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Mit dem Wohnmobil nach Griechenland: Anreise zur Fähre nach Venedig

Einen Monat früher als im letzten Jahr schaffen wir es dieses Mal uns auf den Weg in den Süden zu machen.

 

Für unseren Geschmack ist es in Portugal, insbesondere an der Algarve, im letzten Winter schon viel zu voll gewesen. Es wird immer schwieriger noch nette Plätze am Meer zu finden, die noch nicht mit Überwinterern überfüllt sind.

 

Auch wenn wir persönlich noch nicht betroffen waren, so häufen sich im Bekanntenkreis die Geschichten vom härteren Durchgreifen gegen die Wohnmobilflut seitens der Behörden.

 

Außerdem haben wir das Gefühl überall schon einmal gewesen zu sein. So dass wir uns diesen Winter den Peloponnes und eventuell noch Kreta als Reiseziel ausgesucht haben.

 

In der Vergangenheit hat es sich für uns bewährt Samstage und Sonntage gerade zum Fahren durch Deutschland zu nutzen. Das LKW Verkehr Aufkommen ist da geringer, als in der Woche.

 

So geht es ganz entspannt am Samstag Nachmittag los in den Süden.

 

Am ersten Tag schaffen wir es bis kurz vor Hannover. Landen einen Zufallstreffer. Finden einen verlassenen Baggersee unweit unserer Strecke. So dass unser vierbeiniger Mitfahrer am Abend bei bestem Spätsommerwetter noch Gelegenheit für ein ausgiebiges Bad hat.

 

💡 Wie du Übernachtungsplätze findest  💡

 

Weil wir – wie immer – völlig planlos losgefahren sind, verbringen wir den Abend damit uns eingehender mit der zu erwartenden Route zu beschäftigen.

 

Da wir uns dazu entschieden haben die Anreise mit dem Wohnmobil nach Griechenland von Italien mit der Fähre fortzusetzen, stehen auch hierfür noch einige Recherchen im Internet an.

 

Auch die Alpen wollen überquert werden. Und so richtig wissen wir noch gar nicht, wie und wo genau. Und auch die Autobahn Maut in Österreich ist für uns Neuland. Da wir über 3,5 t wiegen müssen wir den Österreichern wohl noch eine Go-Box abkaufen, wenn wir die Autobahn wirklich benutzen wollen.

 

Am Sonntag kommen wir zeitig los. Unser Plan zügig über die A7, A2 und die A9 südwärts zu fahren, geht nur bedingt auf. Es sind zwar keine LKW unterwegs, dafür relativ dichter PKW Reiseverkehr. Außerdem ist das schöne Spätsommerwetter von Samstag verschwunden und es regnet im Laufe des Tages immer mal mehr und mal weniger, so dass meistens eine graue und trübe Landschaft an uns vorbei zieht.

 

Abends verlassen wir auf gut Glück irgendwo vor Nürnberg die Autobahn. Fahren einige Kilometer über schmale Straßen und finden recht zügig ein nettes Plätzchen auf einem Hügel.

 

Anreise Griechenland: Übernachten im Wald

Anreise Griechenland: Fliegenpilz

 

Auch der Montag zeigt sich zunächst wolkenverhangen und grau. Aber ein Blick in den Wetterbericht zeigt, dass hinter Nürnberg die Sonne auf uns wartet. Und so ist es dann auch.

Sobald wir aus der höher gelegenen Fränkischen Schweiz wieder tiefere Gefilde erreicht haben, gibt´s blauen Himmel und Sonne satt.

 

Anreise Griechenland: Irgendwo in Bayern

 

Anreise mit dem Wohnmobil nach Griechenland

Dietfurt an der Altmühhl

 

Irgendwann hinter Nürnberg verlassen wir die A9. Für einen kurzen Boxenstopp am Discounter und fahren danach für eine Weile über Landstraßen parallel der Autobahn weiter. Teilweise am Main-Donau-Kanal entlang, bis dieser irgendwann in die Altmühl mündet.

 

Direkt im Mündungsbereich finden wir schließlich ein Plätzchen für die Nacht. Hier in Dietfurt gibt es einen kostenlosen Wohnmobil Stellplatz, fast direkt am Kanal. Leider auch unmittelbar neben einer bis zum Abend recht stark befahrenen Straße.

 

Am nahen Klärwerk gibt es die Möglichkeit die Toilette zu entsorgen und Frischwasser aufzufüllen.

 

Anreise Griechenland: Dietfurt an der Altmühl

Anreise Griechenland: Dietfurt an der Altmühl

 

Anreise mit dem Wohnmobil nach Griechenland

Wasserburg am Inn

 

Weiter geht es die Altmühl entlang. Bis Kehlheim, wo wir rechts abbiegen, die Donau überqueren und ein kurzes Stück dem Flusslauf folgen.

 

Mittags stoppen wir auf dem Parkplatz eines römisches Fords. Von dem leider nur noch die Grundmauern erhalten und zu besichtigen sind.

 

Anreise Griechenland: Römisches Ford Abusina Eining

 

Für den Rest des Tages ist irgendwie der Wurm drin. Zwar fahren wir auf gut zu befahrenen kleinen Straßen mit wenig Verkehr. Doch als wir am zeitigen Nachmittag Ausschau halten nach einem Platz für die Nacht, wird es kompliziert.

 

Wir fahren Stunde um Stunde. Abbiegen sinnlos. Jeder Weg führt zu einem Hof. Es gibt viele Verbotsschilder: Nur landwirtschaftlicher Verkehr frei, oder gar Privatweg. So dass wir wieder Mal länger im Auto sitzen als geplant und erst am späten Nachmittag am Rande eines Großparkplatzes im Wasserburg am Inn zum Stehen kommen.

 

Das Wetter entschädigt. Am Abend ist es noch so warm, dass wir auch nach Einbruch der Dunkelheit lange im T-Shirt auf der Terrasse sitzen können.

 

Anreise Griechenland: Auf der Terrasse in Wasserburg am Inn

 

Wetter gut – alles gut. Wir gönnen uns einen Tag Pause. Bereiten uns auf die bevorstehende Alpenüberquerung vor.

 

Anreise mit dem Wohnmobil nach Griechenland

Kiefersfelden

 

Um 14 Uhr am nächsten Tag fahren wir kurzentschlossen in Wasserburg am Inn los. Wir brauchen für Österreich ja noch die Go Box, müssen tanken und einkaufen. Das wollen wir nicht morgen machen. Denn das Wochenende wollen wir durch die Alpen fahren und möglichst weit kommen.

 

Die letzten Tage gab es dann doch noch einiges zu organisieren. Es fallen einem ja immer wieder Dinge ein, die man noch erledigen möchte, bevor es ins Ausland geht. Warum auch immer. Naja, vor allem liegt es daran, dass wir in Österreich und Italien erst mal kein Internet im Wohnmobil haben werden. Es mussten also noch ein paar Telefonate geführt, ein paar Briefe geschrieben und einige Infos eingeholt werden.

 

Wie läuft das mit der Go-Box? Welche Route wählen wir? Wann fahren die Fähren? Wollen wir schon eine buchen, oder lieber direkt in den Hafen fahren?

 

Wie immer beginnen wir mit diesem Teil der Reiseplanung ganz kurz vorher.

 

Eigentlich braucht man das gar nicht machen. Planen. Es kommt sowieso immer alles anders. Oder vielmehr läuft es meistens auch einfach so. Man kennt die Richtung, man weiß, dass man irgendwo Maut zahlen muss und dass es irgendwann auf eine Fähre geht. Eigentlich ist das auch schon alles, was man wissen muss.

 

Wir fahren bis Rosenheim und weiter. Bei Asfinag  haben wir uns einige Stellen herausgesucht, wo wir die Go-Box kaufen können. Aber das ganze hat natürlich so seine Tücken. Wir haben übersehen, dass die meisten dort vermerkten Vertriebsstellen nur Vignetten verkaufen. Das ist auf der Website auch echt irreführend gelöst. Wir benötigen aber die Go-Box, weil wir über 3,5 t wiegen. So steuern wir 2 Tankstellen vergeblich an. Macht aber nix, die liegen eh auf dem Weg.

 

So ist das mit der Planung. Wir hätten das auch viel einfacher haben können. Einfach die letzte Raststätte vor der Grenze ansteuern, Go-Box kaufen, weiterfahren.

 

In Kiefersfelden – dem letzten Ort vor der letzten Raststätte in Deutschland – kaufen wir ein und vor allem geben wir unsere Pfandflaschen ab!

 

Da wir morgen früh aufbrechen wollen, besorgen wir uns diese Maut-Box noch am Abend. Auf der Raststätte. Und verbringen hier auch gleich die Nacht. Es ist mittlerweile 18 Uhr und wir wären von der Raststätte eh nicht mehr runter gekommen – außer in Richtung Österreich.

 

Anreise mit dem Wohnmobil nach Griechenland

Österreich – Italien

 

Am Morgen erst gegen 10 Uhr verlassen wir die Autobahnraststätte an der Grenze zu Österreich.

 

Wir lesen uns die Anleitung der Go Box durch und kleben sie hinter die Windschutzscheibe.

 

Anreise Griechenland: Go Box

 

Es ist ziemlich voll auf der Autobahn. Obwohl Samstag ist. Sehr viele PKW unterwegs und viele Wohnmobile, die Richtung Süden fahren. Wir stehen mindestens drei Mal im Stau. Vor allem Rund um Innsbruck ist viel Verkehr.

 

Anreise Griechenland - Lucy trägt Gehörschutz

 

Ab Innsbruck geht es auf die Brennerautobahn.

 

Für die Österreich Durchquerung müssen wir etwa 60 Euro bezahlen. Dagegen ist die italienische Autobahn bis Verona mit 17,50 Euro ein Schnapper.

 

Bisher sind wir immer ganz gut damit gefahren, nicht krampfhaft versuchen zu wollen, keine Maut zu bezahlen. Gerade in Grenzregionen oder in den Bergen stellte sich bisher immer heraus, dass die Maut gut angelegtes Geld war, da wir uns viele Kreisverkehre, Ortsdurchfahrten und Steigungen ersparten.

 

Doch fast 60 Euro nur für das kurze Stück durch Österreich, inklusive diverser Baustellen, mehrerer Staus – finden wir echt happig. Und noch nie haben wir für so ein kurzes Stück soviel Geld bezahlt. Auf der Rückfahrt werden wir wohl versuchen, dies zu vermeiden. Da werden wir uns bemühen mit unserer historischen Lärmkulisse die parallele Bundesstraße zu verstopfen.

 

Wir fahren immer an der Edge entlang. Ein grüner, gurgelnder Gebirgsfluss, der die Alpen runter fließt und in die Adria mündet. Im Tal der Edge ist die Autobahn, die Eisenbahn, der Fluss. Und immer wieder kleine Dörfer und Städte wie Bozen.

 

Die Raststätten, die wir ansteuern, um eigentlich nur mal kurz zu halten, um aufs Klo zu gehen und uns die Beine zu vertreten, sind vollgeparkt mit LKW, so dass wir auf keiner einen Platz finden.

 

Bis zum Brenner Pass geht es knackig bergauf. Auf etwa 1.300 Meter. Das Kühlwasser wird heiß und heißer, aber der Laster schlägt sich super. Über eine längere Strecken ziehen wir eine Schlange LKW hinter uns her, da es ein Überholverbot gibt. Die meisten tragen dies mit Fassung.

 

Nachdem wir über den Pass sind, geht es wieder abwärts. Es wird merklich wärmer, der Himmel ist blau. Wir halten Ausschau nach einem Übernachtungsplatz, obwohl es noch früh am Nachmittag ist. Wir hatten mit weniger Verkehr gerechnet, aber so ist die Fahrt recht anstrengend. Irgendwo fahren wir von der Autobahn ab. Kurz liebäugeln wir mit dem Gardasee. Doch aufgrund der hohen Wohnmobildichte, wird es dort wohl sehr voll sein. Daher knicken wir die Idee.

 

In einem kleinen Ort kurven wir durch ein Gewerbegebiet. Leider gibt´s überall Parkverbote für Fahrzeuge über 3,5t. Wir kaufen das erste italienische Brot im Supermarkt ein und fahren weiter über die Landstraße parallel zur Autobahn.

 

Anreise mit dem Wohnmobil nach Griechenland

Verona, Italien

 

In einem Industriegebiet kurz vor Verona, in dem im großen Stil Marmor verarbeitet wird, finden wir gegen 17 Uhr einen ruhigen Parkplatz.

 

Anreise Griechenland: Parkplatz bei Verona

 

Es riecht gut. Die Luft ist angenehm mild. T-Shirt Wetter.

 

Wir drehen eine Runde durch die Umgebung und finden im Nachbarort zum Industriegebiet einen Zugang zur Edge und Lucy geht  baden. Wieder Zuhause beschäftigen wir uns mit dem Kartenstudium, da wir noch nicht wissen, wie es weiter geht.

 

Anreise Griechenland: An der Edge

 

Die Fähre ab Venedig nach Griechenland fährt wahrscheinlich Sonntag – also morgen. Was wir nicht schaffen wollen. Und dann wieder am Mittwoch und Donnerstag.

Wir überlegen, wie wir die nächsten Tage gestalten. Groß rumfahren? Diesel kostet hier über 1,35 Euro. Daher ist uns nicht ganz klar, ob wir das wollen.

 

Anreise mit dem Wohnmobil nach Griechenland

Oriago bei Venedig

 

Wir kommen spät los, da Olaf noch Karten auf dem Navi installieren will und natürlich nichts reibungslos klappt.

 

Danach sind wir auf der Suche nach einem Geldautomaten. Irren etwas umher. Das Ausschau halten nach einem EC-Symbol, wie in Deutschland oder Anderswo, bringt nichts. Die Banken sind hier sehr gut getarnt. Endlich finden wir eine in Sommacampagna. Dann können wir auch auf die Autobahn fahren. Die kostet nämlich – und Bargeld war nicht mehr vorhanden.

 

Autobahn fahren ist günstig in Italien. Für die Brennerautobahn bis kurz vor Verona haben wir 17 Euro bezahlt. Und für die Strecke Verona – Venedig gerade mal 9. Es hätte auch eine Alternativstraße neben der Autobahn gegeben. Die probieren wir mal auf dem Rückweg.

 

Es ist Sonntag, die Straßen sind frei, vor allem frei von LKW. Auf der Autobahn entfällt auch das ständige Bremsen in Ortschaften und an Kreisverkehren. Mit Kurzhauber ist es einfach angenehmer immer zu rollen.

 

Wir fahren direkt in den Hafen. Zum Anleger der Fähre. Wir wissen zwar, dass wir die heutige Fähre verpasst haben. Aber wir wollen mal schauen, ob wir dort schon eine Karte für die nächste kaufen können.

 

Leider ist dort bereits geschlossen. Der nette Streifenpolizist, der gerade vorbei fährt, erzählt uns, dass die Schalter der Fährgesellschaften immer erst ein paar Stunden vor Abfahrt besetzt sind. Die nächste Fähre geht am Mittwoch.

 

So fahren wir etwas herum. Auf der Suche nach einem Platz, wo wir die nächsten Tage verbringen können. In dem kleinen Ort Giovanni bei Oriago finden wir einen Parkplatz am Markt (Piazza Mercato). Wir gehen am Kanal spazieren. Es nieselt. Die Luft ist angenehm mild.

 

Anreise Griechenland: Parkplatz in Giovanni bei Oriago

 

Die Nacht auf dem kleinen Parkplatz hinter der Apotheke ist ruhig. Eine Frau füttert die streunenden Katzen, die hier wohnen. Ansonsten gehen die Italiener so ihren eigenen Weg. Grüßen nicht. Interessieren sich nicht für das deutsche Wohnmobil.

 

Vormittags drehen wir eine runde durch den Ort. Das macht allerdings nicht viel Spaß. Fußwege wurden beim Straßenbau vergessen. Es ist viel Verkehr. Hinter fast jedem Gartenzaun kläfft ein Hund.

 

Zurück auf dem Marktplatz entdecken wir ein Schild: Dienstag ist Markt! Also morgen. Da suchen wir uns doch lieber einen anderen Platz, bevor wir hier morgen nicht wegkommen.

 

Anreise mit dem Wohnmobil nach Griechenland

Mira bei Venedig

 

Das ist allerdings nicht einfach. Wir kurven viel herum. Überall wohnen Menschen. Parkraum gibt es nicht. Letztendlich folgen wir einem Weg am Ufer eines Kanals. Weit weg von den letzten Häusern parken wir. Die Sonne scheint, es ist sehr warm. Endlich wieder T-Shirt Wetter. Den Nachmittag verbringen wir damit den Kühlschrank abzutauen.

 

Anreise Griechenland: Am Kanal in der Lagune von Venedig

 

Anreise Griechenland: Schiff das den Hafen von Venedig verlässt

 

Als wir ankommen sind wir noch mutterseelenalleine in der Landschaft mit Aussicht über die Felder. Am späten Nachmittag nimmt der Betrieb zu. Immer mehr Autos fahren in Schrittgeschwindigkeit den langen Uferweg auf und ab. Halten an. Die Fahrer reden miteinander. Fahren weiter. Stellen ihr Auto ab und verschwinden im Gebüsch. Wir werden das Gefühl nicht los an einem Szene Treffpunkt gelandet zu sein. Die vielen Kondome, die am Straßenrand liegen, erhärten unseren Verdacht.

 

 

➡ Wir sind Teilnehmer am Goferry Partnerprogramm. Wenn du dein Ticket über uns buchst, erhalten wir eine kleine Provision. Für dich bleibt der Preis der gleiche 🙂

 

Nächste Wochen berichten wir dann von der Fährfahrt!

 

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Über Steffi und Olaf

Gemeinsam mit unserer Hündin Lucy wohnen wir in einem ausgebauten LKW mal hier mal da – meistens dort. Bevor wir zum „Leben auf Rädern“ kamen, sind wir mit dem Fahrrad gereist. Davor lebten wir in einem Haus, hatten ganz normalen Jobs - der ganz normale Wahnsinn... Schnell haben wir festgestellt, dass das nicht alles sein kann. 2002 nahmen wir ein Jahr Auszeit und sind so auf den Geschmack gekommen. Seit 2007 sind wir wieder unterwegs und unser Leben hat sich komplett geändert. Folge uns via Feedly und Bloglovin´

12 comments

  1. Hallo Steffi
    Ich bin ein richtiger Fan von deinen Reiseberichten geworden. Man fühlt sich dabei, da du sehr viel mit „Bauchgefühl“ schreibst. Ich miete meistens einen Camper und dann sind wir 10 bis 15 Wochen unterwegs. Wir sind über die baltischen Staaten zum Nordkap hochgefahren und der norwegischen Küste entlang wieder hinuter bis nach Hause in der Schweiz. Dieses Jahr haben wir im Frühling über Frankreich, Spanien, Portugal und Italien bereist. Nächstes Jahr geht es in den kanadischen Osten. Ich freue mich auf weitere Berichte.

  2. Hallo Steffi,
    Zuerst einmal vielen Dank für den wie immer tollen Bericht. Wenn ich das richtig verstanden hab, habt ihr in Österreich und Italien kein Internet. Dazu vielleicht einen kleinen Tipp. Bei Lidl Connect gibts für EUR7,99 300 Freiminuten und 1,25 KB Internet, nutzbar in ganz Europa. Das ist nicht die Welt, aber für die gängigen Arbeiten reicht es und Familie und Freunde sind damit auch erreichbar. Längerfristig lohnt dann natürlich eine länderinterne Karte.
    Wir sind bereits auf Sizilien und hoffen, dass dieser Winter etwas gnädiger wird als der letzte. Ich bin gespannt, wie eure Reise weiter geht und freue mich schon auf den nächsten Bericht.
    LG
    Gabi.

    • Liebe Gabi! Vielen Dank für den Tipp 🙂 Ja, so eine Karte habe ich im Handy. Bin damit allerdings immer sehr sparsam und gehe deshalb nicht, oder nur im Notfall, mit dem Notebook darüber ins Netz 🙂

      Jetzt haben wir eine griechische SIM für den mobilen Router!

      Ja, wir hoffen auch sehr auf gutes Wetter den ganzen Winter über… bis jetzt ist es ja wie im Sommer hier!

      🙂

  3. Karl B. Scherrer

    Hei Steffi,durch Østereich NEIN Danke.Mein C-Auto ist aucg ueber 3,5T.Fahre immer durch die Schweiz.An der Grenze zum Zoll dass Formullar “Deklaration fuer die pauschale Schwerverkersabgabe” ausfuellen beazahlen ( min 10 Tage a 3.25 CHFr.) Bei der ComPox wenn du den aufgeladenen Betrag nicht brauchst ferfæhlt er,shit. Wuensch euch schønen Aufenthalt in Hellas ,war ja letzten Winter da.Hatten dass Pech dass es der Kælteste Winter wahr seit xxxxxJahren.Reisegruss Karl B. +Dina wa wuuuuf
    Wir fahren Ende Nov. nach Portugal.

  4. Dieser Reisebericht hat mir sehr gut gefallen.
    Ich habe meinen LA710KR seit über 25 Jahren. Habe viel daran arbeiten müssen – hatte nicht immer die nötige Zeit dazu.
    Ich bin damit nur einmal vom linken Niederrhein nach Chemnitz gekommen – und einmal habe ich mich nach Berchtesgaden in Oberbayern getraut.
    Bei diesen kleineren Strecken hatte ich schon so meine technischen Probleme.
    Der Wagen hatte sehr große Rostschäden – habe sehr viel Blech verarbeiten müssen bevor ich mich zum TÜV getraut hatte.
    Unterwegs im Urlaub ist mir beinahe der verrostete Auspufftopf runtergefallen. Hatte ihn dann notdürftig mit Draht und Blech hochgebunden. Der Dieselfilter sowie das Tanksieb hatten sich mal zugesetzt – und das ist innerhalb einer Autobahnbaustelle sehr peinlich. Bin ganz knapp noch die nächste Ausfahrt rausgekommen – und habe ja immer Filterpatronen und Dichtungen dabei.
    Der Wagen hat noch die alte Gleichstromlichtmaschine – und der Laderegler neigt dazu Überspannungen oberhalb von 30 Volt zuzulassen. Da bekommt man schlecht Luft im Führerhaus – wenn die Starterbatterien zu kochen beginnen.
    Das waren schon grausige Abenteuertouren. Ich hatte dann jahrelang keine Zeit mich um den Wagen zu kümmern. Er hatte lange stillgestanden – bis auf gelegentliche Warmlaufphasen. Seit letztem Jahr versuche ich den Wagen wieder zu “rekonstruieren”.
    Habe am Koffer schon die meisten Roststellen repariert und abgedichtet. Jetzt ist das Führerhaus dran.
    Der Motor ist vor einigen Jahren generalüberholt worden. Von dem Geld dafür hätte ich mir schon einen VW-Bus kaufen können.
    Dieses Jahr brauchte ich 6 neue Reifen mit Geländeprofil. Die alten Reifen bekamen schon Risse.
    Da der Wagen nicht in einer Halle steht, baue ich zur Zeit ein Zelt über das Führerhaus – da ich auch im Winter an der Kutscherstube arbeiten will.
    Die Dachrinne ist weggerostet und das Blech vor den A-Säulen ist stark verrostet.
    Die Motorhaube habe ich restaurieren lassen, sie war so durchgerostet, dass sie nur noch in einer erfahrenen Werkstatt gerettet werden konnte.
    Vielleicht noch 1-2 Jahre – und der Wagen ist saniert – bei meinem Tempo.
    Gelaufen hat er erst ca. 125000 km – und der Motor ist praktisch neu.
    Ich habe noch viele Originalersatzteile finden können – die ich auch alle noch brauchen werde.

    Euer Wagen macht einen sehr guten Erhaltungseindruck – und er hat sicherlich schon einige 100.000 km gelaufen. Mit meiner Büchse kann ich mir das noch nicht vorstellen, so weit in der Gegend rumzutouren.
    Ich nehme aber an, dass ein gut erhaltener Wagen, der vernüftig gewartet wird, auch verlässlich funktioniert.
    Ich mag diese unhandliche Kiste mit ihrem 6-Zylinder – eben wegen seiner Eigenarten.
    Bin damit auch noch nicht steckengeblieben im Gelände.
    Ich nehme mal an, dass ein neuer Wagen gleicher Größe, mit ähnlichen Geländefähigkeiten weit über 100.000 € kosten würde – ohne Wohnmobil-Einbauten.
    Außerdem ist so ein Wagen einfach einzigartig. Jedes noch vorhandene Exemplar hat seine Geschichte und seine spezielle Ausrüstung sowie Umbauten.
    Ich lackiere ihn wieder in seiner Auslieferungsfarbe RAL7008 (Khakigrau).
    Er war lange Zeit beige lackiert – als Großraumsanitätstransporter beim Technischen Hilfswerk.

    Ihr habt mir mit eurem Reisebericht eine große Freude gemacht – und will es auch weiterhin gerne verfolgen. Wünsche euch viel Glück bei euren Touren. Ihr kommt hoffentlich wieder heil zurück.

    Herzliche Grüße,
    Franz S.

  5. Rüdiger Stirnberg

    Hallo Steffi, ich verfolge nun seit einiger Zeit Eure Portugal Berichte. Haben es mit Womo bislang aber nur bis Südapanien geschafft — muss halt hin und wieder noch ins Büro… — Griechenland reizt mich auch, zumal einige meiner Freunde dort seit Jahren campen oder segeln, daher erwarte ich gespannt die Fortsetzung und wünsche viel Spaß.

    • Hallo Rüdiger! Vielen Dank für deine Worte 🙂 Wir sind jetzt schon fast 2 Wochen hier und schwer begeistert – und ebenfalls sehr gespannt auf die Fortsetzung 🙂

  6. Kai Fröhlich

    Danke für den Bericht, Steffi 🙂 Bin gespannt, wie’s weiter geht…

  7. Hallo Steffi,
    ich war ganz in und weg, und gebe es zu, ein wenig neidisch.
    Früher, als ich noch Familie war, da sind wir einmal im Jahr mindestens 3 Monate in Griechenland gewesen. Es ist ein Traum das Land. Und die Anfahrt kam mir sehr bekannt vor. Der WEchsel der Temperatur, das milde Venedig Wetter, die Kosten. Ich bin zum Schluß immer über Ancona gefahren, weil es billiger war. Aber ich liebe die Venedigfähre. Ab hier hat immer die Reise erst richtig angefangen.
    Also gut.

    Warum ich eigentlich schreibe ist, weil ich aktuell mein Häuschen hier ausräume und dann auch ins Wohnmobil gehen werde. Ich habe gesehen, daß innerhalb der letzten 20 Jahre der Wohnmobilverkehr erschreckend zugenommen hat und somit werden auch die Regelments zunehmen. Egal, nun meine Frage. Erstens das leidige Thema, das Geld. Gut, ich bin Heilpraktiker und da kannst Dir vorstellen, daß alles Technische, alles mit Laptop etc keine Freude macht unterwegs Geld zu verdienen. Ich werde erst mal Vorträge halten, aber das zwingt mich ja irgendwie auch zu einem regelmäßigen Hamsterrad. Ich möchte hier kein Leid klagen, aber auch im Wohnmobil kostet es Geld, und gerade die Griechenlandreise, mit den Inseln und so, das wird richtig teuer. Und da stelle ich mir immer die Frage wie macht Ihr das? Mein größtes Problem aktuell ist es einen Platz, eine Art Garage oä hier in Oberbayern zu finden. Ich brauche das hier in der Nähe, weil hier mein Klientel ist. Wie habt Ihr das gemacht? Habt Ihr noch ein Lager? Ein Bett bei Verwandten?
    Wahrscheinlich haben diese Fragen Euch schon eine Menge Leute gestellt, aber ich denke vielleicht kannst es mir auch so schnell sagen.
    Viele Grüße
    Christian

    • Hallo Christian! Vielen Dank für deine Worte. Wir haben unser Häuschen vermietet. Ein Bett bei Freunden und Verwandten gibt es für uns immer. Auch wir hatten früher Jobs, die ortsunabhängig nicht gemacht werden konnten. Da mussten wir uns was einfallen lassen. Hier https://www.keine-eile.de/about/ findest du noch mehr Infos. 🙂

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