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Mit dem Wohnmobil nach Portugal: Anreise

Mit dem Wohnmobil nach Portugal – Anreise

Hier stelle ich unsere Anreiseroute mit dem Wohnmobil nach Portugal vor. Alle Übernachtungsplätze inkl. GPS-Koordinaten – nachreisen auf eigene Gefahr!

Schon seit einigen Jahren reisen wir im Winter mit dem Wohnmobil nach Portugal.

Bei unserem Wohnmobil handelt es sich nicht gerade um das, was einem dabei vielleicht als erstes in den Sinn kommt. Die Bezeichnung “Lastwagen” trifft es besser. Kein moderner LKW, nein, ein Laster aus dem Jahr 1967.

Und mit diesem Laster, der schon von den Vorbesitzern zum Wohnmobil ausgebaut und von uns renoviert wurde, darf man es nicht eilig haben.

Bei einer Spitzengeschwindigkeit von 84 km/h, die man gar nicht fahren möchte, und einer durchschnittlichen Reisegeschwindigkeit von ca. 70 km/h, passt dieses Fahrzeug überhaupt nicht in diese schnelle, hektische Zeit.P1010079P1010079

Dementsprechend gestalten wir auch unsere Anreise nach Portugal.

Mit dem Wohnmobil nach Portugal – Anreise

Die folgende Strecke nach Portugal durch Frankreich und Spanien ist vielleicht nicht die allerkürzeste und mit Sicherheit nicht die schnellste. Dafür ist sie günstig, weil sie fast keine Mautstrecken enthält. Nach Portugal fahren wir, um dort den Winter zu verbringen. Das heißt, wir fahren so im Oktober/November los. Meistens ist das Wetter dann schon nicht mehr so toll. Es ist kühl und regnet viel. Daher wollen wir zügig Süden gewinnen und durchqueren Frankreich und später auch Spanien zwar nicht schnell, aber ohne längere Aufenthalte. Unsere Tagesetappen liegen irgendwo zwischen 200 km und 500 km. Je nach Lust und Laune. Wetterlage. Vehrkehrslage.

Den Sommer verbringen wir gerne damit Norddeutschland auf möglichst kleinen Straßen zu erkunden. Da halten wir uns fern von Autobahnen und wo es geht auch von Bundesstraßen. Und auch in Portugal benutzen wir die Autobahnen nicht. Es macht viel mehr Spaß sich über die reichlich vorhandenen Feldwege einen Weg durch das schöne Land zu bahnen.

Wollen wir aber zügig voran kommen, weil wir in den Süden möchten, fahren wir am liebsten Autobahn. In Deutschland kein Problem, denn da sind die Autobahnen (noch) mautfrei.

Früher sind wir über Luxemburg und Metz nach Frankreich gefahren. Jetzt fahren wir gerne über Freiburg und Mulhouse.

In Frankreich gibt es ein paar Besonderheiten, nach denen wir unsere Strecke planen

Viele Autobahnen sind mautpflichtig und für Wohnmobile über 3,5 t auch ziemlich teuer. Und da wir eh nur mit Tempo 70 unterwegs sind, würde sich die Ausgabe für uns wohl nicht lohnen.

Wer mit einem Fahrzeug über 7,5 t auf einer französischen Autobahn eine Panne hat, darf sich auf hohe Abschleppkosten einstellen. Wir hatten mal eine Reifenpanne, privates abschleppen (z. B. mit Hilfe des ADAC) ist nicht erlaubt. So mussten wir 500 Euro für den französischen Abschleppdienst bezahlen und sind damit laut Aussage des ADAC noch recht günstig weggekommen. Noch ein Grund uns von französischen Autobahnen möglichst fernzuhalten.

In Frankreich gibt es sehr viele Straßen, die für Fahrzeuge über 3,5 t gesperrt sind.

Außerdem ist Frankreich ein Land unzähliger Kreisverkehre. Für uns bedeutet dies, den Laster immer wieder abzubremsen und die 7,5 t erneut zu beschleunigen. Das ist nicht gerade Sprit sparend und belastet Mensch und Material.

Aus diesen Gründen fahren wir gerne auf den französischen Nationalstraßen (mit N gekennzeichnet). Wie schon erwähnt, wollen wir ja vorankommen und uns jetzt nicht das schöne Land ansehen.

Übrigens ist tanken in Frankreich bei den großen Supermärkten bis zu 10 Cent günstiger als an den anderen Tankstellen.

Mit dem Wohnmobil nach Portugal – Anreise mit Maut

Auch wenn die mautpflichtigen Autobahnen in Frankreich recht teuer sind nutzen wir sie hin und wieder. Vor allem an den Grenzen zu Deutschland und Spanien sind wir damit bisher besser gefahren. Und auch in Spanien ist es für uns nicht immer angebracht, bei der Maut zu sparen. Knapp 60 Euro geben wir bei der Anreise nach Portugal mit dem Wohnmobil für Maut aus.

Von Freiburg bis Voujeaucourt fahren wir auf die kostenpflichtige Autobahn A36. Die 7 Euro sind gut angelegt. An dieser Stelle gibt es keine große alternative Straße. Und so ersparen wir uns Ortsdurchfahrten und Kreisverkehre.

Auch für die Strecke über die Grenze von Frankreich nach San Sebastian in Spanien hat es sich für uns bewährt die kostenpflichtige Autobahn A63 ab Dax zu nutzen. Hier ersparen wir uns sehr viel Verkehr, viele Ortschaften und vor allem die unzähligen und gnadenlos nervigen Kreisverkehre und anderen Verkehrsschikanen. Kostenpunkt 18 Euro.

Von San Sebastian bis Vitoria geht es weiter auf der Maut Autobahn AP1. Früher sind wir hier auf der mautfreien A1 gefahren. Doch die geht steil und kurvig von Meereshöhe auf die spanische Meseta (600 Meter) rauf. Da kleben wir dann mit Tempo 30 am Berg und da die Straße einspurig ist, ziehen wir eine lange Schlange LKW hinter uns her. Das macht keinen Spaß. Die Mautstrecke AP1 von San Sebastian bis Burgos kostet etwa 20 Euro, ist weit weniger steil, viel weniger befahren und meistens zweispurig.

Nach Vitoria haben wir dann wieder die Wahl. Die Alternative zur mautpflichtigen Autobahn AP1 wäre die meistens einspurige Nationalstraße, die parallel verläuft. Dort fahren viele LKW, die oft nicht überholen können, wenn wir mit Tempo 40 an einer der vielen Steigungen kleben. Auch sind die Mautstraßen in Spanien nicht sehr teuer. So sind sie mittlerweile oft die angenehmere Wahl für uns. Die Ap1 von Vitoria nach Burgos kostet ungefähr 12 Euro.

Ab Burgos bis Caceres fahren wir ebenfalls über die Autobahnen. Diese sind alle mautfrei. In Caceres folgen wir der EX100 nach Badajoz. Von hier ist es nur noch ein Katzensprung nach Portugal.

Und hier nochmal die Anreise mit dem Wohnmobil nach Portugal im Überblick

Am Rande der Strecke gibt es viele Übernachtungsmöglichkeiten, ein paar interessante Orte und schöne Natur. Die hohen Berge werden umfahren und auch die großen Touristenrouten, die entweder über Paris oder durch das Tal der Rhone verlaufen, werden nicht tangiert. So hat man oft wenig Verkehr. Man kommt auch an einigen Wohnmobilstellplätzen vorbei, die entweder direkt an der Strecke liegen, oder ein wenig abseits. Sie zählen zwar nicht zu unseren bevorzugten Übernachtungsplätzen, doch man hat dort die Möglichkeit zur Ver- und Entsorgung.

A63 Freiburg – Mulhouse – Voujeaucourt

N73 Voujeaucourt – Chalon-sur-Saone

N80/N7o Chalon sur Saone – Paray-le-Morrial

M79 Paray-le-Morrial – Montlucon

N145 Montlucon – A20

A20 bis Limoges (mautfrei)

N21 Limoges bis Bergerac

D933 Bergerac bis Mont-de-Marsan

D824 Mont-de-Marsan bis Dax

A63 Dax bis Hendaye (mautpflichtig)

A1 Hendaye bis San Sebastian

AP1 San Sebastian bis Vitoria (mautpflichtig)

AP1 Vitoria – Burgos (mautpflichtig)

A62 Burgos bis Salamanca

A66 Salamanca bis Caceres

EX100 Caceres bis Badajoz

Mit dem Wohnmobil nach Portugal – Anreise

Auf dieser Karte habe ich für dich unsere Route und Übernachtungsplätze eingetragen.

Routenvorschlag und Übernachtungsplätze für Frankreich

F-Canal de la Marne (bei der Fahrt über Luxemburg)

An der N4 zwischen Toule und St.Dizier im Grünen

N48.70212 E5.67575

F-Auxerre (bei der Fahrt über Luxemburg)

Direkt an der Yvonne, nahe der Universität von Auxerre

N47.78582 E3.59678

F-Argenton (bei der Fahrt über Luxemburg)

In einem kleinen, ruhigen Gewerbegebiet direkt an der A20

N46.57708 E1.50320

F-Chavenceaux (bei der Fahrt über Luxemburg)

Reiterplatz, parkähnlich, etwas Abseits der N10

N45.29732 W0.20668

F-Thise

in einem Gewerbegebiet

47.272018, 6.069663

F-La Cray

Parkplatz am Sportplatz und am Fluss Doubs

N47.48450 E06.77602

F-Tronget

Ein idyllischer Angelteich. Mit Picknickbänken und hübschen Bäumen.

N46.42308 E03.08890

F-Noth

am Friedhof eines Dorfes

46.230730, 1.586321

F-Bordeaux/Begles

Beim Einkaufscentrum, nahe der A630

N44.78888 W00.52663

F-Chateaux de Monbazillac

Parkplatz am Schluss mit Blick auf Bergerac

N44.79595 E0.49268

F-Casteljaloux

Wohnmobilstellplatz mit Ver- und Entsorgung

N44.31054 E0.07947

F-bei Mont de Marsan

Abseits der Nationalstraße – einsam

N43.87394 W0.57075

Anreise mit dem Wohnmobil nach Portugal

Routenvorschlag und Übernachtungsplätze für Spanien

E-San Sebastian

auf einem Hügel südlich der Altstadt, Technologie Centrum/Krankenhaus

N43.29610 W1.98552

E-Stausee “Embalse de Ullibarri”

Besucherparkplatz des Stausees

N42.90080 W2.53516

E-Briviesca

Am Sportplatz in einer Sackgasse

N42.55726 W3.31646

E-Pampliega

Am Fluss vor dem Ort mit Wasserstelle

N42.20489 W3.99135

E-Duenas

auf einem Hochplateau – einsam & schön

W41.81918 W4.46156

E-Palencia

Wohnmobilstellplatz mit Ver- und Entsorgung

N42.00375 W4.53470

E-Salamanca

Gewerbegebiet am Stadtrand

N40.99602 W5.63845

E-Embalse de Santa Teresa

Parkplatz am Stausee

N40.66706 W5.60596

E-Caceres

offizieller Wohnmobilstellplatz mit Ver- und Entsorgung (kostenlos)

N39.48055 W6.36654

E-Badajoz

am Rio Gevora am Stadtrand

N38.89883 W6.96445

Anreise mit dem Wohnmobil nach Portugal

Routenvorschlag und Übernachtungsplätze für Portugal

P-Serra de Ossa

am Straßenrand

P-Valverde

am Steinzeitgrab

P-Barragem de Odovelas

am Stausee

P-Barragem Monte da Rocha

am Stausee

P-Barragem de Santa Clara

am Stausee

Reiseroute Portgual/Algarve

P-Barragem do Funcho

Parkplatz am Stausee

P-Praia Boca do Rio

Parkplatz am Strand

P-Markt in Baroa do Sao Jao

Parkplatz im Ort

P-Barragem da Bravura

am Stausee

P-Praia da Bordeira

Strandparkplatz

P-Praia do Amado

in den Hügeln über dem Strand

P-Praia das Furnas

in den Hügeln über dem Strand

P-Do Figro

in den Dünen

P-Praia do Vale do Figuiero

Strandparkplatz

P-Vale da Telha

auf den Klippen

P-Praia de Seixe

Strandparkplatz

Reiseroute Portgual/Alentejo²

P-Praia do Seixe

am Fluss

P-Praia do Carvalhal

Strandparkplatz

P-Cabo Sardao

auf den Klippen am Leuchtturm

P-Praia do Monte Velho

Strandparkplatz

P-bei Melides

in den Dünen

P-Barragem do Pego do Altar

am Stausee

Im Winter mit dem Wohnmobil nach Portugal

Wir sind schon oft im Winter mit dem Wohnmobil nach Portugal gefahren. Es ist ein tolles Land – vor allem für Reisende mit Wohnmobil. Wir können dort dem kalten Wetter entfliehen, es gibt viele tolle Plätze zum Verweilen und eine super Infrastruktur für´s Wohnmobil.

Aber schau dir doch einfach mal unsere Reiseberichte an!

 

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Über Steffi

Mein Name ist Steffi. Zusammen mit meinem Mann Olaf und unserer Hündin Lucy wohne ich in einem ausgebauten LKW mal hier mal da – meistens dort. Bevor ich zum „Leben auf Rädern“ kam, bin ich mit dem Fahrrad gereist. Davor lebte ich in einem Haus, hatte einen ganz normalen Job bei einer Bank  - der ganz normale Wahnsinn... Schnell habe ich festgestellt, dass das nicht alles sein kann. 2002 nahm ich ein Jahr Auszeit und bin so auf den Geschmack gekommen. Seit 2007 bin ich wieder unterwegs und mein Leben hat sich komplett geändert. Folge mir via Feedly und Bloglovin´

17 comments

  1. Bärbel Vorreier

    Danke, wir starten am 12 Juli mit Freunden nach Porto

  2. Steffi, danke für den Like! Sag, an dem Embalse Ullibarri, kann der Hund da ins Wasser? Ansonsten kenne ich einige Spots in Portugal, wir fahren jedes Jahr hin. Danke für Deine Tipps.

  3. Den ausblick kenne ich. Carrapadingens…, oder 😉

  4. Schön, dass Ihr auch dort seid und es Euch gefällt. Ich bin selbst gerne mit meinem Bus unterwegs und freue mich besonders über die wenigen noch relativ unberührten Plätze in Europas Süden. Warum muss man die Koordinaten in alle Welt posaunen und alle dazu ermuntern, auch dorthin zu fahren? Bald werden alle diese Plätze voll sein mit riesigen Wohnmobilen, wie es in Südspanien schon oft der Fall ist..

    • Portugal ist schon lange kein Geheimnis mehr. Es gibt Reiseführer für Wohnmobilreisende mit detaillierten Routenplänen und Stellplatzinfos (sogar für “einsame” Strandparkplätzen). Reiseberichte von Wohnmobilreisenden in Portugal gibt es hunderte im Netz… Ja, diese Plätze werden vielleicht alle bald noch voller sein – aber ich denke nicht, dass es daran liegt, dass ich einen Reisebericht dazu schreibe. Es ist wohl eher der Lauf der Dinge.

      • Steffi , ich werde auch immer genervt, wenn ich vermeintliche Hot Spots teile. Dabei frage ich mich, wie viele Leute wohl den langen Weg auf sich nehmen… Doch nur die, die eh lange unterwegs sein wollen und die hätten die Plätze doch sowieso entdeckt….

      • …es wird immer Menschen geben, die alles “verdunkeln”. Mach weiter so!

  5. Super……. wir starten in 3 – 4 Wochen :-D…………Danke!

  6. hey, bei uns geht es auch bald los nach Portugal. Danke für die Stellplatz Tipps!
    Ich würde mich freuen wenn du meinem Blog folgst und auf Facebook. https://www.facebook.com/SheIsOnTheRoadAgain
    Liebe Grüße, Doreen!

  7. Bei uns geht’s auch bald los!

  8. Schön, dann müssen wir ja nur noch nach fahren!:-) http://www.surfdaplanet.de

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