Home » Reiseplanung » Weltreise finanzieren: Alle im Lotto gewonnen – oder was?!
Weltreise finanzieren
Weltreise finanzieren

Weltreise finanzieren: Alle im Lotto gewonnen – oder was?!

Ist dir eigentlich klar, wie schwer es ist, im Lotto zu gewinnen? Und dass dein Einsatz den Gewinn bei weitem übersteigen wird, wenn du nicht gerade den Jackpott knackst?

Eine reiche Erbtante irgendwo aufzutreiben ist vielleicht noch schwieriger.

Doch ich kann dich beruhigen. Es gibt einen viel einfacheren Weg an das Geld für eine Langzeitreise zu kommen.

Denn es ist alles eine Frage von Prioritäten

Langzeitreisende haben nicht mehr oder weniger Geld als andere.

Sie geben es nur anders aus.

Aber lies selbst. Ich habe erfahrene Reisende befragt, wie sie ihre Weltreise finanzieren.

Ihre Antworten werden dich vielleicht tief erschüttern, denn ab jetzt gibt es keine Ausreden mehr:

 

Wie Langzeitreisende ihre Weltreise finanzieren

***Update***

Bea und Helle

www.timetoride.de

Weltreise finanzieren: Bea und Helle
Auf Motorradweltreise: Bea und Helle

 

Wann wurde die Idee zur Langzeitreise geboren und wie lange hat es gedauert, bis ihr tatsächlich losgefahren seid? Was hat bei der Umsetzung der Idee am längsten gedauert?

Von der ersten “verrückten” Idee eine Weltreise auf Motorrädern zu machen, bis zum tatsächlichen Reisebeginn vergingen etwa zwei Jahre.

Die meiste Zeit hat der fernreisetaugliche Umbau unserer mehr als 25 Jahre alten Reisegefährten in Anspruch genommen, da Helmut beide Motorräder selbst in seiner Freizeit umgebaut hat.

Wie lange soll eure Reise dauern?

Geplant waren zwei Jahre, um die Welt einmal zu umrunden.

Nun sind wir mittlerweile mehr als fünf Jahre unterwegs und noch immer nicht am “Ziel”. Vielleicht auch, weil wir erkannt haben, das es kein “Ziel” als solches gibt, denn der Weg/die Reise ist für und zum Ziel geworden.

Woher habt ihr gewusst, wie viel Geld ihr für die Reise benötigen würdet?

Wir haben viel im Internet und auf anderen Reiseseiten recherchiert und dann die Kosten grob überschlagen.

Da wir aber wesentlich länger unterwegs sind als ursprünglich geplant, müssen wir während unserer Reise immer mal wieder arbeiten, um die Reisekasse aufzufüllen. Das führte unter anderem zu einmaligen Erlebnissen auf einer Rinderfarm mitten im Australischen Outback.

Wie viel Geld gebt ihr so etwa pro Monat aus? Was ist der größte Kostenfaktor?

Wir versuchen für Essen, Unterkunft, Sprit, Sightseeing usw. zu Zweit nicht mehr als 1.500 Euro im Monat auszugeben.

In einigen – günstigen – Reiseländern liegen wir deutlich unter diesem Schnitt, in teuren Ländern ist es hingegen manchmal schwer die Kosten niedrig zu halten, obwohl wir die meiste Zeit zelten und selbst kochen.

Wie habt ihr das Geld für die Reise zusammenbekommen?

Wir haben vor Reisebeginn zusätzlich zu unseren eigentlichen Berufen noch Nebenjobs angenommen und unsere Ausgaben soweit wie möglich reduziert.

Außerdem haben wir zu Hause in Deutschland unser komplettes Hab und Gut verkauft, unsere Wohnung gekündigt und alles in unsere Reisekasse investiert. Dadurch, dass wir nun aber deutlich länger als zunächst geplant unterwegs sind, müssen wir auch unterwegs arbeiten, um unsere weitere Reise zu finanzieren.

Wie verdient ihr unterwegs Geld?

Da wir noch “relativ” jung sind, haben wir das Privileg in einigen Ländern sogenannte “Work & Travel” Visa zu bekommen, die es uns erlauben legal in dem jeweiligen Land zu Arbeiten und zu Reisen.

Außerdem arbeiten wir freiberuflich für einige Zeitschriften und betreiben zwei Online Shops Endurofication sowie Brokenspoke.Fotograf.

Was wir durch diese Projekte verdienen, deckt zwar bei weitem nicht unsere monatlichen Kosten, aber es hilft uns, unser Erspartes etwas in die Länge zu strecken. 🙂

Was würdet ihr jemandem sagen, der gerne eine Langzeitreise unternehmen möchte aber meint, er könne sich das niemals leisten?

Dass das in der Regel nicht stimmt.

Wer auf den neuesten Flachbildschirm und das jährlich neue Smartphone verzichtet und seine Ausgaben ein wenig zurück schraubt, hat wahrscheinlich bereits nach einem Jahr genügend Geld angespart, um für mehrere Monate Low-Budget durch die Welt zu reisen.

Meistens liegt es unserer Erfahrung nach nicht am Geld, warum Menschen nicht reisen, sondern weil ihnen der Mut fehlt den ersten Schritt in ein Leben jenseits der vermeintlichen heimischen Sicherheit zu wagen.

Ist dieser erste Schritt getan, schafft man alles andere auch! 🙂

 

Wie Langzeitreisende ihre Weltreise finanzieren

***Update***

Elli und Ben

www.horizonride.de

Weltreise finanzieren: Elli und Ben
Auf (Motorrad) Weltreise: Elli und Ben

 

Wann wurde die Idee zur Langzeitreise geboren und wie lange hat es gedauert, bis ihr tatsächlich losgefahren seid? Was hat bei der Umsetzung der Idee am längsten gedauert?

Wir haben uns Ende 2015 dazu entschieden, im Mai 2016 loszufahren.

Ein Schnellschuss. Wir haben etwa sechs Monate nach unserer Entscheidung auch schon die Alpen überquert. Am meisten Zeit gekostet hat unser erster großer Fehler: nämlich alle Visa bis Wladiwostok im Vorfeld zu besorgen – absolut unnötig, zeitaufwendig und teuer.

Wie lange soll eure Reise dauern?

So lange, wie wir Lust und Geld haben!

Wir haben geschätzt, etwa drei bis vier Jahre zu brauchen. Mittlerweile sind wir da gar nicht mehr so sicher. Es gibt so viel zu sehen und zu erleben…

Woher habt ihr gewusst, wie viel Geld ihr für die Reise benötigen würdet?

Wir wussten es nicht und wissen es auch heute noch nicht so genau.

Wir haben uns im Vorfeld gesagt, dass wir einfach mitnehmen, was wir angespart haben und dann schauen, wie lange wir damit unseren Träumen folgen können.

Wie viel Geld gebt ihr so etwa pro Monat aus? Was ist der größte Kostenfaktor?

Momentan liegen wir noch bei etwas unter 1.000 Euro für uns beide.

Im Iran haben wir in fast vier Wochen nur 300 Euro ausgegeben, in Russland sind es etwas mehr als 1.200. Wir rauchen nicht und trinken keinen Alkohol, nutzen so oft es geht Couchsurfing – das spart sehr viel Geld. Der größte Kostenfaktor sind Nahrungsmittel, da wir bei diesem Punkt nicht sparen möchten.

Habt ihr für die Reise Geld gespart und/oder arbeitet ihr von unterwegs?

Wir haben die sechs Monate zwischen Entscheidung und Abreise gespart und arbeiten (von) unterwegs.

Wie habt ihr das Geld für die Reise zusammenbekommen? Wie habt ihr es angelegt?

Ben ist Selbstständig und hat zu seinen selbstständigen Tätigkeiten noch einen festen Job angenommen für sechs Monate, was er zuvor nie machen wollte.

Dadurch und durch Ellis Job als Fotografin konnten wir in kurzer Zeit recht viel zurücklegen und vor allem kaufen – u.a. das richtige Motorrad.

Wir haben uns ein gemeinsames Konto eröffnet und dort liegt das Geld jetzt zu einem recht guten Zinssatz.

Wie verdient ihr unterwegs Geld?

Elli fotografiert und Ben schreibt für Motorradmagazine und Zeitungen.

Ben ist eigentlich Buchautor beim Ullstein Verlag und Kommunikationstrainer, hat zuvor aber auch schon als Journalist gearbeitet und liebt das Schreiben. Beides hilft ungemein, um unterwegs etwas Geld zu verdienen. Das hält uns bisher gut über Wasser.

Trotzdem möchten wir unterwegs auch Jobs annehmen, z.B. als Englischlehrer in Vietnam, oder auf Farmen in Australien und Neuseeland. Das bringt Geld in die Reisekasse und ein wenig Abwechslung, um die vielen Reiseeindrücke verarbeiten zu können.

Was würdet ihr jemandem sagen, der gerne eine Langzeitreise unternehmen möchte aber meint, er könne sich das niemals leisten?

Setze dir ein Zieldatum und ordne ihm alles unter.

Mach keine zu engen Pläne, sie schnüren dir auf der Reise die Luft zum Atmen ab und es ist deutlich kostspieliger sie durchzuziehen, als flexibel zu bleiben.

Am wichtigsten aber ist: Mach dir keine Sorgen!

Unterwegs triffst du so viele Reisende, die dir Tipps geben können zum Geldverdienen unterwegs, dass du dich bald gar nicht entscheiden kannst. Unserer Erfahrung nach gibt es keinerlei Gründe dafür nach Hause zu fahren aus Geldmangel: wer offene Ohren hat findet überall einen Job.

Unterwegs Geld verdienen ist immer dann möglich, wenn du dich auf deine Stärken konzentrierst: Video, Foto, Text. Konzentrier dich auf das, was du am besten kannst. Kannst du nichts davon, lerne und versuche immer besser zu werden und deine Nische zu finden!

Und zum Schluss noch ein Tipp, der einem dieser kitschigen Tischkalender entsprungen sein könnte,
aber unserer Erfahrung nach absolut wahr ist:

Folge deinem Traum ausdauernd und mutig und das Leben wird dir den Weg ebnen!

 

Du bist oder warst ebenfalls auf Langzeitreise und möchtest am Interview teilnehmen?

Schreib mir!

 

Wie Langzeitreisende ihre Weltreise finanzieren

Claudia

www.wildjourney.de

Claudia und ihr Toyota Landcruiser HZJ 78
Claudia und ihr Toyota Landcruiser HZJ 78

 

Wann wurde die Idee zur Langzeitreise geboren und wie lange hat es gedauert, bis du tatsächlich losgefahren bist? Was hat bei der Umsetzung der Idee am längsten gedauert?

Die Idee der Langzeitreise wurde vor 30 Jahren geboren, als ich noch sehr jung war.

Ich habe diese Idee niemals aus den Augen verloren und bin jedes Jahr 4 bis 5 Monate gereist, einmal 8 Monate am Stück. Für mich stand immer fest, dass ich dies mit dem eigenen individuellen Fahrzeug machen möchte.

Unbewusst habe ich wohl mein ganzes Leben darauf hin ausgerichtet und auch deshalb nie eine Familie gegründet und mich von jeglichen Verpflichtungen wie z. B. Schulden und Luxusartikeln ferngehalten.

Bei der Umsetzung der Idee hat letztlich trotz aller vorheriger Unabhängigkeit am längsten die totale Abnabelung von Job und Familie, sowie das Erreichen der finanziellen Unabhängigkeit gedauert, so was erreicht man in der Regel nicht mit 20 oder 30, ein paar Glückliche wie ich erreichen es mit 40.

Wie lange soll deine Reise dauern?

Ich bin fast ununterbrochen seit 2009 im eigenen Fahrzeug unterwegs, kein Ende in Sicht, wobei dies für mich mittlerweile nicht mehr der Nabel der Welt bedeutet.

Ich habe festgestellt, dass ich Auszeiten von meinem mobilen Zuhause benötige. Mein Tatendrang ist einfach zu groß, um mir die Welt nur vom Fahrersitz anzuschauen und mich abends in den Stuhl fallen zu lassen.

Ich liebe den Kontrast, den anderen Blickwinkel und bin aktuell seit 3 Monaten zu Fuß quer durch die USA unterwegs. Einmalige Erlebnisse, die mir völlig neue Einblicke ermöglichen.

Ich liebe es, flexibel und offen für andere Reisearten zu sein, denn gerade das macht für mich spannendes Langzeitreisen aus.

Woher hast du gewusst, wie viel Geld du für die Reise benötigen würdest?

Durch meine zahlreichen Reisen in alle Welt über Jahrzehnte, hatte ich eine exakte Vorstellung was es kostet, in meinem bevorzugten Stil unterwegs zu sein.

Ich hatte über 4 Jahre meinen eigenen Landcruiser in Australien und wusste, was zukünftig mit eigenem Fahrzeug auf mich zukommt und wie viel ich zum Leben benötige.

Wie viel Geld gibst du so etwa pro Monat aus? Was ist der größte Kostenfaktor?

Ich gebe über das Jahr gesehen ca. 1.000 Euro pro Monat aus. Es gibt Monate die kosten fast nichts und andere richtig viel.

Die Schwankungen hängen hauptsächlich von der Gesundheit meines Landcruiser Gefährten ab und natürlich des allgemeinen Kostenniveaus des Landes in dem ich mich befinde.

Hast du für die Reise Geld gespart und/oder arbeitest du von unterwegs?

Ja, ich habe Geld gespart und dank meiner Immobilie, die ich in Deutschland besitze, kommt monatlich Geld nach, arbeiten muss ich nicht mehr.

Wie hast du das Geld für die Reise zusammenbekommen?

Ich bin von Natur aus nicht verschwenderisch und es ist mir deshalb nie schwer gefallen Geld anzusparen.

Und – schwer zu glauben – aber es gab Zeiten, da gab es für Geld noch Zinsen.

Was würdest du jemandem sagen, der gerne eine Langzeitreise unternehmen möchte aber meint, er könne keine Weltreise finanzieren?

Wenn dein Traum stark genug ist, dann schaffst du es und räumst jedes Hindernis aus dem Weg.

Es ist doch nicht die Frage für die meisten, ob man sich das leisten kann sondern eher, auf was man verzichten kann und will.

Und ob man z. B. bereit ist am Ende der Reise und der finanziellen Mittel erstmal in ein tiefes schwarzes Loch zu schauen – finanziell und beruflich.

Oder motiviert durch das Neuerlebte bereit ist, auch komplett neue Wege zu gehen. Alles ist möglich und nichts ist schlimmer, als ein Leben lang nur zu träumen.

Jenes ueberwältigende Sicherheitsbedürfnis, das viele Menschen haben, lähmt sie – bis es eines Tages zu spät ist.

Es gibt keine stärkere Motivation, als jenen einen Traum – egal was es letztendlich für einer ist. Und wenn du dein Ziel erreicht hast weißt du, dass es alle Mühe wert war.

Du brauchst kein Auto, das mit allem möglichen und unmöglichen ausgestattet ist, um durch die Welt zu fahren.

Kaufe dir ein zuverlässiges, älteres, bewährtes Modell. Statte es mit einer selbst gezimmerten Schlafmöglichkeit aus und wenn du in heiße Gegenden fährst, schaue dich auf dem Markt nach einem gebrauchten Dachzelt um und montiere es auf dem Dach.

Ein Solarmodul, um deine Elektronik zu laden und eventuell eine Kühlbox, ein Wasserfilter, Kocher, fertig.

Denke daran, je simpler und einfacher, desto leichter und kostengünstiger zu warten.

Was du nicht hast, kann nicht kaputt gehen und verursacht keine Kosten.

Hoch gerüstete Autos erregen Aufmerksamkeit und verursachen mehr Kosten.

Wenn du nach Asien oder Afrika willst ist es sinnvoll, Zuhause ein Auto zu kaufen.

Willst du nach Australien, kaufe vor Ort ein bewährtes Modell.

In Südamerika werden sehr häufig gute Autos von Reisenden an Reisende verkauft, dies spart dir die Verschiffungskosten.

Kaufe jedoch kein Exoten Modell, welches hohe Ersatzteilkosten nach sich zieht, da diese vor Ort nicht zu bekommen sind.

Das selbe gilt für Nordamerika, kaufe vor Ort ein bewährtes Modell, anstatt eines aus der Heimat zu verschiffen.

Du kannst dir kein Auto leisten? Dann fahre mit dem Fahrrad, Motorrad oder trampe und nimm öffentliche Verkehrsmittel und du wirst mit vielen tollen Erlebnissen belohnt, die du mit dem Auto nie haben würdest.

Denke aber nicht, es wäre der totale Billigtrip denn du gehst mehr in Restaurants und Unterkünfte.

Schraube deine Ansprüche zurück, du willst reisen und was erleben, nicht in einer beheizten oder voll klimatisierten abgeschotteten Kiste sitzen.

 

Wie Langzeitreisende ihre Weltreise finanzieren

Anja und Micha

www.reisenundspeisen.com

Weltreise finanzieren Anja und Micha
Anja und Micha

 

Wann wurde die Idee zur Langzeitreise geboren und wie lange hat es gedauert, bis ihr tatsächlich losgefahren seid? Was hat bei der Umsetzung der Idee am längsten gedauert?

Gereist sind wir immer schon gerne. Bereits 1998 bis 2000 reisten wir 2 Jahre am Stück im Womo durch die Gegend. Im Winter 2008/2009 waren wir 8 Monate in Portugal und entschlossen nun endgültig nur noch im WOMO zu leben und nur noch unterwegs zu sein.

Um diesen Wunsch umzusetzen, brauchten wir das dafür richtige Wohnmobil. Der Ausbau dieses neuen Zuhauses hat am längsten gedauert. Man rechnet für einen komplett Auf- und Ausbau ungefähr 1.000 Stunden. Das ist – für jemanden der Vollzeit und mehr arbeitet und auch noch ein Haus soweit renovieren muss, dass er es verkaufen kann – sehr viel.

Wir haben im Mai 2009 unseren Ausstieg begonnen und sind am 1. August 2010 komplett in unser neues Zuhause “Wohnmobil” gezogen.

Wie lange soll eure Reise dauern?

Wir haben uns kein Ende unserer Reisezeit gesetzt. Wir werden dieses Leben so lange leben, wie wir es wollen und können.

Woher habt ihr gewusst, wie viel Geld ihr für die Reise benötigen würdet?

Wir haben eine klare Aufstellung unserer Fixkosten in Deutschland und eine Schätzung der Kosten im Unterwegs-Sein gemacht.

Wir sind so auf einen jährlichen Bedarf von ca. 15.000 bis 17.000 Euro gekommen.

Wie viel Geld gebt ihr so etwa pro Monat aus? Was ist der größte Kostenfaktor?

Unsere Ausgaben sind monatlich recht unterschiedlich. Wenn wir häufig Gemüse auf Feldern nachernten und auch viel Wildgemüse oder Muscheln essen, sind unsere Ausgaben für Lebensmittel relativ gering.

Fahren wir aber in dem Monat mit der Fähre von Venedig nach Palermo, ist es ein teurer Monat. Auch Tierarztkosten haben schon mal unsere Kalkulation weit gesprengt. Wir haben nur einen relativ groben Rahmen, in dem wir uns aber schon bewegen sollten.

Ich denke die Dieselkosten sind der größte Kostenfaktor.

Habt ihr für die Reise Geld gespart und/oder arbeitet ihr von unterwegs?

Wir sparen seit 20 Jahren darauf hin, dieses Leben zu führen. Wir haben nie viel gebraucht, haben keine Kinder, die Geld brauchen, fahren nie auf Campingplätze, die Geld kosten und konnten dieses freie Leben lange vorbereiten.

Manchmal arbeiten wir unterwegs. Das ist dann ein Zubrot und wir knabbern weniger vom großen Kuchen ab.

Wie habt ihr das Geld für die Reise zusammenbekommen? Und wie habt ihr es angelegt?

Das “Geld anlegen” ist ein ungeliebtes Thema.

Wir haben alles verkauft, um frei zu sein. In 2010 rechneten wir mit 4% Zinseinkünften. Jetzt in 2016 können wir uns über 2% richtig freuen.

So geht unsere Langzeitkalkulation nicht auf. Da ist es hilfreich, dass wir gut im Reduzieren sind – ohne Mangel zu empfinden.

Manchmal arbeitet ihr unterwegs. Was macht ihr?

In Oldenburg gibt es CEWE Color. Einer der größten Fotobuchhersteller, bei dem wir bereits zwei Mal im Saisongeschäft gearbeitet haben.

Das bringt ordentlich Geld in die Kasse. Zumal wir uns auch die Steuern wiederholen können.

Das ist mein anderer Gelderwerb. Ich bin richtig gut in Papier. Jahrelange Erfahrungen als Schuldenberaterin und Buchhalterin lassen mich mit Begeisterung Geld mit Steuererklärungen, oder Beratungen oder Chaos-Entfernung in anderer Leute Papier verdienen.

Micha ist richtig gut in allen möglichen handwerklichen und baut und schraubt großartige Dinge.

Uns ist es wichtig so zu haushalten, dass unser Geld bis zum Anschlag reicht und keinesfalls andere Leute für uns arbeiten, damit wir in der “sozialen Hängematte” faulenzen können.

Was würdet ihr jemandem sagen, der gerne eine Langzeitreise unternehmen möchte aber meint, er könne keine Weltreise finanzieren?

Dass er besser zu Hause bleiben sollte. Um zu überlegen, was er wirklich möchte…

 

Wie Langzeitreisende ihre Weltreise finanzieren

Petra und Frank

www.inculture.de

Weltreise finanzieren Petra und Frank
Petra und Frank

 

Wann wurde die Idee zur Langzeitreise geboren und wie lange hat es gedauert, bis ihr tatsächlich losgefahren seid? Was hat bei der Umsetzung der Idee am längsten gedauert?

Ich (Frank) habe immer wieder mal Reisen zwischen 3-12 Monaten gemacht. Mal mit Begleitung mal auch allein.

Die letzten Reisen waren jeweils für ein Jahr und da sie mit dem Motorrad durchgeführt wurden, fing die Planung etwa 1- 1,5 Jahre vorher an.

Am längsten gedauert hat immer, den Zeitpunkt der Abreise festzusetzen.

Wie lange hat eure Reise gedauert?

Wir/ich hatten immer einen festen Zeitplan und auch eine Reiseroute geplant.

Also Open-End war nicht, wäre aber auch interessant. Könnte dann länger aber auch vielleicht kürzer ausfallen, wenn man merkt, dass es reicht.

Woher habt ihr gewusst, wie viel Geld ihr für die Reise benötigen würdet?

Durch die verschiedenen Reisen bekommt man so Erfahrungswerte. Man weiß so ungefähr, was kostet – sein eigener Reisestyle.

In unserem Fall waren die Reisekosten nicht länderabhängig. War das Land teurer, schränkt man sich etwas mehr ein, ist es günstig, dann schläft man vielleicht öfter in einem Hotel.

Wie viel Geld gebt ihr so etwa pro Monat aus? Was ist der größte Kostenfaktor?

Ich denke etwa 1.800 Euro für uns zwei. Zu zweit ist es natürlich immer etwas günstiger.

Ansonsten würde ich sagen 1.000 Euro/Person.

Hoher Kostenfaktor ist z. B. Schlafen. Da kann man viel Geld ausgeben, aber auch sparen. Internet eröffnet einem genau in dem Bereich tolle Möglichkeiten.

In unserem Fall ist da noch der Transport des Motorrades und je nach Land (China, Myanmar) auch noch eine offizielle “Begleitung”. Das ist dann schon ein großer Kostenfaktor.

Habt ihr für die Reise Geld gespart und/oder arbeitet ihr von unterwegs?

Wir haben das Geld für die Reisen vorher gespart.

Wie habt ihr das Geld für die Reise zusammenbekommen?

Einfach weniger ausgeben (Fällt leicht, wenn man ein Ziel vor Augen hat).

Was würdet ihr jemandem sagen, der gerne eine Langzeitreise unternehmen möchte aber meint, er könne keine Weltreise finanzieren?

Das fehlende Geld wird ja oft als Grund für ein “Nichtlosfahrenkönnen” genommen.

In meinen Augen wird der finanzielle Aufwand einer Langzeitreise jedoch falsch eingeschätzt.

Auch mit wenig Geld kann man tolle Sachen erleben.

Ich würde der Person empfehlen loszufahren.

Vielleicht über den bisherigen Reisestyle nachdenken.

Auf der anderen Seite will man auf der Reise auch etwas erleben, deswegen sollte schon Geld vorhanden sein um Eintritt etc. zu zahlen.

 

Wie Langzeitreisende ihre Weltreise finanzieren

Ellen und Jonas

www.intothefar.de

Weltreise finanzieren Ellen und Jonas
Ellen und Jonas

 

Wann wurde die Idee zur Langzeitreise geboren und wie lange hat es gedauert, bis ihr tatsächlich losgefahren seid? Was hat bei der Umsetzung der Idee am längsten gedauert?

Im Jahr 2011 verbrachten wir beide mehrere Monate in Ägypten zum Studieren bzw. Arbeiten. Als eine Auszeit davon mieteten wir uns ein Auto, um die Halbinsel Sinai zu bereisen. Dort wurde die Idee geboren, auf Weltreise zu gehen.

Zurück in Deutschland hat es kaum 3 Monate gedauert, bis wir unser Traumauto gefunden hatten: einen Land Rover Defender 130, 300 TDI, mit Wohnkabine.

Da es jedoch beim Kauf eine Rostlaube war, hat es drei weitere Jahre gedauert, um unser rollendes Zuhause auf- und auszubauen. Es wurde alles selber gemacht, aus Geldmangel und weil es Freude macht.

Natürlich mussten wir in der Zeit auch einen „Haufen“ Geld ansparen.

Im Juli 2014 sind wir tatsächlich los gefahren.

Gerade winken wir euch aus Bali zu.

Wie lange soll eure Reise dauern?

Wir haben kein Ende geplant.

Wir hören auf, wenn es uns kein Spaß mehr macht oder wir kein Geld mehr verdienen können.

Woher habt ihr gewusst, wie viel Geld ihr für die Reise benötigen würdet?

Wir haben es nicht gewusst, wir haben einfach beschlossen, dass uns 1.000 Euro pro Monat reichen müssen.

Die Ergebnisse anderer Reisender, die wir in Foren gefunden hatten, bestätigten damals, dass es machbar wäre.

Wie viel Geld gebt ihr so etwa pro Monat aus? Was ist der größte Kostenfaktor?

Es ist bei diesem Betrag geblieben. Doch die 1.000 Euro monatlich ergeben sich als Durchschnitt aus allen Reisemonaten.

Es gab sehr kostenintensive Monate, die wir später durch weniger kostenintensive Monate ausgleichen konnten.

Auch haben wir festgestellt, je länger wir reisen, desto mehr relativiert sich dieser Betrag. Im ersten Jahr haben wir also im Durchschnitt ca. 1.200 pro Monat ausgegeben. Nach zwei Jahren sind wir tatsächlich bei 1.000 angekommen.

Der größte Kostenfaktor dabei ist das Auto. Einmal durch China oder Auto verschiffen? Das sitzt natürlich tief. Bisher konnten wir jedoch auch diese Kosten ausgleichen.

Insgesamt variieren die Kosten stark nach Reiseroute, Ländern und Geschwindigkeit.

Wenn wir schnell vorankommen, geben wir mehr Geld für Diesel aus. In Südostasien greifen wir persönlich oft auf Unterkünfte zurück, da wir im Auto bei der Hitze nicht arbeiten können.

Deine Bedürfnisse spielen also eine ebenso große Rolle.

Habt ihr für die Reise Geld gespart und/oder arbeitet ihr von unterwegs?

Beides.

Wir haben am Anfang ca. 12.000 Euro mitgenommen.

Das Geld für die Chinaquerung (3.000 Euro) und die Reisekrankenversicherung (ca. 2.000 Euro für zwei Jahre) wurden vorher gezahlt.

Wir dachten, das Geld würde uns für ein Jahr reichen, und so war es auch. Allerdings waren wir noch lange nicht in Australien, wo wir mit einem Work and Travel Visa arbeiten wollten. Das war zunächst ein Problem. Doch dann haben wir angefangen als Digitale Nomaden zu arbeiten und verdienen nun genug Geld, um weiter reisen zu können. Wir sparen sogar weiterhin Geld an.

Wie habt ihr das Geld für die Reise zusammenbekommen?

Wir haben einfach gespart.

Dabei haben wir keine Doppelschichten geschoben, wir haben ganz normal gearbeitet. Ellen hat sogar noch studiert.

Die 1.000 Euro im Monat haben uns schon in Deutschland zum Leben gereicht. Wir haben in einer WG gewohnt, keine großen Anschaffungen gemacht (außer den Defender), keine teuren Klamotten gekauft (außer Wanderstiefel).

Es war für uns ein ganz normales Leben, ohne viele Entbehrungen. In drei Jahren kommt erstaunlich viel zusammen.

Was macht ihr beruflich?

Jonas ist Informatiker, hauptsächlich im Bereich Software Engineering für große Enterprise Projekte.

Ellen ist Grafik-Designerin (Print- und Webdesign). Bei der Umsetzung von Webprojekten kommen Fähigkeiten von uns beiden zum Einsatz.

Was würdet ihr jemandem sagen, der gerne eine Langzeitreise unternehmen möchte aber meint, er könne sich das niemals leisten?

Wenn man den Großteil der Bevölkerung in Deutschland anschaut, würde keiner daran zweifeln, dass sich diese Menschen eine neue Küche, Couchgarnitur oder einen Leasing-Vertrag für das Auto leisten können.

Viele geben massig Geld für den Jahresurlaub aus, in der Hoffnung sich für das ganze Jahr auf einmal erholen zu können.

Markenklamotten, ein neues Fahrrad, bessere Wohnungseinrichtung – wie wäre es mit gebrauchten Sachen?

Und eigentlich braucht man nichts davon, wenn man andere Dinge höher priorisiert, wie z.B. das Langzeit-Reisen, ein Extrem-Sport oder was auch immer.

Wenn wir es mit unserer Knete schaffen, dann schafft es jeder.

 

Wie Langzeitreisende ihre Weltreise finanzieren

Conny & Tommy

www.mantoco.com

2015 mantoco Weltreise Südafrika Kap der guten Hoffnung

Wann wurde die Idee zur Weltreise geboren und wie lange hat es gedauert, bis ihr tatsächlich losgefahren seid? Was hat bei der Umsetzung der Idee am längsten gedauert?

Die Idee gab es schon viele Jahre, konkret wurde sie auf einer Namibiareise im Mai 2009. Die Umsetzung war bis Ende 2009 bereits durch, gestartet sind wir dann im April 2012. Am schwierigsten war sicherlich die finanzielle Planung.

Wie lange soll eure Reise dauern?

Da es keine Reise im eigentlichen Sinne ist sondern unsere jetzige Lebensform, gibt es natürlich kein geplantes Ende.

Die Welt ist groß und spannend, und wir lassen uns einfach mal treiben – mal sehen, wir lange die Gesundheit mitspielt…

Woher habt ihr gewusst, wie viel Geld ihr für die Reise benötigen würdet?

Wir hatten in der Planungsphase mit einigen Langzeitreisenden, die auch im LKW unterwegs sind, persönlichen Kontakt aufgenommen und sie nach ihren Budgeterfahrungen gefragt. Da wir diszipliniert und sparsam unterwegs sind, kamen uns die angegebenen Werte sehr realistisch vor und wurden zur Grundlage der Umsetzung.

Wie viel Geld gebt ihr so etwa pro Monat aus? Was ist der größte Kostenfaktor?

Man muss unterscheiden zwischen den laufenden Ausgaben unterwegs, die das Reisen direkt betreffen (Sprit, Verpflegung, Visa, Camping, Fähren, Reparaturen, etc…) und den Fixkosten Zuhause (Krankenversicherung, Autoversicherung, etc…).

Zur Zeit brauchen wir für die direkten Reisekosten unterwegs ca. 1.000 Euro für zwei Personen.

Der größte Faktor ist hierbei der Diesel mit ca. 300 bis 500 Euro pro Monat, natürlich abhängig von der monatlichen Fahrleistung und den Spritpreisen vor Ort. Wir haben einen Tagesschnitt von ca. 70 km.

Habt ihr für die Reise Geld gespart und/oder arbeitet ihr von unterwegs?

Wir kommen gemeinsam auf 50 fleißig und regelmäßige gearbeitete Jahre mit vernünftigen Einkommen. Hiervon ist natürlich ein bisschen was übrig geblieben.

Unterwegs arbeiten steht zur Zeit nicht zur Debatte, wir wollen ja reisen. Sollte sich jedoch eines Tages etwas Interessantes und Lukratives ergeben, warum nicht…

Was würdet ihr jemandem sagen, der gerne eine Langzeitreise unternehmen möchte aber meint, er könne keine Weltreise finanzieren?

Erst mal kommt es darauf an, wie man “Langzeitreise” definiert. Sind es sechs Monate, zwei Jahre oder ist es für immer?

Dann stellt sich natürlich die Frage, wie will man unterwegs sein, mit Rucksack, Fahrrad oder Auto? Grundsätzlich unterscheiden sich nach unseren Erfahrung allerdings die monatlichen Kosten nicht wirklich signifikant, es sei denn, man ist wirklich extrem basic unterwegs.

In erster Linie ist die Entscheidung, eine Langzeitreise anzutreten, unserer Meinung nach eine Kopfsache und nicht eine finanzielle Entscheidung.

Rund 1.000 Euro im Monat zu sparen für ein solches Ziel sollte wohl jeder mit einem regelmäßigen Einkommen hinbekommen, wenn man bereit ist, auf das Eine oder Andere mal eine Zeitlang zu verzichten. Und das sollte es für eine neue Lebenserfahrung ja mal Wert sein, oder?

Da ist es für die Meisten schon weit schwieriger, Gewohntes und soziale Sicherheit mal dranzugeben, den Kontakt zu Freunden und Familien runterzufahren, Job und Wohnung mal aufzugeben und sich auf den Weg nach draußen zu machen. Doch keine Angst, einen Weg zurück ins Gewohnte gibt es doch immer!

 

Wie Langzeitreisende ihre Weltreise finanzieren

Paola und Igel

www.grenzenlos2001.wordpress.com

Weltreise finanzieren: Paola und Igel
Paola und Igel

 

Wann wurde die Idee zur Langzeitreise geboren und wie lange hat es gedauert, bis ihr tatsächlich losgefahren seid? Was hat bei der Umsetzung der Idee am längsten gedauert?

Die Idee entstand schon in beiden Köpfen, bevor wir uns 1994 kennen lernten.

Miteinander haben wir dann weiter „gebrütet“ und im Jahr 2000 beschlossen, 2001 loszuradeln.

Am längsten gedauert hat der Verkauf von Igels Haus. Wir wollten nach Jahren schon Igels Vater beauftragen, das Haus weiter für uns anzubieten und haben alle Papiere dafür geregelt und 3 Wochen vor Abfahrt haben wir es doch noch selbst verkauft.

Es sollte alles genau so kommen

Wie lange soll eure Reise dauern?

So lange die Reise dauert.

Woher habt ihr gewusst, wie viel Geld ihr für die Reise benötigen würdet?

Das wissen wir bis heute noch nicht

Wie viel Geld gebt ihr so etwa pro Monat aus? Was ist der größte Kostenfaktor?

Mit dem Rad ca. 500 Euro pro Monat (ohne Flüge) zu zweit (viert, wau wau), mit dem Bus ca. 600 bis 800 Euro pro Monat inkl. Diesel.

Am meisten geben wir aus für Essen und Trinken – im Herzen (und im Magen) sind wir immer noch Radler…

Habt ihr für die Reise Geld gespart und/oder arbeitet ihr von unterwegs?

Beides

Wie habt ihr das Geld für die Reise zusammenbekommen?

Wir haben Igels Haus verkauft und das Geld in Eile (da kurz vor der Abfahrt) beschissen „angelegt“, d. h. bei der großen Finanzkrise voll mitgemacht und skrupellosen „Finanzfachmännern“ vertraut.

Tut das bitte nie, liebe Kinder, Investmentbanker sind böse Menschen…

Ausserdem haben wir beide in der Schweiz gearbeitet und konnten die Schweizer Rentenversicherung damals noch ausbezahlen lassen. Neben dem Haus haben wir alles verkauft, was sich zu Geld machen ließ: 2 Autos, Motorrad, Möbel, einfach alles…

Wie verdient ihr unterwegs Geld?

Wir arbeiten meistens gegen Kost und Logis, selten für “Bares” – renovieren, bauen, anstreichen, übersetzen, schreiben, aufräumen, putzen, housesitting, etc. Von allem ein bisschen…

Was würdet ihr jemandem sagen, der gerne eine Langzeitreise unternehmen möchte aber meint, er könne keine Weltreise finanzieren?

Fahre los, der Rest geschieht von selbst…

Und wenn es nicht geschieht, wolltest Du nicht wirklich weg.

 

Wie Langzeitreisende ihre Weltreise finanzieren

Sabine und Burkhard

www.pistenkuh.de

Weltreise finanzieren: Sabine und Burkhard
Sabine und Burkhard

 

Wann wurde die Idee zur Langzeitreise geboren und wie lange hat es gedauert, bis ihr tatsächlich losgefahren seid? Was hat bei der Umsetzung der Idee am längsten gedauert?

Die Idee entstand schon im Alter von 19/20 Jahren, also etwa im Jahre 1985.

Losgefahren sind wir 2004.

Am längsten hat natürlich das Sparen gedauert – das Erreichen der finanziellen Unabhängigkeit. Denn uns war klar, die Reise soll keine zeitliche Befristung sein und wir wollen nicht unterwegs arbeiten.

Und natürlich war klar, im Alter wird es keine Rente etc. geben.

Finanziell Unabhängig waren wir im Alter von 36 Jahren, also nach etwa 16 Jahren sparen und Geld anlegen.

Losgefahren sind wir erst später, weil unsere Tochter 2004 Abitur machte und wir bis zu ihrem Abitur, sie war damals 19, begleiten wollten.

Wie lange soll eure Reise dauern?

Keine Ahnung, no Limit.

Woher habt ihr gewusst, wie viel Geld ihr für die Reise benötigen würdet?

Wir haben schon immer sehr genau über unsere Ausgaben Buch geführt.

In Deutschland kommen wir im Monat mit 1.400 Euro aus. Da wir in Deutschland leben können wollen, war das das Ziel.

Also rund 20.000 Euro + Inflationsausgleich des Kapitalstocks als Kapitalerträge im Jahr.

Das Reisen darf also nicht mehr als 20.000 Euro im Jahr kosten. Manchmal wird das knapp (Australien), manchmal ist das fürstlich (Iran, Indien)

Wie viel Geld gebt ihr so etwa pro Monat aus? Was ist der größte Kostenfaktor?

Wir brauchen rund 1.200 Euro im Schnitt. Der größte Faktor ist “Transport” also Diesel, Verschiffung, KFZ-Verschleißteile etc.

Habt ihr für die Reise Geld gespart und/oder arbeitet ihr von unterwegs?

Gespart.

Wie habt ihr das Geld für die Reise zusammenbekommen? Wie habt ihr es angelegt?

Wir haben gearbeitet, zu zweit, ein Gehalt komplett gespart. Viele Nebenjobs und Überstunden geleistet.

Mit dem Geld uns an Unternehmen (AG und GmbHs) beteiligt.

Was würdet ihr jemandem sagen, der gerne eine Langzeitreise unternehmen möchte aber meint, er könne keine Weltreise finanzieren?

Definiert man Langzeitreise als ein Jahr oder länger und legt 1.200 Euro pro Monat zugrunde, braucht man grob 15.000 Euro.

Zuzüglich Fahrzeug. Fahrrad ist sicher billiger, aber einen gebrauchten Lieferwagen, der 20.000 Kilometer durchhält, bekommt man für um die 10.000 Euro, einen Geländewagen auch.

2.500 Euro für Ausrüstung (Wasserkanister, Matratze, Kocher).

Wäre man bei einem Kapitalbedarf von grob 30.000 Euro.

Damit wäre eine Langzeitreise ohne Arbeit und ohne “Bettelei” unterwegs möglich.

Wenn jemand meint, er wird niemals 30.000 Euro in seinem Leben zusammen bekommen, dann sind immer noch Einschränkungen möglich.

Fahrrad statt Auto zum Beispiel.

Reis und Gemüse sind überall billig, verzichtet man auf Fleisch und Luxus wie Bier, Wein etc. lässt sich das Budget nochmals deutlich reduzieren.

Wir haben Fahrradfahrer getroffen, die brauchen weniger als 500 Euro im Monat, also rund 6.000 Euro für ein Jahr.

Das muss doch möglich sein.

Wie Langzeitreisende ihre Weltreise finanzieren

Floriam Blümm

www.flocutus.de

Weltreise finanzieren: Florian
Florian

 

Wann wurde die Idee zur Langzeitreise geboren und wie lange hat es gedauert, bis du tatsächlich losgefahren bist? Was hat bei der Umsetzung der Idee am längsten gedauert?

Der Zeitaufwand vor meiner Langzeitreise war wie bei einem Umzug.

Das heißt Job kündigen, Wohnung kündigen, Umzugskartons packen und einlagern, Tapete abkratzen, Wohnung reinigen, Verträge wie Telefon, Fitness-Studio und Abonnements kündigen, abmelden usw.

Alles in allem waren es ca. 4 Monate Vorbereitung, wobei ich mit 3 Monaten auch ausgekommen wäre.

Die Reise selbst habe ich fast gar nicht vorbereitet.

Alles was ich hatte war ein Flug nach Bangkok, ein Thai Visum für 6 Monate, eine gebührenfreie Kreditkarte, eine Auslandskrankenversicherung und eine Wegbeschreibung vom Flughafen zum Backpacker-Viertel. Mehr Vorbereitung ist auch nicht nötig. Man sieht vor Ort besser, was man machen will.

Wie lange soll deine Reise dauern?

Meine Reise musste ich leider nach 2 Monaten abbrechen, wegen mehreren Krankheitsfällen in der Familie.

Ein Jahr später brach ich aber bereits wieder auf um die Reise fortzusetzen. Das war vor mehr als 5 Jahren und es ist noch kein Ende in Sicht.

Woher hast du gewusst, wie viel Geld du für die Reise benötigen würdest?

Ich wusste, dass eine Rucksackreise viel günstiger ist als mein Leben in Deutschland.

Deshalb habe ich mir über das Budget keine Gedanken gemacht.

Wenn ich trotzdem festgestellt hätte, dass mir das Geld ausgeht, wäre ich rechtzeitig heimgekehrt.

Wie viel Geld gibst du so etwa pro Monat aus? Was ist der größte Kostenfaktor?

Ich gebe im Mittel etwa 600 Euro pro Monat aus, also ca. 20 Euro pro Tag.

Größter Posten ist bei mir Essen und Trinken mit fast 25%, danach Flüge, Übernachtungen und Überlandtransport mit jeweils ca. 15%.

Ich reise seit 4 Jahren zusammen mit meiner Partnerin. Die Übernachtungskosten sind also für “halbe Doppelzimmer”.

Hast du für die Reise Geld gespart und/oder arbeitest du von unterwegs?

Zu Beginn der Reise waren meine Ersparnisse mehr als ausreichend.

Ich habe außerdem den Gründungszuschuss bewilligt bekommen, als ich mich zwischen 1. und 2. Reise selbstständig gemacht habe.

Seit dem 2. Reisejahr arbeite ich außerdem ortsunabhängig und verdiene genug Geld um weiter unterwegs zu bleiben.

Wie hast du das Geld für die Reise zusammenbekommen?

Ich habe als Berufstätiger wie zu meiner Studentenzeit gelebt, also ohne dem “Lifestyle-Creep” zum Opfer zu fallen.

So haben sich in kurzer Zeit viele Ersparnisse auf meinem Konto angesammelt.

Wie verdienst du unterwegs Geld?

Ich habe im 1. und 2. Jahr als digitaler Nomade alles Mögliche probiert von Übersetzungen ins Deutsche bis WordPress-Modifikationen.

Heute verdiene ich mein Geld mit Stockfotos und meinem Reiseblog flocutus.de.

Meinem Beruf als Software-Entwickler kann ich auf Reisen leider nicht nachgehen. Für längere Projekte sind die Arbeitsbedingungen auf einer Rucksackreise zu unvorhersehbar.

Was würdest du jemandem sagen, der gerne eine Langzeitreise unternehmen möchte aber meint, er könne keine Weltreise finanzieren?

Die Ausgaben auf einer Langzeitreise darf man nicht mit denen eines zweiwöchigen Urlaub vergleichen.

Wer Zeit hat und flexibel ist, gibt auf Reisen viel weniger aus, als im Alltag in Deutschland.

 

Wie Langzeitreisende ihre Weltreise finanzieren

Simone und Olaf

www.two-vagabonds.de

Weltreise finanzieren Simone und Olaf
Simone und Olaf

 

Wann wurde die Idee zur Langzeitreise geboren und wie lange hat es gedauert, bis ihr tatsächlich losgefahren seid? Was hat bei der Umsetzung der Idee am längsten gedauert?

Die Idee ist auf unseren Reisen entstanden und 2007 haben wir die Idee einfach mal angefangen umzusetzen und unser Haus zum Verkauf angesetzt.

Danach sind wir in einen Wohnwagen gezogen und haben unseren LKW zu unserem Haus – und Reisemobil verwandelt, was dann insgesamt 2 Jahre gedauert hat, in denen wir allerdings noch Vollzeit gearbeitet haben.

Wie lange soll eure Reise dauern?

Wir haben uns kein Zeitlimit gesetzt und wollen uns auch weiterhin alles offen lassen eben EIN LEBEN AUF REISEN.

Woher habt ihr gewusst, wie viel Geld ihr für die Reise benötigen würdet?

Das haben wir nicht gewusst, aber wir haben uns  auch keine großen Gedanken darüber gemacht.

Wie viel Geld gebt ihr so etwa pro Monat aus? Was ist der größte Kostenfaktor?

Das ist echt abhängig von soviel Faktoren, dass ich dazu keine definitive Aussage machen kann.

Wir haben es schon mal geschafft mit ca. 300,-Euro im Monat (Venezuela) auszukommen, aber im Gegenzug dagegen stehen auch schon mal über 1.800 Euro in Alaska (Essen teuer und viel gefahren)!

Wie gesagt die vielen verschiedenen Faktoren spielen da eine immense Rolle wie z. B. Sprit,- Lebensmittelpreise, wie viele Kilometer fahre ich, Versicherung im jeweiligen Land für die Kfz’s, gehen wir Essen oder kochen wir selber, Tierartzkosten für Gesundheitszeugnisse, Impfungen für unsere Hunde und mehr. Eintrittsgelder, Ausfluege mit eventuellen Übernachtungen, Museen und sicherlich auch Reparaturen, sein ebenso erwähnt wie Camping,- bzw. Stellplatzkosten, die bei uns aber eine untergeordnete Rolle spielen, da wir diese meiden.

Ausserdem noch viele andere Dinge die man sich im Leben auf Reisen entweder leistet oder auch spart. Ist also ganz individuell…

Unser grösster Kostenfaktor ist der Diesel, den wir verfahren und hält sich fast in der Waage mit dem benötigten Lebensmitteln.

Also wenn man es mal im ganz großen Durchschnitt nimmt, liegen wir um die 1.000 Euro, plus/minus.

Wie habt ihr das Geld für die Reise zusammenbekommen?

Wir haben den Überschuss von unserem Hausverkauf angelegt (Anlageberater siehe HP) und leben seit dieser Zeit davon.

Wie verdient ihr unterwegs Geld?

Die einzige Zusatzeinkunft die wir mal hatten waren ein paar verkaufte Bilder/Fotos unserer Reise an einen namhaften Reisebuchverlag (aber das reicht nicht einmal für eine Tankfüllung.

Und nun sehr aktuell einen Bericht an eine Offroad Zeitschrift, sowie auch schon mal eine Verlinkung auf unsere HP von einer Firma.

Was würdet ihr jemandem sagen, der gerne eine Langzeitreise unternehmen möchte aber meint, er könne keine Weltreise finanzieren?

Naja, das ist sehr schwer was zu empfehlen, da jeder anders gestrickt ist und andere Werte und Vorstellungen vom Leben und auch dementsprechend einer Langzeitreise hat.

Wir haben auch sehr lange nach einer Lösung gesucht und letzten Endes nur die eine für uns gefunden um wirklich lange unterwegs zu sein:

Alles verkaufen und aufgeben was man sich bis dahin erschaffen hat.

Wir haben es dann gut anlegen können, aber manchmal wäre auch eine andere Lösung anzudenken:

In Immobilien zu investieren und von der Mieteinnahme seine Reise bestreiten….

Aber vielleicht, was uns nach langem überlegen und Träumen geholfen hat, war zum einen der Anlageberater und einfach das Abenteuer wagen, ohne sich zu viele Gedanken darüber zu machen.

 

Wie Langzeitreisende ihre Weltreise finanzieren

Stefan

www.howfarcanwego.de

Weltreise finanzieren: Stefan
Stefan

 

Wann wurde die Idee zur Langzeitreise geboren und wie lange hat es gedauert, bis du tatsächlich losgefahren bist? Was hat bei der Umsetzung der Idee am längsten gedauert?

Der Traum wurde 6 Jahre vor Reisebeginn geboren, war dann für 4 Jahre in der Kategorie “würde ich gerne mal machen”.

2 1/2 Jahre vor Reisebeginn ist es dann konkret geworden. Richtig mit Handschlag und Treueschwur usw.

Wir wären sicherlich noch am gleichen Tag losgefahren, aber mussten erst einmal das Geld für die Reise zusammen sparen.

Wie lange hat deine Reise gedauert?

2 Jahre

Woher hast du gewusst, wie viel Geld du für die Reise benötigen würdest?

Auf Blogs und Foren bekommt man ein ungefähres Gefühl, was es kosten kann.

Ich habe deswegen meine Kosten auf meinem Blog offen gelegt, um somit potentiellen Motorradreisenden einen guten Einblick zu verschaffen.

Wie viel Geld gibst du so etwa pro Monat aus? Was ist der größte Kostenfaktor?

Das hängt natürlich sehr vom Reiseland ab.

In Australien waren es sicher 2.000 Euro, während ich in Indonesien meinen Rekord hatte mit 220 Euro.

Es hängt auch davon ab, ob ich mich ständig bewege, oder für eine Weile an einem Ort bleibe. Bin ich an einem Ort habe ich nach wenigen Tagen rausgefunden wo es günstiges Essen gibt, wo ich günstig unterkommen kann und wo es am meisten Spaß macht. Außerdem gebe ich kein Geld für Benzin aus.

Der größte Kostenfaktor war Besuch von Freunden.

Die kamen nämlich aus dem Angestelltenverhältnis zu uns gejettet und verbrachten ihren Jahresurlaub mit uns. Auch wenn wir klar gesagt haben, dass wir uns dem Ausgaben-Level nicht anpassen können, haben wir in den “Besuchszeiten” viel viel viel (viel) mehr Geld ausgegeben.

Teuer war auch das Verschiffen nach Australien von Osttimor.

Hast du für die Reise Geld gespart und/oder arbeitest du von unterwegs?

Ich hatte das Geld bis nach Australien gespart.

Dort habe ich dann  mit einem Work & Travel Visum gearbeitet.

Wir hatten vor über unseren Blog Einnahmen zu generieren, das hat allerdings nicht funktioniert.

Wie hast du das Geld für die Reise zusammenbekommen?

Ich hatte einen magischen Umschlag in einer Schublade meines Schreibtisches.

Zu jedem Monatsbeginn bin ich diebisch zum Geldautomat geschlichen und habe soviel abgehoben, dass ich gerade noch so über die Runden gekommen bin. Das abgehobene Geld kam in den Umschlag, der nicht nur magisch war sondern auch heilig.

Bevor ich mir daraus Geld genommen hätte, hätte ich mir eine Axt ins Bein gehauen. “Du darfst nie, nie, nie Geld aus dem Umschlag nehmen, sonst verliert er seine Magie.”

Über die Monate ist der Umschlag dicker und dicker geworden und kurz vor Reisebeginn habe ich das Geld schließlich eingezahlt.

Wie hast du unterwegs Geld verdient?

In Australien habe ich in einer Bar und als Buchhalter gearbeitet.

Was würdest du jemandem sagen, der gerne eine Langzeitreise unternehmen möchte aber meint, er könne sich das niemals leisten?

Es ist ein Prioritätenproblem: Wer einen Neuwagen least, in einer Penthouse Loft wohnen muss, einen größeren Kleiderschrank hat als Jennifer Lopez, jedem neuen IPhone hinterherjagt, der wird sich eine Langzeitreise niemals leisten können.

Wenn du deine Reise als oberste Priorität festlegst kannst du auch Geld dafür sparen.

 

Ich bedanke für mich für die aufschlussreichen Antworten. Schön, dass ihr mitgemacht habt.

Und du?

Wie hast du deine Weltreise finanziert?

About Steffi

Mein Name ist Steffi. Zusammen mit meinem Mann Olaf und unserer Hündin Lucy wohne ich in einem ausgebauten LKW mal hier mal da – meistens dort. Bevor ich zum „Leben auf Rädern“ kam, bin ich mit dem Fahrrad gereist. Davor lebte ich in einem Haus, hatte einen ganz normalen Job bei einer Bank  - der ganz normale Wahnsinn... Schnell habe ich festgestellt, dass das nicht alles sein kann. 2002 nahm ich ein Jahr Auszeit und bin so auf den Geschmack gekommen. Seit 2007 bin ich wieder unterwegs und mein Leben hat sich komplett geändert. Folge mir via Feedly und Bloglovin´

36 comments

  1. Ich bin bei diesen ganzen Überlegungen noch sehr in der Vorphase… vermutlich frühestens in 2 Jahren kann ich sowas angehen…
    Aber schon mal jetzt Gedanken machen, kann ja nicht verkehrt sein.

    Hauptsächlich kreisen da meine Gedanken um die richtige Auswahl und Bestückung des Reisefahrzeugs, also
    – Einkaufsquellen / vernünftige Ausbauwerkstätten möglichst im norddt. Raum
    also sind zB grundsätzlich Benz – oder MAN Chassis besser gegenüber sowas wie fiat, ford…
    bringt 4 -radantrieb was ?
    sowie dessen
    – Stabilität /Dauerhaftigkeit einerseits ,
    – Reparierbarkeit worldwide …
    – klimaunabhängigkeit (welche Klimaanlage ?) bei Reisezielen auch bis in tropische Regionen
    – ausgehend von 2 Personen
    – Spezialisten für Diebstahls/Einbruchssicherung …

  2. Ich fand die Beiträge auch sehr informativ, frage mich aber bei einigen schon, ob auch ans Alter /Rente gedacht wird.
    Aber vielleicht bin ich in meiner Planung im Kopf noch nicht weit genug 😉
    Ich rechne immer bei den Monatskosten immernoch die Lebensversicherungen ein, damit wir im Alter auch was haben. Und dann reichen 1.000 EUR für 2 Personen leider nicht.

    Viele Grüße und viel Glück allen Reisenden!

    • Hallo Nadja! Vielen Dank für deine Worte. Einige Reisende schreiben ja, dass sie quasi finanziell unabhängig sind. Was wohl bedeutet, dass sie auch im Alter genauso viel Geld im Monat zur Verfügung haben werden wie jetzt. Während andere eine zeitlich begrenzte Reise machen und danach wieder arbeiten werden. Auch unterwegs arbeiten ist ja eine Möglichkeit. Vorsorge für´s Alter ist aber auf jeden Fall wichtig – das finde ich auch.

  3. Eine Statistik zum Nachdenken – krassen Gegenteil – da wird Auszeitfinanzierung zum Luxusproblem.

    http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/deutschland-3-4-millionen-kinder-sind-zu-arm-fuer-urlaub-a-1109854.html

  4. Danke für den Bericht!
    Ich selbst würde gerne mehr mit meinem alten Wohnmobil reisen, allerdings nicht so wie die oben interviewten Personen. Am Liebsten würde ich Deutschland und die Nachbarländer bereisen, muss also gar nicht mal so weit weg.
    Ich arbeite mich langsam darauf zu, allerdings habe ich immer noch Zweifel, ob ich es hinbekommen würde…. Mein Wohnmobil habe ich vorletztes Jahr gefunden, allerdings ist eine Menge daran zu machen, und ich weiß nicht wie ich das selbst hinbekomme… Da muss ich wohl noch mal “in die Lehre gehen”, falls ich jemanden finde, der mir dabei behilflich ist. Verkaufen und ein anderes holen möchte ich ungern, ich hänge mittlerweile an dem Fahrzeug, und der Motor scheint gut zu sein 😀
    Momentan arbeite ich in drei Jobs, um mir meinen Traum zu ermöglichen. Einmal meinem Brotjob, der mich wirklich fordert (Schicht, Wochenendarbeit, Überstunden, und das alles bei körperlich anstrengender Arbeit), und andererseits habe ich zwei Sachen, mit denen ich mich gerne selbstständig machen würde. Auch wenn das ein steiniger Weg ist, ich möchte nicht aufgeben, in der Hoffnung doch irgendwann mal mehr reisen zu können als das jetzt der Fall ist.
    Zwischendrin minimalisiere ich weiter, kann ja auch nicht schaden.
    Liebe Grüße,
    Sandra

  5. Interessanter Artikel! Vielen Dank für die Infos und Tipps zu den Möglichkeiten – hilft sicherlich allen, die ein ähnliches Vorhaben planen

  6. Viele würden gerne aussteigen, sind aber nicht bereit, dafür etwas zu tun. Arbeiten und Geld sparen? Bloß nicht! Die Verlockungen sind dann doch einfach zu groß, um sein Geld aus dem Fenster zu werfen.

    Wir haben uns auch ein kleines Polster für die Anfangszeit zurückgelegt und schauen jetzt, dass wir von unterwegs arbeiten – so einfach ist das 🙂

    Liebe Grüße
    Nima

  7. Immer interessant und inspirierend zu sehen, wie es andere Reisenden anstellen und was es alles für Lebensentwürfe gibt. Danke dafür.

  8. Andreas Thinius

    Das Ding passiert im Kopf, nicht auf dem Konto!

    150.000km by bike. Since 2002 on the road 🙂

  9. Da ich Deinen Bericht geteilt habe, kann ich Dir auch gerne folgendes Kompliment machen:

    Danke Steffi, ist ein toller Bericht geworden, der auch bei unseren Lesern von “Lebensdomizile weltweit” sehr gut angekommen ist!

    Wir erleben ähnliche Aussagen auf unseren mehrmonatigen Recherchereisen, wenn es darum geht, dass die Generation 50plus sich auf die Spuren der Globetrotter macht. Oft sind die Kinder aus dem Haus, das große Haus wird verkauft und man reduziert sich, um dann zu reisen. Reduzieren geht auf zweierlei Arten. Wenn es finanziell möglich ist, behalten einige – neben dem Wohnmobil – noch eine kleinere Wohnung oder ein Apartment als Rückzugsort. Andere leben und reisen nur noch im Wohnmobil und genießen die neue Freiheit ab 50.

    Daher liebe Grüße, Petra

  10. Super Bericht***DANKE für die tollen Interviews

    …ich selbst war 3 Monate im Sabbatical…seitdem bin ich auf den Geschmack gekommen und spare 🙂

  11. Toller Beitrag und ein paar super Blogs entdeckt, die ich noch nicht kannte! Danke dafür! LG Christina

  12. Marcel Hophan

    Kann ich nur zustimmen. Bin seit 15 monaten schon unterwegs und mache noch bisschen.
    http://Www.hopistravel.blogspot.com

  13. Julian Szeh

    haha, das war vorhin von ner anderen Seite geteilt, da hab ich es auch schon gelesen 😀 😀

  14. Interessanter Beitrag. Aber viele der erwähnten Personen haben schon einige Jahre auf den Rücken, da ist es schwer als junger Mensch mit zu halten. LG Thomas

  15. Klaus Decker

    Absolut informativ!
    Klaus und Michaela
    Freundschaft aller Völker

  16. Karsten Meyer

    Sehr schöner Beitrag. Wir haben auch nicht im Lotto gewonnen und sind über ein Jahr unterwegs.
    Www. 2015.edeundsten.de

  17. Matthias Friedrichs

    Super! Vielen Dank, das hilft mir sehr!!!

  18. Micha Ropers

    Hammer…..danke für die Interviews und die ganzen Infos.

  19. Miguel May

    “Denke daran, je simpler und einfacher, desto leichter und kostengünstiger zu warten. Was du nicht hast, kann nicht kaputt gehen und verursacht keine Kosten.”

    War einer meiner Lieblingssätze. Ich würde mir gerne beim Ausbau helfen lassen, aber nach dieser Maxime arbeitet keiner von den Dienstleistern. Ausser Ex-Tec bei den Landrovern 😉

  20. Miguel May

    Tolle Zusammenstellung, vielen Dank dafür an dich – und an alle die deine Fragen beantwortet haben 🙂

  21. Ulli Job

    That´s it…genauso isses 🙂

  22. Thomas Lehn

    Interessant für jeden, der sich mit einer Langzeitreise beschäftigt! Liebe Grüße aus Windhoek/Namibia, Conny & Tommy, http://www.mantoco.com

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.