorn, Küche und Bad in der Mitte und einem festen Bett im Heck.

Das Fahrerhaus eines Integrierten ist in der Regel besser isoliert, als die Oringinalfahrerhäuser der Basisfahrzeuge, wie sie bei allen anderen Aufbauformen erhalten bleiben. Bei Mobilen aus der Oberklasse gibt es sogar isolierte Seitenscheiben im Fahrerhaus. Aber aus Sicherheitsgründen sind die Frontscheiben immer Verbundglas ohne besondere Isolationswirkung.

Nachteile Integrierte

Damit wären wir auch schon bei den Nachteilen, welche natürlich auch die sogenannte „Königsklasse“ zu bieten hat.

Die nicht isolierte Frontscheibe ist immer Teil des Wohnraums und sie muss durch Isomatten, am besten von außen, isoliert werden, wodurch die schöne Aussicht natürlich verschwunden ist.

Wo im Winter die Kälte herein kommt, wird im Sommer auch die Hitze einen Weg finden, also muss man bei einem Integrierten höheren Aufwand zur Beheizung und Kühlung treiben, als bei einem vergleichbaren Alkoven. Der Energiebedarf für Heizung und Kühlung wird also höher sein.

Sollen mehr als zwei Schlafplätze angeboten werden, gibt es im Integrierten oft ein Hubbett über dem Fahrerhaus. Ist das heruntergelassen, sind die Sitze dort nicht mehr zu benutzen. Außerdem ist so ein Hubbett schlechter zu belüften, als beispielsweise ein Alkoven. Im Hubbett steht vielleicht nur eine Dachluke als Lüftung zur Verfügung, während es beim Alkoven links und rechts kleine Fenster gibt, die vom Bett aus zu öffnen sind. Auch im Winter wird das Hubbett hinter der unisolierten Frontscheibe schlecht zu beheizen sein.

Durch den Wegfall des Originalfahrerhauses haben Integrierte nur ganz selten eine Beifahrertür und manche auch keine Fahrertür. Das mag als Schutz vor Einbrechern vorteilhaft sein, kann aber in der Praxis auch nerven, wenn man an der Tankstelle immer durch den Wohnraum laufen muss.

Auch die Originalmotorhaube ist ja nicht mehr da. Meist ist die Motorhaube, die der Aufbauhersteller dem Fahrzeug spendiert, sehr viel kleiner und macht manche Wartungsarbeiten aufwendiger und damit teurer.

Der Ersatz der Windschutzscheibe bei einem Schaden kann auch richtig ins Geld gehen. Diese ist oft eine Sonderanfertigung, denn man kann ja nicht mehr einfach ins Teileregal von Fiat, Iveco oder Mercedes greifen.

Empfehlung: Ein Integrierter eignet sich für Paare, die nur gelegentlich mit mehr Personen auf Reisen gehen und die auch viel Zeit im Mobil verbringen wollen, vorwiegend in gemäßigten Breiten. Preise für neue integrierte Wohnmobile beginnen etwa bei 60.000 Euro.

Teilintegrierte

Anscheinend erfreuen sie sich zunehmender Beliebtheit, diese Zwitter aus Alkoven und Integriertem: Teilintegrierte

 

Wohnmobil Kaufen Ratgeber: Teilintegrierte Wohnmobile
Hier ein Modell von Dethleffs.

 

Vorteile Teilintegrierte

Bei dieser Aufbauform bleibt das Originalfahrerhaus erhalten, statt eines voluminösen Alkovens kommt nur eine flache Hutze darauf. Das bedeutet eine niedrigere Bauform, einen günstigeren Luftwiderstand und damit geringeren Kraftstoffverbrauch, als bei einem vergleichbaren Alkovenmobil.

Durch die Einbeziehung des Fahrerhauses in den Wohnraum ergibt sich auch hier wieder die weit verbreitete Grundrissvariante mit der Sitzgruppe vorn, Küche und Bad in der Mitte und einem festen Bett im Heck. Für mehr als zwei Schlafplätze ist meistens ein Hubbett erforderlich mit allen schon beim Integrierten erwähnten Nachteilen.

Nachteile Teilintegrierte
Nachteil eines Teilintegrierten ist das meist schlecht isolierte Originalfahrerhaus als Teil des Wohnraums. Der Aufwand für Heizung oder Kühlung wird hier noch höher sein, als bei einem vergleichbaren Integrierten, denn hier ist nicht nur die Frontscheibe unisoliert, sondern das gesamte Blechfahrerhaus als Teil des Wohnraums.

Empfehlung: Teilintegrierte eignen sich für Paare die nur gelegentlich mit mehr Personen reisen und mehr Wert auf Fahren, als auf den Aufenthalt im Mobil legen. Preise für neue Teilintegrierte beginnen, ähnlich wie bei Alkoven, um die 40.000 Euro.

Kastenwagen

Kompakt, wendig und flexibel. Das zeichnet Kastenwagen aus.

 

Wohnmobil kaufen Ratgeber: Kastenwagen
Hier ein Modell der Firma Pössl.

 

Bei Kastenwagen bleibt die Originalkarosserie des Kleintransporters erhalten, inklusive der Schiebetür und den Hecktüren oder einer Heckklappe. Oft setzt der Ausbauer ein Hochdach darauf oder auch bei kleinen Campingbussen ein Aufstelldach. Sollte es für dich wichtig sein, dass das neue Wohnmobil auch in eine Tiefgarage passt, dann ist so ein Campingbus mit Aufstelldach die einzige Alternative.

Vorteile Kastenwagen
Viele Kastenwagen sind in der Grundfläche kaum größer als eine ausgewachsene Familienlimousine und können unter Umständen den PKW komplett ersetzen. Je nach Grundriss sind sie flexibel genug, um beispielsweise bei einem Umzug die Möbel zu transportieren. Auch in der Stadt schlägt sich ein kompakter Kastenwagen besser, als die oben vorgestellten Wohnmobile. Denke nur einmal daran, dass Handwerker dieselben Autos nutzen, um zu ihren Kunden zu fahren.

Nachteile Kastenwagen
Kompakte Aussenmaße bedeuten natürlich, dass so ein Kastenwagen innen kein Raumwunder sein kann. Mehr als zwei Personen können nur in wenigen Modellen bequem reisen und wohnen. Durch die Blechkarosse rundherum ist auch die Isolierung bei ausgebauten Kastenwagen schlechter, als bei den oben vorgestellten Wohnmobiltypen. Für die Heizung im Winter wirst du mehr Energie aufwenden müssen, als bei allen vergleichbaren Typen.

Empfehlung: Kastenwagen eignen sich für Paare, die mehr Wert aufs Fahren legen und auch auf engen Straßen unterwegs sein wollen, vorwiegend in gemäßigten Breiten. Die Preise für Kastenwagen beginnen bei etwa 40.000 Euro.

Fazit

Das „beste“ Wohnmobil gibt es nicht. Es gibt nur solche, die besser oder schlechter zu deinen eigenen Ansprüchen passen.

Darum solltest du dir vor dem Kauf klar werden, was du willst. Schließlich ist so ein Wohnmobil keine kleine Anschaffung. Es bietet aber auch eine Menge Nutzen für das investierte Geld.

Bei der Suche nach dem Wunschmobil solltest du nichts überstürzen und dir auch solche Angebote ansehen, die vielleicht nicht 100% in dein Beuteschema passen.

Es ist auch immer eine gute Idee, das Wunschmobil zuerst zu mieten und in ein paar Tagen des Bewohnens und Herumreisens herauszufinden, ob das Auto tatsächlich deinen Vorstellungen entspricht.

Wenn alles passt, wirst du lange Spaß daran haben.

Gruß
Henning

 

Du möchtest noch mehr zum passenden Reisefahrzeug erfahren? Dann schau doch mal hier

 

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Über Gastautor Henning Schünke

Mein Name ist Henning Schünke. Seit 1992 fahre ich Wohnmobile und lebe seit 2013 ganzjährig darin. Wie es dazu kam und mein tägliches Leben “auf der Straße” kannst du in meinem Blog Leben unterwegs verfolgen.

6 comments

  1. Debora Müller

    Das Foto sagt mir: als erstes einen Berg buddeln 😉

  2. Ihr habt noch paar Wohnmobilformen vergessen : den Wohnbus und den Wohn-LKW. Die gibt es zugegebenermaßen recht selten, dafür sind sie aber nicht weniger interessant : keine Zuladungsproblematik, viel Platz und Raumgefühl sondergleichen. Fahrkomfort und Zuverlässigkeit sind auch besser als bei den “kleinen”.
    Nachteil : fast nur im Selbstausbau bezahlbar und allgemein höhere Betriebskosten. Schutzbrief nur mit Beziehungen, Platzbedarfs beim Abstellen und auf dem Campingplatz, den man allerdings eigentlich nicht mehr benötigt.

  3. Marjan Herlic

    das richtige Womo findet DICH

  4. Wolfgang Krey

    Hallo,
    zum Thema Wohnmobile, insbesondere Alkovemobile, noch eine Anmerkung.
    Der ADAC schützt, d.h. schleppt nur Wohnmobile bis zu einer Höhe von 3,20m einschließlich Ladung und einer zulässigen Gesamtmasse bis 7500 kg ab.

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