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Artikelbild: Alleine Reisen

Wie du lernst, frei zu sein

Bist du auch ständig unter Menschen? Immer mit anderen zusammen? In der Schule, der Uni, bei der Arbeit, im Freundeskreis, mit der Familie, im Sportverein? Wann warst du das letzte Mal alleine? Richtig alleine? Nur du?

Ich glaube, es ist wichtig auch mal alleine zu sein.

Um zu dir zu finden, brauchst du die anderen nicht.

Nur dich.

Du brauchst Freunde und Feinde, um zu lernen und die Einsamkeit, um zu wachsen.

Sozialkompetenz und Selbstbehauptung lernst du im Umgang mit anderen Menschen. Dann und wann musst du dich aber auch von der Welt zurückziehen können.

Alleine sein.

Deine eigenen Gedanken hören. Dich deinen Ängsten stellen. Ereignisse verarbeiten. Wachsen.

Wo könntest du besser mit dir alleine sein, als auf einer Solo-Reise?

Alleine zu reisen ist eine gute Möglichkeit zu dir selbst zu finden. Fern der Heimat ganz auf dich gestellt, lernst du dich vielleicht ganz neu kennen.

Da ist niemand, der dir reinredet, niemand auf den du Rücksicht nehmen müsstest. Du kannst alles selbst entscheiden. Du bist zurückgeworfen auf dich und deine Fähigkeiten. Du lebst den Tag, genauso wie du es für richtig hälst.

Dabei wirst du sehr viel über dich lernen. Was du kannst, was du nicht so gut kannst. Welche Ängste du hast, welche geheimen Talente noch in dir schlummern.

Alleine Reisen

Vielleicht vergisst du manchmal das Leben zu genießen, während es sich vor dir entfaltet? Bist du oft damit beschäftigt alles in hohem Tempo abzuhaken? Warum bist du immer in solcher Eile – und dann trotzdem traurig, wenn es plötzlich vorbei ist?

Auf einer Solo-Reise kannst du deinen inneren Frieden (wieder)finden und lernen frei zu sein.

Der erste Schritt in Richtung innerer Friede ist, zuzugeben dass du auf einiges keine Antwort hast.

Der zweite Schritt ist, das Unbekannte anzunehmen und nicht dagegen anzukämpfen. Um in die Freiheit zu gelangen, musst du dir klarmachen, dass das Unbekannte weniger riskant ist als das Vertraute – und dann den Schritt wagen.

Ja, wagen.

Eine Solo-Reise ist ein Wagnis, doch wenn du gewillt bist, deinen vermeintlich sicheren Kuschelbereicht zu verlassen, gelangst du in die Freiheit. Das Schwierigste dabei ist der erste Schritt. Sobald der getan ist, beginnt die Welt sich zu verändern.

Das Streben nach Kontrolle ist die Wurzel von Unsicherheit und Leid.

Dem Stress, dich einer ungewissen Zukunft in einer unsicheren Welt ausgesetzt zu sehen, kommst du am besten bei, indem du dich mit dem Mangel an Kontrolle abfindest.

Was also heisst: Genau das, was du am wenigsten willst, nämlich den Kontrollverlust, ist dein einziger Ausweg, deine einzige reale Möglichkeit, dich zu wappnen.

Freiheit ist Verlust von Kontrolle

Hast du nämlich erkannt, dass du dich nirgends verstecken kannst, hörst du auf zu rennen. Und dann wird dir erstmals bewusst, dass die wahre Sicherheit nicht darin besteht dich vor dem Augenblick zu schützen. Sie besteht vielmehr in einer völligen Öffnung für das “was ist”.

Angst vorm Alleinsein

Warum schreibe ich das?

Viele Menschen haben Angst davor alleine zu sein.

Mit sich.

Mit ihren Gedanken.

Sie weichen sich aus, statt sich mit sich auseinanderzusetzen.

Dabei ist dies der einzige Weg, um inneren Frieden und Freiheit zu erlangen und ein entspanntes und gelassenes Leben zu führen.

Fort vom Alltag, von Familie und Freunden, vom Bekannten und vermeintlich Sicheren, gelingt es den Menschen interessanterweise am ehesten sich sich selbst zu stellen.

Wenn du alleine bist, findest du dich und nicht die anderen mit ihren Erwartungen an dich. Du musst keine Rolle mehr spielen. Du bist dann nicht mehr Sohn oder Tochter, Enkel oder Enkelin, Ehemann oder Ehefrau, Freund oder Freundin, Vater oder Mutter, Nichte oder Neffe, Arbeitskollegin, Chefin oder Star der Fußballmannschaft. Du bist dann nur noch du.

Du findest zurück zu dem was dich im Wesentlichen ausmacht. Und dieses Wesen bringst du von deiner Solo-Reise dann wieder zurück zu den anderen.

Vorbereitungen für die Alleine Reise

Auf eine Solo-Reise solltest du dich gut vorbereiten. Nicht nur in Hinblick auf Reiseziel, Visa, Impfungen, Packliste, Hotel- und Flugbuchung, sondern vor allem auch auf das Alleinsein.

Eine gute Vorbereitung auf´s Alleinsein ist ein Meditationskurs. Lerne mit deinen Gedanken und Gefühlen umzugehen. Lerne, wie du dich deinen Ängsten stellen kannst und mit schwierigen Situationen umgehst. Behalte während der Reise im Hinterkopf, dass du niemandem etwas beweisen musst, auch nicht dir selbst.

Wähle für deine erste Solo-Reise nicht das schwierigste Reiseziel. Eine einsame Wanderung durch die Wildnis Kanadas oder Backpacking in Australien, beides kann eine Solo-Reise sein, doch die Unterschiede könnten kaum größer sein.

Stimme Reiseziel und die Art des Reisens auf deine Persönlichkeit und deine Fähigkeiten ab.

Wähle einen Reisestil, der dich nicht überfordert. Packe den Rucksack nicht zu voll, damit du ihn leicht tragen kannst, nimm nicht zu viele Taschen mit, damit du die Hände frei hast und den Überblick nicht verlierst. Fahre nicht mit dem Rad oder einem Auto, wenn du dir bei einer Panne nicht selbst helfen kannst. Reise nur in die Wildnis, wenn du ausreichend Erfahrung hast und dort ganz alleine zurechtkommst. Während einer Solo-Reise brauchst du einen freien Kopf für das was unterwegs passiert, da darfst du nicht schon mit dem eigenen Gepäck überfordert sein.

Was sagen andere

Dieser Artikel wurde inspiriert von dieser Blogparade. Im Blog von Lisa und Philipp Alexander findest du noch weitere Stimmen und Meinungen zum Thema “Alleine Reisen”.

Auch im Weltreiseforum gibt es einige Threads zur Solo-Reise:

Warum reist jemand lieber alleine als zu zweit?

Erfahrungen alleine unterwegs

Länderempfehlungen für unerfahrenen Alleinreisenden

Warum sucht “man” eigentlich einen Reisepartner?

 

Und du?

Hast du bereits eine Solo-Reise unternommen? Wie war es?

Planst du eine Solo-Reise? Hast du Fragen? Ängste? Vorschläge?

Lob oder Kritik zu diesem Artikel ist sehr willkommen. Bitte schreib mir!

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About Steffi

Mein Name ist Steffi. Zusammen mit meinem Mann Olaf und unserer Hündin Lucy wohne ich in einem ausgebauten LKW mal hier mal da – meistens dort. Bevor ich zum „Leben auf Rädern“ kam, bin ich mit dem Fahrrad gereist. Davor lebte ich in einem Haus, hatte einen ganz normalen Job bei einer Bank  - der ganz normale Wahnsinn... Schnell habe ich festgestellt, dass das nicht alles sein kann. 2002 nahm ich ein Jahr Auszeit und bin so auf den Geschmack gekommen. Seit 2007 bin ich wieder unterwegs und mein Leben hat sich komplett geändert. Folge mir via Feedly und Bloglovin´

4 comments

  1. Kai Fröhlich

    Haha, jeden Tag bin ich alleine…mit meinen Tieren. Nichts besonderes…

  2. Rainer Frank

    ….ein Akt von Befreiung, auch… 😉

  3. Kai Seifferth

    Öfter mal 😉 weil ich sonst wahnsinnig werde 😀

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