Mit dem Wohnmobil in die Prignitz

Mit dem Wohnmobil in die Prignitz

Ich stelle dir die Prignitz in Brandenburg vor: Überblick über Wohnmobilstellplätze, Sehenswürdigkeiten und andere Highlights. Und ein Routenvorschlag für einen Roadtrip mit dem Wohnmobil in die Prignitz ist auch dabei.

Die Prignitz mit dem Wohnmobil

Mit dem Wohnmobil in die Prignitz

Seit vielen Jahren schon zieht es uns regelmäßig in die Prignitz ganz im Nordwesten Brandenburgs.

Vielleicht weil die Prignitz so schön dünn besiedelt ist. Die Bevölkerungsdichte beträgt nämlich nur 36 Einwohner pro Quadratkilometer.

Es fühlt sich etwas wie in Portugal an. Genauso leise und langsam. Die Menschen sind freundlich und freuen sich über Besuch. Auf den kleinen Straßen kaum Verkehr. Manchmal verbindet nur eine Sandpiste die Dörfer.

Riesige Kiefern an den Waldrändern, erinnern uns an die Pinien der Algarve.

Wir sehen Störche und überhaupt viele Vögel.

Außerdem ist die ganze Region noch sehr unentdeckt. Wohnmobile rasen auf der B5 vorbei. Doch auf den Landstraßen und sogar auf den Wohnmobilstellplätzen trifft man sie eher selten.

Eine große Attraktion ist die Elbe. Von Lenzen über Wittenberge bis Havelberg grenzt die Prignitz im Süden an den großen Strom. Im Herbst rasten Zugvögel auf den riesigen Wiesen. In der Prignitz befindet sich auch das Storchendorf Rühstädt.

Bei Havelberg fließt die Havel in die Elbe. Und über Neustadt und Wusterhausen an der schönen Dosse geht es nordwärts nach Kyritz, wo man auf den Seen mit dem Kanu touren kann.

Noch weiter im Norden liegt Wittstock (auch an der Dosse). Ganz im Norden Meyenburg mit dem Modemuseum. Über Putlitz und Karstädt geht´s dann wieder südwärts zurück nach Lenzen.

Im Herzen der Prignitz befindet sich Pritzwalk mit dem Hainholz. Sehenswert auch das Kloster in Heiligengrabe und der Aussichtsturm in Blumenthal. Von Groß Pankow geht´s nach Wolfshagen und Seddin mit dem Königsgrab aus der Bronzezeit.

Und dann gibt es auch noch Perleberg, die Wasserburg Plattenburg und Bad Wilsnack mit der Therme. Die Ruhner Berge. Der Rudower See. Stepenitz, Dömnitz und Löcknitz. Ach, wenn ich daran denke, könnte ich gleich wieder los.

Die Müritz, die im Norden an die Prignitz grenzt, lockt uns irgendwie gar nicht. Da schon eher das Havelland im Süden. Oder die Altmark. Aber die Prignitz ist uns doch von allen am liebsten. 

Gerne spazieren wir durch die großen Forste. Schauen von Aussichtstürmen über Wälder und Flüsse. Sammeln Pilze oder Beeren. Beobachten Kraniche und Storche. Besuchen kleine Burgen und Steinzeitgräber. Roadtrippen mit dem Kurzhauber über kleinen Straßen. Halten wo es gefällt.

Es gibt überhaupt nichts überwältigendes in der Prignitz. Weder besonders hohe Berge noch große Seen oder grandiose Sehenswürdigkeiten. Es sind die kleinen Dingen, die die Prignitz so einzigartig machen. Eben die unbändige Stille. Die sanfte Natur. Die Menschen, die so kontaktfreudig sind.

Roadtrip: Die Prignitz mit dem Wohnmobil – Teil 1

Mit dem Wohnmobil in die Prignitz

Um die Prignitz in all ihren Facetten kennenzulernen, hier mein Vorschlag für einen Roadtrip mit dem Wohnmobil oder PKW.

Teil 1

A – Ruhner Berge

Mit dem Wohnmobil in die Prignitz Ruhner Berge

Die Prignitz liegt genau zwischen Hamburg und Berlin. Nimm die A24 und fahre in Suckow (Abfahrt 16) ab. Dann über Suckow nach Marnitz. In Suckow links abbiegen auf die Grabower Straße und dann gleich wieder links auf die Ruhner Straße. Die Straße führt über die Autobahn und bringt dich direkt zum Aussichtsturm Ruhner Berge. Von dort oben, nach Süden schauend liegt dir die Prignitz zu Füßen.

Die Ruhner Berge sind ein kleines Wandergebiet. Es ist herrlich durch den Wald zu streifen. Ganz unten im Tal befindet sich ein Bach. Interessant ist auch die Geschichte des Dorfes Ruhn. 

Hier gibt es noch mehr Infos: Ruhner Berg und Ruhn

B – Grabow

Mit dem Wohnmobil in die Prignitz Grabow

Fahre dann weiter nach Grabow. Hier befindet sich ein Wohnmobilstellplatz am Hafen an der Elde. Grabow ist ein wunderschönes Städtchen, das du dir ansehen solltest.

Schön ist auch der Wanderweg entlang der Elde bis zum Wasserwandererplatz.

C – Ludwigslust

Es lohnt ein Abstecher nach Ludwigslust. Dort gibt es ein großes Schloss zu besichtigen.

Hier gibt es noch mehr Infos: Schloss Ludwigslust

D – Lenzen

Mit dem Wohnmobil in die Prignitz Lenzen

Der nächste Halt ist Lenzen am Rudower See. Beim Restaurant Haus am See gibt es einen Wohnmobilstellplatz. 

Hier gibt es noch mehr Infos: Im Auenreich von Burg Lenzen

E – Dömitz

Mit dem Wohnmobil in die Prignitz

Von Lenzen geht es nochmal nach Mecklenburg, denn die Burg in Dömitz ist sehenswert. Wenn du noch Zeit hast, besuche auch die Binnendüne in Klein Schmölen.

Hier gibt es noch mehr Infos: Mit dem Wohnmobil nach Dömitz

F – Fähre Peversdorf – Lenzen

Mit dem Wohnmobil in die Prignitz Die Elbe bei Lenzen

Direkt an der Elbe entlang gelangst du als nächstes nach Lenzerwische und über Wootz und Mödlich zur Fähre Peversdorf-Lenzen.

Die Elbe teilte hier einst die beiden Deutschlands. Beim Fähranleger kannst du auf einen ehemaligen Wachturm der DDR steigen und einen tollen Ausblick auf die Elbe und die Auen ergattern. 

G – Fähre Lütkenwisch – Schnakenburg

Mit dem Wohnmobil in die Prignitz Lüttkenwisch

Fahre weiter entlang der Elbe in Richtung Osten.

Der nächste Stopp ist wieder ein Fähranleger: Lütkenwisch-Schnakenburg. Lasse dich vom Fährmann ans andere Ufer bringen und besuche das Grenzlandmuseum.

Hier gibt es noch mehr Infos: Grenzlandmuseum

H – Wittenberge

Mit dem Wohnmobil in die Prignitz Wittenberge

Mache dann einen Abstecher in die Altmark (Sachsen-Anhalt). Auf kleinen Straßen geht es Richtung Wittenberge. 

Eine unserer Lieblingsaussichten ist die auf die Elbe, wenn wir über die Brücke in Wittenberge fahren.  Bei Sonnenschein hat das Wasser dieses grandiose Blau.

In Wittenberge gibt es einen Wohnmobilstellplatz am Hafen. 

Hier gibt es noch mehr Infos: Wittenberge

I – Rühstädt

Und es geht noch weiter elbeaufwärts. Nächster Stopp ist das Storchendorf Rühstädt. 

Hier gibt es noch mehr Infos: Rühstädt

J – Bad Wilsnack

In Bad Wilsnack kannst du dich in der Kristalltherme verwöhnen lassen. Weiterfahren musst du danach nicht mehr, denn es gibt einen Parkplatz für Wohnmobile direkt vor der Tür. 

Hier gibt es noch mehr Infos: Kristalltherme Bad Wilsnack

Mit dem Wohnmobil in die Prignitz – Teil 2

Teil 2

A – Plattenburg

Mit dem Wohnmobil in die Prignitz Plattenburg

Ein Highlight ist die Wasserburg Plattenburg. Die einzige Wasserburg Norddeutschlands – mitten im Wald!

Hier gibt es noch mehr Infos: Plattenburg

B – Havelberg

Mit dem Wohnmobil in die Prignitz Havelberg

Bei Havelberg fließt die Havel in die Elbe. Die Stadt mit der Burg und dem Insel-Camping ist echt sehenswert. 

Hier gibt es noch mehr Infos: Havelberg

C – Kyritz

Mit dem Wohnmobil in die Prignitz

Über Neustadt und Wusterhausen an der Dosse geht es wieder nordwärts. Du kannst dir das Kutschen- und das Wegemuseum ansehen und/oder eine kleine Kreuzfahrt auf den Kyritzer Seen unternehmen. 

Der Wohnmobilstellplatz befindet sich direkt in Downtown Kyritz. 

Hier gibt es noch mehr Infos: Kyritz

D – Blumenthaler Aussichtsturm

Mit dem Wohnmobil in die Prignitz Aussichtsturm Blumenthal

Folge der Straße am Seeufer entlang und dann biege ab – hinein ins Herz der Prignitz.

E – Kleinbahn-Bahnhof Brünkendorf

Mit dem Wohnmobil in die Prignitz Wassermühle Wolfshagen Brünkendorf

In Blumenthal besteigst du wieder einen Aussichtsturm – bevor du dir in Brünkendorf den winzigen Bahnhof der Schmalspurbahn mitten im Wald ansiehst.  

In Groß Woltersdorf gibt es einen Campingplatz am Badesee, eine Sommerrodelbahn und den Waldlehrpark.

F – Pritzwalk

Mit dem Wohnmobil in die Prignitz Gutshaus Streckenthin

Die nächste Stadt auf der Route ist Pritzwalk. Es gibt einen Wohnmobilstellplatz im Zentrum. Von hier aus kannst du gut die Museumsfabrik besuchen. 

Schön ist es auch im Hainholz zu parken. Im Sommer lädt das Freibad ein und spazieren gehen geht hier auch sehr gut. Immer entlang der Dömnitz führt ein ausgeschilderter Weg bis nach Streckenthin. 

Auf dem Weg nach Wittstock kannst du im Klosterstift Heiligengrabe einkehren. Auch Wittstock hat eine sehenswerte Altstadt mit einer Burg. 

G – Alt Daber

In Alt Daber kannst du übernachten und dir die Findlinge im Park ansehen. 

Noch weiter nordwärts kommst du nach Freyenstein: Das Schloss, die Burgruine und der Archäologische Park sind zu besichtigen. Falls das für einen Tag schon genug ist, kannst du hier gleich auf dem Wohnmobilstellplatz übernachten…

H – Modemuseum Meyenburg

…oder noch weiter nach Meyenburg reisen und dir das Modemuseum ansehen. 

Westwärts liegt Putlitz. Hier gibt es einen kleinen Wohnmobilstellplatz und die Gänseburg. 

I – Perleberg

Mit dem Wohnmobil in die Prignitz Königsgrab Sedin

Fahre dann in Richtung Süden. Auf dem Weg nach Wolfshagen kommst du an einem unserer persönlichen Highlights vorbei. Hinter der Brücke über die Dömnitz ist ein Rastplatz und unweit davon fließt die Stepenitz in die Dömnitz. Um den genauen Ort zu finden, musst du ein Stück über die Wiese laufen. 

Im Schlossmuseum Wolfshagen kommen Porzellan-Liebhaber auf ihre Kosten. Unweit befindet sich das Königsgrab Seddin

Nachbildungen des Fundkomplexes sind im Museum in Perleberg zu sehen. Die Rolandstadt ist dein nächster Stopp. Viele denkmalgeschützte Häuser der Altstadt sind liebevoll restauriert worden. Mit dem Wohnmobil übernachten kannst du direkt an der Stepenitz beim Restaurant Neue Mühle. 

Tja und das war es auch schon mit unserem Roadtrip durch die Prignitz. Und dabei gibt es noch so viel mehr zu entdecken. Wir kommen wieder!

Wie geht´s weiter?

Lies hier unseren Artikel über das

Königsgrab Seddin

Kommentare

2 Gedanken zu „Mit dem Wohnmobil in die Prignitz“

  1. Liebe Crew,
    es ist eine schöne Gegend im Norden von Berlin und Danke für diese schönen Bilder und Tipps.
    Mein DüDO 608 macht in Südfrankreich Winterschlaf, hat einen schönen Stellplatz nahe des Mittelmeers für 200 Euro im Jahr.
    Interessant ist, das mein 608 er von 1978 in Frankreich angemeldet ein französisches “H – Kennzeichen” besitzt, also ein Collectionner.
    Schön war es das ich immer alle 5 Jahre nur zum französischen TÜV musste.
    In Deutschland jedes Jahr was über 3,5 Tonnen ist. Sehr nervig.
    Letztes Jahr war es wieder soweit. Ich fuhr zum TÜV nahe Beziers gab dem Prüfer die Papiere und bekam die Antwort das für dieses WoMo kein TÜV mehr gibt. Etwas erschrocken und irritiert fragte ich , ob das WoMo jetzt auf die Schrotthalde soll — nein, überhaupt nicht.
    Über 3,5 Tonnen und mindestens 30 Jahre alt benötigen kein TÜV mehr.
    Das gilt auch für alle Oldies vor 1960. Tja, , mit einem schelmischen Lächeln fuhr ich wieder davon.
    Frankreich überrascht mich jedes mal wieder, zumal ja dort auch keine KFZ – Steuer eingefordert wird.
    Jetzt sitze ich in meinem Haus mit Garten in der wunderschönen Lausitz und hoffe das im Frühjahr die ganze Pandemie nicht mehr einen so einschränkt.
    Es sieht so aus , als ob ich wohl mein WoMo verkaufen möchte. Die vielen Einschränkungen mit dem WoMo haben mich echt genervt, das war mal entspannter — gerade in Südfrankreich.
    Mit einem Häuschen in den französischen Pyrenäen bin ich jetzt beschäftigt. Ist was anderes , aber auch schön. Ich liebe alte Häuser ausbauen — wie auch in der Lausitz.
    Das Leben hat viele Variablen und das macht das leben auch so interessant.
    Eure Reiseberichte habe ich weitgehendst verfolgt. Danke dafür, das ich daran teilnehmen durfte.
    Lieben Gruß, Uli

    Antworten
    • Hallo Uli! Vielen Dank für deine Worte. Das ist ja spannend, wie die Franzosen das handhaben mit den Oldtimern. In Portugal ist es ja mittlerweile auch sehr voll – da haben wir auch schon über eine Ferienwohnung zum Überwintern nachgedacht. Liebe Grüße in die Lausitz :)

      Antworten

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