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Überwintern im Süden vs. Überwintern im Norden Teil 1

Überwintern im Süden vs. Überwintern im Norden

In diesem Artikel berichten wir über unser Experiment: Überwintern im Norden im Wohnmobil. Was sind die Vor- und Nachteile und wie viel kostet es?

Seit über fünf Jahren ist unser LKW unser festes Zuhause. Und im Prinzip sind wir damit auch recht zufrieden. Allerdings haben wir es in den vergangenen Jahren bisher immer arrangieren können, dem unangenehmen norddeutschen Winter zu entfliehen. Zuerst war Spanien unser bevorzugtes Winterreiseziel und in den letzten 3 Jahren haben wir Portugal schätzen gelernt.

Das Experiment

Diesen Winter nun soll alles anders werden. Wir haben uns dazu entschlossen die kalte Jahreszeit in der alten Heimat zu verbringen. Neben der Sache mit dem Wetter haben wir jetzt schon festgestellt, dass das Vorhaben noch viele weitere Probleme aufwerfen wird.

Zum Versuchsaufbau

  • 2 Erwachsene
  • 1 Hund
  • 1 LKW 48 Jahre alt
  • ca. 9 qm Wohnfläche
  • 18m³ Raumvolumen, annähernd kältebrückenfrei isoliert
  • 1 Gasheizung mit 4 KW (Heiz-)Leistung, die zusätzlich noch Strom benötigt
  • Platz für 2 x 11 kg Gasflaschen. Einen Holzofen haben wir aus Platzgründen leider nicht.
  • 2 x 180 AH Solarbatterien (mittlerweile 4 Jahre alt) und eine bisher ausreichend dimensionierte Solaranlage auf dem Dach, die im Winter in Norddeutschland jedoch fast wertlos ist, weil der Sonneneinstrahlwinkel und die Sonnenscheindauer viel zu gering ist – und so richtig scheinen tut die Sonne dann ja auch oft nicht.
  • Aus diesem Grund haben wir uns für diesen Winter extra einen Generator angeschafft.
  • Einen festen Stellplatz haben wir leider nicht. Ein längerer Aufenthalt auf Campingplätzen oder gar Wohnmobilstellplätzen ist für uns keine Option, weil wir festgestellt haben, dass dort die Blockwartdichte höher ist als auf manchem Wagenplatz.

Ein schöner Herbsttag geht zu Ende

Zur Technik

Unsere 4 KW Gasheizung ist völlig ausreichend. In der Übergangszeit, bei Temperaturen nachts wie tagsüber um den Gefrierpunkt, reicht eine 11 kg Flasche Propangas für ca. 14 Tage. Dabei läuft die Heizung Tag und Nacht und wir haben nachts 18 Grad, tagsüber um die 22 Grad im Auto.

Probleme macht jetzt schon unser Fenster in der Tür, an dem sich, da es nur einfach verglast ist, recht viel Kondenswasser sammelt und die Wand runter läuft.

Unser Stromverbrauch hat sich eingependelt auf ca. 50-60 Ah in 24 Stunden.

Da der Ertrag der Solaranlage im Winter zu vernachlässigen ist, heißt das, dass unsere Batterien nach ca. 3 – 4 Tagen leer sind.

Der Kompressor-Kühlschrank ist abgeschaltet und der meiste Strom geht für den Betrieb der Computer drauf. Licht und Heizung sind fast zu vernachlässigen. Und das, trotzdem wir schon recht sparsame Notebooks habe:

Ein Dell Latitude E 7440* mit einer Leistungsaufnahme von 12-20 Watt.

Sowie ein altes Panasonic Toughbook CF 29* mit ähnlichen Leistungswerten.

Aus diesem Grund haben wir uns einen kleinen Generator* angeschafft. Das ist aus vielerlei Gründen leider nur eine Notlösung. Durch 1-2 Stunden tägliche Laufzeit haben wir so die Möglichkeit zumindest den verbrauchten Strom wieder nachzuladen. Langfristig nehmen die Batterien Schaden, da sie so nie auf 100% geladen werden. Hierfür müsste der Generator mindestens 12 Stunden laufen, was nicht nur teuer und unwirtschaftlich ist, sondern auch laut und nervig. Und Orte zu finden, wo man das mit gutem Gewissen machen kann, ist nicht einfach.

Also geht es letztendlich im Winter nicht dauerhaft ohne eine richtige Steckdose zum Batterieladen.

Als weitere Hürde sehen wir den Betrieb unseres Fahrzeuges bei tiefen Temperaturen. Bislang haben wir es nur bei Plusgraden bewegt, sind noch nie auf glatten Straßen gefahren, haben keine Schneeketten.

Es zeigt sich schon bei wenigen Minusgraden dass alles wesentlich schwergängiger ist, sich das Getriebe nicht mehr so gut schalten lässt. Es dauert ewig bis der Motor warm ist und seine volle Leistung hat.

Die Druckluftbremsanlage entwickelt ein Eigenleben.

Da es sich bei unserem Motor um einen Direkteinspritzer handelt (man kann nicht vorglühen), wissen wir noch nicht einmal, ob und wie wir ihn bei größerer Kälte noch starten können.

Somit wird die Sache mit der Logistik natürlich auch spannend.

Die Toilette muss geleert, Gasflaschen und Benzin für den Generator gekauft werden, der Wassertank will gefüllt sein. Einige Dinge können wir notfalls mit Fahrrad oder Handwagen erledigen. An die nächste Steckdose zu fahren wird da schon schwieriger. Wir werden berichten.

All diese Probleme hatten wir beim Überwintern im Süden irgendwie nicht.

Es war wesentlich einfacher interessante, schöne Plätze zu finden und auch die tiefen Temperaturen spielten keine Rolle. Sonnenstrom war fast im Überfluss vorhanden, einen Generator haben wir nie benötigt und die Heizung lieft meist nur in den Morgen- und den Abendstunden.

Überwintern im Süden vs Überwintern im Norden

Lebensqualität

Keine Ahnung, ob wir vergessen oder verdrängt haben, dass die norddeutsche Tiefebene gerade im Winter ein recht lebensfeindlicher Ort ist. Aber irgendwie fällt es jetzt schon schwer, uns mit den Gegebenheiten zu arrangieren.

Die ständige Dunkelheit, die fehlenden Farben, die eisige Kälte, der Regen, der nicht von oben, sondern aus Nordost kommt.

Vom Sonnenstand her gesehen, ist der Dezember in Portugal ungefähr zu vergleichen mit dem Oktober in Norddeutschland.

Um keine Erwartungen zu wecken: Auch in Portugal gibt es unschöne Tage mit Regen, viel Wind und auch Frost kann vorkommen. Dennoch hat man viel mehr Möglichkeiten sich draußen aufzuhalten. Strandspaziergänge, Radtouren oder Motorradausflüge in die Berge – und mal ein gelegentliches Sturmtief auszusitzen, auf den Klippen zu stehen, wenn der Wind bläst und das Auto wackelt, war irgendwie okay.

Während hier sich die Zeit der Außenaufenthalte auf das Nötigste beschränkt. Ist vielleicht auch eine persönliche Geschichte. Doch selbst Lucy müssen wir zu ihrem Glück zwingen und sie zum täglichen Spaziergang aus dem Auto zerren. Anders als in Portugal, ist es für uns, mit ihr als jagdlich ambitionierten Vierbeiner, sowieso schon recht schwer Orte zu finden, wo sie frei laufen kann.

Das soziale Leben leidet auch. Im Süden spielt sich das Leben viel mehr draußen ab. Man trifft Menschen. Da Portugal auch ein beliebtes Winterreiseziel ist, trifft man auch viel auf Gleichgesinnte junge Menschen, die einen ähnlichen Lebensstil bevorzugen, auf Reisen sind, einen Zwischenstopp einlegen auf dem Weg nach Marokko und Spaß daran haben, andere kennenzulernen. Während das Leben hier in Deutschland an uns vorbeizufließen scheint, weil die Leute ein anderes Leben leben und es wenig Überschneidungen gibt.

Das Leben auf 9 qm setzt ein hohes Maß an Selbstdisziplin voraus. Wir verbringen auch aufgrund des Wetters deutlich mehr Zeit im Wagen. So macht sich die Enge jetzt noch mehr bemerkbar. Draußen sein und draußen essen und draußen was machen entfällt. Wir müssen uns den wenigen Platz teilen mit uns, Notebooks, Werkzeug, Büchern, Strickzeug und es gibt nur wenig Raum für Aktivitäten. „My home is my car and the world is my garden“ – die Nummer läuft im Winter irgendwie nicht so gut und auf den Strand als Wohnzimmer müssen wir verzichten.

Auch bei Lidl in Portugal konnten wir in der Vorweihnachtszeit Spekulatius kaufen und es gab gelegentlich auch eine spärliche Weihnachtsdekoration, aber das ganze war kein Vergleich zu dem Wahnsinn, dem man sich hier kaum entziehen kann. Überfüllte Supermärkte, verstopfte Innenstädte, Wohnmobile mit Weihnachtsdekoration auf ausgebuchten Stellplätzen.

Die größte Sorge der Medien scheint zu sein, ob Amazon noch rechtzeitig zum Fest alle Pakete ausliefern kann. Das Unterschichtenfernsehen überschlägt sich mit Sendungen über die geilsten, ausgefeiltesten, pfiffigsten, extravagantesten, exklusivsten, modischsten Weihnachtsgeschenke.

Und wir müssen feststellen: Weihnachten wäre nicht so erfolgreich, hätte es nur etwas mit Liebe zu tun.

Dazu kommt der mörderische Autoverkehr, der uns gerade als Fußgänger, Radfahrer und Hundebesitzer ganz schön nervt. Es macht den Eindruck, als hätte es zu dieser Jahreszeit jeder besonders eilig. Alle wirken gehetzt und gestresst. Es gilt das Recht des Stärkeren. Autofahrer gegen Radfahrer, Radfahrer gegen Fußgänger, Fußgänger gegen Hunde. Jeder gegen jeden.

Viele der genannten Aspekte sind natürlich sehr persönliche Angelegenheiten, bzw. selbstgemachte Leiden. Wohlgemerkt, es geht um das Leben auf Rädern mit recht begrenzten Ressourcen und das noch mitten im deutschen Winter.

Dass wir den Winter jetzt in Deutschland verbringen, machen wir ja ganz freiwillig und sehen es als so eine Art Experiment.

Fazit nach einem Monat ist allerdings, dass wir nur einen Vorteil finden konnten, den das Überwintern im Norden (im Wagen) bisher mit sich bringt: Wir sparen uns 6.000 Kilometer Autofahrt.

Vielleicht ist es ja das Geld?

Im Folgenden werde wir mal versuchen diesen Aspekt genauer zu beleuchten.

Überwintern in der Stadt

Überwintern im Süden vs. Überwintern im Norden: Wie viel kostet was?

Seit Jahren führen wir genau Buch über unsere Ein- und Ausgaben. Das ist gerade für ein Leben mit wenig Geld unabdingbar.

Aus unseren Aufzeichnungen haben wir die relevanten Kosten herausgesucht. Jetzt stellen wir einfach die Monate November 2013 und November 2014 gegenüber. Dasselbe werden wir für die folgenden Monate auch noch machen.

Wobei wir viele Kosten dabei natürlich außer Acht lassen, bzw. gar nicht berücksichtigen können. Der Verschleiß vom Auto zum Beispiel, oder auch eventuelle Pannen oder unvorhersehbare Reparaturen, die auf der langen Reise nach Portugal auf uns zukommen könnten.

Wir sind selbst gespannt, wie das Ergebnis aussehen wird.

Überwintern im Süden

Überwintern im Süden

November

2013 in Portugal

2014 in Deutschland

Diesel 704,62 Euro 184,47 Euro
sonstige Reisekosten 35,83 Euro 0,00 Euro
Stellplatz 0,00 Euro 30,00 Euro
Wasser 0,00 Euro 0,00 Euro
Gas 36,90 Euro 55,40 Euro
Strom 0,00 Euro 358,13 Euro
Krankenversicherung 82,14 Euro 181,42 Euro
Gesamt 859,49 Euro 809,42 Euro

 

Ende Oktober sind wir im letzten Jahr mit dem Kurzhauber in Richtung Süden aufgebrochen. Für die Fahrt in die Algarve haben wir ca. 3 Wochen gebraucht. Wir sind 3.300 km weit gefahren. Da haben wir natürlich viel getankt und so sind die Kosten für Diesel mit 704,62 Euro in diesem Monat besonders hoch.

Die „sonstigen Reisekosten“ in Höhe von 35,83 Euro sind Kosten für Straßennutzung (Maut).

Die Beiträge für die Krankenkasse halbieren sich im Ausland fast, da wir dort eine Auslandsreisekrankenversicherung haben.

Für den Winter in Deutschland haben wir einen Generator angeschafft. Die Anschaffungskosten dafür betragen 329,13 Euro. Hinzu kommen noch die Kosten für das Benzin.

Die Kosten für die Waren des täglichen Bedarfs, wie Lebensmittel sind in Deutschland und Portugal vergleichbar hoch, daher kommen sie in der Aufstellung nicht vor.

hier geht´s zum 2. Teil Überwintern im Süden vs Überwintern im Norden

Und du?

Was meinst du, wie das Ergebnis nach insgesamt 6 Monaten aussehen wird?

Was ist deiner Meinung nach günstiger?

Überwintern im Süden oder Überwintern im Norden?

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Über Steffi

Mein Name ist Steffi.

Zusammen mit meinem Mann Olaf und unserer Hündin Lucy wohne ich in einem ausgebauten LKW mal hier mal da – meistens dort.

Bevor ich zum „Leben auf Rädern“ kam, bin ich mit dem Fahrrad gereist. Davor lebte ich in einem Haus, hatte einen ganz normalen Job bei einer Bank  – der ganz normale Wahnsinn…

Schnell habe ich festgestellt, dass das nicht alles sein kann. 2002 nahm ich ein Jahr Auszeit und bin so auf den Geschmack gekommen. Seit 2007 bin ich wieder unterwegs und mein Leben hat sich komplett geändert.

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48 comments

  1. Konni Köhler

    Vor 2 Jahren…..in shorts und flipp flopp Weihnachten feiern …..

  2. Schnippe Coby Zocha

    Ihr sprecht mir aus der Seele, im Januar auf den Kanaren zu sitzen mit Schläppchen und Menschen auf der Straße zu treffen, unvergessen

  3. Praonom Chinnok

    Saudades do Portugal !
    Mehr brauche ich wohl nicht zu sagen .

  4. Hallo Steffi,

    seit über 20 Jahren verbringe ich den November und Dezember im Weihnachtsgeschäft in meinem 35 Jahre alten Hymermobil als Wohnung in den Großstädten Deuschlands. Dabei ist es mir mit den kleinen “Wasserfällen” an den Scheiben, wie dir ergangen. Also habe ich nachgedacht, meine Gedanken in die Tat umgesetzt und siehe da – nie mehr Kondeswasser, oder Feuchtigkeit im WOMO. Im Gegenteil, es wird immer trockener, je länger ich heize und je länger ich mich darin aufhalte und das bei vollkommen geschlossenen Fenstern, Luken und Türen!!!
    Das Problem bei einer Gasheizung ist, daß diese die Frischluft für die Verbrennung von außen ansaugt und dann mit den Verbrennungsgasen durch den Kamin nach draußen abführt. Dieser Weg ist aber völlig getrennt vom Wohnraum. Da ein Mensch pro Tag mindestens 2Liter Wasser verdunstet, sammeln die sich permanent im Wohnmobil. Es wird also von Tag zu Tag feuchter. Man kann natürlich lüften, aber das Wasser an den Scheiben und in der Bettwäsche verschwindet nicht.
    Sehr viel besser als eine Gasheizung ist ein ganz normaler Ölofen! Wenn Platzmangel herrscht, kann man sich einen gebrauchten Yacht-Dieselofen der Firma “Refleks” aus Edelstehl kauifen. Es gibt verschiedene Größen. Die sind von der Größe her genau das Richtige für ein WOHMO. Oder von der Bundeswehr in Ebay den kleineren mit ich glaube 4-5kw, es gibt auch einen großen mit 9 kw, BW-Allesbrennerofen, der also sowohl Öl, als auch Holz, oder Kohle verbrennt. Außer dem hat das den Vorteil, daß man erstens auch darauf kochen kann, und zweitens nicht mehr nach Gasflaschen Ausschau halten muß, die zu allem Überdruß in sehr kalten Wintern machmal Wochenlang ausverkauft sind, wie es mir mal in München bei -15 Grad passiert ist. Diesel gibt es immer und überall bei jeder Tankstelle und kann darüber hinaus nicht explodieren!!! Auch benötigt der Dieselofen keinerlei Strom!!!
    Ein solcher Ofen zieht im Normalfall in Bodennähe seine Luft aus dem Wohnraum und nicht von außen. Damit saugt er immer die warme, feuchte Raumluft an und befördert sie durch den Kamin nach draußen. Daher muß man eine genügend große Öffnung haben, durch die ständig die kalte, trockene Frischluft nachströmen kann. Damit trocknet der Innenraum immer mehr aus. Diese von außen einströmende, trockene Luft ist aber im Winter eben kalt und kontraproduktif, da man es ja warm haben will.
    Und jetzt kommt der Clou, den ich mir überlegt habe und der wunderbarst funktioniert:
    Der Ofen wird am besten in einer Ecke vorgesehen, z.B. von Außenwand und Schrank. Unter dem Ofen wird vorher ein Belüftungsoch in den Boden des WOMOS gesägt, das etwas größer ist, als der Kamindurchmesser.
    Darüber wird aus Holz/Spanplatten ein flacher Kasten (ca. 50cmX50cmX10cm), der aber nur 2 senkrechte, 10cm hohe, rechtwinklig zueinander stehende Wände besitzt, so über die Belüftungsöffnung gebaut, daß er zur Außenwand und zum Schrank hin vollkommen offen ist. Das heißt, das freistehende Eck muß mit einem 10cm langen Kanthölzchen(3X3cm) unterstützt werden, damit die 50X50cm große Platte gerade stehenbleibt, wenn der Ofen darauf gestellt wird.
    Vorher werden aber 3 Leisten (3X3cm) vom Fußboden bis unter die Decke, in das Eck zwischen Außenwand und Schrank und von dort aus 53cm von der Ecke entfernt, senkrecht an Außenwand und Schrankwand geschraubt. Jetzt schiebt man die Konsole bis an diese 3 senkrecht stehenden Leisten in die Ecke, so daß die Konsole sich zwangsweise 3 cm von Außenwand und Schrankwand befindet und fixiert sie mit kleinen Eisenwinkeln.
    Nun besorgt man sich beim Dachdecker, Schlosserei, oder Eisenhandel 2 verzinkte Stahlblechstreifen (ca. 0,8-1mm dick) In diesem Falle der eine 50cm, der andere 53cm breit und so hoch, daß sie von der Oberkante der Ofenkonsole bis ca 5-6cm unter die Decke reichen.
    Nun wird zu erst die 53cm breite Blechplatte auf die Konsole gestellt und an die in der Ecke vixierte und eine der anderen beiden senkrechten Holzleisten geschraubt, so daß ein flacher Frischluftkamin entsteht. Dann wird eine vierte Leiste(3X3cm), vom Boden bis unter die Decke reichend, auf die montierte Blechplatte und die senkrechte Leiste in der Ecke geschraubt. Auf diese Leiste wird anschließend die 50cm breite, zweite Blechplatte rechtwinklig zur ersten an die beiden freien Kanthölzer geschraubt wird, so daß nun 2 rechtwinklig zueinander stehende, im Querschnitt 3x50cm messende Frischluftkamine entstanden sind.
    Ringsum auf der Konsole werden 4 Holsleisten (1x1cm, oder 2x2cm) fixiert und der Spalt zu den Frischluftkaminen und der Konsole mit Silikon abgedichtet. Ebenso die Konsole selbst zum Fußboden.
    Auf die Konsole wird eine Ölauffangwanne aus verzinktem Stahlblech gebastelt, deren Rand etwa 5cm hoch sein sollte und in den Leistenrahmen auf der Konsole pasen sollte.
    Der Ofen wird vorzugsweise so auf diese Wanne gestellt, daß sich der Abluftkamin in der Ecke der beiden Frischluftkamine befindet.
    Nun kann das WOMO gegen Kaltluft vollkommen verrammelt werden. Der Ofen treibt die Abgase und die feuchte, warme Luft aus dem WOMO durch den Abluftkamin nach draußen. Durch den dadurch im Wohnraum entstehenden Unterdruck wird die kalte Frischluft durch das Loch im Fußboden unter der Konsole des Ofens angesaugt. Da sich die beiden Stahlblechplatten- Frischluft-Wand-Kamine sich durch die Nähe des Ofens und des Abluftkamins aufheizen, wird die von außen kommende, kalte, trockene Frischluft erwärmt und kommt unter der Decke aus dem 5-6cm breiten offenen Spalt wunderbar warm hereingesrömt.
    Durch diesen nach außen offenen Kreislauf, eine regelrechte Trockenpumpe, gibt es nie mehr Feuchtigkeitsprobleme im WOMO, ganz egal wie lange ihr darin haust!!!
    Ich wünsche euch allzeit ein trockenes Bett und freie Sicht durch alle Scheiben.;-)
    Noch ein paar Tipps:
    Im Hydraulikfachgeschäft gibt es mit Edelstahlgewebe ummantelte Kraftstoff-, bzw. Ölschäuche mit 8mm Innendurchmesser. Die sind sehr robust und genau richtig, um den Ölofen flexibel an den Öltank anzuschließen. Der Öltank soll immer höher als der Ofenregler liegen.
    Zum Abluftkamin:
    Keinen Kaminbogen, sondern ein T-Stück an den Ölofen so anschließen, daß ein Öffnung nach oben und die andere nach unten zeigt. Die nach unten zeigende wird mit einer Blindkappe verschlossen, in die man vorher ein kleines Loch gebohrt hat. Auf die andere wird der Kamin gesteckt. Hintergrund dieser Vorsichtsmaßnahme ist, daß wenn Regenwasser in den KAmin laufen sollte, dieses nicht in den Ofen und von diesem in den Ölregler gelangen kann, sondern unten aus dem gebohrten Löchlein in die Ölwanne tropft und dort verdunsten kann.
    Gelangt Wasser in den Regler, das kann auch passieren, wenn nicht geheizt wird, bildet dieses mit dem Öl eine beigefarbene Emulsion, die dazu führt, daß sich im Regler Bakterien (Ölpest) breit machen und diesen vollkommen blockieren können, so daß man den gnazen Regler zerlegen und die vielen feinen Kanälchen Nadeln und Schwimmer mühevoll reinigen muß.
    Am schönsten sind Edelstahlabgasrohre. Im normalen Ofen- bzw. Installationshandel gibt es diese aber erst ab einem Durchmesser von 10cm.
    Die Refleksöfen haben aber Anschlüsse mit geringerm Durchmesser und die Edelstahlröhrchen von Refleks sind sündhaft teuer.
    Daher ist es sinnvoll die günstigen Rohre mit 10cm Durchmesser zu verwenden. Dann benötigt man auch kein T-Stück mehr. Man schneidet einfach in ein 1m langes Abgasrohr ein genau an den Abgasausgang des Ofens angepaßtes Loch, wo dieser hinein paßt, in der Höhe, daß das Loch bis ca. 6-8cm vom einen Ende des Rohres reicht, so daß man noch eine Blindkappe mit dem Wasserabtropfloch hineinstecken kann.
    Dieses dicke Rohr wird dann bis an den Ofen heran auf den Ausgangsstutzen den Ofens gesteckt.
    Es gibt auch sehr günstige kleine Stahlguß-Holzöfen, dei auch einen Abgasausgang von 10 cm haben, so daß man dann diese auch an Stelle des Ölofens anschleißen und je nach Standort und Brennstofflage welchseln kann.
    Hier gibts diese Öfen:
    http://www.ebay.de/itm/Gusseisen-Herd-Kaminofen-3-5-kW-Warmeleistung-Kamin-Heizofen/232103107946?_trksid=p2045573.c100033.m2042&_trkparms=aid%3D111001%26algo%3DREC.SEED%26ao%3D1%26asc%3D38052%26meid%3Dabd1c3a5fe0142cdbc46057e04c88d05%26pid%3D100033%26rk%3D3%26rkt%3D8%26sd%3D142112038705

    http://www.ebay.de/itm/Gusseisen-Herd-Kaminofen-6-kW-Warmeleistung-Kamin-Heizofen-/232080955203?hash=item36091a5743:g:gD4AAOSwZVlXoQC7

    http://www.ebay.de/itm/Holz-Verbrennung-Herd-Prity-Mini-5-kW-mit-a-Gusseisen-Top-Kamin-Options-Marmor-/142112038705?var=&hash=item2116899f31:m:m15FTGE9jfAFdcdNazBNLxw

    Und hier ein mini Holzback- und Kochofen:
    http://www.ebay.de/itm/Holzbackofen-Mini-Pizzaofen-Flammkuchenofen-Brotbackofen-inkl-Zubehor-/121184391126?hash=item1c37270fd6:g:XgMAAOxyHltSRYzw

    Herzliche Grüße
    Hans

    • …noch was vergessen:
      über das Frischluftloch unter der Ofenkonsole wird ein Drahtgitter geschraubt, damit sich keine blinden Passagiere einnisten können.

      • noch was vergessen:
        Es sollte unbedingt auch ein Kohlenmonoxyddetektor fachgercht nach Montageanleitung installiert werden

        • Zum Thema einfriedendes Wasser im Wassersystem:
          Ich habe alle Pumpen für immer ausgebaut und arbeite dafür mit 20l Kunststoffkanistern mit Auslaufhahn. Die Kanister befinden sich so hoch über den Wasserhähnen an den beiden Waschbecken, daß das Wasser mit seiner Schwerkraft aus den Hähnen tritt. Einer der Kanister befindet sich über der Spüle im Hängeschrank, der andere in einem Regal im Sanitärraum. Als Wasserleitung verwende ich Silikonschläuche. Sie sind sehr dehnbar, lassen sich dadurch leicht über die Auslaufstutzen der Kanisterhähne schieben und halten dort auch ohne Schelle fest. Diese Schläuche werden dann einfach an spezielle Wasserhähne von Gusher (englische Firma für Yachtpumpen und Zubehör; siehe Internet). Auch in diesen Hähnen befinden sich Silkonschläuche, die mit einem Exzenter durch eine Drehbewegung einfach abgeklemmt werden.
          Die Vorteile dieser Wasserinstalation komplett mit Silikonschläuchen sind 3:
          1. Ist Silikon Lebensmittelecht und belastet das Wasser nicht mit Weichmachern, wie z.B. PVC-Schäuche, die für Trinkwasser verboten sind.
          2. Sind die Schäuche, auch in den Hähnen, so dehnbar, daß sie getrost einfrieren können, ohne zu bersten.
          3. Da keine Pumpen verbaut sind, benötigt man keinen Strom und keine teure Pumpe kann bei Einfrieren platzen.
          4. Einen 20l Wasserkanister kann man im unbeheizten WOMO mindestens ca. 24 Stunden getrost stehen lassen. Das Wasser fängt zwar an der Innenwand des Kanisters an zu gefrieren, friert aber in dieser Zeit nicht durch, so daß der Kanister nicht platzt. Aber selbst wenn man zu lange nicht geheizt hat und der Kansiter geborsten ist, ist das kein all zu großer Schaden, da kein Wasser ausläuft, weil es ja gefroren ist. Einfach den Eisblock-Kanister nach draußen befördern, bevor man wieder mit dem Heizen beginnt und den nächsten Ersatzkanister an den Silikonschlauch gesteckt. Ich habe 6 solcher Kanister an Bord (120L) wovon 2 davon an den Silikonschäuchen von Küche und Sanitärraum hängen. Die anderen 4 sind mein Wasservorrat. Ich habe mir eine gut isolierte Kiste aus Siebdruckplatten und Silikon wasserdicht zusammengeklebt und verschraubt. In dieser Kiste kann ich alle 6 Kanister unterbrigen, wenn ich das WOMO längere Zeit unbeheizt stehen lassen will. Die Kiste hat unten auch einen Auslauf durch den Fußboden nach Draußen, sollten die Kanister doch mal einfrieren, die Kanister platzen und es dann aber unverhofft wieder warm werden, damit das schmelzende Eiswasser ablaufen kann.
          Ich habe die Kiste um Anisterbreite größer gebaut, als die Kanisterreihe Platz braucht, damit die Kiste nicht geprengt wird, falls man doch zu lange nicht geheizt hat und die Kanister voll durchgefroren sind. In der Breite natürlich auch Luft lassen.
          Je einfacher die Installation, desto winterfester ist sie.;-)
          Herzliche Grüße
          Hans

          • …und gekocht wird mit einem ORIGO-Spirituskocher, der keinerlei Verschleißteile hat und super funktioniert. Es gibt diesen Kocher auch mit darunter montiertem Backofen mit der Bezeichnung Origo 3600! Das Gas ist vollkommen aus meinem WOMO verbannt, nichts kann mehr explodieren und die teuren Gasuntersuchungen entfallen auch.

          • Falsch, der Kocher mit Backofen heißt Origo 6000 und ist, so weit mir bekannt, hier am günstigsten zu beziehen:
            http://www.segelladen.de/Inhalt-untergruppen1/kocher.htm
            Er hat übrigens aucheine arretierbare, kardanische Aufhängung, so daß man auch kochen kann, sollte das WOMO schräg stehen.

  5. keine-eile.de

    Bei uns kommt´s auf gleiche raus.

  6. Felix Buller

    Tolle Artikel 🙂 ein paar Gedanken beim Lesen:
    – eine 2. Lichtmaschine mit >100 A nur für die auufbaubatterien
    – wenn man lange an einem Ort ist, Generator verbuddeln und eine Klappe drauf mit 2 Schnorcheln für Abgas und Frischluft (festivallösung) alternativ den Generator außen hinstellen und das Brett zwischen euch und Generator, wenns schnell gehen soll. Vll einen anderen Pott dran 😉
    – gegen die Dunkelheit habe ich indirektes Licht im Wagen. Das ist der Knüller und gibt neben Atmosphäre noch ein helleres Taggefühl. Ein paar m led stripes Kosten 20€
    – die einfach verglasten Scheiben könnt ich einfach mit selbst zugeschnittenen Plexiglasscheibe abdecken und an den Kanten mit simplem selbstklebendem Isolierband abdichten. Das ganze dann als klemmlösung und schon habt ihr eine 2fach Verglasung
    – ein cooler Lenkdrachen ist im Winter der Hit 😉

  7. Hallo Steffi,

    höchst interessantes Experiment. Inzwischen hattet ihr ja wohl auch ordentliche Minusgrade, oder? Gut: 22 Grad Innentemp. hab ich hier zu Hause auch nicht, das finde ich schon luxuriös. Und wie andere schon geschrieben: der Benz sollte mit dem Frost keine Probleme haben – Winterdiesel vorausgesetzt.
    Wenn für Euch nen Stellplatz in Brandenburg in Frage kommt, seid ihr herzlich willkommen: hier sind 5000m² Wiese, auf’m Dorf, Strom und Wasser könnt ihr auch bekommen. Wenn ihr mit dem Strom nen E-Heizer betreibt, bräuchte ich dafür nen Obolus, ansonsten alles kostenfrei.

  8. Gabriele Remscheid

    Wenn ich die Fahrkosten auf den gesamten Winter umlege ich überwintern im Süden sicherlich günstiger

  9. Hallo Steffi,

    das Thema kommt doch tatsächlich jedes Jahr wieder auf uns zu 😉
    Ich werde das dieses Jahr auch mal ausprobieren, wenn mir nichts datzwischen kommt. Letztes Jahr waren es die abgängigen Wohnungmieter.
    Ich denke, man spart etwas Gas, vielleicht etwas Stromgeld. Aber es kostet deutlich mehr Spritgeld und oft auch noch Maut, also billiger wird das eher nicht. Dort vor Ort (Italien in meinem Fall) werde ich auch nicht 4 Monate auf einem Fleck bleiben, sondern die Küste abfahren. Das sind mit An- und Abfahrt locker 5.000 bis 6.000km bei vermutlich höheren Dieselpreisen, als zur Zeit bei uns.
    Aber es hat eben auch etwas mit der Lebensqualität zu tun. Im deutschen Winter sitzt man wochenlang unter solarfeindlichem Hochnebel und die Temperaturen schwanken ständig um den Nullpunkt, was dauernden Wechsel zwischen Schnee und Matsch zur Folge hat. Dem hoffe ich dort unten aus dem Weg zu gehen. Dazu noch ein paar hübsche, alte Städtchen, mal ein Stellplatz an der Küste und hin und wieder ein Käffchen vor dem Mobil in der Wintersonne.

    Gruß
    Henning

    • Hallo Hennig!

      Bei uns hat sich herausgestellt, dass der Winter in Portugal 500 Euro teurer war, als der Winter in Deutschland.

      In diesem Winter wollen wir mal den Gegencheck machen und wieder nach Portugal fahren.

      Mehr Lebensqualität bietet auf jeden Fall der Winter iim Süden.

      Ich wünsche dir viel Spaß in Italien und freue mich auf deine Berichte.

      🙂

  10. Hallo Steffi,

    die alllermeisten Thema sind ja schon ausschweifend behandelt. Von mir ein Wort zur Frage: Sprngt der Motor bei tiefen Temperaturen noch an? Die OM-Motoren des 7-10ers sind problemlos kältefest. Winterdiesel ist Pflicht (rechtzeitig tanken !), aber anspringen wird er eigentlich immer. Ich hatte ne WEeile das ‘Vergnügen’, im Rahmen von Hilfstransprten nen 66er LA710 in der Ukraine zu fahren, wir hatten teilweise nachts 15° und weniger unter Null, also morgens nen Eis- statt nem Motorblock vorne drin und tagsüber um die -10°, der einzige LKW der problemlos lief war der 710er. Wichtig ist das rechtzeitig Öl umgestelt wird bzw. ständig mit entsprechend wintergeignetem Öl gefahren wird und der ganze Motor winterfest ist (Kühlwasser, Dieselfilter wasserfrei, Bremsanlage wasserfrei halten und wenn [oft bei Ex-BW Fahrzeugen] Spiritus zugeben etc.). Die Kat-Schutz-Rundhauber haben oft auch ne Jalousie vor’m Kühler, die ihr mit ner Kette im Fahrerhaus hochziehen könnt , damit er schneller warm wird. Manche Ex-BW haben auch ne Einspritzvorrichtung für Start-Pilot, meist im Sicherungskasten.

    Ich wünsche euch ein erfahrungsreiches Leben !

    jens

  11. Hi Steffi,
    erstmal grossen Respekt für euer Vorhaben “Überwintern auf 9 qm in Norddeutschland”.

    Wir wohnen (noch) in einer gut gedämmten Wohnung mit Fussbodenheizung und Lüftungsanlage und können gut nachvollziehen, wie es ist, im Winter im Campingbus auch auf kleinem Raum zu leben, da es uns auch im Winter immer mal wieder raustreibt. Wir haben uns kürzlich sogar einen Kastenwagen mit Dieselwarmwasser und fussbodenheizung zugelegt, da uns vorher ständig die Füße eingefroren sind.

    Am zweitschlimmsten finde ich aber den Lichtmangel, gerade mit der Enge im Fahrzeug. Wenn man kaum noch rausgehen mag, aber die Bewegung im Fahrzeug kaum möglich ist, zerrt das an meinen Nerven. Da hilft dann höchstens nur eine Fahrt ins Fitnesscenter wenn wie so oft Schietwetter herrscht.

    Ich finde, ihr solltet die Anschaffung und Kostenbewertung des Generators auf ca. 4 Jahre aufteilen. Es geht euch ja schliesslich um einen Kostenvergleich zum Vorjahr.

    Ansonsten wünsche ich Euch und auch uns viel Sonne und trockenes Wetter hier im Norden.

    LG

    Volker von http://www.umiwo.de – unterwegs mit dem Wohnmobil Reiseblog

    P.S. Ich nehme Euch auf unsere Blogrole auf. 😉

    • Hallo Volker!

      Die Dunkelheit finde ich auch am schlimmsten. Kälte und Regen sind ja schon doof, aber kein Licht, keine Farben mehr zu haben, dass macht, dass einem die Decke auf den Kopf fällt.

      Zum Glück haben wir ja Lucy, die uns nach draußen treibt, egal, wie das Wetter ist. Obwohl – zum Rausgehen müssen wir sie manchmal ganz schön überreden. Sie geht kurz zur Tür, guckt raus und verdrückt sich wieder auf ihr warmes Kissen. Manchmal duckt sie sich richtig weg, wenn es eigentlich rausgehen soll und wir müssen sie quasi mit Leckerlies bestechen…

      Wie wir das mit dem Generator in der Aufstellung machen, haben wir lange überlegt. Da wir aber davon ausgehen, dass wir den (hoffentlich) nur einen Winter lang benutzen werden, werden wir die Anschaffungskosten auch nur für den einen Winter ansetzen. Wenn der Winter vorbei ist, wird der Generator eh wieder “ausgelagert”. Falls wir ihn verkaufen, werden wir den Preis in der Kalkulation verrechnen.

      Danke für den Link zu deinem Blog und die Aufnahme in die Blogroll!

      🙂

      • Hi Steffi,

        danke für Dein Feedack.

        Eine konkrete Antwort konnte mir leider Dein Artikel noch nicht geben:
        Wieso überwintert ihr eigentlich dieses Jahr in D? Sind es private (berufliche) Gründe oder ist das beschriebene Experiment (siehe Euer Titel) der Hauptgrund?

        Um eins vorwegzunehmen: Ich glaube nicht, dass die Lebensqualität bezogen auf das Wetter (Licht und Wärme) mit (möglicherweise) gesparten € in D aufgewogen werden kann oder sollte. Eine ähnliche Diskussion gab es hierzu z. B. bereits bei http://www.amumot.de/Blog/ueberwintern-pro-und-kontra/.

        Was mich noch interessiert, ist die Überlegung, wo ihr so steht. Das soll jetzt keine versteckte Frage nach Euren Geheimplätzen sein, eher allgemein. Ich finde, in D ist es nicht gerade einfach noch “richtig frei” zu stehen, ohne gegen irgendwelche Verbote zu verstoßen. Und damit meine ich nicht mal hier oder da für ein paar Tage, sondern so wie ihr länger irgendwo zu verweilen.

        Bin gespannt auf Deine Antwort aber auch auf die der anderen Leser.

        LG
        volker

        • Hallo Volker!

          Ja, es sind eher private Gründe weswegen wir diesen Winter nicht in den Süden fahren. Ein weiterer Grund ist allerdings auch, dass wir einfach mal kein Bock auf die Fahrerei haben. 6.000 km mit so nem alten Auto, das ist echt Arbeit…

          Lebensqualität ist wohl mit nichts aufzuwiegen. Darauf will ich auch gar nicht hinaus. Ich gehe auch eigentlich davon aus, dass der Winter im Norden teurer wird, als das Überwintern im Süden. Mindestens wird es das gleiche kosten. Ist eine Vermutung von mir, die nächste Abrechnung wird mehr Licht in die Sache bringen… Bei dem Vergleich will ich auch gar nicht so viel Gewicht auf den finanziellen Aspekt legen. Es gibt ja noch viel mehr, was da eine Rolle spielt…

          Den Winter über sind wir mehr oder weniger an Bremen gebunden. Das macht die Sache mit dem Stellplatz nicht leichter. Im Sommer wäre das alles ja kein Problem, aber wie im Artikel ja schon geschrieben, ist das im Winter alles etwas schwieriger. Wir schauen uns gerade im Bremer Umland um. Schauen nach möglichst kostenlosen Wohnmobilstellplätzen, wo es Strom gibt und nach anderen Plätzen, wo wir den Generator anmachen können, ohne jemanden zu stören. Eigentlich finden wir schon immer geeignete Plätze. Mehr oder weniger schöne.

          Wir bleiben aber tatsächlich immer nur für ein paar Tage (wobei “ein paar Tage” für jeden ja etwas anderes bedeuten kann). Das ist auch in der Algarve so gewesen. Wir haben lieber mehrere Plätze und wechseln zwischen denen hin und her, als dauerhaft an einem zu sein. Man muss ja auch mal Platz machen für die anderen!

          Richtig lange bleiben wir nur, wenn wir bei Freunden zu Besuch sind bei denen das gut möglich ist, wie im Sommer in Grüntal zum Beispiel.

          Leben ohne gegen irgendwelche Verbote zu verstoßen, ist meiner Meinung nach gar nicht möglich 😉

          Einen schönen Sonntag noch

          🙂

  12. Mike-Jens Thomas

    Das ganze ist auch eine Frage der Heizung und der Außentemperatur!

  13. Hallo Steffi ihr drei hald,

    zum Glück ist der Winter noch einigermaßen Warm.
    Die Erderwaermung ist in vollem Gange.
    Ich hoffe es Funktioniert alles im Lkw. Und Luci hat es auch schön warm.
    Einen schönen vierten Advent. Lebe im Vw Bus und liebe es.
    Zur Zeit habe ich gerade ein Testfahrzeug für Photoaufnahmen. Ein Kastenwagen, etwas größer.
    Würde mich freuen wenn wir uns mal Treffen.
    Und liebe Grüße und frohe Weihnachten.
    Matthias

  14. herman-unterwegs.de

    Das finden wir echt mal spannend, auch wenn wir diesen Winter noch nicht in unsere Mobilie einziehen können. Wir haben auch schon gegrübelt ob wir nächsten Winter hier im LKW bleiben oder ob es Richtung Süden geht. Wir sind sehr gespannt was in den kommenden Wochen bei euch so passiert.

  15. Hallo ihr beiden, bin vorhin erst auf Euren Blog gestoßen und fange mal an zu lesen 🙂
    Vom Winter im Selbstbau-Wohnmobil (und mittlerweile im Wohnwagen) habe ich zumindest zwei Winter lang Erfahrung und auch einige Probleme gehabt, vielleicht kann ich Euch dazu einige Tipps mit auf den Weg geben.

    – Ihr braucht eine Notfallheizung, falls die Gasheizung mal ausfällt! Entweder einen 230V Heizlüfter, dann muss der Generator eben durchlaufen, oder zwei Kühlwasserschläuche vom Motor und einen Wärmetauscher mit Lüfter (zB. aus einem alten Linienbus) im Koffer installieren, dann müsste im Notfall der Motor laufen.

    – Kondeswasser ist immer mehr ein Problem, je kälter es wird und Kälte staut sich ausserdem in nicht belüfteten Schränken, da nützt die beste Isolation nichts. Eventuell könnte es besser sein, die Schränke offen stehen zu lassen.

    – Genau den Verlauf der Wasserleitungen prüfen, Leitungen, die an der Aussenwand verlegt sind, vor allem auf dem Boden, können bei starker Kälte trotzdem Frost abbekommen

    – Die Scheibe in der Tür kann man mit einem eingeklemmten Profilgummi und einer Plexiglasscheibe zu Iso-Glas umbauen/erweitern

    Stromverbrauch
    Das Problem ist relativ leicht in den Griff zu bekommen: Wenn die Sonne nicht zu den Panels kommt müssen die Panels eben zur Sonne kommen. Soll heissen: die Solarpanels auf dem Dach aufstellen oder, wenn das zu aufwändig ist, einen Solarkoffer bauen. Das ist sehr einfach und kostengünstig, denn Panels gibts bei eBay schon für unter 1EUR pro Wp und einen Regler braucht ihr nicht, wenn ihr den Koffer mit einer Steckverbindung an euren bestehenden Regler anschliesst. Dann das ganze draussen aufstellen – auf dem Boden oder dem Dach- und ein paarmal am Tag der Sonne damit folgen. So ausgerichtet kommt über die Panels unter Umständen mehr Energie rein als im Sommer!
    Ansonsten kann man den Winter in Deutschland auch dazu benutzen, Freunde und Verwandte zu besuchen und da ist es eigentlich fast immer möglich, mal ein Stromkabel anzuschliessen 🙂

    Sonstiges:
    Klo entleeren geht an jeder Baustelle im Diki-Klo, die Chemie ist dieselbe, das habe ich mal einen Dixi-Mitarbeiter gefragt. Frischwasser bekommt man auch bei Freunden, auf einem Stellplatz oder an der Tankstelle. Oder einfach mal irgendwo nett fragen, damit habe ich immer sehr gute Erfahrungen gemacht!

    Achja, ein Thema ist noch, Klamotten wie Jacken etc. trocken zu bekommen. Dies geht am einfachsten mit durchströmender Heizungsluft. Habt ihr einen Toilettenraum mit einer Dachluke oder einem Dachlüfter? Dann da die nassen Sachen rein und von unten einen Ausströmer der Heizung reinlegen, die Dachluke minimal offen und schon nimmt die aufsteigende Luft die Feuchtigkeit mit nach draussen.

    Viel Erfolg, ich lese gespannt mit!

    • Hallo Martin!

      Danke für die vielen Tipps! Und danke auch für den Link zu deinem Blog, wo es ganz offensichtlich noch mehr Tipps und spannende Geschichten gibt. Einen schönen Bus habt ihr euch da ausgesucht!

      Spannend 🙂

  16. Echt interessant über ein Leben auf Rädern mit Hund zu lesen. Ich drücke die Daumen, dass der Winter nicht zu kalt wird und ihr recht gemütlich in Deutschland überwintern könnt.
    Auf die nächsten Konstenvergleiche bin ich auch gespannt 🙂

    Ganz liebe Grüße
    Anna und der Rest vom Canistecture Rudel

  17. Wir leben das 4 Jahr im Wohnmobil und sind Sommer wie Winter in Deutschland! Ich finde es völlig entspannt im Winter im Womo zu leben denn wen es im Sommer geht, geht es auch im Winter!! Zumal In Deutschland im Winter keine Arktische Temperaturen herrschen wie zb. in Sibirien oder so. Ich finde es eher angenehmer im Winter denn gegen Kälte kann man was tun zb. die Heizung hochdrehen oder mehr anziehen im Sommer aber wenn es heiß ist oder wie bei uns in der Rheinebene Baden-W. wo es wenn es warm/heiss ist auch immer saumäßig schwül ist kannst du nur eines machen dir einen Klimatisierten raum suchen oder dich weichkochen lassen denn Schatten hilft da nix! Klaro hat man im Winter höhere Energiekosten (Gas und Strom) aber die hat man Steinwandig auch, die Höhere Kosten holen wir uns ja dann im Sommer durch niedrigeren Verbrauch von Gas und Landstrom zurück. Mir würden die Winter Monate fehlen ich möchte sie nicht missen! wenn man sich und sein Womo Technisch und Persönlich um oder ausgerüstet hat ist das alles kein Problem! Das ist alles nur Gewohnheit, Natürlich kann man wenn man möchte auch ohne Deutschland zu verlassen im Süden über wintern, ich denke mir schon Das es oben im Norden an der Küste oder im Osten deutlich kälter ist als eben bei uns im Süden in der Rheinebene! Wenn ich so zur Zeit so auf die Kennzeichen schaue die man hier in der Region häufiger sieht auf den diversen kostenfreien Stellplätzen mit oder ohne V+E und Strom sind auch mittlerweile sehr viele eben aus dem Norden und Osten über Winter hier unten im Tiefen Wilden Süden unsrer Bunten Bananen Republik 😉 Außerdem und überhaupt sind wir alle nicht aus Zucker und können das überwintern in Deutschland Problemlos ab!

    In diesem Sinne wünsche ich euch allen da draußen egal wo ihr seit eine schöne Weihnachtszeit und frohe Weihnachten.

    • Hallo Bernd!

      Also mir gefällt der Sommer wesentlich besser 🙂 Zum Glück ist der Winter bis jetzt recht mild, aber dafür regnet es dauernd und alles ist so grau. Vielleicht ist der Winter im Süden Deutschlands ja wirklich schöner. Hier im Norden ist es weniger prickelnd.

      Tatsächlich sind wir aber auch nicht richtig ausgerüstet. Es mangelt ja schon an Winterklamotten. Durch die vielen Winter im Süden, ist in der Hinsicht in der Kleiderkiste echt Ebbe 😉

      Dir auch eine schöne Zeit

      🙂

  18. Jetzt hat das Programm doch meinen ganzen Kommentar geschluckt. 🙁
    Also nochmal

    … Wir finden, dass es nicht nur eine Frage der Kosten ist. Gerade wir Nomaden lieben es ja, das Draußen in unser Leben mit einzubeziehen. Das ist ein wichtiger Punkt an Lebensqualität. Und wir möchten nicht diese Qualität wegen evtl. Niedrigerer Kosten gegen den schmuddeligen Winter in Deutschland eintauschen. 🙂

    Wir wünschen Euch noch viel Stehvermögen und vielleicht sieht man sich dann mal im Sommer.

    Liebe Grüße aus Yecla
    Sonni und Ernst

    • … deswegen kamen die Kosten ja auch ganz zum Schluss.

      Außerdem gehe ich mal davon aus, dass das Überwintern im Süden totz Anreisekosten günstiger sein wird, als das Überwintern im Norden. Im März wissen wir mehr…

  19. Hallo Steffi,
    Eine solche Bilanz schon im Dezember ziehen zu wollen ist meiner Meinung nach etwas früh. Ihr habt ja überhaupt noch keinen Winter.

  20. Christian Haudum

    Naja, das Überwintern im Süden ist jedenfalls deutlich angenehmer. Was günstiger ist? Wenn man die Anreise nicht rechnet leben wir hier recht günstig…

  21. Hallo Christiane! Zum Glück war es ja noch nicht so richtig kalt. Mal sehen, wie es wird, wenn es erst mal ein paar Tage friert. Unsere Heizung läuft natürlich auch nachts. Bis jetzt ist noch nichts eingefroren, wir haben auch keinen (Außen-)abwassertank, der einfrieren könnte.

    Ich hoffe mal auf einen milden Winter. Kalt kann ich nicht mehr so gut 🙂

    Wohnt ihr denn jetzt auch im Wohnwagen auf Helgoland?

    Danke für deinen Kommentar

    • Nein, wir wohnen nicht im Wohnwagen sondern in einer Wohnung. Die Schiffe haben noch keine Anhängerkupplung ;-). Und bei dem Sturm hier genießen wir es auch sehr. Aber sogar hier beschlagen, die Fenster von innen, trotz Doppelverglasung.

      Stürmische Grüße, Christiane

  22. Hi ihr drei,
    ich finde es extrem mutig, in Deutschland zu überwintern. Wir haben ja einen recht großzügigen Wohnwagen, in dem man sich auch mal “verkrümeln” kann. Aber auf so engem Raum ist es schon eine Herausforderung.

    Ihr habt ganz offensichtlich eine tolle Isolation, denn unser Wohnwagen frisst bei diesen Temperaturen 11 kg Gas alle 4-5 Tage bei ausschließlichem Tagesbetrieb. Nachts trauen wir uns nicht so mit der Gasheizung und haben dafür ganz dicke Decken. Allerdings haben wir dann auch kein Wasser im System, um Frostschäden zu vermeiden. Mit Wasser muss man natürlich durchheizen. Wie ist das eigentlich mit eurem Abwasser, friert das ein bei starkem Frost?

    Ich wünsche euch gute Nerven und mal eine richtig lange Ostwind-Wetterlage mit viel Sonne!
    Christiane

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