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Überwintern Portugal Wohnmobil Barragem do Lucigecit

Überwintern in Portugal: Wer will schon auf Asphalt parken?

Überwintern in Portugal: Roadtrip entlang des Rio Guadiana (Teil 3)

Roadtrip Tag 29

Roadtrip-KM: 2573 km

heute gefahren: ca. 60 km

Meistens ist es doch so, dass man merkt, wann die Zeit zum Weiterziehen gekommen ist. Nach 10 Tagen ist es für uns so weit und wir trennen uns dennoch schweren Herzens von diesem wunderbaren Ort.

Wir fahren nach Elvas. Einkaufen.

Beim Intermarche stopfen wir unsere Wäsche in eine der Maschinen vor dem Eingang (8 kg für 4 Euro, die Maschine wäscht 30 Minuten, 20 Minuten trocknen kosten 2 Euro).

Praktisch ist, dass es direkt neben dem Intermarche Infrastruktur für Wohnmobile gibt und wir während die Maschine läuft sogar noch Frischwasser tanken können.

Überwintern Portugal Wohnmobil Elvas
Intermarche in Elvas

 

Drinnen gibt es – neben dem Supermarkt – einen MEO und einen NOS Laden. Hier kaufen wir uns eine SIM Karte von MEO (Tarif Enjoy – 15 GB – 15 Tage – 30 Euro) und auch einen Kiosk.

Auf der N373 verlassen wir Elvas.

Fahren macht endlich wieder Spaß! Die Straßen sind klein, es gibt eigentlich keinen Verkehr und man kann, muss und will nicht schnell fahren.

Wir suchen einen Übernachtungsplatz. Wegen Wäsche waschen und einkaufen ist es spät geworden.

Wir versuchen an einigen Stellen an den Rio Guadiana zu gelangen, doch leider haben wir kein Glück. Vor den meisten Straßen in Richtung Fluss sind Tore. Im nächsten Ort biegen wir ab auf die N255 und entfernen uns vom Fluss. Wir wollen unser Glück am Barragem do Lucefecit versuchen.

Diesen See kennen wir noch nicht. Und meistens finden wir an Stauseen schöne Plätze.

Von der Hauptstraße ist der See ausgeschildert. Wir biegen also rechts ab. Fahren an einem Restaurant vorbei, das sehr einladend aussieht.

An der Staumauer gibt es einen asphaltierten Parkplatz. Aber wer will schon auf Asphalt parken?

Überwintern Portugal Wohnmobil Barragem do Lucefecit
Barragem do Lucefecit – Parkplatz an der Staumauer

 

Wir fahren lieber noch etwas weiter. Von der schlecht asphaltierten schmalen Straße gehen vom Regen ausgewaschene Pisten in Richtung See ab.

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Asphaltstraße am Barragem do Lucefecit

 

Wieder einmal freuen wir uns darüber ein Fahrzeug mit viel Bodenfreiheit zu haben. Die Tage muss es hier stark geregnet haben. Die Erde ist ziemlich aufgeweicht und überall sind Pfützen.

Es ist gar nicht so einfach eine einigermaßen gerade Stelle zum Parken zu finden. Wir probieren mehrere Plätze aus und müssen beim Wenden auf nassem Boden sogar die zweite Achse dazuschalten, um uns nicht festzufahren. Schließlich werden wir bei einer Picknickbank fündig.

Es handelt sich wohl um eine Art Naherholungsgebiet für die Anwohner. Überall stehen Mülltonnen. Unverständlich, dass trotzdem so viel Müll herumliegt. Und der kleine Hügel, auf dem wir uns befinden, ist von Wegen durchzogen.

Wegen der Luftbballonreste in den Bäumen sieht es so aus, als hätte der Platz in der Vergangenheit für die ein oder andere Party herhalten müssen.

Trotzdem der Himmel sehr blau ist heute, ist es unangenehm kühl. Es weht eine steife Brise. Lucy bekommt natürlich trotzdem ihre Schwimmstunde. Mal wieder sind wir fasziniert von der schönen Landschaft und den leuchtenden Farben (vor allem Grün und Blau).

Überwintern Portugal Wohnmobil Barragem do Lucigecit
Barragem do Lucefecit

 

Im Laufe des Abends kommen noch 2 PKW vorbei. Ein Mann mit seinen 2 Hunden, der einen langen Spaziergang am Seeufer entlang unternimmt. Und zwei Jungs, die im Auto sitzen bleiben und… keine Ahnung, was die gemacht haben. Auch der weitere Abend und die Nacht verliefen wie immer angenehm ruhig.

Unsere Messlatte, was Übernachtungsplätze angeht, liegt recht hoch, denn wir waren die letzten 10 Tage an einem so schönen Ort. Vielleicht fällt es uns deshalb – und auch wegen der Wetteraussichten (Wind) – so schwer, uns mit den Gegebenheiten zu arrangieren. So steht für uns schnell fest, dass wir diesen Platz morgen schon wieder verlassen werden.

 

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Über Steffi

Mein Name ist Steffi. Zusammen mit meinem Mann Olaf und unserer Hündin Lucy wohne ich in einem ausgebauten LKW mal hier mal da – meistens dort. Bevor ich zum „Leben auf Rädern“ kam, bin ich mit dem Fahrrad gereist. Davor lebte ich in einem Haus, hatte einen ganz normalen Job bei einer Bank  - der ganz normale Wahnsinn... Schnell habe ich festgestellt, dass das nicht alles sein kann. 2002 nahm ich ein Jahr Auszeit und bin so auf den Geschmack gekommen. Seit 2007 bin ich wieder unterwegs und mein Leben hat sich komplett geändert. Folge mir via Feedly und Bloglovin´

2 comments

  1. Jürgen & Ellen

    Ihr macht schöne Berichte und Fotos! Ein Allrad hat ja offensichtlich doch Vorteile! Da weiss man dann, warum man soviel Gewicht mit sich rumschleppt…nur nicht festfahren, dann braucht ihr einen Bergepanzer!!
    Mein Traum war auch mal ein Unimog, aber wir sind nicht wirklich so abenteuerlustig, dass wir einen benötigen. Und das Platzangebot war uns zu mager. Uns reicht momentan ein normales 7m Wohnmobil auf Sprinterbasis, allerdings mit Sperrdiffential. Für uns (im Alter 50+) ist der Komfort innen massgebend…und wie sich zeigte ist es auch vonVorteil nur 3.5 t zu wiegen, viele Strassen im Süden bleiben einem sonst verschlossen, bzw. verboten.
    Wir leben seit 10 Jahren mobil. Zur Zeit die (ideale) Kombination Segelboot und Wohnmobil in Südfrankreich.

  2. Hallo Ihr Lieben
    Die fotos sind sehr schön and Du schreibst auch so schön. Macht eine freude es zu lesen – danke!

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