Ende der Welt

In Spanien wird das Ende der Welt „Finisterra“ genannt und es befindet sich in Galicien, wo tief ins Landesinnere eingeschnittene Fjorde die Landschaft der Atlantikküste bestimmen.

Der Küstenabschnitt, der schließlich ins Kap „Cabo Fisterra“ mündet, nennt sich „Costa da Morte“. An ihren zerklüfteten Küsten sind schon Hunderte Schiffe zerschellt. Die Römer gaben dem Ort seinen Namen: Finis Terrae – Ende der Welt.

 

Das portugiesische Pendant um Süden ist das Kap „Cabo de São Vicente“. Auch hier ist die Natur von wilder Schönheit, vielleicht nicht ganz so spektakulär wie an der Todesküste in Spanien. Natürlich waren die Römer hier auch schon. Sie gaben dem Kap den Namen. Promotorium Sacrum – Heiliges Vorgebirge. Denn sie nahmen an, dass es ein Sitz der Götter ist.

 

Das Kap „Cabo de São Vicente“ ist der südwestlichste Punkt des europäischen Kontinents und galt bei den Menschen für lange Zeit als das Ende der Welt. Denn niemand wusste (mehr), ob hinter dem brodelnden Ozean noch etwas anderes war, als Seeungeheuer und der sichere Tod.

 

Ein Leuchtturm steht auf der finalen Klippe, früher eine Festung und noch früher ein Kloster (es war ja ein heiliger Ort, zu dem die Menschen pilgerten) und davor wohnten die Götter an diesem Ort (wenn sie es nicht immer noch tun).

 

Am Ende der Welt war heute nicht viel los. Der Leuchtturm stand bewegungslos da, ein paar verrammelte Imbisswagen schaukelten im Wind und Angler – viele Angler – hielten ihre Schnüre ins 60 Meter weiter unten wogende Wasser.

Auch die Straße, die uns herführte, war kaum befahren. Kein Baum, kein Strauch, kein Haus nimmt die Sicht: Felsen und Meer mehr gab es nicht am Ende der Welt.

 

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