Home » Reiseberichte » Mit dem Wohnmobil nach Griechenland » Reisebericht Griechenland: Mit dem Wohnmobil von Leonidio nach Krandidi

Reisebericht Griechenland: Mit dem Wohnmobil von Leonidio nach Krandidi

Von Leonidio aus fahren wir über die Küstenstraße in Richtung Nafplio.

 

Wir kommen auch an einigen Stränden vorbei, wovon die meisten allerdings sehr nah an der Straße liegen, oder die Anfahrt recht steil ist.

 

Bucht auf dem Weg nach Astros
Bucht auf dem Weg nach Astros

 

Arkadiko Chorio

Am kleinen Strand bei Arkadiko Chorio machen wir Mittagspause. Die malerische Bucht liegt am Rande einer großen und fast menschenleeren “Retortensiedlung”, die aus einer Reihe von mehr oder weniger luxeriösen Ferienhäusern und Hotels bestellt.

 

Lucy geht schwimmen im klaren Wasser der Bucht. Es  ist herrlich warm und windstill. Wir könnten auch hier bleiben, aber irgendwas zieht uns weiter. Was nicht unbedingt an dem hier aufgestellten Camping-Verboten Schild liegt. Sondern weil in dem am Hang über dem Strand gelegene Hotel Leben ist und wir uns irgendwie beobachtet fühlen.

 

Mittagspause in Arkadiko Chorio
Mittagspause in Arkadiko Chorio

 

Lucy badet in der Bucht von Arkadiko Chorio
Lucy badet in der Bucht von Arkadiko Chorio

 

Agios Andreas

Bei Agios Andreas biegen wir von der Hauptstraße ab, fahren am Fluss entlang zum Meer und stoppen im kleinen Hafen Saint Andrew.

 

Dies wäre ebenfalls ein schöner Ort um zu Bleiben: Kleine Fischerbote dümpeln im Wasser. Es gibt einen großen Parkplatz, einen kleinen Strand und eine geschlossene Taverne. Am Kai liegt ein großer, gut erhaltener Torpedo. Was es damit wohl auf sich hat?

 

Der kleine Hafen Agios Andreas
Der kleine Hafen Agios Andreas

 

Torpedo im Hafen von Der kleine Hafen Agios Andreas
Torpedo im Hafen von Der kleine Hafen Agios Andreas

 

Reisebericht Griechenland: Astros

Cheronisi Beach

Aber wir fahren noch einen Strand weiter.

 

Die Piste führt durch das trockene Flussbett ans andere Ufer. Durch Olivenplantagen folgen wir einer kleinen Asphaltstraße zum Cheronisi Beach. Ein Angler steht schon am Wasser. Aber sonst ist der riesige Strandparkplatz leer.

 

Er liegt am Anfang einer großen Bucht, die unbebaut ist. Die geschützte Lage sorgt dafür, dass das Meer hier Spiegel glatt ist. An den Strand grenzt ein Lagunengebiet, das unter Naturschutz steht. Es ist angenehm ruhig.

 

 

Cheronisi Beach
Cheronisi Beach

 

Wir parken am Cheronisi Beach
Wir parken am Cheronisi Beach

 

Cheronisi Beach
Die Lagune am Cheronisi Beach

 

Cheronisi Beach
Cheronisi Beach

 

Cheronisi Beach
Cheronisi Beach: Da wurde dem Fels ein Gesicht gegeben

 

Cheronisi Beach
Cheronisi Beach: Blick auf  Paralia Astros. Auf dem Hügel befindet sich die Burg

 

Cheronisi Beach
ruhiges Meer am Cheronisi Beach

 

Astros

In der von hier gut zu erreichenden nächstgrößeren Stadt Astros wollen wir zum Tierarzt, um eine Flugbox für Mera zu besorgen.

 

Außerdem bekommt Lucy noch einen riesigen Sack hochwertiges Hundefutter spendiert.

 

Beides korreliert nicht unbedingt mit unserem Raumkonzept. Die nicht kleine Flugbox bekommt ihrem Platz auf dem Sofa und der große Futtersack wird noch einige Zeit für eingeschränkte Bewegungsmöglichkeiten unter dem Schreibtisch sorgen.

 

Außerdem erfahren wir schneller als uns lieb ist, dass wir unseren Zoo nicht mehr alleine mit dem Sack im Auto lassen dürfen.

 

Wir verabschieden uns von Vasili, dem Tierarzt, bei dem wir nun schon einige Male waren (er hat auch eine Praxis in Leonidio, wo er jeden Dienstag anzutreffen ist).

 

Mera und Kater Katze spielen in der neuen Hundebox
Mera und Kater Katze spielen in der neuen Hundebox

 

Paralia Astros

Von Astros fahren wir die etwa 5 km zurück ans Meer. Am Rande von Paralia Astros suchen wir uns einen Übernachtungsplatz.

 

Über dem Ort liegt auf einem Hügel eine kleine Festungsruine, die man erwandern kann. Von oben kann man runter gucken.

 

Blick vom Berg auf den Strand von Paralia Astros
Blick vom Berg auf den Strand von Paralia Astros

 

Kirche in Paralia Astros
Kirche in Paralia Astros

 

parken am Strand von Paralia Astros
parken am Strand von Paralia Astros

 

 

Mit dem Wohnmobil nach Griechenland: Nafplio

Nächster Stopp: Nafplio. Die Straße führt fast die ganze Zeit direkt am Wasser entlang. Die Besichtigung der Stadt und der Burg heben wir uns für später auf.

 

Wir suchen einen Platz, wo wir ein paar Tage bleiben können, bis Mera abgeholt wird.

 

Die Straße nach Nafplio
Die Straße nach Nafplio

 

Karathona Beach

Zuerst schauen wir uns den Karathona Beach an. Er liegt gleich hinter der Burg von Nafplio in einer großen Bucht.

 

Es ist ein sehr breiter Strand mit großen Bäumen, mehreren geschlossenen Bars und Restaurants, die darauf schließen lassen, dass hier im Sommer viel Betrieb ist. Leider liegt auch viel Müll herum. So richtig schön finden wir es nicht. Nach langer Zeit sehen wir hier auch mal wieder ein paar Wohnmobile herumstehen.

 

parken am Karathona Beach
parken am Karathona Beach

 

parken am Karathona Beach

Panorama: bewege die Maus im Bild

 

Camping Kastraki

Am nächsten Tag geht es also weiter. An Tolo vorbei wollen wir nach Assini, wo wir uns den Campingplatz Kastraki ansehen wollen.

 

Hier war Olaf in den 1980er Jahren mit seinen Eltern im Urlaub. In den Familienalben gibt es aus dieser Zeit noch einige Fotos und sogar Super 8 Aufnahmen. Da muss man doch mal schauen, ob man noch etwas wiedererkennt.

 

Also eine kleine Reise in die Vergangenheit. Leider hat der Campingplatz geschlossen, aber auch so sieht man, dass sich seit damals nicht viel verändert hat.

 

Camping Kastraki
Camping Kastraki

 

Kondyli Beach

Über Vivari geht es weiter zum Kondyli Beach. Hier gefällt es uns auf Anhieb gut. Die Bucht ist groß. Der Strand menschenleer.

 

Wir stellen den Kurzhauber direkt neben einem einsamen Sonnenschirm ab, der für Gemütlichkeit sorgt.

 

Hier ist der ideale Ort, um sich in einigen Tagen mit Anne (Meras neuem Menschen) zu treffen.

 

Kondyli Beach
Kondyli Beach

 

parken am Kondyli Beach

Panorama: bewege die Maus im Bild

 

parken am Kondyli Beach
parken am Kondyli Beach

 

Mera und Kater Katze haben viel Freude mit der Box
Mera und Kater Katze haben viel Freude mit der Box

 

Kondyli Beach: die Kapelle auf der Landspitze
Kondyli Beach: die Kapelle auf der Landspitze

 

Doch leider kommt es manchmal anders, als man sich das so vorstellt.
Am nächsten Morgen parkt in aller Herrgottsfrühe um halb 11 ein Streifenwagen samt zweiköpfiger Besatzung direkt neben uns ein. Wir sitzen gerade beim Kaffee, als man uns ein Gespräch aufzwingt.

 

Schnell stellt sich heraus, dass der Betreiber des einige Kilometer entfernten Campingplatzes in der Polizei einen willigen Erfüllungsgehilfen gefunden hat: Er stört sich daran, dass wir hier sind. Ein Anruf von ihm schien ausgereicht zu haben, dass die örtliche Polizei gleich zwei Mensch stark ausrückt, und auch den langen Weg zu diesem abgelegenen Strand nicht scheut – nur um seine Botschaft zu verkünden.

 

Seitens der Polizei werden zunächst keine konkreten Vorwürfe erhoben – wir dürfen hier parken.

 

Trotzdem gibt sie uns eine Stunde Zeit den Parkplatz zu verlassen. Wenn wir dem nicht folge leisten und sie wiederkommen muss, würde sie schon einen Grund finden, eine Strafe von 300 Euro pro Person für wildcampen zu verhängen.

 

Wir fühlen uns genötigt: Die Wahl, vor die sie uns stellt, ist eigentlich keine. Anders als in Deutschland, wo man einigermaßen weiß, wie man sich gegen unberechtigte oder auch berechtigte Anschuldigungen zur Wehr setzen kann, hat man im Ausland das Problem, dass man die Gesetze nicht kennt und auch die Sprachbarriere gegen sich hat.

 

Die Informationen zum Thema, die man im Internet finden kann, sind eher dürftig.

 

Wir haben gelesen*, dass in Griechenland zwischen parken und campen unterschieden wird. Ein Wohnmobil ist kein Wohnwagen oder Zelt, sondern mit dem PKW gleichgestellt. Daher darf ein Wohnmobil überall parken, wo parken nicht verboten ist. Beim Parken darf man sich im Fahrzeug aufhalten. Daher passen wir immer sehr gut auf, dass wir nicht versehentlich mal campen. Aber selbst beim Camping, müsse, um einen Verstoß zu ahnden, ein entsprechendes Verbotsschild der Tourismusbehörde EOT existieren und sichtbar sein.

 

Wir haben außerdem gelesen, dass viele Gemeinden, dass “wilde Campen” gestatten. An anderer Stelle haben wir allerdings gelesen, dass in ganz Griechenland das “Freie Übernachten” generell verboten ist. Wie und wann man “frei übernachtet” bleibt unklar.

 

*Quelle Griechenland Blog: Wildcampen in Griechenland und  Wildcampen und Wohnmobile in Griechenland

 

Schlimm ist nicht das eben erlebte, sondern die Tatsache, dass einem dieses Auftreten der Staatsmacht zu denken gibt und ungewollt unser Reiseverhalten beeinflusst.

 

Wir machen uns Gedanken. Was machen wir denn jetzt? Einfach an den Nachbarstrand umsiedeln, der schätzungsweise auch zum Einzugsgebiet des selben Polizeireviers gehört? Da die Polizisten unsere Personalien aufgenommen und wir auch ein recht auffälliges Fahrzeug haben, fühlt sich das nicht gut an. Also steht fest: Die Region verlassen und etwas weiter weg fahren.

 

Epidauros

So schieben wir früher als geplant die Besichtigung der Ruinen von Epidauros ein.

 

Aber auch hier sind wir jetzt ein wenig unentspannt. Es gibt zwar einen sehr großen, sehr leeren Parkplatz vor der Sehenswürdigkeit. Doch hier gibt es sogar Schilder, die das Aufstellen von Wohnwagen und Zelten verbieten – was wir ja nicht machen wollen.

 

Schon zuvor haben wir vielmals hinter, vor oder neben eines dieser Schilder geparkt. Wir gehen davon aus (siehe oben), dass diese Schilder für parkende Wohnmobile nicht gelten. Und es gab auch nie ein Problem deswegen. Trotzdem.

 

Schwierig. Seit Wochen haben wir nicht einen Polizeiwagen gesehen. Aber schon als wir am Karathona Beach parkten, fuhr ein Streifenwagen vorbei. Dann heute morgen. Und auch hier in Epidauros zirkuliert die Rennleitung.

 

Hätten wir nicht gerade am Morgen dieses Erlebnis gehabt, würden wir hier heute nicht mehr wegfahren – zumal es schon 16 Uhr ist, als wir mit der Besichtigung durch sind und es bald dunkel wird.

 

Wegweiser in Epidauros
Wegweiser in Epidauros

 

Die Öffnungszeiten und Eintrittspreise von Epidauros
Die Öffnungszeiten und Eintrittspreise von Epidauros

 

Das Theater von Epidauros

Panorama: Bewege die Maus im Bild

 

Das Theater von Epidauros
Das Theater von Epidauros

 

Das Theater von Epidauros
Das Theater von Epidauros: Hunde haben übrigens keinen Eintritt :)

 

Das Theater von Epidauros
Das Theater von Epidauros: Blick auf die Ränge

 

Das Theater von Epidauros
Das Theater von Epidauros: Blick auf die Orchestra

 

Das Theater von Epidauros
Das Theater von Epidauros:Die Ränge

 

Asklepios-Heiligtum in Epidauros
Asklepios-Heiligtum in Epidauros

 

Asklepios-Heiligtum in Epidauros
Asklepios-Heiligtum in Epidauros

 

Brücken von Arkadiko

Also fahren wir weiter. Und verbringen die Nacht an einem nur mäßig geeigneten Seitenstreifen einer überraschend stark befahrenen winzigen Landstraße. Der “schlechteste” Übernachtungsplatz seit langer Zeit. Aber okay, denn die Ereignisse des Tages haben unsere Pläne ziemlich durchkreuzt.

 

Fazit des Tages: Eines lose-lose-lose Situation. Die Polizei hat unnötig Sprit verfahren, der Campingplatzbetreiber hat uns trotzdem nicht als neue Gäste – und wir stehen blöd am Straßenrand.

 

Mera und Kater Katze haben sich gern
Mera und Kater Katze haben sich gern

 

Kater Katze sitzt gerne auf dem Armaturenbrett und schaut raus
Kater Katze sitzt gerne auf dem Armaturenbrett und schaut raus

 

Glücklicherweise kommt der Verkehr nach Einbruch der Dunkelheit zum Erliegen. Der Platz muss auch nur für eine Nacht herhalten, da wir uns am nächsten Tag mit Meras neuem Menschen in Nafplio treffen wollen.

 

Die Nacht auf unserem Parkplatz neben einer antiken Mykenischen Brücke war angenehm ruhig.

Wir stehen zeitig auf und nutzen das herrliche Wetter, um einem der ausgeschilderten Wanderwege zu folgen. Die erste Übernachtung seit langem, die wir im Inland verbringen. Während man an den meisten Strandparkplätzen nur eingeschränkte Möglichkeiten zum Spazierengehen oder Wandern hat, gibt es hier viel mehr.

 

Brücken von Arkadiko
Die Brücken von Arkadiko sind drei Bauwerke aus der mykenischen Epoche an der Straße von Nafplio nach Lygourio auf dem Peloponnes bei der Stadt Arkadiko. Sie sind die ältesten erhaltenen Brücken in Griechenland. https://de.wikipedia.org/wiki/Br%C3%BCcken_von_Arkadiko

 

Mera zieht aus

Später auf einem Supermarktparkplatz in Nafplio bemerken wir, dass wir die linke Peilstange verloren haben. Wir vermuten, dass dies passierte, als wir beim Wenden am Übernachtungsplatz der Vegetation zu nah gekommen sind. Von Anne erfahren wir, dass ihr Flieger wegen Schneechaos in Deutschland Verspätung hat und sich unser Treffen nach hinten verschiebt.

 

Zu allem Überfluss fängt es auch noch an zu regnen. So disponieren wir um, canceln das Treffen am Strand. Fahren lieber die 20 km zurück, um unsere Peilstange zu suchen und treffen uns im Anschluss mit Anne in ihrer Pension.

 

Die Peilstange finden wir glücklicherweise am vermuteten Ort wieder. Zügig finden wir auch das Hotel. Doch die Parkplatzsuche in der Umgebung ist schwierig. Letztlich parken wir am Rande einer Orangenplantage. Wenig schön, sehr schräg. Und fahren uns aufgrund kollektiven Versagens von Einweiser und Fahrer eines unserer Rücklichter kaputt.

 

Wir treffen uns mit Anne und machen schon im Dunkeln einen gemeinsamen Hunde-Spaziergang. Es ist kalt und ungemütlich. Die Gassirunde gestaltet sich schwierig, da auf jedem Grundstück Kläffer lauern und Terror machen. Ein ziemliches Spießrutenlaufen für uns alle. Insbesondere für Mera, die das Laufen an der Leine noch kaum kennt und auch mit der Vielzahl an wild kläffenden Hunden überfordert ist.

 

Früh am Morgen stellt sich heraus, dass unser gestern Abend noch recht abgeschiedener Platz doch nicht ganz so ruhig ist. Es ist viel Verkehr und auch eine große Anzahl an Fußgängern läuft den schmalen Weg an unserem Auto vorbei auf die Orangenplantage. So dass wir beschließen, noch vor dem Frühstück wieder zum Strand zu fahren. So recht wohl gefühlt, haben wir uns dort eh nicht, da wir in einer Gegend parken, in der Wohnmobile eher weniger bekannt sein dürften. Und wir wahrscheinlich auch auf einem Privatgrundstück parken.

 

Mit knapp unter 3 Grad war dies mit Abstand die kälteste Nacht, seit dem wir in Griechenland sind.

 

Vormittags kommt auch Anne auch zum Strand. Damit Mera sie kennenlernen kann, machen wir einen ausgedehnten Spaziergang, essen gemeinsam Mittag, machen einen zweiten Spaziergang und dann heißt es auch schon Abschied nehmen. Mera hatte einige Tage Zeit sich an ihre Transportbox zu gewöhnen und wir sind echt froh, dass sie sich ohne zu murren mit einer Kaustange in diese legt, obwohl die Box nicht mehr bei uns auf dem Sofa, sondern in Annes Mietwagen auf dem Rücksitz steht. Sie ist weder vom Klappen der Autotüren noch vom Starten des Motors großartig beeindruckt. So weit so gut.

 

Anne und Mera
Anne und Mera

 

am Karathona Beach in Nafplio sehen wir schneebedeckte Gipfel in der Ferne
am Karathona Beach in Nafplio sehen wir schneebedeckte Gipfel in der Ferne

 

am Karathona Beach in Nafplio
am Karathona Beach in Nafplio

 

Die Trennung von Mera verlief also nicht so abrupt, wie vor 2 Monaten von Kali. Wir haben zusammen mit ihrem neuen Menschen einen schönen Tag am Strand verbracht und konnten sehen, dass die beiden sich mögen. Und dass nicht nur, weil ab jetzt Anne die Leckerlis in der Tasche hat und bei uns nichts mehr zu holen ist, sondern weil Mera – trotz unserer Gegenwart – auch die Nähe zu Anne sucht. Video: Wie wir in Griechenland drei Welpen adoptieren

 

Kater Katze hat jetzt keinen Spielgefährten mehr. Die beiden hatten sich echt gefunden und ihr gemeinsames Spiel war putzig anzusehen. Der erste Abend ohne Mera verläuft ungewohnt ruhig. Lucy frisst wieder normal langsam. Niemand muss zum Pinkeln am späten Abend noch mal vor die Tür gebracht werden. Uns fällt es schwer. Schließlich haben wir 2 Monate lang den Tag und das Bett geteilt. Haben erfahren, wie das kleine Wesen immer mehr Vertrauen zu uns gewinnt. So ist die gewonnene Ruhe auch ein großer Verlust.

 

Mittlerweile sind die beiden auch gut in Deutschland angekommen. Der Flug war für beide anstrengend. Mera hat ihn aber gut weggesteckt.

 

Und nun hat sie nicht nur ihren Menschen kennengelernt, sondern auch schon ihren neuen Hunde-Mitbewohner, denn Anne hat schon einen Hund.

 

Tolle Aktion von Anne!

 

Sie hat sich sehr viele Gedanken gemacht. Sie hat keine Kosten und Mühen gescheut. Ist extra aus Deutschland gekommen, um Mera während des Fluges zu begleiten. Für uns und auch für Mera hätte es nicht besser laufen können.

 

Wir sind froh, dass wir Kali und Mera in ein schönes neues Zuhause vermitteln konnten. Wir haben die Zeit mit den beiden sehr genossen – auch wenn es oft nicht einfach war.

 

Und auch, wenn es nicht immer leicht war, uns so manche Nacht um den Schlaf gebracht hat, viel Arbeit war (nicht nur wegen der Flöhe) und wir auch außergewöhnliche Ausgaben hatten, die in unserem Reisebudget gar nicht vorgesehen waren – und allen Anfeindungen in den Sozialen Medien zum Trotz, würden wir das gleiche jederzeit wieder machen!

 

An dieser Stelle noch die Bitte an jeden, der im Süden Europas unterwegs sind und die Zahl der herrenlosen Hundewesen groß ist: Schau nicht weg! Es gibt so viele verletzte, kranke, unterernährte, viel zu junge, hilfsbedürftige Hunde und Katzen auf den Straßen. Die sich oft auch nur über eine Mahlzeit freuen, dankbar sind für eine Streicheleinheit und Zuwendung sind.

 

Und auch all die großherzigen Menschen, die es sich vor Ort zum Ziel gesetzt haben, die Lebensbedingungen der Tiere auf den Straßen zu verbessern, freuen sich über Geld oder Sachspenden, da sind oft finanziell am Limit sind.

 

Auf der Website von Tierhilfe Finikounda findest du viele Informationen darüber, wie du helfen kannst. Falls du nicht spenden möchtest, kannst du dich auch bei deiner nächsten Urlaubsreise als Flugpate zur Verfügung stellen.

 

Und Nein, man kann nicht allen helfen. Aber auch im Kleinen Gutes bewirken.

 

Metamorfosi Beach

Internes Thema Nr. 1 – ganz klar – der Auszug von Mera. Ein weiterer Schritt zur Normalität. Wobei sich die Normalität in den letzten 2 Monaten geändert hat. Was vorher normal war, ist nicht mehr normal. So oder so erleiden wir einen Normalitätsverlust. Wir merken jetzt, wie ruhig und entspannt die Normalität vor Mera war – und jetzt ist sie weg und uns fehlt was.

 

Der bedeckte Himmel, der Wind und die momentane Wetterlage trägt nicht gerade zur Stimmungsaufhellung bei. Laut Vorhersage stehen uns nun 3 Tage mit Regen, Wind und Wolken bevor. Trotzdem bleiben wir am Strand bei Nafplio – einer der unschönsten Strände, an dem wir je gewesen sind.

 

Es ist Markttag in Nafplio, den wir uns nicht entgehen lassen wollen. Außerdem ist ja das Rücklicht kaputt und wir brauchen Ersatz.

 

Also Fahrräder abgeladen und den schönen Weg immer am Wasser entlang in die Stadt. Einkaufen auf dem Markt. KfZ-Zubehör Geschäft gefunden. Leider nicht das passende gefunden. Am Nachmittag viel zu lange darüber unterhalten, was wir als nächstes machen. Die Wohnsituation ist gerade unbefriedigend. Unsere Planung ist hier am Ende angelangt. Wir haben uns bis zu Meras Auszug noch keine weiteren Gedanken gemacht. So entschließen wir uns erst recht spät am Tag dazu noch weiter zu fahren.

 

Markt in Nafplio
Markt in Nafplio

 

Nafplio in südöstliche Richtung zu verlassen fällt irgendwie aus, da wir ja erst kürzlich von einem der dortigen Strand weggeschickt wurden. Also fahren wir nach Nordosten. Mit dem Zielgebiet haben wir uns im Vorfeld nicht beschäftigt. Wir fahren also ins Blaue. Länger als geplant. Kurz vor der Halbinsel Methana finden wir am Metamorfosi Beach ein neues Quartier. Mit dem wir sehr zufrieden sind.

 

parken am Metamorphosis Beach
parken am Metamorphosis Beach

 

Abends bekommen wir noch Besuch von einem noch nicht alten freundlichen Rüden (Hund). Er ist sehr schüchtern und schmusebedürftig. Durstig. Und auch das von uns angebotene Futter nimmt er dankbar an.

 

Besuch vom Hund
Besuch vom Hund

 

Der weitläufige Strand ist menschenleer. Die angrenzende Straße wenig befahren. Und wieder ein Streifenwagen der Polizei, der aber einfach vorbei fährt. Es gibt auch zwei verlassenen Wohnwagen direkt am Strand, die auf Wildcampingurlaub schließen lassen. Geht also doch. So tragen diese Wohnwagen zur Entspannung bei, denn wo so was noch geht, da sollte Parken ja in Ordnung sein.

 

Wohnwagen am Metamorphosis Beach
Wohnwagen am Metamorphosis Beach

 

Am Strand haben wir meistens nur zwei Richtungen zum Spazieren gehen. Nennenswerte Möglichkeiten auch abseits vom Strand zu laufen gibt es leider nicht. In Laufweite ist eine kleine Lagune mit abgerockten Hütten, um Vögel zu beobachten. Die Spazierwege sind zugewuchert. Es wirkt alles sehr verlassen und runtergekommen hier.

 

So laufen wir morgens in die eine Richtung am Strand entlang. Nachmittags in die andere Richtung. Immer mit dabei: Unser neuer Hund, der nach wie vor nicht von unserer Seite weicht. Laut bellend werden wir auf der Straße von einer Meute mit ungefähr 10 Hunden “gestellt”. Während Lucy ausgiebig begutachtet wird, ihre Nackenhaare aufstellt und ungewöhnlich viel Spannung in der Luft liegt, scheint der neue Hund diese Hunde zu kennen. Sie ignorieren ihn. Bisher waren alle getroffenen (Straßen-)hunde recht freundlich – so haben wir uns nie Gedanken machen müssen, wie wir reagieren sollten, wenn die Stimmung mal kippt.

 

Glücklicherweise wurde doch nur viel Lärm um nichts gemacht und alle haben sich wieder eingekriegt.

 

Kater Katze findet überall einen Kletterbaum
Kater Katze findet überall einen Kletterbaum

 

Iria

Der zweite trübe Tage in Folge. Der Wind pfeift uns den Regen um die Ohren. Die Sonne lässt sich nicht einmal blicken.

 

Strom wird knapp. Wenn man es nicht drauf anlegt und zwischendurch mal testet, wie viel Kapazität die Batterien noch haben, stellt man erst fest, dass die Batterien schwächeln, wenn es drauf ankommt und die Sonne mal nicht scheint. Darauf sind wir nicht vorbereitet. Also fliegt als erstes der Kühlschrank raus. Unser letzter Satz Batterien hat 3 Jahre gehalten. Diese sind noch nicht ganz 2 Jahre alt. Und nach dem letzten Mal durchladen auf dem Campingplatz liefern sie nur noch etwas mehr als 1/3 ihrer eigentlichen Kapazität. Daran sind wir wahrscheinlich nicht ganz unschuldig, denn in diesen knapp 2 Jahren wurde sie recht selten ganz voll geladen.

⇒ Autark leben im Wohnmobil

 

Unser Gasthund trotzt tapfer dem echt miesen Wetter. Er liegt meistens zusammengerollt unter einer kleinen Pinie. Freut sich immer uns, oder Lucy zu sehen. Gemeinsam gehen wir zwei Mal am Tag spazieren. Es macht den Eindruck, dass er sich viel mehr über ausgiebige Streicheleinheiten freut, als über Futter. So richtig schlecht genährt sieht er auch nicht aus. Wir vermuten, dass wenn er nicht zum Essen bei uns zu Gast ist, er noch eine zweite Quelle in der Umgebung hat.

 

Da die Feiertage vor der Tür stehen, wir nochmal einkaufen müssen und der Strom knapp ist fahren wir los zum Einkaufen, obwohl das schlechte Wetter nicht gerade zum Autofahren einlädt. Im nächsten größeren Ort gibt es einen Supermarkt. Leider schlecht sortiert und wir bekommen nicht alles, was auf dem Einkaufszettel steht. Unsere Garmin Karte* behauptet, es gäbe einige Kilometer weiter einen Lidl, den Google nicht kennt. Also fahren wir dorthin. Doch den Lidl in Galatas gibt es tatsächlich nicht mehr.

 

Dass es an der vor uns liegenden Strecke nicht einfach werden wird ein nettes Plätzchen für die nächsten Tage zu finden, war uns bewusst. Das trübe Wetter lässt die Landschaft trist erscheinen. Mit 7 Grad und Wind ist es saukalt. Einziger Lichtblick: Der wenige Verkehr. Wieder einer der Tage, an denen wir ungewollt länger im Auto sitzen als beabsichtigt. Gefühlt endlos schrauben wir uns die recht kurvige Küstenstraße weiter die Ostküste des letzten Peloponnes Fingers entlang. Sehen uns diverse Plätze an, die wir uns zuvor herausgesucht haben. Von denen aber keiner so richtig passt. Letztendlich schrauben wir auch an unseren Ansprüchen herum, also runter. Und parken suboptimal in der Nähe eines kleinen Friedhofes direkt am Strand.

 

Mittlerweile donnert es. Kräftige Windböen peitschen den Regen gegen das Auto. Als eine Trauergesellschaft um schlag 15 Uhr den Friedhof erreicht. Zuerst kommt ein Lieferwagen mit Blumen und Kreuz und einige verfrühte Gäste, die in ihren Autos warten. Bis dann der Leichenwagen, gefolgt von über 20 PKW die Nekropole erreicht. Kein schöner Tag für eine Open Air Trauerfeier. Es ist schwer einen Regenschirm im Wind zu halten. Und so ist die gesamte Gesellschaft auch nach ca. 15 Minuten schon wieder verschwunden.

 

Trotz des Sturms und unserer Nähe zum Wasser ist die Nacht überraschend ruhig. Die Größe der Wellen hält sich in Grenzen. Was möglicherweise an der vorgelagerten Insel Hydra liegt. Der Morgen ist dann schon geringfügig freundlicher. Leider gibt es keine Möglichkeiten für eine sinnvolle Hunderunde, so dass wir nach einem kurzen Gang schon wieder weiterfahren.

 

In Kranidi besorgen wir den fehlenden Rest von der Einkaufsliste. Und dann fahren wir weiter, um uns zwei Buchten nördlich von Salandi anzusehen. Ursprünglich hatten wir geplant, die Buchten von Nafplio aus anzufahren. Doch obwohl sie von dort nur 20 km Luftlinie entfernt sind, sind es knapp 70 km Straße, die wir hätten fahren müssen. Bis Salandi und auch noch kurz dahinter ist die Straße asphaltiert und gut. Doch die letzten 10 km führen über eine recht steile, unbefestigte Straße. Die unter den Regenfällen der vergangenen Tage deutlich gelitten hat.

 

zwei einsame und abgelegene Buchten
zwei einsame und abgelegene Buchten

 

die beiden Buchten sehen von weitem traumhaft aus
die beiden Buchten sehen von weitem traumhaft aus

 

Schon bei Google kann man sehen, dass die Buchten einsam und dass wir hier am Landsend sind (da Sackgasse). Doch wir sind enttäuscht, da beide Strände traurig vermüllt sind. Am Strand zerbröseln große kunststoffummantelte Styrophorschwimmkörper in hoher Stückzahl. Im Gebüsch stapelt sich der Plastikmüll in schier unvorstellbaren Mengen. Wir können Lucy nicht frei laufen lassen, weil überall Knochen und Kot ihr Feinschmeckermaul entzücken.

 

schneebedeckte Gipfel in der Ferne
schneebedeckte Gipfel in der Ferne und Fischzuchtbecken im Vordergrund

 

schöner Strand - leider voller Müll
schöner Strand – leider voller Müll

 

Am Strand zerbröseln große kunststoffummantelte Styrophorschwimmkörper in hoher Stückzahl.
Am Strand zerbröseln große kunststoffummantelte Styrophorschwimmkörper in hoher Stückzahl

 

der Plastikmüll stapelt sich im Gebüsch
der Plastikmüll stapelt sich im Gebüsch

 

Glücklicherweise kommt die Sonne am Nachmittag durch. Es gibt keinen Verkehr, keine Menschen und würden nicht gelegentlich kleine Wellen auf den Strand schwappen – ist dies einer der seltenen Plätze wo es absolut still ist.

 

parken am Strand bei Iria
parken am Strand bei Iria

 

Kater Katze ruht sich aus
Kater Katze ruht sich aus

 

So dachten wir jedenfalls kurzzeitig. Doch schnell müssen wir lernen, dass die friedlich in der Bucht verankerten Fischzuchtbecken eben nicht nur friedlich vor sich hin dümpeln, sondern den ganzen Tag Boote hin und her fahren. Von morgens bis nachmittags gibt es dadurch eine nicht unerhebliche Geräuschkulisse. Und so völlig einsam ist es auch nicht. Weil 3 bis 4 Autos, die mühevolle Anfahrt auf sich nehmen. Meistens sind es Angler. Einmal am Tag kommt auch der Ziegenhirte mit seiner großen Herde vorbei.

 

Die Weihnachtsfeiertage verbringen wir hier. Der Kühlschrank ist voll. Allerdings sind wir etwas in Sorge, was den Rückweg betrifft, da die Piste recht steil und schlammig ist. Abfahrtstermin ist also vor dem nächsten Regen. Zunächst ist nichts böses in Sicht. Mehrere Tage haben wir windstille 15 Grad und können mit T-Shirt in der Sonne sitzen. Angenehm fasziniert sind wir, dass es in diesem engen Talkessel recht guten 4G Internetempfang gibt und uns fragen, wo der wohl herkommt.

 

So ziehen die Feiertage recht ereignislos vorbei. Alleine, fernab der Heimat, bei strahlend blauem Himmel kommt glücklicherweise auch keine Weihnachtsstimmung auf. Eigentlich vermissen wir auch den ganzen Weihnachtszauber nicht ansatzweise. Sind gedanklich dennoch überraschend viel bei Familie und Freunden. So ist es nicht das Fest, das wir vermissen. Doch nach fast 3 Monaten, die wir nun fast ausschließlich alleine unterwegs sind, würde ein Abend mit Freunden mal eine schöne Abwechslung sein.

 

Seit dem wir Felix Anfang November in Pylos verlassen haben, haben wir nur wenig Kontakt zu anderen gehabt, da wir nur selten jemanden treffen.

 

Reisebericht Griechenland: Kranidi

Salandi

Am Donnerstag brechen wir die Zelte ab, da für den Nachmittag nicht unerheblicher Regen angesagt ist. Im ersten Gang kriechen wir den Berg wieder hoch und fahren zurück nach Salandi. Dort sitzen wir den Regen aus. Wie so oft wird es nicht so schlimm, wie vorher gesagt.

Die Wetterprognosen sind meistens sehr ungenau. Sie ändern sich täglich. Für die Zukunft wollen wir dem Wetterbericht nicht mehr so viel Beachtung schenken.

 

Die Bucht von Salandi
Die Bucht von Salandi

 

Die Franchthi Höhle

Eigentlich wollten wir am nächsten Tag zum Einkaufen.

Doch als wir die Piste am Meer entlang fahren, entdecken wir noch zwei weitere schöne Buchten. An der letzten gibt es eine steinzeitliche Höhle, die besichtigt werden kann. So ist nach 20 Minuten die Fahrt schon wieder zu Ende.

Die Höhle ist überraschend groß und erschlossen mit Laufstegen. Es gibt viele Infotafeln, ausnahmsweise auch mal auf englisch. Die ältesten Funde sind 30.000 Jahre alt und seit dem wurde die Höhle im Laufe der Jahrtausende immer mal wieder von Menschen genutzt. Was die zahlreichen Fundstücke belegen. Die letzte großangelegte Ausgrabung fand 2012 bis 2013 statt. https://de.wikipedia.org/wiki/Franchthi

 

Besichtigung der Franchthi Höhle
Besichtigung der Franchthi Höhle

 

Besichtigung der Franchthi Höhle
Besichtigung der Franchthi Höhle – der Weg dorthin

 

Besichtigung der Franchthi Höhle
Besichtigung der Franchthi Höhle

 

Besichtigung der Franchthi Höhle
Besichtigung der Franchthi Höhle

 

Besichtigung der Franchthi Höhle
Besichtigung der Franchthi Höhle

 

Besichtigung der Franchthi Höhle

Panorama

 

Besichtigung der Franchthi Höhle

Panorama

 

Nebenbei bietet die abgeschiedene Bucht super Park- und Übernachtungsmöglichkeiten, so dass wir den anstehenden Einkauf um einen Tag verschieben.

 

Die Bucht bei der Franchthi Höhle
Die Bucht bei der Franchthi Höhle

 

parken in der Bucht bei der Franchthi Höhle
parken in der Bucht bei der Franchthi Höhle

 

In Deutschland würden wir es vermeiden auf einem Samstagvormittag einkaufen zu gehen. Hier ist das alles gar kein Problem. Im einzig größeren Supermarkt im Umkreis von 40 Kilometern macht auch heute das Einkaufen Spaß. Niemand rammt einem den Einkaufswagen in der Hacken, die Schlangen an der Kasse sind kurz, keiner wirkt gestresst oder gehetzt. Viele treffen sich auf ein Pläuschchen vor den Regalen oder auf dem Parkplatz. ⇒ Kulturschock Deutschland

 

Bislang gefällt uns die Argolis (der östliche Finger des Peloponnes) recht gut. Die Küste ist an vielen Stellen zugänglich. Es gibt einige, oft unerschlossene kleine und auch größere Buchten und Strände. Relativ schnell ist man von überall in Krandidi. Hier gibt es einen großen Supermarkt, eine Gastankstelle und viele andere Einkaufsmöglichkeiten. Und genauso schnell kommt man von hier wieder zum Strand.

 

Silvester steht vor der Tür. Und unser Hund ist, wenn es um Feuerwerk und Knallerei geht, eine echte Mimose. Deshalb haben wir uns einen – hoffentlich ruhigen – Strand in der Nähe von Salandi rausgesucht. Mit wenig Häusern in der Nähe, keine Kneipen, keine Hotels. Mit viel Feuerwerk ist in Griechenland aber eh nicht zu rechnen, da die sinnfreie private Knallerei – wie sie in Deutschland weit verbreitet ist – hier unüblich ist.

 

Nachdem wir in der Vergangenheit einiges erlebt ⇒ Wie wir in Griechenland drei Welpen adoptieren , gesehen haben und recht viel gefahren sind, sind wir froh in der Gegend um Kranidi gleich mehrere Orte entdeckt zu haben, an denen wir uns sehr wohl fühlen. Es ist das erste Mal seit langem, dass das Thema “Wo fahren wir als nächstes hin” in den Hintergrund rückt und wir uns wieder mehr auf das Sein konzentrieren.

 

Lost Place: Salandi Beach Hotel

Blick auf die Bucht mit dem großen Hotel
Blick auf die Bucht mit dem großen Hotel

 

Spannend ist es in Salandi. Der Ort liegt in einem wunderschönen breiten Tal. Es gibt einen großen und sehr sauberen Strand. Die Zeit kann man sich mit der Spargelsuche vertreiben. Und besonders spannend ist die riesengroße verlassene Hotelanlage. Der 8-stöckige Gebäudekomplex verschandelt zwar das ansonsten so schöne Tal, doch bietet das seit Mitte der 80er Jahre dem Verfall preis gegebene weitläufige Areal auch viele Möglichkeiten für spannende Entdeckungstouren bis hinauf auf das Dach, von wo man einen spektakulären Ausblick auf die Umgebung hat.

Dem Salandi Beach Hotel haben wir einen eigenen Artikel gewidmet:

⇒ Galerie: Lost Place – Salandi Beach Hotel

 

Das angrenzende Wäldchen bietet einen schier unbegrenzten Vorrat an Feuerholz für die kühlen Abende. Es ist absolut ruhig, da Verkehr quasi nicht existent ist und zu dieser Jahreszeit kaum Menschen in der Umgebung zu leben scheinen.

 

Blick auf die Bucht von Salandi
Blick auf die Bucht von Salandi

 

Parken in Salandi
Parken in Salandi

 

Lucy schwimmt im ruhigen Mittelmeer in der Bucht von Salandi
Lucy schwimmt im ruhigen Mittelmeer in der Bucht von Salandi

 

Viele coole Kletterbäume für Kater Katze
Viele coole Kletterbäume für Kater Katze

 

Hier kommt die Ziegenherde!
Hier kommt die Ziegenherde!

 

Die Bucht von Salandi

Panorama: bewege die Maus im Bild

 

Die Bucht von Salandi
Die Bucht von Salandi

 

Wir spiegel uns im Wasser
Wir spiegel uns im Wasser

 

Lucy schwimmt im klaren Wasser der Bucht von Salandi
Lucy schwimmt im klaren Wasser der Bucht von Salandi

 

parken in Salandi
parken in Salandi

 

nur selten verirrt sich ein Wohnmobil nach Salandi
nur selten verirrt sich ein Wohnmobil nach Salandi

 

Diese Katze kam vorbei und freute ich über eine Mahlzeit. Eher ein scheuer Geselle...
Diese Katze kam vorbei und freute ich über eine Mahlzeit. Eher ein scheuer Geselle…

 

Blick auf die Bucht bei der Franchthi Höhle
Blick auf die Bucht bei der Franchthi Höhle

 

Ein seltener Anblick: Beim Spazierengehen treffen wir eine Schildkröte
Ein seltener Anblick: Beim Spazierengehen treffen wir eine Schildkröte

 

Blick von oben in das benachbarte Tal
Blick von oben in das benachbarte Tal

 

wir genießen die Aussicht von einem Hügel
wir genießen die Aussicht von einem Hügel

 

Wir bekommen Besuch von Bernd in der Bucht bei der Franchthi Höhle
Wir bekommen Besuch von Bernd in der Bucht bei der Franchthi Höhle

 

parken in der Bucht bei der Franchthi Höhle
parken in der Bucht bei der Franchthi Höhle

 

Die Bucht bei der Franchthi Höhle

Panorama: bewege die Maus im Bild

 

Wir bekommen Besuch von Bernd in der Bucht bei der Franchthi Höhle
Wir bekommen Besuch von Bernd in der Bucht bei der Franchthi Höhle

 

Einen kurzen Spaziergang von unserem Parkplatz entfernt befindet sich ein kleiner Anleger.
Einen kurzen Spaziergang von unserem Parkplatz entfernt befindet sich ein kleiner Anleger.

 

In Salandi findet man gerade jede Menge wilden Spargel.
In Salandi findet man gerade jede Menge wilden Spargel.

 

Wir bekommen Besuch von Bernd in der Bucht bei der Franchthi Höhle
Wir bekommen Besuch von Bernd in der Bucht bei der Franchthi Höhle

 

Kater Katze übt sich im Klettern
Kater Katze übt sich im Klettern

 

Der Friedhof in Didima
Der Friedhof in Didima

 

Hier gibt es Wasser
Hier gibt es Wasser

 

Katze auf einer Mauer in Kranidi
Katze auf einer Mauer in Kranidi

 

Straßenecke in Kranidi
Straßenecke in Kranidi

 

Kater Katze sitzt auf dem Ersatzreifen, der am Heck des Kurzhaubers hängt
Kater Katze sitzt auf dem Ersatzreifen, der am Heck des Kurzhaubers hängt

 

Hier siehst du Staubsauger Lucy mit ihrem Premium Filter. Da sie die doofe Angewohnheit hat so ziemlich alles vom Boden aufzusaugen was so rumliegt, haben wir ihr dieses Netz aufgedrängt. Sie gewöhnt sich langsam daran, dass nur noch Luft, Wasser und Leckerlies durch den Filter gehen. Ziegenkacke, Menschenkot, Knochen und was sonst noch so rumliegt wird vom "Filter" abgehalten ins Hundemaul zu kommen. Wir wurden so oft gewarnt vor den in Griechenland überall lauernden Giftködern, dass wir zu dieser Maßnahme gegriffen haben. Ich kann mir aber auch vorstellen, dass sie das Netz in so manch deutscher Großstadt auch mal tragen wird.
Hier siehst du Staubsauger Lucy mit ihrem Premium Filter.
Da sie die doofe Angewohnheit hat so ziemlich alles vom Boden aufzusaugen was so rumliegt, haben wir ihr dieses Netz aufgedrängt. Sie gewöhnt sich langsam daran, dass nur noch Luft, Wasser und Leckerlies durch den Filter gehen. Ziegenkacke, Menschenkot, Knochen und was sonst noch so rumliegt wird vom “Filter” abgehalten ins Hundemaul zu kommen.
Wir wurden so oft gewarnt vor den in Griechenland überall lauernden Giftködern, dass wir zu dieser Maßnahme gegriffen haben. Ich kann mir aber auch vorstellen, dass sie das Netz in so manch deutscher Großstadt auch mal tragen wird.

 

Die Wüstenmaus
Die Wüstenmaus

 

Bernd kocht für uns im Feuertopf
Bernd kocht für uns im Feuertopf

 

stattes Grün in der Bucht bei der Franchthi Höhle
stattes Grün in der Bucht bei der Franchthi Höhle

 

Ein toter Fisch wurde angespült
Ein toter Fisch wurde angespült

 

Olivenhain in Salandi
Olivenhain in Salandi

 

Olivenbaum in Salandi
Olivenbaum in Salandi

 

So bleiben wir hier und an den Stränden der Umgebung – nur unterbrochen von gelegentlichen Einkaufsfahrten – gute 4 Wochen hängen.

 

Unsere beiden Hundewelpen Kali und Mera haben wir mittlerweile also gut vermitteln können. Beide haben liebevolle Menschen bekommen, die sich gut um sie kümmern.

Reisebericht Griechenland: Leonidio

Für Kater Katze suchen wir immer noch jemanden. Und dass, nachdem er eigentlich der erste war, für den sich nach unserem ersten Aufruf im Oktober jemand gemeldet hat. Leider ist nach einer Weile der Kontakt abgebrochen.

Kater Katze war erst etwa drei Wochen alt, als wir ihn zusammen mit zwei Hundewelpen am Straßenrand in einer verlassenen Gegend des Peloponnes in Griechenland aufgelesen haben.

Er ist also mit 3 Hunden groß worden. Andere Katzen kennt er gar nicht. Er war damals winzig klein, passte in eine Hand. Mittlerweile ist er 5 Monate alt und kräftig gewachsen. Als es an der Zeit war, haben wir ihn beim Tierarzt kastrieren lassen. Außerdem ist er seit dem geimpft, gechipt, hat einen Reisepass – und heißt ganz offiziell Kolia. Er hört auf seinen Spitznamen: Katzi!

Wir würden zwar gerne hier in Griechenland eine neue Heimat für ihn finden, aber hier gibt es schon so viele wohnungslose Katze, dass das wohl aussichtslos ist. Bei uns bleiben kann er leider nicht auf Dauer, da ich eine Katzenallergie habe und im Moment täglich Medikamente dagegen einnehmen muss.

Kater Katze kennt bisher nur das Leben als “Vancat”. Immer unterwegs, alle paar Tage an einem neuen Ort. Er kann tagelang drinnen sein – das Leben auf 9 qm macht ihm nichts aus. Aber eigentlich ist er täglich draußen und erkundet neugierig die Umgebung. Bisher ist er immer wieder gekommen. Ganz von alleine, oder auch auf Rufen. Er bleibt meistens in unserer Nähe. Begleitet uns auch gerne auf Spaziergängen. Er liebt sein Katzenklo, zu dem er immer wieder zurück kehrt.

Es wäre toll, wenn wir auf dem Peloponnes, oder auch bei anderen “Vanlifern” ein gutes Zuhause für ihn finden könnten. Wenn nicht, bringen wir ihn im Mai mit nach Deutschland und hoffen, dass wir ihn dort bei einer neuen Familie unterbringen können.

Falls du Interesse hast oder jemanden kennst, schreib uns!

 

Wir reisen mit

»Peloponnes Reiseführer« vom Michael Müller Verlag: Individuell reisen mit vielen praktischen Tipps | Buch bei Amazon ansehen*

»Peloponnes: Die schönsten Küsten- und Bergwanderungen. 45 Touren. Mit GPS-Tracks« Rother Wanderführer von Hartmut Engel | Buch bei Amazon ansehen*

»Peloponnes, Autokarte 1:150.000, Top 10 Tips« von Freytag & Berndt Auto + Freizeitkarten | Buch bei Amazon ansehen*

 

Die Karte: Mit dem Wohnmobil von Leonidio nach Kranidi

Hier geht´s zur Karte bei Google Maps

 

Der Film: Mit dem Wohnmobil von Leondio nach Kranidi

 

Neu hier?

Überwintern in Griechenland: Mit dem Wohnmobil zur Fähre nach VenedigLies hier den ersten Teil unseres Reiseberichts Griechenland

Mit dem Wohnmobil zur Fähre nach Venedig

Wie wir durch Deutschland, Österreich und Italien über die Brennerautobahn zur Fähre nach Griechenland fahren.

Eine Übersicht über alle bisher erschienen Reiseberichte findest du hier.

 

Hier geht´s weiter

Thea und Katze: Hund und Katze am StrandSchon wieder auf den Hund gekommen

Welpe Thea und Kater Katze sind uns als Welpen in Griechenland zugelaufen. Wir suchen für die beiden ein neues Zuhause. Es wäre toll, wenn jemand die kleine Thea und/oder Kater Katze in sein Herz schließen würde und sich bei uns meldet!

 

 

Dir gefällt dieser Beitrag? Dann teile ihn doch mit deinen Freunden oder sende eine Spende via Pay Pal:

Über Steffi und Olaf

Gemeinsam mit unserer Hündin Lucy wohnen wir in einem ausgebauten LKW mal hier mal da – meistens dort. Bevor wir zum „Leben auf Rädern“ kamen, sind wir mit dem Fahrrad gereist. Davor lebten wir in einem Haus, hatten ganz normalen Jobs - der ganz normale Wahnsinn... Schnell haben wir festgestellt, dass das nicht alles sein kann. 2002 nahmen wir ein Jahr Auszeit und sind so auf den Geschmack gekommen. Seit 2007 sind wir wieder unterwegs und unser Leben hat sich komplett geändert. Folge uns via Feedly und Bloglovin´

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.