Toyota Landcruiser HZJ 75

Sabine & Andy: Mit dem Toyota Landcruiser HZJ 75 hinaus in die weite Welt

Dies ist der 21. Teil meiner Artikelserie über Reisemobile.

Ich möchte dir Reisende und ihre Reisemobile vorstellen.

Im Mittelpunkt stehen dabei die Fahrzeuge.

Bevor wir uns für den Kurzhauber entschieden haben, haben wir lange überlegt, welches Reisemobil wohl das beste für uns wäre. Wir haben uns viele unterschiedliche Varianten angesehen, haben Vor- und Nachteile abgewogen… es ist gar nicht so einfach bei der Fülle der Möglichkeiten eine Entscheidung zu treffen.

Falls du dir auch gerade überlegst welches Reisemobil für dich in Frage kommt, könntest du dir den Gastartikel von Henning durchlesen: Wie du das Wohnmobil findest, das zu dir passt.

Oder du besuchst eines der großen Reisemobil- und Globetrottertreffen. Dort triffst du Reisende mit ihren Reisemobilen, kannst dir einiges ansehen und mit den Leuten ins Gespräch kommen. Eine Übersicht über die Treffen und Termine gibt es auf der Webseite der Deutschen Zentrale für Globetrotter.

Oder du abonnierst Keine Eile und verpasst keines der Interviews mehr, die es in nächster Zeit zum Thema Reisende und ihre Reisemobile geben wird.

Ich freue mich sehr, für mein 21. Interview Sabine und Andy  – Off the maps – gewonnen zu haben.

Inhaltsverzeichnis

Die Reisenden

Sabine und Andy

Sabine und Andy

Wir, Sabine (31) und Andy (32) , kommen aus Baden, der klein-grossen, alten Stadt in der Schweiz. Familie und Freunde wohnen auch in der Nähe und eigentlich bietet der Ort alles, um sich wohlzufühlen. Und doch zieht es uns immer wieder hinaus in die weite Welt…

Nach Städtetrips und «zusammen gesparten» Ferien (= max. 4 Wochen), kündigen wir 2009 erstmals unsere Jobs und reisen mit Zug, Bus, Tuktuk und Boot während 7 Monaten von Russland bis Malaysia. Eine unvergessliche Zeit!

Wir wissen bereits, irgendwann, wollen wir noch viiieel länger weg, wir wollen ganz ungebunden sein, weder Job noch Wohnung haben, die uns binden…

2014 ist es soweit. Alles ist bereit, der Plan steht: Die Amerikas, der Länge nach!

Mit «Zora», unserem Reisemobil reisen wir bis Juni 2016, während genau 776 fantastischen Tagen – von Kanada durch die USA, Mexiko, Mittel- und Südamerika. Durch insgesamt 20 Länder und über 100.000 km weit , durch die verschiedensten Klimazonen der Welt. Wir sehen und erleben so viel, dass wir unseren eigenen Film (http://www.off-the-maps.ch/reisebericht_2Y_55) immer wieder anschauen und so ein wenig realisieren…

«Zora» macht seit Ende Juni in Uruguay etwas Pause, wir schlemmen uns durch Asien, jenem Kontinent, der unsere Herzen besonders berührt. Irgendwann wird es mit «Zora» weitergehen. Wo, steht noch in den Sternen.

Auf unserer Website Off the maps, bei Facebook  und Instagram lassen wir dich teilhaben

Das Reisefahrzeug

Toyota Landcruiser HZJ 75

Toyota Landcruiser HZJ 75

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Steckbrief des Toyota Landcruiser HZJ 75

Hersteller: Toyota

Modell: Landcruiser HZJ 75

Baujahr: 1999

Kilometerstand: 242.163 km

Hubraum: 4,2 Liter

Leistung: 130 PS

Allrad: ja

Zulässiges Gesamtgewicht: 3.200 kg

Zuladung: 200 bis 350 kg

Sitzplätze: 2

Führerscheinklasse: normaler PKW

Höchstgeschwindigkeit: 150km/h getestet, evtl. liegt mehr drin

Reisegeschwindigkeit: 80 km/h

Kraftstoff: Diesel

Preisklasse: ca. 25.000 Euro

Verbrauch auf 100 km: 11 Liter

Kfz-Steuer: unterwegs keine

Versicherung: je nach Land unterschiedlich

TÜV: das letzte mal vor 2 Jahren zu Hause

Reparaturen: 150 bis 250 Euro pro Jahr

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Dies ist der 21. Teil meiner Artikelserie über Reisemobile. Ich möchte dir Reisende und ihre Reisemobile vorstellen. Im Mittelpunkt stehen dabei die Fahrzeuge. Bevor wir uns für den Kurzhauber entschieden haben, haben wir lange überlegt, welches Reisemobil wohl das beste für uns wäre. Wir haben uns viele unterschiedliche Varianten angesehen, haben Vor- und Nachteile abgewogen... es ist gar nicht so einfach bei der Fülle der Möglichkeiten eine Entscheidung zu treffen. Falls du dir auch gerade überlegst welches Reisemobil für dich in Frage kommt, könntest du dir den Gastartikel von Henning durchlesen: Wie du das Wohnmobil findest, das zu dir passt.…
Wohnraumgröße - 2
Zuladung - 4
Verfügbarkeit von Ersatzteilen - 6.5
Unabhängigkeit - 6.5
Weltreisetauglichkeit - 7
Ersatzteilpreise - 7.5
Wirtschaftlichkeit - 7.5
Fahrkomfort - 7.5
Zufriedenheit mit dem Fahrzeug - 8
Reparatur- und Wartungsfreundlichkeit - 8.5
Geländegängigkeit - 10

6.8

User Rating: 2.63 ( 3 votes)

Die Vergabe von Punkten dient nicht dazu, die Fahrzeuge dieser Interviewreihe objektiv miteinander zu vergleichen. Sie bezieht sich auf das hier beschriebene individuelle Fahrzeug und auf die ebenfalls individuellen Gewohnheiten und Bedürfnissen seiner Bewohner und kann nur einen groben Überblick über die Eigenschaften dieses Reisemobils geben.

Warum habt ihr euch gerade für den Toyota Landcruiser HZJ 75 entschieden?

Für uns kam nur ein Modell in Frage: Dieses hier!

Der LandCruiser (70er Serie), auch Buschtaxi genannt, ist sehr geländegängig, mit wenigen elektronischen Bauteilen ausgerüstet und somit einfach zu reparieren.

Die Motoren sind sehr langlebig und bei 100.000 km gerade gut eingefahren.

Ebenfalls dachten wir das mit einem Toyota die Ersatzteil-Beschaffung einfach sein dürfte, weil Toyota praktisch in jedem Land vertreten ist. Das ist Toyota zwar, doch Ersatzeile für ein so “altes” Auto gibt es nicht in jeder Garage…

Aber glücklicherweise hatten wir fast keinen Bedarf an Ersatzteilen und so sind wir mit unserer Wahl trotzdem sehr zufrieden. Auch wenn unser Freund Walter aus Paraguay, der Touren mit 2Cv durch Südamerika anbietet, meint: “Mit diesem Auto kann jeder eine solche Reise machen!”

Und, uns gefällt das Auto auch einfach sehr!

Kommt ihr mit der Zuladung hin?

locker, ja

Schraubt ihr selbst, oder lasst ihr schrauben?

Simple Dinge, ja.

Bei komplizierteren Dingen suchen wir einen Mechaniker auf.

Aber davon mussten wir bisher recht wenig Gebrauch machen, da wir zum Glück, fast keine Probleme hatten. Einen guten Mechaniker zu finden, ist zudem sehr schwierig, wie wir in Bolivien erfahren mussten.

Hattet ihr Vorkenntnisse, oder unterwegs schrauben gelernt?

Andy kann einfache Dinge selber reparieren, oder nimmt das Toyota Werkstatt-Handbuch zur Hand.

Ich (Sabine) staune, was Andy alles kann ;) Alleine wäre ich aufgeschmissen.

Wo schraubt ihr (auf der Straße/Schrauberhalle/Werkstatt, o. ä.)?

Wir bevorzugen einen Campingplatz, um uns ausbreiten zu können, auch mal Sachen liegen lassen zu können und genügend Wasser zur Verfügung zu haben.

Was braucht ihr zum Schrauben (Hammer oder Notebook)?

Weder Hammer noch Notebook, meist reicht ein kleiner Steckschlüsselsatz, ein Engländer und ein Leatherman-Multitool.

Wie hoch ist der Reparatur- und Wartungsaufwand?

Sehr gering

[tie_list type=”checklist”]

  • alle 10.000 km einen Ölwechsel, schmieren, Luftfilter-Wechsel oder diesen auswaschen, sowie die 5 Reifen rotieren
  • alle 20.000 km Differenzial- und Getriebeöle checken/wechseln
  • alle 40.000 km Dieselfilter ersetzen

[/tie_list]

Auf fast 100.000 km von Kanada nach Feuerland mussten wir Folgendes reparieren:

[tie_list type=”minus”]

  • 1 defekter Bremszylinder (Hinterachse)
  • 2 gebrochene Blattfedern
  • 2 platte Reifen
  • 2-3 kleinere Schweissarbeiten am Auspuff (Auspuff/Auspuffaufhängung gebrochen)

[/tie_list]

Welche Umbauten habt ihr Toyota Landcruiser HZJ 75 vorgenommen?

[tie_list type=”checklist”]

  • 180 Liter Diesel Zusatztank
  • Heckstosstange mit Ersatzreifenhalterung
  • eine neue Frontstoss-Stange (Spezialanfertigung mit Seilwinde und Hi-Lift Wagenheber-Halterung)

[/tie_list]

Welche waren sinnvoll?

Der Diesel-Zusatztank wäre in Nord- und Südamerika nicht zwingend nötig, ist jedoch für den Geldbeutel und zur Beruhigung der Nerven nicht schlecht.

So konnten wir zum Beispiel in Ecuador, zu sehr günstigen Preisen volltanken oder den schlechten Diesel von Bolivien mit solchem von Peru umgehen. Auch konnten wir alle Pisten fahren, die wir wollten, ohne uns Gedanken machen zu müssen, ob wir genügend Treibstoff dabei haben.

Die Heckstoss-Stange war nötig, denn dort wo vorher der Ersatzreifen war, ist jetzt der Diesel-Zusatztank.

Über die Frontstoss-Stange könnte man diskutieren…

Die Winde haben wir bisher zwar nie gebraucht, aber man weiss ja nie…

Nicht nur wir, sondern auch jemand in einer misslichen Lage, könnte darüber sehr glücklich sein.

Die HiLift-Halterung daran ist sehr nützlich.

Was kann man sich sparen?

Wir fahren mit dem originalen Fahrwerk, welches unsere Schweizer Garage zu wechseln, empfohlen hat.

Doch bei vielen Reisenden die wir auf Blogs oder Facebook verfolgen, haben wir festgestellt, dass sie ihr, vor der Abreise neumontiertes Fahrwerk, unterwegs nochmals ersetzen oder reparieren musste.

So sind wir mit dem alten Fahrwerk los und haben jeweils einzelne Blattfedern und in Chile die Stossdämpfer ersetzt.

Definitiv günstiger.

Allgemein würden wir empfehlen, sich nicht zu stark von anderen Reisenden (die teilweise jeden Schnickschnack einbauen), beeinflussen zu lassen. Weniger ist mehr!

Auch für die Reiseausrüstung würden wir beim nächsten Mal weniger Geld ausgeben. Es müssen keine ultraleicht Pfannen mit einklappbaren Griffen, aus dem Outdoor-Shop sein, auch ganz normale erfüllen ihren Zweck.

Der Toyota Landcruiser HZJ 75 als Reisemobil

Der Ausbau des Toyota Landcruiser HZJ 75

Toyota Landcruiser HZJ 75

Selbstausbau

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Wohnfläche: 2qm, mit Heckmarkise 3qm, mit “Garten” riiesig;)

Wie viele Personen reisen mit: 2

Größe Frischwassertank: 90 Liter

Größe Abwassertank: 0 Liter

Solarpanele: 200 Watt

Batterien: 85 Ah

Stromverbrauch pro Tag: Wissen wir nicht, aber es hat meist gereicht.. In Mittelamerika, wo es sehr heiss, der Himmel aber oft bewölkt war, reichte es manchmal nicht ganz.
300 Watt wären nach unserer Erfahrung noch etwas besser. Dann könnten wir auch beide Laptops laden.

Kühlschrank: Kissmann CR 36 IPSLW. TOP! Wir sind sehr zufrieden mit dieser Kühlbox und empfehlen sie zu 100% weiter.

Heizung: Webasto Airtop 2000. Naja, hat manchmal funktioniert, oft aber auch nicht…

Dusche: nur Aussendusche, die wir jedoch nicht soo oft gebraucht haben

Sonstiges: Positiv erwähnen möchten wir unsere Sitz-/Schlafkissen von Fanello (www.fanello.ch). Sie wurden auf Mass hergestellt und haben einen integrierten Lattenrost. Sie sind ungemein bequem!

  • Wassersystem mit Filter (das Wasser ist danach trinkbar)
  • Spülbecken
  • Kleiderschrank
  • Küchenschrank
  • Benzinkocher (gekocht wird in der Hecktür)
  • Allwetter-Markise um auch bei Regen draussen kochen zu können
  • Led-Beleuchtung (dimmbar :)
  • Schrankbeleuchtung
  • Vorhänge, Moskitonetze

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Wie lange habt ihr den Toyota Landcruiser HZJ 75 schon?

4 Jahre

Lebt ihr dauerhaft im Fahrzeug oder nur für die Dauer einer Reise?

Wer weiss?!

Nein, im Ernst, um dauerhaft darin leben zu können, wären die Platzverhältnisse zu beengt.

Irgendwann werden wir wohl wieder arbeiten müssen und vermutlich sesshaft werden (obwohl wir uns das momentan gerade gar nicht vorstellen können).

Aber wir behalten das Fahrzeug, so dass wir stets auch losziehen könnten und sei es nur für Wochenend-Ausflüge und Ferien.

Wie lange habt ihr am Fahrzeug geschraubt und es ausgebaut bis ihr eingezogen, bzw. losgefahren seit?

Wir haben uns beim Fahrzeug-Ausbau relativ viel Zeit gelassen.

Fast zwei Jahre, bis alles fertig war.

Das lag vorallem daran, dass wir keinen richtigen Arbeitsplatz hatten, sondern den ganzen Fahrzeug-Ausbau draussen auf Parkplätzen gemacht haben. So mussten wir stets etwas organisieren/improvisieren und das Wetter musste mitspielen.

Sich so viel Zeit beim Ausbau zu lassen und eins nach dem anderen anzugehen, empfinden wir aber nicht als Nachteil. Wir haben sehr viel recherchiert und Ideen erstmal ruhen lassen, bevor diese umgesetzt wurden. Ausserdem konnten wir die Ausgaben so aufteilen und es fiel nicht alles auf einmal an.

Toyota Landcruiser HZJ 75

Warum reist ihr mit dem eigenen Fahrzeug?

Früher waren wir mit Rucksack und öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs.

Dies hat zwar auch seinen Reiz und ist je nach Destination vielleicht sogar sinnvoller (siehe auch: Backpacking vs Roadtrip mit dem eigenen Fahrzeug.

Immer wieder waren wir aber auch mit Mietautos unterwegs – und kamen schnell auf den Geschmack. Überall hin zu kommen, frei und unabhängig zu sein, sich in der Natur aufhalten zu können, ist einfach toll.

Nach unserer Asienreise, wussten wir schon, dass wir länger unterwegs sein wollen und wir erinnerten uns daran, wie frei wir uns mit den Mietautos jeweils fühlten…

Gelesene Bücher und Website und Blogs von anderen Overlandern, trugen das Ihrige dazu bei.

Die Entscheidung mit dem eigenen Fahrzeug unterwegs zu sein, entspricht uns absolut und anders zu reisen, können wir uns mittlerweile schon fast nicht mehr vorstellen. Wir lieben es, draussen zu kochen, mit Meeresrauschen einzuschlafen, dahin fahren zu können, wo wir wollen, Tiere in der Natur zu beobachten, frei und unabhängig zu sein.

Wohin reist ihr? Wohin seid ihr schon gereist mit dem Toyota Landcruiser HZJ 75?

Unsere Testreise führte uns von der Schweiz nach Kroatien und zurück. Danach ging es gleich auf die grosse Tour.

Wir haben unser Fahrzeug nach Halifax, an der Ostküste Kanadas verschifft, waren in Neufundland, sind quer durch Kanada gefahren, hoch bis zum Arctic Circle, dann durch die USA, Mexiko, Mittelamerika und Südamerika.

Nachdem wir Feuerland erreicht hatten, änderten wir die Richtung. Es folgten Paraguay, der Süden Brasiliens und Uruguay.

Dort macht Zora, unser Reisemobil, nun etwas Pause. Ideen, wo es weitergehen könnte, haben wir unzählige. Nochmals Brasilien, durch Zentralasien nach Hause oder eine Runde Europa? Oder doch Afrika?

Wie viele Kilometer fahrt ihr pro Jahr mit dem Fahrzeug?

Während unserer Reise durch die Amerikas ungefähr 40.000 km. Es gibt viel zu sehen, die Distanzen sind gross, unsere Neugier auch!

Auf einer anderen Tour, oder auch zu Hause fahren wir aber natürlich bedeutend weniger Kilometer.

Wie lang war eure bisher längste gefahrene Strecke?

An einem Tag fuhren wir 700 km in Kanada, das war allerdings eine Ausnahme und das Fahren auf den Highways hat auch wenig mit europäischen Strassenverhältnissen zu tun.

Das Fahren ist entspannt, es hat meist wenig Verkehr, man hat Platz und kommt gut vorwärts.

Wo übernachtet ihr normalerweise?

40% Campingplätze

0% Wohnmobilstellplätze

60% Freie Plätze

Je nach Sicherheitslage in einem Land, kann das Verhältnis aber auch genau anders herum sein.

Lieber bezahlen wir ein wenig für einen sicheren Platz, als dass wir schlaflose Nächte haben.

Wie lange seit ihr mit dem Toyota Landcruiser HZJ 75 “autark”?

Bis zu 10 Tagen.

Dann müssen wir Lebensmittel und Wasser aber gut einteilen.

Bevorzugt stehen wir dann in der Nähe von einem Gewässer, um uns waschen zu können. Besonders Kanada, die USA, Chile und Argentinien fanden wir geeignet um lange an einem freien Platz zu stehen.

Wie oft wurdet ihr schon Opfer eines Gasüberfalls? Und wie reagiert ihr darauf?

Zum Glück noch nie!

 

Toyota Landcruiser HZJ 75

Nennt 4 Punkte, die an eurem Toyota Landcruiser HZJ 75 einfach geil sind

[tie_list type=”thumbup”]

  • Im Gelände macht das Fahrzeug einfach viel Spass!
  • Zu wissen, dass das Fahrzeug zuverlässig ist, erhöht den Spielraum ungemein und man kann ohne Bedenken auch in abgelegene Regionen vorstossen.
  • Die selbstgemachte Markise über den Hecktüren ist genial. Schnell aufgestellt und Kochen ist so auch bei Regen, oder starker Sonneneinstrahlung möglich. Ausserdem fühlt sich unser Zuhause so gleich viel grösser an.
  • Die Farbe Rot hätten wir nicht unbedingt gewählt, mittlerweile gefällt sie uns aber sehr und macht auf Fotos in fast allen Landschaftsarten eine gute Falle!

[/tie_list]

Nennt 3 Punkte, die euch voll nerven

[tie_list type=”thumbdown”]

  • Wenn das Wetter schlecht ist und wir drinnen sein müssen, ist es schnell eng, zu eng auch manchmal.
  • Wenn man müde ist und eigentlich nur noch schlafen will, aber zuerst noch zusammen das Bett aufbauen muss, braucht das viel Geduld!
  • obige Situation gepaart mit schwül-heissen 30 Grad, auch noch nach Mitternacht, in El Salvador etwa, lässt die Nerven blank liegen!

[/tie_list]

Was ist verbesserungsfähig?

Wir finden, dass wir den zur Verfügung stehenden Platz optimal ausgenutzt haben.

Wir hätten jedoch nicht gedacht, dass wir soviel Zeit IM Auto verbringen werden.

In unseren Vorstellung von dieser Reise war es stets sonnig und schön warm. Dass es so oft kalt, kühl, regnerisch, gewittrig, gefährlich oder ungemütlich sein wird, hätten wir nicht gedacht. Dass gewisse Plätze für uns nicht in Frage kommen, da wir draussen kochen und keine Toilette haben, auch nicht.

Und so haben wir uns manchmal schlicht und einfach etwas mehr Platz/Komfort gewünscht..

Würdet ihr das gleiche Fahrzeug wieder kaufen?

Jein.

Welches Fahrzeug wäre eine Alternative? Warum?

Vielleicht eine Art “Kastenwagen”, beispielsweise von Renaux, VW, Peugeot oder Mercedes.

Mit 4×4 und etwas höher gelegt. So hätten wir etwas mehr Platz und könnten die eine oder andere Ausbau-Idee verwirklichen. Eine gemütliche Sitzecke mit Tisch und eine Toilette (ev auch eine Dusche) würden wir wohl einbauen.

Wobei unserer Zora untreu zu werden, könnten wir uns dann doch auch wieder nicht so ganz vorstellen… Die Zeit wird zeigen, was die Bedürfnisse sind und wie wir diese am besten umsetzen können.

Hattet ihr vorher schon andere Fahrzeuge? Welche?

Nein, es ist unser erstes motorisiertes Fahrzeug überhaupt!

Toyota Landcruiser HZJ 75

Habt ihr mit dem Toyota Landcruiser HZJ 75 euer Traumreisemobil gefunden?

Jein. Fahrtechnisch finden wir den Landcruiser das absolut beste Auto überhaupt! Platztechnisch nicht unbedingt, siehe oben.

Möchtet ihr sonst noch etwas über euer Reisefahrzeug erzählen, wonach ich nicht gefragt habe?

Ja, unser Reisefahrzeug hat den Name Zora. Nach der Kindergeschichte “die rote Zora”. Ein Name der passt, hat uns Zora doch nie im Stich gelassen, trotz fast 100.000 Kilometern und vielen Rumpelpisten.

Und, wir sind momentan in Asien, Zora macht Pause in Uruguay. Wir vermissen sie bereits. Falls jemand gerade in Uruguay ist und Halt im “Paraiso Suizo” von Heinz und Silvia macht, grüsst unsere Reisegefährtin doch bitte ganz herzlich von uns.

Toyota Landcruiser HZJ 75

Reisefahrzeug unterwegs kaufen

Und noch was: Die Idee, ein Fahrzeug unterwegs zu kaufen, verwarfen wir so schnell, wie sie kam.

Auf unserer Reise haben wir aber unzählige Reisende getroffen, die dies genauso machen. Es gibt einen sehr grossen Markt dafür und es muss ein Leichtes sein, in Kanada oder auch Chile ein Fahrzeug zu kaufen, respektive zu verkaufen.

Der bürokratische Aufwand braucht sicher etwas Zeit, will man aber einfach die “Panamericana” befahren, kann diese Methode durchaus Sinn machen. Kaufen, reinsetzen, losfahren. Kein Umbau-, kein Verschiffungs-Stress. Vielleicht auch kostengünstiger?!

Mehr Infos hier

Vielen Dank an Sabine und Andy!

Möchtest du noch mehr von Sabine und Andy und ihrer Reise erfahren, dann schau mal auf ihrem Blog vorbei!

Toyota Landcruiser HZJ 75

Weitere Interviews aus der Interviewreihe Reisefahrzeuge

Sabine und Burkard Koch im Interview über ihr Reisemobil den Steyr 12M18

Andre Bonsch im Interview über sein Reisemobil den Mercedes Benz Vario 814 D

Sabine Hoppe und Thomas Rahn im Interview über ihr Reisemobil den Mercedes Kurzhauber LA 911 B

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Karin und Manfred im Interview über ihr Reisemobil den Mercedes 1017 A

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Team Ferdinand im Interview über ihr Reisemobil den Mercedes Transporter 508 D

Solvana und Shogun im Interview über ihr Reisemobil den Triple E Commander

Die 4 Wheel Nomads im Interview über ihr Reisemobil den Land Rover Defender 110 TD4

Claudia über ihr Reisemobil den Toyota Land Cruiser HZJ 78

Simone und Olaf über ihr Reisemobil den Magirus Deutz FM 170 D 11

Conny und Tommy über ihr Reisemobil den MAN LE 10.220

Holger und Anni über ihr Reisemobil den Mazda E2000

Claudia und Andreas über ihr Reisemobil den Mercedes 608

Christie und Philipp über ihr Reisemobil den Mercedes 407

Micha und Micha über ihr Reisemobil den Mercedes G

Micha über seinen Toyota HJ 60

Silvia und Christoph über ihren Mercedes 815

Alex über seinen Opel Kadett

Stefan über seinen Iveco Magirus 80-13a

Sabine & Andy über ihren Toyota Landcruiser HZJ 75

Verena & Wolfi über ihren Mercedes 1935AK

Unimog Weltreise: Jen und Peter über ihren Mercedes Benz Unimog U1300L

Sandra und Markus über ihren VW Bulli T2

Leben im Kastenwagen: Doreen und Sven über ihren Fiat Ducato

 

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