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Über Inspiration, Yoga, Backpacking und den Komfort beim Vanlife

Über Inspiration, Yoga, Backpacking und den Komfort beim Vanlife

Cales´ Blog verfolge ich, seit dem er mit seiner Freundin Cindy im Winter 2016 mit einem Düdo in den Süden gezogen ist. Nun sind die beiden wieder da. Und es gibt viel zu erzählen. Daher freue ich mich sehr, dass Cale hier nun von der Reise und seinen Eindrücken berichtet.

 

Ich bin Cale, ein freiheitsliebender und passionierter Low-Budget-Reisender. Ich liebe Unkonventionalität und Alternativen zu gängigen Lebensstilen, Gedanken und Philosophien.

Seit einigen Jahren reise ich, vorrangig mit Rucksack auf dem Rücken und dem Daumen als kostenloses Fahrtticket. Im letzten Sommer habe ich mir gemeinsam mit meiner Freundin Cindy einen bereits ausgebauten Mercedes L407D (“Düdo”) gekauft, und mich einem Großteil meiner materiellen “Besitztümer” entledigt. Seitdem ist das auf den Namen Eddie getaufte Fahrzeug unser Zuhause, mit dem wir den Winter in Marokko, Spanien und Portugal verbracht haben.

Da Cindy und ich weiterführend unterschiedliche Lebensweisen und -visionen verfolgen, reisen wir mittlerweile nicht mehr zusammen. Stattdessen hat sich seit Marokko mein vierbeiniger Freund Shanti angeschlossen, mit dem ich mir nunmehr den 12qm Lebensraum teile.

Im Herzen immer noch ein leidenschaftlicher Backpacker, empfinde ich das Leben im Van eher als Luxus und Komfort, und nicht als Verzicht.

Mein zentrales Leitmotiv beim Reisen ist Inspiration: Zum einen finde ich in den neuen Menschen, Kulturen und Naturen Inspiration für mich und meine Lebenssituation, zum anderen möchte ich möglichst viele Menschen zum Nachdenken anregen und einem alternativen, glücklicheren Leben inspirieren. Das gelingt mir mit philosophischen Auseinandersetzungen, dem Vorleben einer alternativen Lebensweise sowie dem Yoga-Unterricht, den ich kostenlos bzw. auf Spendenbasis anbiete.

Unter inspiritana.org betreibe ich einen Reiseblog und ein Portal, auf dem ich mich philosophisch und intellektuell mit verschiedenen Fragen des Lebens beschäftige. Ich möchte zum Nachdenken anregen und zu einem freieren, glücklicheren Leben inspirieren.

 

Yoga auf Reisen

Yoga – dein erster Blogartikel handelt von Yoga. In deinem wohl letzten Artikel zu eurer Reise,  geht es ebenfalls um Yoga und um Meditation. Welche Rolle spielen Yoga und Meditation in deinem Leben. Wie wirkt sich beides auf deine Reise aus?

Wenn wir im Westen das Wort “Yoga” verwenden, bezeichnen wir damit in der Regel die physischen Übungen, auch Asanas genannt. Diese sind jedoch nur ein (vergleichsweise kleiner) Teil vom Yoga, das selbst als praktische Lebensphilosophie verstanden werden kann, die sich durch jede Sekunde des Lebens zieht. Tatsächlich ist Meditation die Essenz von Yoga und ungemein wichtiger als die körperlichen Übungen.

Die Yoga-Praxis hat mich und alle Umstände meiner Lebenssituation verändert: Heutzutage bin ich zufriedener, glücklicher, friedlicher und verständnisvoller geworden. Äußere Umstände (wie Wetter, soziales Umfeld oder Essen) haben einen geringeren Einfluss auf mein seelisches Wohlbefinden. Die Unbedeutsamkeit vergänglicher Gedanken, Emotionen und Lebensumstände wird mir genauso immer bewusster wie die Schönheit und Bedeutung der essenziellen Lebenskraft, die alles Existente durchzieht.

Darüber hinaus ist mein Körper durch die Asana-Übungen auch deutlich flexibler, fitter und gesünder geworden. Ich fühle mich also nicht nur mental, sondern auch physisch lebendiger.

Diese Veränderungen sind weitreichend und setzen im Innersten des Menschen an. Von daher hat das natürlich Einfluss auf alles, was ich tue – auch auf das Reisen. Die Spontanität, Zuversichtlichkeit und Offenheit für Neues, die ein Reisender zumeist erfährt, harmoniert optimal mit dem Vertrauen ins Leben und das Universum.

 

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Du bist mit deiner Freundin Cindy in diesem Winter im “fahrenden Haus” in den Süden gefahren. Ihr habt dafür extra einen Bus gekauft. So wie ich gelesen haben, seid ihr gleich mit Sack und Pack eingezogen, habt sogar eure Wohnung gekündigt.

Wie kam es zu dieser Entscheidung? Und wo lag dabei die größte Herausforderung?

Das ist richtig. Wir haben unsere Wohnung aufgegeben und sämtliche materielle Reichtümer über Bord geworfen, die wir als unnötig erachtet haben. Dass wir dies tun würden, sobald Cindy mit ihrem Studium fertig sein wird, stand für uns schon seit einigen Jahren fest – die Idee des Camper-Lebens ist hingegen vergleichsweise neu.

Lange Zeit war unser Plan, wieder mit dem Rucksack um die Welt zu ziehen. Wir mögen das Ungewisse und sind gerne ungebunden. Mit weniger Materiellem auszukommen, macht das Leben für mich interessanter und spannender.

Aus verschiedenen Gründen haben wir uns dann aber doch von Rucksack auf Camper umentschieden. Jedoch möchte ich betonen, dass wir den Bus nicht „extra gekauft“ haben, um in den Süden zu fahren. In den Süden wären wir so oder so gereist – die Frage war nur, wie.

Die größte Herausforderung lag tatsächlich bei der Suche des Fahrzeugs. Ich hatte genaue Vorstellungen, was ich möchte – das zu bekommen, war und ist bei der aktuellen Marktlage kein Leichtes.

Seitdem wir den Bus haben, läuft aber alles wie geschmiert. 😉

 

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Bevor eure Reise begann habt ihr schon ein paar Wochen im Bus gewohnt.

War es für euch das erste Mal? Was hat euch dabei am meisten überrascht? Was habt ihr vermisst?

Wir haben vor einigen Jahren schon mal für drei Monate im Laderaum eines Caddys gelebt. Aufgrund des enormen Größenunterschieds war das aber eine ganz andere Erfahrung. Von daher ist das Leben in einem Camper für uns schon Neuland gewesen.

Am meisten hat mich wohl überrascht, wie komfortabel das Leben in so einem Fahrzeug (mit Wasser, Herd, Holzofen, festem Bett und großem Stauraum) ist. Im Vergleich zum Leben aus dem Rucksack scheint alles so einfach und unkompliziert.

Aus dieser Empfindung heraus habe ich tatsächlich auch am meisten die Simplizität vom Backpacking vermisst. Mittlerweile habe ich mich ganz gut an den Komfort des Camper-Lebens gewöhnt, vermisse aber auch heute noch das Abenteuer und die Ungewissheit des Rucksackreisens.

 

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Ihr habt den Bus selbst ausgebaut? Was gefällt dir daran am besten? Was würdest du das nächste Mal anders machen? Zeigst du uns ein paar Fotos?

Großteile des Innenausbaus waren tatsächlich schon vorhanden, als wir den Bus erworben haben. Dazu gehören das Bett, die wunderschöne Küche aus Naturholz, das große Dachfenster und der Holzofen. Wir haben hingegen die Sitzbank-Stauraum-Kombi sowie die Stromversorgung, und zuletzt in Marokko den Dachgepäckträger ergänzt.

Am besten gefällt mir an dem Ausbau, dass Holz und Naturmaterialien dominieren und so ein angenehmes gesundes Wohnambiente herrscht. Auch dass das das Meiste mit recycelten Materialien und einfachen Mitteln gebaut wurde, mag ich sehr. Simpel und kreativ.

Wenn ich einen Bus von Grund auf selbst ausbauen würde, würde ich die Innenausstattung noch deutlich simpler halten: Eine riesige Liegefläche und eine kleine Küchenzeile mit mobilem Camping-Herd würden mir vollkommen genügen.

Übrigens: Auf meinem Blog stelle ich euch den Innenausbau des Campers im Detail mit zahlreichen Bildern vor.

 

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Dieses tolle Bild ist von Christie @ Philipp und Christie reisen in die Freiheit!

Wohin hat eure Reise euch geführt – geografisch gesehen?

Die letzte Reise von Oktober ’16 bis Juni ’17 hat uns über Frankreich quer durch Spanien nach Marokko geführt, wo wir in drei Monaten rund 4.000 Kilometer zurückgelegt haben.

Wir sind die Mittelmeerküste nach Osten gefolgt und haben uns dann in der von Touristen weitgehend gemiedenen Gegend im Grenzbereich zu Algerien gen Süden nach Figuig geschlängelt.

Von dort aus ging es über die Merzouga-Wüste nach Ouarzazate und Agadir, weiter in den Süden bis zum Plage Blanche und dann die typische „Touri-Route“ über Essaouira und Marrakesch zurück in den Norden.

Danach haben wir einige Wochen im Süden Portugals verbracht und den Rest unserer Reise in Nordspanien gelebt, bevor es wieder quer durch Frankreich zurückging.

 

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Gibt es ein besonderes Erlebnis eurer Reise, von dem du hier berichten kannst?

Tatsächlich haben wir so viele besondere Erfahrungen gemacht, dass es schwer ist, sich für eine zu entscheiden.

Am tiefgehensten hat mich aber wohl eine spirituelle Lebenserfahrung beeinflusst, die ich in einer Zeit enormer Bewusstheit gemacht habe. Stattgefunden hat das Ereignis im Rahmen der Heimreise durch Frankreich, in der ich sehr viel Zeit für mich alleine hatte und ich von sommerlichem Wetter und wunderschöner Natur verwöhnt wurde. In diesen Tagen habe ich mich rohköstlich sehr gesund und einfach ernährt, und meine tägliche Routine war von ca. drei Stunden Yoga-Asana-Praxis und mehreren Meditationssitzungen geprägt.

An einem Abend saß ich nach Sonnenuntergang auf dem Bett im Bus, die Hintertüren zum stillen See geöffnet, auf dem das orange-rote Lichtspiel der untergehenden Sonne reflektierte. Physisch gesehen habe ich nichts getan, außer der Stille zu lauschen und mir das Schauspiel der Natur anzusehen. Währenddessen wurde das Gefühl tiefer Zufriedenheit und Liebe immer präsenter in meinem Körper und Geist. Der Verstand wurde still, während jede Zelle meines Körpers vor Energie vibrierte und mit den Zellen der Bäume, der Luft, des Wassers und allem, was mich umgab, zu einer Einheit verschmelzte.

Ich war losgelöst von jeglichen Sorgen und fand in allem, was ich wahrnahm, gleichermaßen Frieden und Harmonie. Der Höhepunkt dieser Empfindung zog sich etwa eine halbe Stunde lang, aber auch an den Tagen danach und davor war ich überaus glücklich und zufrieden mit jeder Lebenssituation, in der ich war: Ob ich im lärmenden Autostau stand oder ein erfrischendes Bad im See genommen habe – ich war durch und durch glücklich.

In dieser Zeit hat sich vieles praktisch als Wahrheit herausgestellt, an das ich zuvor nur aus intellektueller Überlegung geglaubt habe. Das weiter auszuführen, würde den Rahmen dieses Artikels sprengen. In jedem Fall hat mich diese Erfahrung entscheidend verändert.

 

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Es gibt die Rubrik: Reisen ohne Geld auf deinem Blog.

Wo wir gleich ein weiteres interessantes Thema haben: Wie finanzierst du deine Reisen?

Hauptsächlich verdiene ich mein Geld als freiberuflicher Autor und Lektor für ein deutsches Online-Magazin. Hier arbeite ich im Home-Office – wann ich will, und so viel ich will.

Darüber hinaus biete ich Yoga-Unterricht auf Spendenbasis an, wann immer Interesse besteht. Gelegentlich bedanken sich die Schüler neben Sachspenden auch mit kleinen finanziellen Beträgen. Auch über meine Website erhalte ich (relativ selten) Spenden meiner Leser.

Außerdem versuche ich mich neuerdings als Warenhändler im kleinen Stil: So habe ich letzten Winter einige Teppiche, Wohn- und Dekogegenstände sowie Schmuck und Kleidung aus Marokko mitgebracht, die ich in Europa gewinnbringend weiterverkaufe.

Insgesamt basiert meine finanzielle Absicherung also auf möglichst vielen Standbeinen. Und für die Zukunft habe ich noch zahlreiche Ideen, um weitere mögliche Einnahmequellen zu generieren. Generell beruht meine Überlebensstrategie aber auf Sparen als auf Geld verdienen.

Übrigens: Da mir diese Frage enorm häufig gestellt wird, habe ich zu diesem Thema auch einen ausführlichen Blog-Beitrag verfasst.

 

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Hast du ein paar Tipps zum Reisen ohne Geld?

Unzählige! Zu diesem Thema könnte ich ein ganzes Buch verfassen. An dieser Stelle versuche ich aber, mich knapp zu halten:

Lebensmittel lassen sich in unserer Wohlstandsgesellschaft in bester Quantität und Qualität aus den Supermarkt-Containern fischen. Aber auch die Natur hat unglaublich viel zu bieten.

Übernachtungen sind für mich keine Ausgabequelle: Wenn ich ohne Camper unterwegs bin, schlafe ich im Zelt, in Höhlen oder schlichtweg auf dem Boden. Auch Couchsurfing oder Wwoofing ist eine tolle Alternative.

Von A nach B komme ich – ohne Auto – komplett kostenlos, indem ich trampe. Das geht nicht nur super gut und schnell(er als mit meinem 72-PS-Vehikel), sondern macht auch ungemein viel Spaß. Wandern oder Radfahren ist natürlich eine lohnenswerte Option, die auch der Gesundheit zuträglich sein kann. Wenn ich hingegen mit dem Düdo unterwegs bin, setze ich auf recyceltes Frittenöl, das ich mit Diesel mische.

Darüber hinaus lässt sich praktisch an jeder Ecke und Kante sparen, wenn man zum einen kreativ und offen für Neues ist, und zum anderen seine Ansprüche anpasst. Anstatt Geld für eine Waschmachine zu zahlen, wasche ich meine Kleider einfach mit klarem Flusswasser. Meine Haare schneide ich selber, und wenn Kleidung beschädigt ist, nähe ich sie selbst anstatt mir neue zu kaufen. Und wenn die Mülleimer mal bestimmte erwünschte Lebensmittel nicht zu bieten haben, dann wird die Soße eben mal ohne Zwiebeln gemacht, und das Müsli mit Wasser gegessen.

Wenn dich das Thema interessiert, kann ich dir die ausführliche Ohne-Geld-Artikelserie auf meinem Blog ans Herz legen. Hier plaudere ich meine Spartricks im Detail aus.

 

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Seit Marokko begleitet dich ein Hund. Hat sich dadurch etwas verändert?

Einiges, ja. Zum einen bin ich nie mehr alleine, zum anderen muss ich mit ganz neuen Verpflichtungen und Freiheitseinschränken leben. Manchmal ärgere ich mich darüber, doch lerne ich auch enorm viel über mich selbst, wenn ich bewusst beobachte, was mich denn stört und was nicht.

Der größte Nachteil vom Leben mit Hund ist für mich, dass ich fast immer einen gewissen Teil meiner Aufmerksamkeit nach außen (auf den Hund) lenken muss. Für eine meditative Praxis ist das nicht gerade zuträglich. Auch das Leben in einem Ashram oder Tempel kommt im Moment, mit Hund, nur sehr bedingt in Frage.

 

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In Marokko habt ihr auch den Bus neu lackiert. Warum?

Für mich stand von Anfang an fest, dass ich einen Bus haben möchte, der in natürlicher Umgebung möglichst unauffällig ist.

Da Campingplätze für mich nicht in Frage kommen, ist Wildcamping meine entscheidende Schlafplatzstrategie. In diesem Aspekt war das auffällig-grelle Orange schlichtweg ungeeignet. Braun- oder Grüntöne mussten her. Am Ende ist es eine sandfarbene Karosserie mit dunkelbraunem Dach geworden.

 

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Jetzt seid ihr wieder in Deutschland und denkt bereits über die nächste Reise nach. Du schreibst, dass du früher oft Rucksackreisen unternommen hast und dies wieder machen möchtest.

Wo liegen für dich die Unterschiede zwischen Rucksackreise und Reisen mit dem Bus?

Wie weiter oben bereits kurz angerissen, liegt für mich der entscheidende Unterschied im Komfort.

Wenn ich mit dem Bus irgendwo hinfahren will, muss ich nur den Motor anmachen und ein paar Stunden auf dem Fahrersitz verbringen. Als Rucksackreisender kann selbst eine Strecke von 20 Kilometern bereits zu einem eigenen Abenteuer werden (z.B. mit Wandern oder Trampen).

Generell ist (fast) alles deutlich einfacher, wenn man mit Camper unterwegs ist: Man hat stets ausreichend Wasser- und Nahrungsvorräte, mehr als genügend Kleidung in kalten Nächten und sogar einen Gasherd zum Kochen.

Als Backpacker muss man viel öfters kreativ werden und mit dem materiellen Minimum auskommen. Dadurch ist das Leben als Rucksackreisender deutlich spontaner, ungewisser und aufregender. Man kommt mit mehr Menschen in Kontakt und gerät immer wieder in Situationen, die man sich gestern noch nicht mal erträumen konnte.

Mit dem Camper ist alles etwas Vorhersehbarer und bequemer.

 

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Werdet ihr in Deutschland wieder in eine Wohnung ziehen, oder bleibt ihr im Bus wohnen?

Eine Wohnung kommt für mich nicht in Frage.

Ich kann mir nicht vorstellen, sesshaft zu werden. Ich liebe die Freiheit des Reisens und will diese nicht mehr aufgeben. Cindy ist im Moment mit dem Rucksack unterwegs, ich habe seit der Rückkehr nach Deutschland vor zwei Wochen auch bereits 5 Wochen wieder gebackpackt.

Vorerst behalte ich den Bus, halte es aber für denkbar, auf lange Sicht wieder auf das Leben aus dem Rucksack umzusteigen.

 

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Weißt du schon, wohin es als nächstes gehen wird?

Definitiv entschieden habe ich das noch nicht. Mit Planen kann ich mich nicht so recht anfreunden. Allerdings ruft mich Portugal wieder, dort hat es mir im Frühjahr sehr gut gefallen.

Im Moment formt sich in meinem Kopf die Idee, die weite Strecke nach Portugal mit dem Bus zu erledigen und diesen dann dort bei Freunden stehen zu lassen, um mit dem Rucksack weiter in den Süden (z.B. Kanarische Inseln oder Afrika) zu ziehen.

 

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Möchtest du noch etwas hinzufügen, wonach ich nicht gefragt habe?

Ich würde diese Möglichkeit gerne nutzen, um jeden Leser zu mehr Bewusstsein anzuregen. Bewusstsein heißt bewusstes Sein, was nur möglich ist, wenn wir gegenwärtig sind.

Die meisten Menschen leben in den meisten Situationen nicht bewusst – sie verlieren sich in Gedanken und Emotionen, leben in der illusorischen Vergangenheit oder Zukunft. Dabei ist das einzige, was wirklich ist, der jetzige Moment, dem wir oftmals keine Aufmerksamkeit widmen – und stattdessen später hinterhertrauern.

Es ist nicht die Zeit, die kostbar ist. Zeit ist eine Illusion. Was hingegen kostbar ist, ist der jetzige Moment. Und um diesen wahrhaft zu erleben und zu nutzen, müssen wir bewusst bleiben.

Du tust nie etwas in der Vergangenheit. Du hast es im Jetzt getan. Und du tust auch nie etwas in der Zukunft. Du wirst es im Jetzt tun. Werde dir dessen bewusst.

Erlebe jeden Moment, als wäre es dein Letzter. Werde dir der Vergänglichkeit und Veränderlichkeit von allem bewusst. Dann wird es für dich keine Sorgen oder Probleme mehr geben, sondern nur den wohltuenden Genuss der Gegenwart.

Bleib gesund, friedlich und glücklich. Man sieht sich! 🙂

 

Vielen Dank, Cale – für dieses inspirierende Interview!

 

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Über Steffi

Mein Name ist Steffi. Zusammen mit meinem Mann Olaf und unserer Hündin Lucy wohne ich in einem ausgebauten LKW mal hier mal da – meistens dort. Bevor ich zum „Leben auf Rädern“ kam, bin ich mit dem Fahrrad gereist. Davor lebte ich in einem Haus, hatte einen ganz normalen Job bei einer Bank  - der ganz normale Wahnsinn... Schnell habe ich festgestellt, dass das nicht alles sein kann. 2002 nahm ich ein Jahr Auszeit und bin so auf den Geschmack gekommen. Seit 2007 bin ich wieder unterwegs und mein Leben hat sich komplett geändert. Folge mir via Feedly und Bloglovin´

2 comments

  1. Herrliche Bilder! Vielen Dank für den Tipp!

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