Wohnmobil Batterie

Die Wohnmobil Batterie: Ein Erfahrungsbericht

In diesem Artikel erfährst du hauptsächlich, welche Wohnmobil Batterie wir die letzten 10 Jahre benutzten und wie es uns damit ergangen ist.

Wofür braucht man überhaupt eine Batterie im Wohnmobil?

Eine Wohnmobil Batterie dient als temporärer Stromspeicher. Um elektrische Geräte im Wohnmobil zu benutzen, wenn wir gerade nicht an einer externen Stromquelle (Landstrom) z. B. auf einem Stellplatz angeschlossen sind, können wir den Strom dafür der Batterie entnehmen.

Welche elektrischen Geräte benutzen wir im Wohnmobil?

Licht: Wir benötigen Strom für Licht. 

LED Lampen verbrauchen nur sehr wenig Strom. 

Alternativ könnten wir Kerzen aufstellen, oder eine Stirnlampe benutzen.

Musik: Vor allem Bass verbraucht einiges an Strom. Je lauter, desto mehr

Hier ist es uns nicht möglich eine Alternative zu finden. Ja, wir könnten Gitarre spielen lernen, oder Harfe  … aber das ist nicht das selbe. 

Licht und Musik zählen zu den für uns überlebensnotwendigen Dingen, für die wir Strom auf jeden Fall benötigen. Auf alles andere könnten wir verzichten oder wir würden Alternativen finden. 

Wohnmobil Batterie für Musik

Wasser: Wir benötigen Strom für die Wasserpumpe.

Sie pumpt das Wasser vom Wassertank im Heck zum Wasserhahn im Badezimmer. 

Auf diese Pumpe könnten wir verzichten, wenn wir uns eine Fußpumpe  einbauen würden. Oder einen Wasserkanister über dem Waschbecken an die Decke hängen könnten, aus dem das Wasser dank Erdanziehung ganz von selbst nach unten läuft. 

Wohnmobil Batterie für die Wasserpumpe

Heizung: Unsere Gasheizung hat ein Gebläse und das benötigt Strom. 

Auf eine Heizung könnten wir verzichten, würden wir nur im Sommer im Wohnmobil leben. Oder wenn wir alternative Heizmöglichkeiten nutzen würden.

Ein Holzofen wäre unser Favorit. Wir waren schon ganz kurz davor einen einzubauen, haben es dann aber doch aus Platzgründen nicht gemacht.

Um kurzzeitig nach dem Aufstehen die Bude warm zu kriegen, machen wir auch schon mal den Herd an. 

Es gibt auch Gasheizungen für´s Wohnmobil, die keinen Strom benötigen. 

Wohnmobil Batterie für die Heizung

Kühlschrank: Unser Kühlschrank ist wohl der größte Stromverbraucher im Kurzhauber. 

Und er ist auch das Gerät, auf das wir am ehesten verzichten könnten. 

Ein Kompressorkühlschrank  ist ein nice to have. Im Sommer ist er, bei ausreichender Dimensionierung der Solaranlage, super zu betreiben.

Aber er bringt ne Batterie bei unzureichender Stromzufuhr schnell ins Schwitzen. Wenn die Tage kürzer werden, wird es meistens auch kühler draußen. Da machen wir den Kühlschrank dann irgendwann aus.

Dann stellen wir die Lebensmittel in einer Box oder Kühlbox unter das Wohnmobil oder ins Fahrerhaus, wo es kühl und schattig ist. Im Winter stellen wir Lebensmittel auch gerne auf das Dach – da muss man dann nur aufpassen, dass sie nicht einfrieren. 

Wohnmobil Batterie für den Kühlschrank

Elektronische Geräte: Notebook, Handy, Navi, Fotokamera und was man sonst noch so dabei hat.

All das muss regelmäßig geladen werden, oder läuft am Bordnetz. Hier achten wir darauf möglichst stromsparende Geräte zu verwenden. Gerade beim Notebook gibt es große Unterschiede bei der Stromaufnahme verschiedener Geräte. 

Alternativ könnten wir die Geräte extern laden, z. B. auf dem Stellplatz, im Café, bei Freunden…

Im Artikel Autark Leben im Wohnmobil: Das brauchst du! habe ich noch mehr dazu geschrieben.

Es gibt natürlich noch jede Menge andere elektrische Geräte, die dabei helfen das Leben im Wohnmobil so angenehm wie möglich machen: Kaffeevollautomaten, Mikrowellen, Induktionskochplatten, Föhn, extra großer Flatscreen TV, usw.

Diese Geräte steigern den Stromverbrauch enorm. Wir leben eine andere Philosophie und versuchen eher, so wenig wie möglich von allem zu haben – auch vom Stromverbrauch. 

Was haben wir für Batterien?

In den letzten 10 Jahren hatten wir gar nicht so viele Batterien. 

Wohnmobil Batterie 2009 bis 2011

Als wir den Kurzhauber 2009 gekauft haben, waren zwei nicht mehr ganz frische Blei-Säure-Batterien mit insgesamt etwa 180 Ah von Varta dabei. 

Varta LFD90 Professional Boot Wohnmobil Solar Versorgungsbatterie 90AH 12V
  • Kapazität (Ah): 90 Ah
  • Kälteprüfstrom: 800 A
  • Artikelgewicht: 24,60 kg
  • Maße (L x B x H): 353 x 175 x 190 mm
  • Batterietechnologie: EFB (Flüssig)

Letzte Aktualisierung am 22.10.2019 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API

Diese haben wir nach einer Weile ausgetauscht gegen einige gebrauchte Gel Batterien aus Brandmeldeanlagen, die wir recht günstig geschossen haben.

Mit ihnen haben wir einen Winter in Deutschland verbracht und waren einen Winter in Spanien unterwegs.

Die Gelbatterien waren eine Bastellösung, weil es ein Sammelsurium kleiner Batterien mit 10 bis 20 Ah Stunden war.

In Spanien haben wir gemerkt, dass sowohl die Solaranlage, als auch die Batteriekapazität zu klein war, um damit längere Zeit ohne externe Stromquelle zu sein.

Wohnmobil Batterie 2011 bis 2016

Nach dem Winter haben wir die Gelbatterien, die tadellos funktionierten und noch immer gut waren, verschenkt und uns 2011 zwei Banner Energie Bull Wohnmobil-/Verbraucherbatterien mit insgesamt 360 Ah eingebaut.

Diese haben bei minimaler Pflege und Wartung 5 Jahre gehalten. Sehr selten haben wir sie mit Landstrom geladen, sondern fast ausschließlich mit der Solaranlage, was nicht gesund sein soll. Wir waren mit ihnen jeden Winter in Spanien und in Portugal unterwegs. 

Banner Energy Bull 96351 180Ah
  • Spannung: 12V, Kapazität: 180Ah, Maße(LxBxH): 514 x 223 x 220 mm, Artikelgewicht: 47,5kg
  • Batterietechnologie: Blei-Säure(nass), Schaltung 3(Pole auf der Schmalseite, Pluspol links), Endpolart 1(normale Rundpole)
  • Sofort einsatzbereit(Gefüllt & Geladen), wartungsarm

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Nach 5 Jahren lies die Kapazität langsam nach und wir haben die beiden zum Schrottpreis weiter verschenkt.

Wohnmobil Batterie 2016 bis 2018

2016 haben wir wieder zwei Banner Energie Bull Säurebatterien mit insgesamt 360 Ah eingebaut.

Nach 2 Jahren wunderten wir uns darüber, dass die Batterien nicht mehr die Leistung brachten, die sie bringen sollten. Die Fehlersuche ergab, dass der Steca Solarladeregler sich die Freiheit genommen hatte, die Batterien täglich mit über 15 Volt zu laden.

Wir vermuten, dass dies der Grund dafür war, dass die Batterien schon nach so kurzer Zeit ausgemustert werden mussten und selbst der Beschenkte dieses Mal nicht so zufrieden war, wie zuvor mit unseren 5 Jahre alten Batterien.

Wohnmobil Batterie 2018 bis heute

Seit 2018 haben wir eine Langzeit Solar Batterie mit 220 Ah von Siga und einen neuen Solarladeregler von Victron .

Wir haben die Kapazität also reduziert. Denn unsere Erkenntnis ist, dass es vor allem darauf ankommt die Batterien möglichst schnell wieder vollzuladen. Und das klappt mit einer kleinen Batterie besser, als mit einer großen Batterie, vor allem wenn die Tage kurz sind.

Wie laden wir die Wohnmobil Batterie?

Der Strom für die Wohnmobil Batterie kommt hauptsächlich von der Solaranlage auf dem Dach. Wir haben 580 Watt Solarmodule montiert und einen Victron SmartSolar MPPT Laderegler  inklusive Batterie Monitor. Als Backup haben wir einen Generator dabei.

Victron Energy Batterie Monitor BMV-700 9-90V DC, 1 Stück, BAM010700000
  • Der BMV-700 Batterie Monitor ermöglicht die einfache Überwachung des Ladezustandes und der Restlaufzeit einer Batterie
  • Eingangsspannung: 9,5 - 95V
  • Strommessauflösung: 10 mA (0,01 A)
  • Programmierbar
  • RJ 12-Kabel (10m), Batteriekabel mit Sicherung und Messshunt 500A Enthalten

Letzte Aktualisierung am 23.10.2019 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API

Auch während der Fahrt können wir die Wohnmobil Batterien über ein Ladegerät laden.

Das ist zupfig. Denn wir haben eine alte Gleichstromlichtmaschine. Die ist viel zu schwach für einen Sterling Regler.

Daher haben wir einen Wechselrichter, der aus 24 Volt 230 Volt macht. So betreiben wir das Ladegerät, das daraus wieder 12 Volt macht.

Wenn man die Verluste dabei betrachtet ist das Irrsinn. Funktioniert aber seit vielen Jahren. 

Selten laden wir die Batterie über eine externe Stromversorgung (Landstrom). 

So ist das jedenfalls im Sommer und wenn wir im Winter im Süden sind.

Im Winter in Deutschland sieht das ganz anders aus. Denn dann reicht die tägliche Sonnenscheindauer selbst an einem sonnigen Tag nicht ansatzweise dafür, den täglichen Strombedarf für Licht und Notebook zu decken. Geschweige denn die Wohnmobil Batterie voll zu laden.

Spätestens im Oktober ist Schluss. So viele Solarmodule wie jetzt benötigt werden würden, könnten wir auf dem Dach gar nicht unterbringen.

Wir greifen dann manchmal auf den Generator zurück. Aber das ist nur ein Notbehelf. Wenn wir ihn 2 Stunden am Tag laufen lassen, haben wir vielleicht gerade mal das wieder drin, was wir verbraucht haben. Aber die Batterie wird so nie wieder ganz voll und leidet.

Und so ist es ab Herbst nötig immer öfter einen Landstromanschluss aufzusuchen, wenn man seine Batterie lieb hat.

Wie pflegen wir die Batterien

Säurebatterien mögen es gar nicht, wenn sie zu stark entladen werden. Und auch nicht, wenn sie nie richtig voll geladen werden.

Wir haben unsere Batterien immer sehr gequält und sie nicht artgerecht gehalten.

Wie du oben in der Liste unserer Batterien sehen kannst, haben wir unsere Batteriekapazität zunächst erhöht und dann wieder verringert von 360 Ah auf 220 Ah. So schafft es die Solaranlage auch noch weit bis in den Herbst hinein, die Batterien annähernd vollständig zu laden. 

Ladezyklen bestimmen die Lebensdauer einer Batterie. Der Vorteil von großen Batterien ist, dass sie theoretisch mehr Ladezyklen bei gleicher Entnahme haben als kleine Batterien und daher länger halten sollten.

Gerade in den sonnenschwachen Jahreszeiten haben wir aber das Problem, dass wir die große Batterie nie voll bekommen haben, was ihr geschadet hat. Wir sind auf eine kleinere Kapazität umgestiegen, um die Chance zu haben, dass die Batterie tagsüber voll geladen wird.

Ein Batteriecomputer ist ein nützliches Tool, das dabei hilft den Ladezustand der Batterie im Auge zu halten. Wenn die Tage kürzer werden, fliegt bei uns zuerst der Kompressorkühlschrank als größter Verbraucher raus. Den brauchen wir, wenn es kälter wird ja auch nicht mehr wirklich.

Und dann gucken wir, worauf wir sonst noch verzichten könnten. 

Wie lange kommen wir mit der Batterie hin (autark)

Im Sommer und im Winter im Süden eigentlich endlos.

Die Tage im Sommer sind so lang, dass auch bei schlechtem Wetter die Batterien am Abend voll geladen sind. Im Winter im Süden muss man bei schlechtem Wetter schon etwas genauer hinsehen. Aber meistens sind auch dann die Batterien abends wieder voll. 

Im Winter im Norden müssen wir – je nach Wetter – alle paar Tage, mindestens einmal die Woche an eine externe Stromquelle.

Eine Weile kann man sich mit täglich 1, 2 Stunden Generatorlaufzeit über Wasser halten, aber letztendlich brauchen wir Landstrom. 

Auch können wir gar nicht so viel fahren, um die Zeit zusammen zu kriegen, um die Batterien so voll zu bekommen. Das sind Probleme, die wir mit einer Lithium Batterien nicht hätten. 

Wie viel Geld haben wir in 10 Jahren für Batterien ausgegeben?

In 10 Jahren haben wir ziemlich genau 800,00 Euro ausgegeben. Es wäre weniger gewesen, hätten wir eher entdeckt, dass der Laderegler spinnt. 

Welche Arten von Wohnmobil Batterien gibt es?

Im Inneren einer Batterie wird beim Aufladen elektrische Energie in chemische Energie umgewandelt. Beim Entladen kann diese gespeicherte Energie dann wieder in elektrische Energie umgewandelt werden.

Blei-Säure Batterie auch Nassbatterie genannt

Bei einer Blei-Säure Batterie kommt es zu einer Reaktion zwischen Blei-Elektroden und Schwefelsäure. 

Blei-Säure Batterien sind die günstigsten Batterien. Es gibt sie auch als so genannte Solar- oder Wohnmobilbatterien mit etwas dickeren Platten als bei Starterbatterien. Das sind die Batterien, die wir benutzen. 

Während des Ladevorganges entstehen Wasserstoff und Sauerstoff, die durch die Belüftungsöffnung entweichen. Dadurch wird der Stand des destillierten Wassers in der Batterie vermindert und muss regelmäßig ergänzt werden. Das bedeutet, dass sich die Batterie an einem gut zugänglichen Ort befinden muss, damit die Schrauben zur Kontrolle des Wasserstandes mühelos erreicht werden können.

Blei-Säure Batterien sind besonders einfach zu recyceln. Blei ist wie Gold das am einfachsten wiederverwertbare Element. Die Recycling Prozedur eines Lithium-Ionen-Akkus hingegen ist ein technisch hoch komplexer und noch teurer Vorgang.

Eine 220 Ah Stunden Blei-Säure Batterie von Siga kostet ca. 220 Euro.

Solarbatterie 220Ah 12V Wohnmobil Boot Wohnwagen Camping Schiff Batterie Solar 180Ah
  • LANGZEIT Solar 220AH 12V C100 Solar- Versorgungsbatterie, Über 600 Lade-/Entladezyklen gemäß DIN
  • Als Verbraucherbatterie für Wohnmobile, Solar, Caravan, Wohnwagen, Yachten, Boote, Schiffe, Mover oder Photovoltaikanlagen.
  • Sie ist für die dauerhafte Versorgung von Stromverbrauchern wie Wechselrichter oder andere 12Volt Verbraucher, Solaranlagen oder als Aufbaubatterie in Fahrzeuge oder Boote konzipiert worden.
  • Höhere Ladekapazität und enormer Energiedurchsatz, Sehr zyklenfeste Versorgungsbatterie mit verstärkten Bleizellen.
  • Abmessungen: L: 513mm x B: 223mm x H: 223mm , Gewicht: 47Kg, Haben Sie Fragen? Rufen Sie uns an: Tel: 0621-4907730

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AGM Batterien

AGM Batterien sind eine Weiterentwicklung von Blei-Säure-Batterien.

Es ist eine Bleibatterie bei der der Elektrolyt in einem Vlies aus Glasfaser gebunden ist. 

Sie sind auslaufsicher und sie lassen sich praktisch in jeder Lage einbauen.

Im Gegensatz zum Gel bremst das Vlies den Fluss der Ionen deutlich weniger. Dadurch lassen sich AGM-Batterien schneller mit stärkerem Strom als Gel-Batterien aufladen und durch den geringeren Innenwiderstand können sie, falls notwendig, entsprechend größere Strommengen an die Verbraucher liefern.

AGM Batterien sind bei Wohnmobilisten beliebt. Wahrscheinlich, weil sie nicht gewartet werden müssen (können) und nicht ganz so teuer sind wie Gelbatterien.

Eine 230 Ah Stunden AGM Batterie von ECTIVE kostet ca. 350 Euro. 

ECTIVE 230Ah 12V AGM Batterie EDC-Serie VRLA Versorgungsbatterie in 7 Varianten: 65Ah - 230 AH (wartungsfrei)
  • Spannung: 12V, Kapazität: 230Ah(C100), Maße(LxBxH): 518 x 274 x 242 mm, Artikelgewicht: 62kg
  • Batterietechnologie: AGM(VRLA), Schaltung 3(Pole auf der Schmalseite, Pluspol links), Endpolart 1(normale Rundpole)
  • Sofort einsatzbereit(Gefüllt & Geladen), wartungsfrei
  • Solaranwendungen, Beleuchtung, Antrieb
  • Die Ective Deep Cycle AGM Verorgungsbatterie wurde speziell auf die Anforderungen von zyklischen Anwendungen abgestimmt

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Gel Batterien

In Blei-Gel Batterien ist die Schwefelsäure in einem dickflüssigen Gel gebunden. Aus diesem Grunde sind Gel-Batterien auslaufsicher, sowie deutlich länger lagerfähig als Säurebatterien mit flüssigem Elektrolyt.

Gelbatterien setzen beim Laden oder Entladen dem Fluss der Ionen einen zur Nassbatterie vergleichsweise höheren Widerstand entgegen. Dies hat zur Folge, dass Gelbatterien weniger in der Lage sind in kurzer Zeit hohe Ströme abzugeben. Sie sind eher dazu gedacht ihre Energie langsam abzugeben – die perfekte Verbraucherbatterie. Leider fast doppelt so teuer wie Nassbatterien.  

240 Ah Stunden Gel Batterie von Exide kosten ca. 550 Euro.

Exide Equipment Batterie GEL ES 900
  • Exide G 80
  • Kapazität (Ah): 80 Ah
  • Kälteprüfstrom: 540A
  • Spannung: 12V
  • Technologie Gel (VRLA)

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Die maximale Entladetiefe bei all diesen Batterien beträgt 50% der Nennleistung. Das bedeutet, dass man aus einer 180 Ah Batterie lediglich 90 Ah entnehmen kann. 

Lithium Batterien

Die LiFePO4 Batterie fürs Wohnmobil bringt durch eine völlig neue Technik ungeahnte Möglichkeiten mit sich – hat aber auch ihren Preis.

Im Vergleich zu herkömmlichen Batterien hat sie eine vielfach höhere Lebensdauer, nur geringe Selbstentladung und eine sehr hohe nutzbare Kapazität.

Sie kann viel schneller geladen werden und sie wiegt viel weniger. 

Im Gegensatz zu Bleibatterien muss eine Lithium Batterie nicht regelmäßig wieder vollständig geladen werden. Sie liebt es zwischen 20% und 80% gefüllt zu sein.

Amumot schreibt in seinem Blog, dass sie vergleichbar ist mit dem Wassertank. Man kann entnehmen, was drin ist und soviel nachfüllen, wie man bekommt. Sie muss auch nicht ewig lange geladen werden, wie eine Blei-Säure-Batterie. 

Die maximale Entladetiefe einer Lithium Batterie beträgt 90% der Nennleistung. Das bedeutet, dass man aus einer 180 Ah Batterie etwa 160 Ah entnehmen kann. 

Eine 100 Ah Stunden Lithium Batterie von Victron kostet ca. 1200 Euro. Dazu benötigt man noch Ladetechnik.

Lithium-Eisenphosphat-Batterie 12,8V/100Ah SMART mit Bluetooth
  • LiFePO4 Batterie der neusten Generation / Geringe Selbstentladung - überragende Lebensdauer - speichert satte 1280 Wattstunden Energie
  • Gewicht/Abmessungen: 15kg / 197mm x 321mm x 152mm --- Lagertemperatur -45°C - +70°C --- Betriebstemperatur Entladen: -20°C - +50°C - Betriebstemperatur Laden +5°C - +50°C
  • Zyklen-Zahl bei Entladetiefe 80%/70%/50%: 2500 / 3000 / 5000 Zyklen
  • maximal fortlaufender Entladestrom: 200A / empfohlener fortlaufender Entladestrom: <100A --- ACHTUNG: Es wird zwingend ein BMS benötigt entweder BMS 12/200 oder das Ve.Bus BMS - die Anschlusssteuerleitung ist an jeder Batterie vorhanden
  • Integrierter Zellausgleich mit Zellüberwachungsfunktion - es lassen sich bis zu 5 Batterien des gleichen Typs parallel schalten und bis zu vier Batterien in Reihe schalten

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Würden wir uns wieder für die gleiche Art Batterie entscheiden?

Aufgrund anderer Ladekennlinien sind AGM Batterien nicht unproblematisch. Für uns würde es bedeuten, dass wir auch eine andere Ladetechnik benötigen würden.

Gelbatterien sind schon in der engeren Wahl. Wir waren aber bislang zu geizig. Denn Gelbatterien sind in etwa doppelt so teuer wie Säurebatterien. Für den doppelten Preis müssten sie doppelt so lange halten. Machen sie das? Wir wissen es nicht. 

Wenn man die Berichte so liest, sind Lithium Batterien schon geil. Gerade für Leute wie uns, die selten an Landstrom kommen. Aber uns sind Lithium Batterien einfach zu teuer.

Hätten wir schon beim Ausbau des Kurzhaubers 2009 gewusst, dass wir 10 Jahren darin leben würden und hätte es die Technik damals schon gegeben, wäre es eine Überlegung wert gewesen.

Aber selbst dann… wir sind mit den Blei-Säure Batterien 10 Jahre lang gut gefahren. Das ganze hat uns 800 Euro gekostet. Und für wie lange hätte uns die Lithium Batterie im Herbst weiter autark sein lassen? Ein paar Tage? Ein paar Wochen? Irgendwann scheint die Sonne einfach nicht mehr lange genug, da kann auch eine Lithium Batterie keine Wunder bewirken. 

Und dann ist da ja noch der Umweltaspekt. Die Gewinnung von Lithium ist umstritten: Wasserverbrauch, Kinderarbeit, Schäden an der Natur – und dann gibt es noch Gerüchte, dass es soviel Lithium wie in Zukunft benötigt wird gar nicht gibt. Auch das Recycling der Batterien ist nicht ganz so leicht und teuer. 

Auch wenn die Lithium Batterie wohl am besten zu uns passt – wir würden aus Kostengründen wohl immer wieder zur Blei-Säure-Wohnmobil-Batterie greifen.

Vielleicht würden wir es mal mit einer Gelbatterie versuchen. Nur um herauszufinden, ob sie wirklich länger lebt.

Interessant wäre auch ein Testlauf mit einer normalen Starterbatterie, die ja nochmals günstiger ist. 

Daher: Unsere Batterie seit 10 Jahren

Eine Blei-Säure Wohnmobil Batterie z. B. von Banner oder Siga:

Solarbatterie 220Ah 12V Wohnmobil Boot Wohnwagen Camping Schiff Batterie Solar 180Ah
  • LANGZEIT Solar 220AH 12V C100 Solar- Versorgungsbatterie, Über 600 Lade-/Entladezyklen gemäß DIN
  • Als Verbraucherbatterie für Wohnmobile, Solar, Caravan, Wohnwagen, Yachten, Boote, Schiffe, Mover oder Photovoltaikanlagen.
  • Sie ist für die dauerhafte Versorgung von Stromverbrauchern wie Wechselrichter oder andere 12Volt Verbraucher, Solaranlagen oder als Aufbaubatterie in Fahrzeuge oder Boote konzipiert worden.
  • Höhere Ladekapazität und enormer Energiedurchsatz, Sehr zyklenfeste Versorgungsbatterie mit verstärkten Bleizellen.
  • Abmessungen: L: 513mm x B: 223mm x H: 223mm , Gewicht: 47Kg, Haben Sie Fragen? Rufen Sie uns an: Tel: 0621-4907730

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Welche Batterie hat du?

In diesem Artikel erfährst du hauptsächlich, welche Wohnmobil Batterie wir die letzten 10 Jahre benutzten und wie es uns damit ergangen ist. Wofür braucht man überhaupt eine Batterie im Wohnmobil? Eine Wohnmobil Batterie dient als temporärer Stromspeicher. Um elektrische Geräte im Wohnmobil zu benutzen, wenn wir gerade nicht an einer externen Stromquelle (Landstrom) z. B. auf einem Stellplatz angeschlossen sind, können wir den Strom dafür der Batterie entnehmen. Welche elektrischen Geräte benutzen wir im Wohnmobil? Licht: Wir benötigen Strom für Licht.  LED Lampen verbrauchen nur sehr wenig Strom.  Alternativ könnten wir Kerzen aufstellen, oder eine Stirnlampe benutzen. Musik: Vor allem…
Welche Batterie benutzt du? 5 Sterne für Blei-Säure Batterien 4 Sterne für AGM-Batterien 3 Sterne für Gel-Batterien 2 Sterne für Lithium-Batterien 1 Stern für was ganz anderes Schreibe gerne auch einen Kommentar!

Die Wohnmobil Batterie

Blei-Säure Batterie

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Kommentare

1 Gedanke zu “Die Wohnmobil Batterie: Ein Erfahrungsbericht”

  1. Hallo
    Wir fahren seit Kurzem mit einer 100 Ah LiFePo4 durchs Land. Zuvor hatten wir AGM an Bord. Da wir immer näher an unser Gewichtslimit kamen und dazu noch eine der beiden AGM ihren Geist aufgegeben hatte, entschieden wir uns für eine LiFePo4. Wir sind äußerst zufrieden, doppelte Leistung bei halbem Gewicht. Somit rutschten wir wieder unter 3,5 to. Für uns perfekt. Aber sie kosten natürlich. Wir bitten darum, unsere Daten NICHT an Dritte weiterzugeben.

    Lieben Gruß Michael

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